Bogenspannerin Berlin

Bogenspannerin Berlin

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Bogenspannerin Berlin

Der/Die FotografIn schreibt: "Die Berliner Version der Bogenspannerin von Ferdinand Lepcke (1866-1909). Bezüglich des Hintergrunds wohl fotogener als alle anderen Exemplare dieses Kunstgusses. Aber eine solch kotrastarme Figur ist und bleibt schwierig abzulichten. Das "anziehend ausgezogene Fräulein" (zeitgenössische Formulierung) trägt nur Sandalen und eben ihren Bogen.
In einer polnischen Stadt hat man die Figur (uczniczka) zum Wahrzeichen gemacht. Sie wurde 2004 andernorts im Stadtgebiet um einen "Lebensgefährten" (Przechodz cy przez rzek) und 2013 um eine "Tochter" (uczniczka Nova) ergänzt."
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Kommentare 29

Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 22. August 2021, 9:19

    Hier ist die Diskussion nun beendet.
    Agora wird hier fortgesetzt:
    Mein Vater
    Mein Vater
    Agora Bilddiskussion intensiv
  • Agora Bilddiskussion intensiv 22. August 2021, 9:19

    Mittelosteuropa-Entdecker schreibt: “Zufall oder Unterbewusstsein? Erst nachdem ich mein zweites Agora-Foto eingereicht habe, fiel mir auf, dass es in vieler Hinsicht dem ersten gleicht: dasselbe Objektiv (Laowa 105 an Pentax-Vollformat mit Stativ), weitgehend schattenloses Wetter, ... 
    Sollte ich irgendwann in diesem Leben noch ein drittes einreichen, dann muss es etwas gaaanz anderes werden! 

    Dass man über ein solches Motiv nicht so ausgiebig spekulieren kann wie über Fotos mit Menschen, war mir klar. Aber die Kommentare zeigen mir doch einiges auf, was ich noch nicht auf dem Schirm hatte. 
    Manches ist freilich auch Geschmackssache ... 
    ich bin immer auf der Suche nach Verbesserungen ... 
    wahrscheinlich nicht mein letztes Bild vom Fräulein ... 
    ich mag diese Skulptur und finde sie auf der Museumsinsel tatsächlich besonders attraktiv. 
    Eine Kriegerin hatte ich trotz des strengen Blicks übrigens nie assoziiert, eher eine Sportschützin, eher Jugendstil als Nazigeist. 
    Schief? Vielleicht hab ich mich zu sehr an der rechten Säule orientiert. 
    Langweilig? Ja, fast medidativ brav, es fehlt Pfeffer. 
    Überbelichtet? Im Histogramm des Rohmaterials nicht, bei der Nachbearbeitung lässt sich natürlich viel dran drehen, da bin ich selbst hin- und hergerissen. 
    Seitenspiegelung? Schon interessant, kommt für mich jedoch nicht in Frage, würde ich höchstens bei klar erkennbaren Montagen (Plakatgestaltung) akzeptieren. 

    Herzlichen Dank allen hier! 
    Ich wünsche Euch Gesundheit und einen bunten Herbst! ”
  • der andere Fotograf 22. August 2021, 8:44

    Das Bild berührt mich eigentlich nicht wirklich. Vielleicht die Bogenspannerin als Motiv, wenn ich dort vorbei kommen würde. Es gibt unzählige Ablichtungen davon oder von ähnlichen Skulpturen. Ich müßte mich erst mal damit auseinandersetzen, in die Antike eintauchen, fühle mich an Olympiade erinnert oder überhaupt an Wettkampfsportarten und eine wahrscheinlich gesunde Körperkultur mit Selbstbeherrschung und guter Balance von Körper, Geist und Seele usw. und käme dann irgendwann auch zu dem Bild, also diesem Foto. Erst dann würde mich das Bild evtl. auch emotional ansprechen. Evtl. hätte ich das Bild enger geschnitten, links ein, zwei Säulen, und rechts den Baum halbiert als seitliche Begrenzung. Wenn man es so sieht, wie es geschnitten ist, dann fallen die starken Säulen natürlich auf,  daneben die Bogenspannerin, in Bronze gegossene Vitalität, daneben der Baum, der als einziger lebendig ist und reichlich grüne Blätter hervor bringt. Äste von anderen Bäumen und das Grün, das den Boden bedeckt, bilden den Rahmen für die Skulptur. Anregend an diesem Foto wäre evtl. die Kunst der Skulpturen aus Bronze in Berlin zu reflektieren. - Interessant auch die Frage, warum die Agora-Yury sich für dieses Werk entschieden hat.
    Der begleitende Text des Autors/der Autorin läßt nicht erkennen warum dieses Bild entstanden ist.
  • MBodo 20. August 2021, 22:32

