Balzer Herrgott - die Macht der Natur

Balzer Herrgott - die Macht der Natur

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Haberstroh Tina


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Balzer Herrgott - die Macht der Natur

zwischen Simonswald und Gütenbach

Kommentare 1

  • Haberstroh Tina 18. Juni 2008, 22:30

    Kleine Geschichte zum "Balzer Herrgott":
    Der Name »Balzer Herrgott« entstammt dem Volksmund und wird mit Auerhähnen in Verbindung gebracht, die in dieser Gegend heimisch waren. In den Stamm einer Riesenbuche ist der steinerne Christuskörper fast völlig eingewachsen. Er ist das Ziel vieler Wanderer und Spaziergänger. Fast alle stehen staunend vor der schlichten und in ihrer Art ergreifenden Christusfigur, und für unzählige Wanderer ist der »Balzer Herrgott« zum Wallfahrtsort geworden. Seine Entstehung ist voller Rätsel. Hugenotten hätten ihn auf der Flucht aus Frankreich an dem steilen Hang liegen lassen. Eine Überlieferung zurückgehend von Pius Kern kommt der Wahrheit über die Herkunft der Christusfigur wohl am nächsten:
    Ursprünglich war der ganze Korpus Teil des Hofkreuzes vom Königenhof im Wagnerstal.
    Der Königenhof wurde im Jahr 1700 durch eine Schneelawine zerstört, dabei müssen die Arme des Kreuzes abgebrochen sein. Den Torso trugen junge Burschen heimlich durch den Wald bis zum heutigen Ort. Weiter wird erzählt, dass um die Jahrhundertwende zwei Gütenbacher Uhrmachergesellen den Torso an die besagte Buche lehnten.
    Die wachsende Buche ummantelte die Christusfigur Jahr um Jahr, bis schließlich nur noch ein Teil des Kopfes sichtbar war. Der Schnitzer Josef Rombach aus Gütenbach legte Kopf und Brust wieder frei, so dass dieses Naturdenkmal von zahlreichen Wanderern immer noch bewundert werden kann ­ wer weiß wie lange noch?!

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