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Borkum´s Weite ...

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Borkum´s Weite ...

Acros / MZB

http://www.dietercosler.de/

Kommentare 21

  • Klaus Buhles 18. Juli 2006, 21:51

    @Stefan:

    Danke Dir für Deine ausführliche Auskunft!!

    Ich werd mich dann doch nochmal, wenn die Hitze hier endlich vorrüber ist *gg, etwas intensiver mit der Filtersimulation in PS auseinandersetzen und auch nochmals Vergleiche anstellen.

    LG - Klaus
  • Stefan Negelmann 17. Juli 2006, 9:00

    Hallo Klaus,

    ich fotografiere zu 95% ohne Stativ - auch Landschaften.

    Wegen der vielen wiederkehrenden fragen habe ich mir schon einen Textbaustein für meinen s/w-workflow gebastelt und da Dieter das Bild nicht löschen will, auch gern nochmal hier:)

    Ich wollte erst auch nicht glauben, daß digitale s/w-prints nach fineart-Ansprüchen möglich sind, bis ich solche auf einer Ausstellung gesehen habe (und erst nach Lesen der Schildchen ungläubig wahrnahm, dass das inkjet-prints waren). Seitdem habe ich mich recht intensiv mit dem Thema beschäftigt und mache zu 90% digitale s/w-Fotos.

    Wichtig ist es, schon bei der Aufnahme in s/w "zu denken" - damit erzähle ich Dir sicher nichts neues, aber viele versuchen wohl, aus einem Farbbild ein s/w-Foto zu machen, ähnlich, wie Verfremdungsfilter genutzt werden und wundern sich dann, dass es nicht richtig „wirkt“. Man muss mehr auf Linienführung im Bild, das Zusammenspiel von kontrastreichen und -armen Flächen und die Wirkung von Licht und Schatten achten...

    Wichtig ist es auch, in RAW zu arbeiten, da durch die resultierende 16-Bit-Farbtiefe ein Vielfaches an Grauwerten zur Verfügung steht. Das sieht das menschliche Auge vielleicht nicht, aber gerade bei der Nachbearbeitung kommt es so erst sehr viel später zu unschönen Tonwertabrissen. Ich halte RAW für anspruchsvolle digitale s/w-Fotos für unabdingbar!

    Die RAWs entwickle ich dann fast immer "auf die Lichter" - lieber die Schwärzen etwas mehr absaufen lassen, das bekommt man dann im PS wieder geregelt.

    Es gibt viele plugins und Programme zur s/w-Umwandlung. Die besseren davon setzen im Prinzip auf dem PS-Kanalmixer auf. Ich nutze jetzt nahezu ausschließlich letzteren. Hier ist es wichtig, ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Gewichtung eines Farb-Kanals welche Änderungen in den Grauwerten eines bestimmten Bildbereiches zur Folge hat. Also sollte nach Tonwertkorrektur der erste Schritt die Betrachtung der einzelnen Kanäle sein. (z.B. Rotkanal starke Kontraste, aber sehr helle Gesichter...) Da hilft m. E. nur ausprobieren - will man das ernsthaft betreiben, sind Aktionen und plugins eher suboptimal - tragen sie doch nicht dazu bei, zu verstehen, was ich eigentlich mache und führen zu durchschnittlichen Ergebnissen. Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür.

    Wenn ich die Farbkanäle "interpretiert" habe, führe ich über den Kanalmixer die Umwandlung in s/w durch - bei Landschaftsbildern oft mit "viel Rotkanal" - bei anderen auch mit ganz anderer Gewichtung; ein Rezept gibt es hier wohl nicht, weshalb ich auch „Aktionen“ für diesen Zweck für ungeeignet halte. Für ganz bestimmte Bilder wäre es sogar optimaler, wenn verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen Parametern des Kanalmixers gewandelt würden (selektive Schwarzweißumwandlung). (Sehr hilfreich für diese Schritte ist auch "Die digitale Dunkelkammer" von Steinmüller, hier wird auch ein Programm empfohlen, welches sehr feine Regelungen in den einzelnen Kanälen zulässt – „B & W Studio“ von „Powerretouche“ , das ist aber recht komplex und für den Anfang eher nicht zu empfehlen. ). Danach biege ich erst mal vorsichtig an der Gradationskurve (Stichwort: Einstellungsebenen, kann man dann leicht wieder rückgängig machen), um zu sehen, wie sich Kontraste steigern bzw. mindern lassen. gerade bei Landschaftsaufnahmen bearbeite ich dann unterschiedliche Bereiche getrennt (Auswahl mittels Polygon-Lasso und mit großzügiger weicher Auswahlkante). In den "nicht-Himmel-Bereichen" füge ich dann gern Korn mittels "Grain surgery" hinzu (für Portraits meist weniger geeignet), welches zur Anhebung der Kontraste und der Bildtiefe führt (sieht man vor allem im print auf fineart-Papieren). Auch die Anhebung der Kontraste mittels "Unscharf maskieren" und seltsamen Einstellungen (etwa 60/40/2) ist hier oft hilfreich. Dann kann ich auch gleich in den unterschiedlichen ausgewählten Bereichen die Gradation einstellen und evtl. getrennt schärfen.