    In dem Bild gibt es so gar nichts was stört. Kein Mensch, der bei der Figur steht oder vorbei läuft, kein Vögelchen, das durchs Bild flattert oder bei der Figur sitzt. Keine Bewegungsunschärfe in den Bäumen, Wiesen und Blumen, die durch Wind verursacht worden sind. Durchgängige Schärfe, wenige farbliche Kontrastunterschiede sind sichtbar, ruhige Wetter und Lichtsituation. Alles ist im Gleichgewicht, es ist nahezu perfekt aufgebaut und ich denke, dass es fotografisch nichts wirklich zu verbessern gibt.

    Für mich wirkt das Bild incl. Beschreibung so, als ob Fotograf*in es auch genau so haben wollte. Es bleiben keine offenen Fragen zurück, die mich stutzen oder aufmerksam werden lassen. Das Bild erinnert mich an Fotos aus Wikipedia, die zu dokumentarischen Zwecken den Beiträgen zugordnet sind. Die Bildbeschreibung passt irgendwie für mich auch in diese Verordnung.
  • MeyerM 20. August 2021, 20:03

    Bin ein Mann - zum Bild mit der Figur und dem gespannten Bogen -
    das Bild bringt einem zum schmunzeln!
  • Gardin 20. August 2021, 9:40

    Das Foto ist in meinen Augen richtig gut gemacht. Ich würde auf keinen Fall etwas wegschneiden.
    Die Bogenspannerin ist perpekt vor der rechten Säule des Einganges positioniert.  Das Geäst des Baumes spannt einen schönen Bogen über die Figur.  Links fast perfekt abgeschlossen mit dem tief herunter hängenden Ast.  Wenn wegschneiden dann ein paar Äste um den Bogen etwas offener zu machen, aber das darf man ja nicht. 
    Ein kräftiger Sonnenstrahl auf die Figur und die Umgebung etwas dunkler das würde mir gefallen. Ist aber an diesem Standort glaube ich nicht möglich
    So ist das Foto für mich zu  eintönig.
  • motorhand 19. August 2021, 15:42

    Das Bild sieht leicht schief aus, aber ich glaub das tut der Figur ganz gut.
    Ich hätte wohl einen kleinen Schritt nach rechts gemacht, um die Statue etwas nach links zu verlagern und damit der Ast oben nicht hinter dem Bogen hängt und die Freistellung stört. Das könnte allerdings zu einer ungünstigen Lage des Bogens führen.
    Am unteren Rand hätte ich das andersfarbige Beet abgeschnitten. Oben können auch ein paar Pixel weg, zumindest wenn man es sich in schwarzweiß ansieht.
    Links könnte der Baumstamm abgeschnitten werden, um bei dem Säulengang mehr Unendlichkeit zu suggerieren. Dadurch würde auch der schön runterhängende Ast entfallen, der aber etwas den Blick ablenkt.
    Die Blickachse mit dem Tor als Hintergrund finde ich ziemlich gut.
    Leider sind die FC-Werkzeuge immer noch nicht fertig programmiert, also können weiterhin keine Schnittvorschläge ausprobiert werden.
    • wittebuxe 20. August 2021, 18:26

      Die Jagd mit Pfeil und Bogen im Walde war nur erfolgreich, wenn die Schützen sich gut getarnt im Grün bewegen und verstecken konnten. Dieses Grün im Bild wegzuschneiden widerliefe sicherlich der Absicht des Autors, der genau diese Überlegung mit seiner Aufnahme versinnbildlichen will; wie übrigens auch s/w für ihn hier nicht infrage kam.
    • C.S.one 20. August 2021, 19:02

      Natürlich nicht so eng, dass alles Grün weg ist. Allerdings ist für mich die Assoziation Wald auch nicht direkt ersichtlich. Dazu ist die Grünanlage zu offensichtlich ein menschengeformter Park.
    • Clara Hase 21. August 2021, 11:51

      ich habe für mich mal das untere helle grün fortgenommen - oder auch links etwas - sieht alles nach nichts aus- es ist also so wie es ist am besten für mich.
    • Clara Hase 21. August 2021, 18:50

      CS one - bei hochformat wären zwei Bäume, die Person und noch sämtiche säulen im Hochformat-neich weiss nciht
  • Thomas Braunstorfinger 19. August 2021, 14:35

