Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren und die Zugriffe auf unseren Webseiten zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Deiner Nutzung unserer Webseiten an unsere Partner für Emails, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen

Was ist neu?
4.584 22 Galerie

Martin Hagedorn


Basic Mitglied, Hamburg

Aufstieg

Der hier lief mir heute nach der Arbeit über den Weg. Schnell, Fahrrad an die Seite schmeißen, die Kamera aus dem Rucksack geholt, mist, immer noch der Rotfilter drauf, Roffilter runtergeschraubt, das Display zeigt nur ein weißes verwaschenes Etwas, scheint kaputt zu sein, achso nur 1 Blendenstufe zu hell und Display auf volle Helligkeit, hm erstmal alles umstellen, Makro, farbig, Blende 4, 4er Nahlinse draufschrauben, Entfernung auf 0,5m das müßte passen. Wo ist jetzt das Heupferd? Ach da, schon fast über die Straße. Jetzt hat es den Grünstreifen erreicht, Kamera ranbringen, das Heupferd scheint überhaupt nicht kamerascheu zu sein. Jetzt versucht es das Objektiv zu erklimmen. Ich ziehe erbost die Kamera an mich. Mein Gott ist das Vieh hektisch. Und so warm ist es auch hier in der Sonne. Jetzt klettert das Heupferd meinen Arm rauf und verschwindet hinter meinem Rücken. Langsam wird die Kamera immer wärmer, das Bild wird vermutlich ziemlich rauschen, wenns überhaupt scharf wird. Wo ist es denn jetzt? Ah, es kommt hinter meinem Rücken hervor und klettert auf den anderen Arm. Ich will aber meinen Arm nicht mit drauf haben. Jetzt beginnt es damit, sich die Füsse abzulecken. Es mag anscheinend das Salz... Ich werde das Vieh überhaupt nicht wieder los. Nun aber Absprung. So geht das einige Minuten hin und her und nach fünf Aufnahmen und einer halben Stunde gebe ich auf.

Kommentare 21

  • Elke Winkel 13. September 2007, 14:01

    Das Foto ist gelungen,die Mühe hat sich doch gelohnt.
    Deine Geschichte zu lesen macht Spaß :- ))
    Kommt mir alles sehr bekannt vor.
    Lg Elke
  • Michael. Hahn 10. Dezember 2005, 20:54

    Also Deine Storys finde ich besser als das Bild, wobei ich Dein Bild sehr sehr gut finde.
    Was mich noch interesieren würde, welches Objektiv hast Du verwendet?
    Grüße Michael
  • Daniel Montanus 3. August 2004, 1:07

    klasse, ganz saubere makro-aufnahme. und noch schöner wird sie durch die geschichte dazu ;)
    gruß, daniel
  • Ursula Hunter 20. Dezember 2003, 2:39

    Hatte bisher keine Ahnung, daß es solche Heupferde überhaupt gibt. Wirklich eine geile Aufnahme - sorry für das Wort, aber das hätte mein Sohn gebraucht. Und dazu noch diese Geschichte.... toll geschildert.
  • Rajko Gora 10. Januar 2003, 18:29

    super bild und mit der story perfekt :) was hast du alles im rucksack??
  • Martina Schwencke 18. August 2001, 9:08

    Das ist ja eine Wahnsinnsgeschichte... ich musste lauthals lachen und konnte mir die Hektik so richtig vorstellen. Das Ergebnis finde ich umwerfend... und ich bin heilfroh, dass ich ab und zu im Fundus stöbere und es nicht verpasst habe. So ein Heupferd hat einen Riesenhunger... bei uns ist einmal nachts der Bezug eines Stuhls draufgegangen... hast also Glück gehabt :-))
    Gruß, Martina
  • Britta Bartelt 31. Juli 2001, 12:59

    Hi Martin, super Foto und klasse Story! Ich finde nicht, daß der Kerl auf deinen Arm schielt, sondern der lacht dich aus, weil er dich hat rumspringen lassen ;-)
    Gruß,
    Britta
  • Matthias Lau 31. Juli 2001, 1:47

    Da bekommt man es ja mit der Angst zu tun. Geniales Foto Martin, wie gross ist denn so ein Heupferd überhaupt ?.
  • Martin Hagedorn 29. Juli 2001, 10:35

    Der kleine schwarze Punkt ist übrigens keine Pupille, sondern entsteht dadurch, daß das Insektenauge aus vielen kleinen Röhrchen besteht, auf denen oben jweils die Linse sitzt. Nur die Röhrchen, in die man gerade senkrecht hineinsehen kann bilden den schwarzen Punkt. Deswegen zeigt der schwarze Punkt immer genau zum Betrachter.

    Da fällt mir eine neue Bildidee ein. Wenn man das Heupferd zusammen mit einem Spiegel abbilden könnte, der es von der Seite zeigt, müßte man sehen, daß das Heupferd den Betrachter gleichzeitig direkt ansieht und auch durch den Spiegel anzusehen scheint.
  • Erika Und Bernd Steenfatt 28. Juli 2001, 19:01

    Deinen Bericht,Martin,finde ich mindestends so interressant,wie das Foto.
    So eine kleine Story bringt doch einen guten Einblick in die Arbeitsweise eines Naturfotografen.
    Sollten wir öfter so berichten.
    Bernd aus HH
  • Ingrid Mittelstaedt 28. Juli 2001, 14:13

    Absolut toll - wenn´s nicht schon im Fundus wär, würd ich es vorschlagen!

    Gruß Ingrid
  • Martin Hagedorn 28. Juli 2001, 13:16

    Vielen Dank Euch allen. Für Anmerkungen und Wahl. Das Wochenende ist mal wieder gerettet :-)

    @Hans: Auf dem 'Original' ist tatsächlich ein Stück Arm mit drauf...
    Die hier gezeigte Version wurde freigestellt, durch die Gradationskurven gezogen und nach dem Verkleinern mit 'Unscharf maskieren' nachgeschärft.

    @Markus: Als ich die 'Heupferdsession' beendete, wußte ich noch nicht, ob eins von den Bildern was geworden war. Das kann man auf dem Display meiner Kamera (Sony DSC S70) nur dann einigermaßen beurteilen, wenn man das Bild 5fach vergrößert darstellt. Und dazu muß man erstmal in den Display Mode umschalten. Und das dauert. Und es war, wie gesagt, ziemlich warm. Und zu hell um das Display richtig zu sehen. Und ich wollte auch das Heupferd nicht weiter nerven. :)
  • Christian Kreuzer 28. Juli 2001, 10:53

    Eine herrliche Fotogeschichte, Martin!
    Gruss Christian
  • Sirko Glaetzer 28. Juli 2001, 1:59

    WoW ! So grün und so scharf. Wirklich gut getroffen. Dazu diese stechenden Augen, die einen ständig zu beobachten scheinen. Ein richtiges "Grasmonster" . Weiter so ...
  • Pfnuesu 28. Juli 2001, 0:49

    Na sowas aber auch: "aufgeben" bringe ich mit "misslungen" in Verbindung und dieses Foto ist alles andere als Misslungen.
    Ein tolles Bild und 'ne super Story dazu!
    Gruss Markus

Informationen

Sektion
Klicks 4.584
Veröffentlicht
Sprache
Lizenz

Auszeichnungen

Galerie