    Zum Schluss dann auf eine Ebene reduzieren und nochmals sanft an der Gradation biegen und noch einmal sachte USM zum Schärfen...das war’s dann meist so im Groben.

    Filter kann man doch einfach über die Gradation (wenn nötig in den unterschiedlichen Kanälen und über einfache Auswahlen) simulieren oder eben gleich im Kanalmixer. Das dauert nur einen Bruchteil der Zeit des Stativaufbaus und der Filterschrauberei, die zudem ja auch noch Licht kostet...

    Natürlich kann jeder es gern so machen, wie es ihm besser liegt.

    Viele Grüße
    Stefan


  • Klaus Buhles 15. Juli 2006, 17:38

    @Dieter:
    Büddeeschön, gern geschehen :-)))

    @Stefan:

    ja, ich hab IMMER ein Stativ dabei :-)))

    Verrätst Du uns auch, wie und womit Du die Filter in der EBV simulierst - würd mich echt mal interessieren, ich als fauler Hund wäre für Erleichterungen, wenn das Ergebnis überzeugt, immer zu haben. *ggg

    Schönes Wochenende und
    LG - Klaus
  • Stefan Negelmann 14. Juli 2006, 10:11

    @Dieter:

    das liest sich alles ganz richtig, nur auf die Filter kannst Du für identische Ergebnisse völlig verzichten.

    P.S.:Rennst Du eigentlich immer mit einem schönen schweren Stativ herum?:))
  • Dieter Cosler 14. Juli 2006, 9:40

    @Klaus,

    Dank an Dich für diese "Beitrag".... ich glaube ich werde dieses Bild nie löschen ( jedenfalls nicht so lange ich in der FC bin...).

    Pack doch einfach Dein ganzes RAW-Wissen ( für und wieder ) zusammen und knall das ins FC-Wissen... weil da steht nit viel drin was dieses Thema anbetrifft.

    Nochmals Dank für die Hilfe

    LG
    Dieter
  • Klaus Buhles 13. Juli 2006, 20:09

    @Dieter:

    nö, ist nicht die Hitze, da kann ich Dich vollkommen beruhigen :-))

    Wenn Du ein Bild in RAW und zusätzlich im SW-Modus der Cam aufnimmst, kannst Du das SW-RAW ausschliesslich in einem RAW-Converter von Canon (Digital Photo Professional - DPP genannt oder im Canon Zoom Browser EX - beide Programme auf der CD die der 5er beiliegt) in SW sehen, dort kann man auch eine Aufnahme, die zwar mit Orangefilter, aber im Farbmodus der Kamera aufgenommen wurde, durch Auswahl des Bildstils SW auf eben dieses SW umstellen - welches eigentlich das Umstellen der Kamera in den SW-Modus überflüssig macht *ggg,
    in allen anderen Konvertierungsprogrammen erscheint es natürlich schön orange, da der RAW-SW-Modus völlig Canon-spezifisch ist.

    Ich gehe in diesem Fall folgendermassen vor:

    die Schnellversion (und nur für diesen Fall mach ich die Aufnahme im SW-Modus der Kamera)
    Als Ergebnis ist hier eine JPEG-Datei fürs Internet angestrebt.