    Das Bild irritiert mich auf mehrfache Weise, was es aber in der Summe auch sehr spannend macht. Ist alles schon hier genannt worden, aber die Ansammlung ist bemerkenswert:
    1. Man braucht so eine Art "Schaltsekunde", um die Figur zu sehen - obwohl sie doch eigentlich gut freigestellt direkt in der Mitte steht (die kleine Überschneidung mit dem Grünzeug am oberen Ende des Bogens mal ignorierend)
    2. Kippt das Bild oder nicht?
    3. Steht die Figur vor oder hinter dem Baum?
    Auch von der Berabeitungsseite (zu hell oder nicht? besser enger schneiden oder lieber nicht?) ergeben sich Fragen, die für mich aber auch eher Hilflosigkeit ausdrücken, dieses Bild überfordert. Ich empfinde es als recht liebevoll angelegt, was sich auch daran zeigt, dass jede mögliche Verbesserung einer Verschlechterung gleich kommt. Wie will man schneiden, ohne es zu amputieren? Wie will man es drehen, ohne die Itrritation zu vergrößern? 
    Bei den meisten Fotos hier sieht man ja Dinge, die man ganz anders machen würde (oder die einem sogar zu trivial erscheinen, um sie überhaupt auf die Speicherkarte bannen zu wollen). Hier geht es mir anders. Vieles sehr gut gemacht. Aber dennoch würde ich es mir nicht übers Sofa hängen um mir nicht meine eigene Unfähigkeit vorzuhalten, das unperfekte Bild (und mögliche Verbesserungen) zu durchblicken.
    • Clara Hase 21. August 2021, 11:37

      der eckige Pfeiler hinter ihr hat einen minimalen Schlag weg - ansonsten stimmen alle anderen Seiten.
      Mag sein dass man sich an den runden orientierte aberdie sind unförmig.

      Das Grüne ist nicht durchweg scharf - da kam ein Wind dazwischen
  • Gerd Scheel 19. August 2021, 14:34

    Zum Neubeginn und lesen bei
    den ersten Bildern schrieb ich bisschen
    despektierlich von den üblichen Verdächtigen 
    und bin jetzt selbst von diesem Bild gefangen.
    Habe über wiki geschaut, an welchen Orten die
    Anderen stehen und die Geschichte.
    Hier auch noch drei Bilder gefunden.
    Vor allem durch Olympia und dass das Bogenschießen
    so präsent war und hier das uralt  Bogen-Schießen
    die gleiche Konzentration zeigt.
    Für mich das herausragende ist die Körperspannung
    und ich freue mich,
    dass ich in Agora geschaut habe.
  • Gerhard Körsgen 18. August 2021, 12:39

    Dokumentarisch gelungene, aus meiner Sicht aber weitgehend uninspiriert-langweilige Aufnahme der "Bogenspannerin", bei der ich eigene gestalterische und interpretatorische Ansätze vermisse.
    Was mir gut gefällt ist dass die Aufnahme bei eher weichem, konturlosem Licht gemacht wurde, welches Raum für eigene Sichtweisen ermöglicht hätte, so hätte man das Bild z.B. in sw a la Infrarot machen können wodurch die Statue sich dann dunkel gegen sowohl die weißen Säulen als auch gegen das dann hellgraue bis weiße Blätter -und -Rasengrün abgehoben hätte, die Kontrastwirkung wäre deutlich markanter als hier zu sehen.
    Desweiteren ertappte ich mich dabei bei der Betrachtung gleich zweimal zu "zoomen", der dann enger gefasste und "widescreenigere" Bildausschnitt gefiel mir ungleich besser als der eher "brave" Schnitt hier.
    Durch die mittige Anordnung wird das statische der Statue betont was zwar sachlich nicht falsch ist, sie kann sich ja nunmal nicht bewegen, mir aber "dynamisch gedacht" weniger behagt, da würde ich dem imaginär abgeschossenen Pfeil eine längere "Flugstrecke" wünschen ehe er aus dem Bildfeld verschwindet ODER gar ein
    potenzielles "Ziel" mit einbauen, sofern das möglich wäre ohne etwas zu "composen".
    Also hätte ich den Standort der Aufnahme auch verändert und die Bogenspannerin weniger mittig platziert.
    Denmach "alles schlecht" an dieser Aufnahme ?
    Natürlich nicht.
    Ich rede ja nur von MEINEM Geschmack der natürlich nicht maßgeblich ist.
    Sicherlich ein Motiv mit dem man sich vor Ort je nach Lichtverhältnissen lange beschäftigen kann und viele verschiedene Sichtweisen ausprobieren kann.
    Meine wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit anders ausgefallen als diese Aufnahme.
    Insofern finde ich dieses Foto interessant zu besprechen und bin dankbar für diesen agora-Beitrag.
  • Matthias von Schramm 18. August 2021, 11:08

    Ein gutes Beispiel dafür, wie Kunst in Serienfertigung ging. Die berühmte Gießerei Lauchhammer hat die "Bogenspannerin" in etlichen "Konfektionsgrößen" gegossen und in mehr oder weniger attraktive Umgebungen gestellt - eine fotografische Herausforderung so eine Statue in dieser Umgebung auch zu "sehen" und in ihrem eigentlichen dekorativen ästhetischen Zwecke ihrer Zeit zu "erkennen".

