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Was ist neu?

Heiko Schulz ²


World Mitglied, Hannover

Aus Trauer lernen ...

Heute ist Volkstrauertag ...


Was geht es uns heute gut.
Aber wie vielen Völkern geht es eben nicht gut.
Was geht es uns heute gut.
Aber wieviele Menschen lassen sich durch bewusste Angstmacherei und absolute, sehr einseitige Pauschalisiereung beirren?
Wo ist das Geschichtsbewusstsein geblieben, das aufzeigen muss, dass so immer alles Übel langsam und schleichend begonnen hat? Einem Fäulnisprozess vergleichbar. Ein langsames Nagen ins infizierte Fleisch.
Das eigene Unvermögen braucht Feinde, um unangenehme Selbstkritik von sich weg schieben zu können.
Wie geht es uns hier heute gut.
Ja, man muss wachsam sein vor unguten Einflüssen - egal ob von rechtsnational, linksradikal, egal ob von radikal islamistisch, aber eben auch radikal christlich und leider mittlerweile auch buddhistisch.
Alles Radikale gleicht sich in einem - es geht nicht um Menschlichkeit, sondern um das Durchsetzen von absoluten Ideologien.
Alleinanspruch.
Machtanspruch.
Dabei wird gelogen, dass sich die Balken biegen.
Dabei werden bewusst Medien zur breiten Streuung von bewussten und schadenden Informationen genutzt. Viele wissen das, wollen es aber selbst dann nicht wahr haben, wenn es bewiesen ist. Denn dann ist die Wahrheit plötzlich Lüge.
Fake.
Was geht es uns hier doch eigentlich gut.
Und dennoch sind 'Die da oben' schuld an allem, weil alles ja so schlecht ist.
Es gibt kein 'Die da oben' oder 'Die da unten'. Es gibt nur ein 'WIR'.
Nicht der Islam selbst führt derzeit zu einer unguten Entwicklung. Es sind radikale Islamisten auf der einen Seite, die sich sozusagen Hand in Hand mit 'christlichen' Populisten und starren Nationalisten auf der anderen Seite gegenseitig die Bälle zu spielen, um die Sache hoch zu kochen, bis der Vulkan vielleicht einmal ausbricht.
Wie groß insgeheim die Freude, sich gegenseitig zu haben. Hätte man sich nicht, gäbe es keine Daseinsberechtigung.
Man WILL aber da sein.
Mit aller Macht.
Mit aller offenen Gehässigkeit.
Mit aller Bildungsferne.
Mit aller Kälte.
Verunsicherung schaffen.
Hier und dort ... und auch dort.
Und dann sind wir wieder da, wo wir doch schon mal waren.
Und davor auch.
Und davor auch.
Und davor auch.

Für mich das größte Problem ... Religionen, die einen Absolutheitsanspruch erheben. Und dazu Politiker, die sich im Deckmäntelchen der Religion an die Macht schleichen.
Glauben ist nichts Schlimmes.
Der Glaube ist gut.
Glaube bedeutet 'nicht wissen'.
Sein Missbrauch im Sinne von Wissen ist es, was schlecht ist.

Wann werden wir versteh'n?

Marlene Dietrich - Sag mir, wo die Blumen sind
https://www.youtube.com/watch?v=aLAxbQxyJSQ


Beim Besuch auf dem Ohlsdorfer Friedhof habe ich auch das Grab von Loki und Helmut Schmidt besucht. Ich ahne nur, warum mich das dort so unglaublich bewegt hat. Beide waren sie Garanten für Gerechtigkeit und standen klar für eine Sache - ohne Wenn und Aber ...
Frieden.
Mir standen die Tränen in den Augen beim Gedanken an heute. An all die Kinder, die jetzt noch lustig und ahnungslos unbeschwert ihr Spiel spielen.
Und dennoch ist da eine große Hoffnung.