    Canon ZB EX öffnen, das Bild auswählen und als 16-Bit Tiff-Datei nach PS konvertieren, es erscheint nun ein SW-Bild in PS aber trotztem als RGB, bei dieser Schnellversion wird dann das Bild durch Auswahl von Bild --> Modus --> Graustufen in echtes SW umgewandelt. Durch den Orangefilter sind die Blautöne im Himmel natürlich schon abgedunkelt und der Gesamtkontrast des Bildes leicht angezogen worden, (was sich bei einem Vergleich von zwei Aufnahmen mit und ohne Filter schon deutlich sehen lässt) trotzdem danach noch das übliche - Tonwerte - Kontraste - schärfen usw. bis das Ergebnis zusagt.

    edit:
    Das Ergebnis einer etwas zu schnellen Schnellversion kann man hier bestaunen :-) :

    ausgefressene Lichter in den Wolken *ggg


    Die Standartversion:
    (als Ergebnis ist eine Tiff-Datei, die ausbelichtet oder gedruckt werden soll angestrebt)

    Das Bild, welches mit Filter, aber im Farbmodus (Adobe RGB) mit dem Konvertierungsprogramm RAW-Shooter öffnen - erscheint natürlich in einem satten und schönen Orange *ggg

    Mit diesem Konverter ist es nun möglich schon bei der RAW-Aufnahme die Kontraste in den Lichtern und Schatten getrennt voneinander zu verändern bzw. so anzupassen wie man sich das bei der Filterauswahl für die Aufnahmesituation vorgestellt hat. Ich versuche immer, bereits im RAW-Konverter möglichst nahe an die spätere Endversion zu kommen, da ein RAW wesentlich später zu Tonwertabrissen tendiert, als eine Tiff- oder gar JPEG-Datei.

    Durch die Möglichkeit, des getrennten Regelns der Lichter und Schatten kann man gezielt das Ausfressen der Lichter oder das Absaufen der Schatten bereits im RAW bekämpfen.
    (das Abschätzen der richtigen Einstellungen ist im knallorangen oder roten Bild, ich gebs zu, am Anfang etwas schwierig, aber kommt Zeit kommt ordentliches Bild *ggg)
    dann wieder als 16-bit Tiff-Datei nach PS konvertieren, dort erscheint nun das schön orange Bild als RGB.
    Dann Kanalmixer aufrufen und bei monochrom ein Häkchen setzen, geschafft - das Bild ist nun endlich in SW auf dem Monitor zu sehen. *g

    Nun mit den Schiebereglern bei rot, grün und blau etwas spielen um noch bessere Tontrennungen zu erhalten, auch mit dem Regler für die Konstante kann durchaus das Ergebnis noch verbessert werden, danach mach ich dann wieder das übliche - Tonwerte, Gradationskurven, nachbelichten, abwedeln usw. und zum Schluss die übliche Unschärfemaske.

    Und nun ran ans Ausprobieren *ggg

    LG - Klaus
  • Rainer eSCeHa 13. Juli 2006, 10:37

    Dieter - ich hab´ doch im Grunde genommen auch überhaupt keinen Plan.... - freue mich nur wenn hin und wieder mal was brauchbares aus der Kamera rauskommt...*ggg*
  • Dieter Cosler 12. Juli 2006, 10:10

    @Klaus,

    danke für die ausführliche Anleitung!!!!

    Aber entweder verstehe ich jetzt was nicht.... oder die Hitze macht mir zu schaffen!!!!!

    Wenn ich mit der RAW-Datei arbeiten will und hab dann ein Orange vor der Scherbe ... dann wird doch das ganze Bild Orange ... oder hab ich da etwas falsch eingestellt als ich dies einmal getestet habe????
    Weil versucht hab ich´s...
    Auf jeden Fall war das Bild so knallig Orange (RAW!) das ich erst gar nicht veruscht habe da etwas rauszuholen.

    Wie gesagt.... Einstellung an der Cam für S/W ( JPG-File WAR S/W!!! ) ... nur das RAW nicht

    @Rainer,

    warum soll ich etwas probieren wenn Ihr doch alles besser wisst und mehr Erfahrung mit diesen Dingern habt!!!!*g

    LG und Dank
    Dieter
  • Klaus Buhles 11. Juli 2006, 22:46

    @'Dieter:

    jo, nu stell Dir vor der Klaus kommt dahin *ggg

    Meine Vorgehensweise bei ANALOG:

    Filterauswahl, hier wahrscheinlich orange, eine zweite Aufnahme mit Rotfilter.
    Beide aber zusätzlich mit Polfilter!!

