Bis ans Ende des Universums

Bis ans Ende des Universums

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Stefan Grünig


Premium (Pro), Krattigen

Bis ans Ende des Universums

Nach dem feinen Essen im gemütlichen Zelt treten wir hinaus und stellen fest, dass es bereits dunkle Nacht geworden ist (20:15 Uhr). Über uns funkeln Milliarden von Sternen und die Milchstrasse zeichnet sich ganz deutlich ab. Der Polarstern steht ziemlich genau im Einschnitt der markant in den Himmel ragenden Felszinnen. Absolut keine Lichtverschmutzung, keine Flugzeuge und kein Mondschein. Trotzdem können wir da draussen alles ganz deutlich erkennen, so klar ist diese warme Sternennacht.

Sofort stellen wir unsere Stative auf und richten unter den interessierten Blicken unserer Begleiter die Kameras in den Nachthimmel. Was für eine Pracht. Wir haben das Gefühl, bis ans Ende des Universums blicken zu können.

Die Enttäuschung, welche wir hier nicht verbergen können, kommt dann jedoch mit unserer neuen Nikon D700-Kamera. Da hiess es doch immer wie rauscharm diese sei und wie gut sie sich für Sternspuren eigne. Unsere Feststellung ist, dass das Bild schon ab einer Belichtungszeit von 15 Minuten übersäht von roten und blauen Hotpix ist. Bei 45 Minuten ist das Ganze schlichtweg unbrauchbar und auch die Rauschunterdrückung hilft keinen Deut weiter. Hier also leider eine schlechte Note für die Kamera, auch wenn wir damit sonst sehr zufrieden sind.

Weitere Nachtaufnahmen werden folgen, da sind wir uns trotzdem ganz sicher.

Todmüde sinken wir nach diesem nächtlichen Sternenabenteuer in unsere Schlafsäcke und träumen vom kommenden Tag.

Nikon D300, AF Nikkor 12-24mm, Blende 4, 60 Sek. Belichtung, 14mm Brennweite, 1600 ISO, Stativ, aus RAW. (26.08.11)

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Sandras und Stefs Natur-Welten-Webseite mit vielen Informationen über unser fotografisches Schaffen, unsere vielseitigen Projekte, interessanten Bildgalerien und mit An- und Abmeldemöglichkeit für die beliebten FOTOMAILS, welche regelmässig unsere aktuellen Erlebnisse schildern.

http://www.natur-welten.ch

Kommentare 4

  • nature-moments 23. September 2011, 18:05

    Stefan,
    die D700 ist sehr rauscharm und sehr gut geeignet für Sternspurenaufnahmen und Aufnahmen bei schwachem Licht. mit einer Digitalkamera würde ich dir empfehlen Sternspuren nicht mit der analogen Technik zu fotografieren......da kommt es 100% zu verrauschten Aufnahmen.Meine Vorgehensweise im groben ist: erstens sehr gute Vorbereitung(es kommt drauf wie du dir dein Bild vorstellst, aber schon kurz nach Sonnenuntergang mit fotografieren beginnen), du machst mehrere Einzelaufnahmen und fügst sie dann mit Photoshop mit Light Screen Blending zusammen. Da hast du in der maximalen Grösse des bildes die maximale Qualität.Ich würde empfehlen Iso auf 400 zu stellen, Blende ca 5.6 oder 6.5 und mit einer Belichtungszeit von ca. 3- max. 6 Minuten(je nach Motiv und vorhandenem Licht (Ideal etwa 5 minuten). Je nach dem wie lang deine Sternspuren sein sollen, bestimmt die Anzahl der bilder die du machst. Ein vollständiger Kreis braucht in etwas so 30 Aufnahmen à 5.Minuten (ungefähr). Die erste Aufnahme, wenn du kurz nach dem Sonnenuntegang fotografierst, ist natürlich nur für den Vg bestimmt, dann kannst du etwa 20 Minuten später noch ein zweites nur für den Himmel machen und noch einmal 30 minuten später mit den Sternspuren anfangen zu fotografieren. Du kannst natürlich auch direkt wenn es dunkel ist mit den Sternspuren anfangen ohne die anderen aufnahmen. Wie gesagt, es kommt immer darauf an was du willst. Du kannst auch eine Taschenlampe benutzen um deinen Vg zu erhellen....es gibt unzählige Möglichkeiten. Die Technik hier ausführlich zu beschreiben ist zu aufwendig, aber bei interesse Beschreibe ich dir es per mail gerne detailierter.

    Es ist schon enorm was man am nächtlichen himmel nicht alles erkennt, wenn man keine lichtverschmutzung hat
    Gruss Bill.
  • Piroska Baetz 23. September 2011, 17:18

    ja, es ist immer schön zu sehen
    lg. piri
  • Klaus Kieslich 23. September 2011, 17:05

    Fantastisch
    Gruß Klaus
  • Andreas Beier 23. September 2011, 16:04

    cool