    Das ist hier weitgehend, unaufgeregt und unauffällig gelungen. Ein Akt übrigens, der aufgrund der Ästhetik der Nazizeit zur Verwirrung führen könnte und statt Schönheit auch auch an den von mir längst nicht mehr präferierten Geschmack eines Helmut Newton erinnert. Das muss aber gleich verworfen werden, Lepcke starb bereits 1909.

    Der Baum stellt ein Viktory Zeichen dar und ist mir der Figur in einen angenehmen grünen Rahmen gehüllt. Die Kolonnaden der Nationalgalerie (den Dom in der Nähe denkend) bilden mit einigen anderen hier nicht sichtbaren Skulpturen (Diana von Felderhof z.B. - eine schönere femininere Skulptur z.B.). eine menschlich erschaffende Gesamtlandschaft, welche sich der Schönheit widmet.

    Um mehr aber zu diesem Foto und der Skulptur zu sagen, müsste ich tatsächlich vor Ort sein um auf sicherlich ganz andere Weise mich der Herausforderung einer Fotografie der "Bogenspannerin" anzunehmen. So wirkt das Ganze auf mich erst einmal ganz stimmig, ohne mich besonders zu erreichen - die fast mittige Darstellung der Figur könnte ein Grund dafür sein.
  • jundi 16. August 2021, 12:00

    Eingebettet in Natur und Architektur kommt das Foto den Intensionen von Ferdinand Lepcke nahe, für den Fall, dass es den Standort ( WO, genau ?)  dort gewählt hat. Tatsächlich ist die Seitenverkehrung dem Foto zuträglich, weil man so - warum auch immer - nicht auf die Idee kommen kann sie hätte den Baum im Visier.
    • Gerhard Körsgen 18. August 2021, 0:38

      Seitenverkehrung gut und schön, aber dass sie den Baum im Visier haben KÖNNTE ist doch perspektivisch unmöglich da die Statue gut erkennbar VOR dem Baum steht und nicht dahinter.
  • framebyframe 16. August 2021, 10:39

    Harmonisch und beinah unauffällig eingereiht in einer Reihe von Senkrechten sucht man eigentlich das, was die sportliche Dame anvisiert. Frecherweise könnte man hingehen und die Statue horizontal spiegeln. So schaute man mit ihr einem Ziel entgegen und suchte den Treffpunkt des Pfeiles. Dieser bleibt hier doch verborgen und lässt den Betrachter nackt zurück in seiner Erwartung.
  • Clara Hase 16. August 2021, 10:23

    Bogenspannerin Berlin
    Bogenspannerin Berlin
    Agora Bilddiskussion intensiv

    gespiegelt wirkt sie noch nackiger
  • HF25 15. August 2021, 23:42

    es handelt sich um die farbaufnahme von einer statue, die eine bogenschuetzin darstellt; in klassischer koeperform und bis auf die gebundenen sandalen unbekleidet. der fotograf bildet sie auf dem sockel zusammen mit den pflanzen scharf ab, verbannt durch schaerfeverteilung und bildschnitt  saeulen und weitere umgebungseinzelheiten zwar in den hintergrund, dennoch scheinen sie ihm wichtig zu sein. das bild erinnert an die vielen aufnahmen klassischer diana-statuen.
    besonders an seiner aufnahme ist der kamerastandort seitlich vor der schuetzin. der fotograf ermoeglicht dadurch einen blick auf die frau aus ihrem zielbereich heraus auf sie, was sich bei einer lebenden schuetzin verbieten wuerde. weiterhin auffaellig an dem bild ist die deutlich abgebildete sehnenspannung verhaeltnismaessig weit vom koerper entfernt, nahezu ohne erkennbaren ankerpunkt.
    auch durch die lichterscheinungen auf der polierten oberflaeche der statue eine hinreichend gelungene aufnahme, die aber z.b. durch eine eigenstaendige zusaetzliche inhaltliche zielsetzung des fotografen steigerungsmoeglichkeiten haette.     lg horst