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as time goes by

http://www.fotocommunity.de/blog/agora-bilddiskussion-intensiv

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Kommentare 29

Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 31. März 2017, 20:03

    Der Fotograf XYniel schreibt:

    "viele adjektivierungen sind hier gefallen. von "berührend" bis hin "ab in die tonne"

    alle diese sichtweisen sind vollkommen ok und nachvollziehbar.

    ich war versucht, meinem perfektionistischen wahn entsprechend das bild zu cleanen. da mehr zeichnung rein, dort störendes wegstempeln und natürlich alles grade ausrichten udgl. als ich fertig war, wars bild recht annehmbar, jedoch nicht mehr das, was es sein sollte. eine unverfälschte erinnerung, dass genau dem entsprach, was ich fühlte. viele melancholische dunkelheit, leere, dirty , wie das leben so sein kann... und daneben geht das leben weiter.

    "as time goes by" sollte dem bild genügen, der text nur etwas darüber hinaus erzählen.

    ich danke allen posters, haben sie mir doch geholfen, das bild weiter in die tiefe auszuloten! so macht agrora spaß!

    lg XYniel"
  • Kasimirs Pfotogravieh 31. März 2017, 19:00

    Kurz vor Schluss:
    Das Bild spiegelt – auch ohne den Text des Fotografen gelesen haben zu müssen – etwas deprimierendes: Die Leere in der Bildmitte (Tanzfläche?), wo das pralle Leben stattfindet, aber nicht um diese Tageszeit. Es sind zwar Gäste da, die aber von mir (Bildbetrachter, Fotograf) keine Notiz nehmen – ich bin also ganz alleine auf weiter Flur. Dass die Existenz ist aus dem Lot geraten ist, deutet der schiefe Horizont an. Was bringt die Zukunft in der Ferne? Nichts erheiterndes, alles grau in grau. Das Foto zeigt sehr gut die Einsamkeit und das Gefühl, von allen verlassen zu sein, aus. Allerdings habe ich (als Betrachter) auch kein Interesse an den Mitmenschen, weshalb sie ruhig nur als Silhouetten abgebildet bleiben können.

    Wenn ich Liebeskummer hätte, dank einer Frau, mit der ich Spaß in der Bar hatte, würde ich genau so ein Foto machen.

    Wenn wir hier in der Galerie wären und ich abstimmen dürfte, gab’s ein aufmunterndes PRO.

    Zum Glück heiter beschwingt,
    Herr K.
  • Wolfgang Zeiselmair 31. März 2017, 14:00

    Ohne jemanden nahetreten zu wollen, aber wenn ich von der Bildmitte spreche meine ich die Bildmitte. Wo in der "Bildmitte" Informationen über das Wetter oder den Hafen enthalten sein sollen erschließt sich mir nicht. Die Bildmitte ist ein leeres Stück Fußboden nach oben von ein paar Stuhlbeinen beschränkt.
    Servus
    Wolfgang
  • felixfoto01 31. März 2017, 10:16

    @Jürgen, ich sagte nicht, dass der Boden die hellste Stelle sei.

    Das ist übrigens ein Bild, das man sich in Ruhe ansehen sollte. 2-3 Minuten, besser länger. Es öffnet sich dann und die offensichtlich interessanten Dinge werden unwichtig und die subtil interessanten werden sichtbarer.

    Ich finde die dunklen Stellen (also die komplette Szenerie mit den Menschen rechts und links) am Rand störend, weil sie den Blick sowohl auf die Menschen, die Möbel und auch die dahinterliegende Welt versperren. Vielleicht würde es besser, wenn man die Schatten aufgehellt hätte.
  • Jürgen W2 30. März 2017, 23:05

    @felixfoto001: für mich ist die hellste Stelle des Bildes nicht der goldgelbe Boden, sondern der helle Himmel, und dort, wo links und rechts die Personen sind, sind die Kontraste am stärksten und springt deshalb auch mein Auge spontan hin ... und eben deshalb "fehlt" da mMn etwas in der Bildmitte.