Es IST Zeit ...
Es IST Zeit ...
Heiko Schulz ²

Wir sind doch nicht vollkommen blöde.
Oder?
Währet den Anfängen.
:o)

Kommentare 12

  • ELEIRBAG 3. Dezember 2018, 0:10

    Auf dieser Seite verweile ich schon das zweite Mal ... schaue und lese.
    Danke für DAS Foto, danke für Deine Worte !!!
    Große Zustimmung ...
    HG Gabriele
  • Thomas Kalscheid 24. November 2018, 14:14

    Aus Trauer lernen, wird der Mensch nie! Sind die Ereignisse noch nah und taucht das Erlebte noch mit Grauen und Alpträumen in der Erinnerung auf, besteht vielleicht noch eine gewisse Sicherheit. Ausser bei den Mächtigen, die eher von Macht, Interessen und vielleicht auch Revanche getrieben sind, Konflikte schüren und ihre Anhänger um sich scharen und die Massen polarisieren.
    Verheerende Kriege gab es immer und damit auch das Leid der beteiligten Menschen: 30jähriger Krieg, amerikanischer Bürgerkrieg, 1. und 2. Weltkrieg und die Bürkriege in Ruanda und Jugoslawien, um nur einige zu nennen. Die Mechanismen wurden mit der technischen Entwicklung verheerender und fanden ihre Steigerung in den Welt- und Bürgerkriegen und in den Konzentrationslagern. Das wirklich schlimme und beängstigende ist: Es lernt keiner daraus!

    Viele Grüße, Thomas

    Gruß, Thomas
  • ilsabeth 18. November 2018, 20:19

    Beeindruckend, deine Gedanken!
    LG ilsabeth
  • Christof Hannig und Katharina Jäger 18. November 2018, 17:09

    Das ist sehr ergreifend - ich bin überaus beeindruckt!
    Viele Grüße
    Christo f
  • Nicola Gehrt 18. November 2018, 15:00

    Ein ernsthaft guter Text zu einem passenden Bild 
    Wir lernen es nur leider nie, warum können wir den Frieden nicht einfach schätzen und würdigen
    Lg Nicola
  • Alfons Fries 18. November 2018, 14:59

    Nicht mal aus Erfahrung lernen die Menschen, geschweige denn aus Trauer.
    Ich halte es nur mit wenigen Menschen gerne aus.

    Halte es da mit der Chinesischen Weisheit:
    „Wer die Menschen kennenlernt, liebt die Tiere.“

    Dein Bild ist toll ausgewählt und gemacht.

    Gruß
    Alfons
  • kirbreton 18. November 2018, 14:55

    Ein sehr guter Beitrag zum Volkstrauertag.
    Ich trauere auch den Zeiten nach, wo Politiker wie Schmidt, Brandt, Genscher, von Weiszäcker usw. . . . . .  aber auch Strauß und Wehner im wahrsten Sinne des Wortes etwas zu sagen hatten . . . . .  auch wenn ich damals nicht alles gutheißen konnte.
    LG kirbreton
    • Thomas Kalscheid 24. November 2018, 13:28

      Diese Politiker kamen auch mit Lebenserfahrung in die Politik, weil sie auch etwas bewegen wollten und nicht wie heute über Studium, Beamtentum oder Juristerei, um Karriere in der Politik zu machen.

      Gruß, Thomas
  • Klacky 18. November 2018, 14:15

    Doch, leider!

    Die Geschichte wiederholt sich
    immer wieder
    immer wieder
    immer wieder
    Man hat nur scheinbar gelernt
    und das nur für kurze Zeit.

    Mitten unter uns
    Mitten unter uns
    Klacky
    • Heiko Schulz ² 18. November 2018, 14:41

      Wir dürfen die Hoffnung nicht verlieren. Denn nur sie bringt Leben ins manchmal dunkle Spiel.
      Danke, dass Du dieses Bild verlinkt hast. 
      Ja, einige müssen es wohl selbst sehen und erleben, bis sie aufwachen.
      Gut dass Du so wach bist, das zu erkennen. Denn auch das macht Hoffnung. Denn DAS ist wahr.
    • kirbreton 18. November 2018, 14:45

      Alle Achtung. Warst du freiwillig (privat) im Libanon und im Kosovo?
  • Froillein Gitte 18. November 2018, 14:12

    Gegen die Schmerzen der Seele
    gibt es nur zwei Heilmittel:
    Hoffnung und Geduld.
    Pythagoras