    Spotbelichtungsmesser
    1. Messung auf die dunkelste Stelle auf dem unteren Balken, welche gerade Zeichnung haben soll =
    Zone 2
    2. Messung auf die hellste Stelle im Wolkenbereich die später noch minimalste Zeichnung haben soll =
    Zone 9
    (natürlich Verlängerungsfaktor für die jeweils verwendeten Filter einrechnen *gg )

    Ergebnis natürlich zu hoher Kontrastumfang, nicht fürs Negativ aber fürs Papier, daher dann Filmentwicklung N - 1 für die Aufnahme mit Orangefilter und N - 2 für die Aufnahme mit Rotfilter.

    Papierentwicklung hätte ich dann für jede Aufnahme mit Gradation 2 begonnen, wahrscheinlich wäre ich bei 3 oder 3,5 gelandet.

    Bei der Belichtung das übliche, nachbelichten Himmel, abwedeln Holzbalken usw.

    Dukazeit für einen Fineprint auf Barytpapier, ich schätze mal so um die 4 - 5 Stunden.
    (ohne Trockenpresse auf Hochglanz und ohne Aufziehen)

    DIGITAL mit 5er:

    Filter, die gleichen!!
    Dateiformat: RAW!!!!
    Farbraum: Adobe RGB!!!
    ISO: 100

    Spotbelichtungsmessung mit der Kamera mit aufgeschraubtem Polfilter, wie oben die gleichen Stellen, zusätzlich eine dritte Messung auf die Mitten.
    Die Ergebnisse mitteln - Kamera auf M - Blende und Zeit entsprechend einstellen
    1. Klick :-)
    dann Orangefilter dazu
    2. Klick :-)
    dann Orangefilter runter, Rotfilter drauf
    3. Klick :-)

    Alles zusammenpacken, nach Hause fahren, Bilder auf den PC laden und bei der ersten Sichtung freuien, dass alles so gut geklappt hat *ggg

    Im RAW-Converter gegebenenfalls jeweils die Lichter und Schatten korrigieren, dann die Konvertierung in eine 16-Bit Tiff-Datei - dann in PS die üblichen verdächtigen Schritte :-))
    Tonwertkorrektur
    Kanalmixer - monochrom anklicken
    rot grün und blau an das gewünschte Ergebnis anpassen
    evtl. noch bisserl an den Gradatonskurven schrauben, hier und da noch abwedeln und nachbelichten und zum guten Schluss nachschärfen.

    Datei zum Ausbelichten geben, wenn Bilders zurück, vor Freude an die Decke hüpfen *gagger

    Arbeitsaufwand am PC: max. 15 Minuten
    (siehe mein Bild "Korn-Gewitter" - ist in genau der geschilderten Art entstanden, wobei ich da keine Variante mit Orangefilter gemacht habe) :-))

    Puuh, hier wirste unversehens noch zum Schriftsteller
    *ggggg

    LG - Klaus

  • Der Westzipfler 11. Juli 2006, 21:45

    Ganz herrlich, diese endlose Weite, Dieter! Zum Greifen schön. So schlicht und minimalistisch Deine Aufnahme auch mal wieder ist, so ungemein aussagekräftig ist sie doch zugleich. Da würde ich zu gerne mal einen ausgedehnten Strandspaziergang machen - natürlich nur mit meinem Schatz! ,-))

    GLG aus Aachen und eine gute N8, Markus 8-))
  • fotografci 11. Juli 2006, 21:27

    Tolle Aufnahme, klassisch s/w.
    Grüße Harald
  • Rainer eSCeHa 11. Juli 2006, 20:36

    Dieter, warum probierst Du´s nicht einfach mal aus ? Man kann auch in Hanau Himmel fotografiern - oder ??
  • Dieter Cosler 11. Juli 2006, 17:11

    OK Klaus,

    jetzt stell Dir mal vor Du stehst in so einem Moment da und willst das auf die 5er Büchse kriegen.....

    Also ... was machste????

    Auf das Licht vertrauen was Du da siehst... heisst Filter drauf und wenn welches.....

    ... oder vertraust Du dann mehr auf die PS-Bastelei 2 Wochen später am Computer????
  • Klaus Buhles 11. Juli 2006, 15:35

    @Dieter:
    *gagger - jo könnte man.....

    In welcher Hinsicht hast Du Zweifel?
    LG - Klaus