    Interessant, dass ich das so gesehen habe, denn eigentlich bin ich immer derjenige, der wenig auf Inhalte, aber viel auf Farben, Shapes, Patterns etc. achtet, nicht so sehr auf Inhalte. Hier komischerweise genau umgekehrt, weil ich die Farben und Kontraste unten nicht als so dominierend oder bildbestimmend empfinde.

    Den "Hafen" sehe ich, anders als @MvS, quasi gar nicht. In meinen Augen ist das fast schon ein störender Hintergrund, weil diese fast monochrome Farbstimmung dort nicht vorhanden ist, sondern bunte Farbigkeit mit Blau und Rot bei den Schiffen und Grün bei den Palmen auftauchen, Farben, die vorn und in der Mitte nicht vorkommen.
  • Matthias von Schramm 30. März 2017, 20:57

    Mir ist z.B. beim Betrachten weder Text noch das persönliche und intime, was da zum Ausdruck gebracht wird, so sehr wichtig. Es transportiert eine bestimmte Atmosphäre, die ich mit vielen anderen Mitteln nicht erzielt hätte. Bildbestimmend ist da rein optisch für mich nach wie vor der Hafen. Es ist das erste, was ich entdecke und mir genauer anschaue. Der Fußboden ist die Blickflucht dahin. Vom ganz dunkeln wird es immer heller, bis ich schließlich unter dem Himmel die scheinbare Unordnung im Licht habe.

    Die Schattenrisse der Leute sind für mich wie zwei Vorhänge. Die Leute sitzen da, aber sie haben keine andere Funktion in ihrem Freizeittun, als da zu sein, eben dort wo die Tresen sind. Nicht unwichtig für das Atmosphärische, so scheint mir actually der Ventilator zu sein, der ebenso nur einen Schattenriss darstellt.
  • felixfoto01 30. März 2017, 19:29

    @Jürgen,
    auf die Gefahr rechthaberisch zu wirken: Die Linien auf dem Boden sind bildbestimmend. Die helle Fläche ist dominant. Auch wenn es "leer" erscheint, gestalterisch passiert in der Mitte des Bildes sehr viel. Der Blick wird den Linien am Boden entlang zum Hellen gezogen.

    Das Bild könnte auch alleine auf die Mitte beschnitten, funktionieren.
  • Jürgen W2 30. März 2017, 19:05

    "Zusammen mit dem Text ergibt es einen Sinn, dass da in der Mitte etwas leer bleibt."

    Das sollte nicht bedeuten, dass die Bildmitte an sich "leer ist", sondern dass ich diesen Bildaufbau für geeignet halte um zu zeigen, dass da jemand fehlt.

    "Das ist alles andere als Leer. Hier finde mindestens die Hälfte der Erinnerung statt. Später, wenn es noch mehr Abend wird, tanzen hier die jungen Frauen mit ihren möglichen Liebhabern."

    Ja, eben. Am Abend, aber nicht im Moment der Aufnahme. Man erwartet, dass dort etwas passiert, aber JETZT ist doch eine auffallende Leere.
  • felixfoto01 30. März 2017, 18:10

    Die Bildmitte ist aber doch nicht leer. Sie zeigt mir den Fußboden, der spiegelt, das Muster des Bodens und öffnet den Blick auf den Hafen. Das ist alles andere als Leer. Hier finde mindestens die Hälfte der Erinnerung statt. Später, wenn es noch mehr Abend wird, tanzen hier die jungen Frauen mit ihren möglichen Liebhabern. Am Rand sitzen, wie jetzt auch, die Beobachter und trinken, rauchen und erzählen sich von den Zeiten, als sie selbst in der Mitten standen und tanzten. Ja, damals. Wie die Zeit vergeht, dabei sind wir im Kopf doch noch jung, und wenn wir nicht in den Spiegel schauen, sind wir auch noch schön. Also von innen.
    Die Wehmut packt mich.
    ... im Radio spielen sie: Murray Head: "One Night in Bangkok" ...
  • felixfoto01 30. März 2017, 17:56

    Ein Bild mit großer persönlicher Aussage. Für mich als Betrachter, jedoch, bleibt sie verborgen. Ich bin auf den Text angewiesen. Das Bild als universelles Medium, um Geschichten zu erzählen versagt hier. Das Bild ist offenbar ein "Darling", d.h. ein Bild, das eine hohe emotionale Bedeutung für seinen Autor hat, aber für niemanden anders. Will ich mir die Mühe machen und das Bild erkunden? Eigentlich nicht. Es ist mir zu dunkel, ich muss mit den Augen durch den Raum kriechen um dann draußen Boote zu vermuten. Dabei bin ich dann vermutlich schon so verschwitzt, wie die Leute an der Bar - und niemand bietet mir ein Bier oder einen Cocktail an. Ich fühle mich verraten.
  • Wolf Schroedax 29. März 2017, 22:24

    @WZ : Dass die Mitte angeblich leer ist, hat seinen Sinn, wie Jürgen W2 und andere geschreben haben. Außerdem informiert die Bildmitte über das Wetter: Dunst, trübe Sonne, Schwüle. Und dann :::: Die Personen kehren sich weniger gegenseitig ihre Rücken zu, sondern eher dem Betrachter, der die Bar gerade betreten hat. Darin liegt die Aussage des Bildes für sich! Der Barkeeper, der den neuen Gast freudig begrüßen würde, fehlt. So ist dem Ort ein Großteil der Vertrautheit abhanden gekommen, welche den Autor hierher zog....
  • Wolfgang Zeiselmair 29. März 2017, 16:37

    Na ja, das hier ist ja vom Prinzip eine Bildbesprechung. Wenn ich ein Buch lese, brauche ich keinen Film über die Handlung dazu. Wenn ich Musik höre, keine musiktheoretische Ausarbeitung. Wenn ich ein Bild betrachte, lasse ich es wirken und warte ob es mir etwas sagt oder nicht. Was hilft es mir die Gedanken dritter (dazu gehört auch der Fotograf) zu benötigen um zu wissen was ich davon zu halten habe. Ein Problem das hier in der Angora oft anzutreffen ist.
    Vielleicht wäre es besser die Bilder kommentarlos zur Diskussion zu stellen. Ein Bild das Worte braucht, die mir sagen was es ist, brauche ich nicht. Natürlich kann das Bild nicht explizit das gesamte Lebensumfeld des Fotografen transportieren, aber wenigstens die Intension soll erkennbar sein.
    Daher was sehe ich:
    Ich sehe Menschen die sich zum großen Teil den Rücken zuwenden, mit sich selbst beschäftigt sind. Dazu die Leere der Bildmitte. Zusammen vermittelt das Bild eine Distanziertheit und ein Gefühl der Leere inmitten des Vollen. So weit so gut. Technisch ist natürlich vieles suboptimal, den Horizont hätte man aber wenigstens am Rechner begradigen können. Ich glaube nicht das es ein direkter Hinweis auf den Promillegehalt des Fotografierenden sein sollte auch wenn Alkohol in der von mir durchaus gelesenen Bildbeschreibung seine Rolle spielt. Also kein Grund ihn schief zu lassen.
    Servus
    Wolfgang
  • RKPictures 29. März 2017, 9:02

    Die Geschichte macht das Bild. Alleine genommen ist das Foto relativ belanglos und technisch mit einigen Mängeln behaftet - aber offensichtlich dient es ja sowieso nur der Untermalung des leicht poetisch angehauchten Textes. Muss auch erlaubt sein und von daher ist das 'Gesamtwerk' in Ordnung.
  • elevatorjwo 27. März 2017, 11:56

    Ich schrieb ja weiter unten, dass ich bei diesem Bild gern meinen eigenen Gedanken nachhänge.
    Komischerweise fällt mir da immer dieser Titel ein:
    https://www.youtube.com/watch?v=XIox1ayP2uU
    Ich hoffe, dass ihn die allgegenwärtige Moderation nicht gleich wieder löscht, denn ich finde er unterstützt die Emotionen des Autors schon irgendwie.

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Exif

Kamera SM-N910F
Objektiv ---
Blende 2.2
Belichtungszeit 1/303
Brennweite 4.6 mm
ISO 40

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