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Nico Berte


Premium (World)

Artère-Nord-Est

Die "Artère-Nord-Est" genannte Bahnverbindung von Thionville über Conflans-en-Jarnisy und Charleville-Mézières nach Valenciennes (und Dunkerque) war einst eine viel befahrene Hauptverbindung zwischen dem Eisenindustriegebiet in Nord-Lothringen und dem Kohlerevier in Nordfrankreich und dem Hafen am Ärmelkanal. Heute kommt sie daher als eine "gehobenere Nebenstrecke", wie man den Eindruck haben kann, weil im Personenzugbetrieb nur einige wenige TER auf Teilstücken unterwegs sind und wenn man z.B. von Thionville nach Valenciennes will, nimmt man den TGV nach Paris-Est, wechselt zum Gare du Nord und nimmt einen anderen TGV zum Zielbahnhof. Oder aber man nimmt einen TER nach Charleville-Mézières und hat dort Anschluss mit einem weiteren TER nach Valenciennes. (Wenn man bedenkt, dass in den 80gern mal Züge von Basel nach Valenciennes am Stück fuhren mit BB15000 und einem 8-10 Wagen langen "Corail"-Zug...) Auch ist der Güterzugverkehr auf dieser für SIBELIT doch eigentlich interessanten Streck äusserst dürftig, außer sonntags. Verstehe, wer will. Jedenfalls hatte ich mich - unvorbereitet - am letzten Mittwoch an eine Stelle zwischen Longuyon und Montmédy (eine kleine Autostunde von meinem Wohnort entfernt) begeben um dort Züge zu fotografieren, nicht ahnend, dass dort absoluter Sparbetrieb herrschte. Ich stand also in dem Feld von 15:25 Uhr bis 17:35 Uhr, bis der erste TER in Richtung Thionville dort vorbeikam. Dann musste ich noch bis 17:50 warten, bevor der erste der beiden Güterzüge, die ich an diesem Nachmittag dort fotografieren konnte, in Richtung Norden mir vor die Linse fuhr. Genau wie der 2., der um 18:15 kam, hatte dieser Zug nur leere platte Güterwagen, mit das Uninteressanteste neben einer Lokfahrt ist, was einem so vor die Linse fahren kann. Hinzu kam, dass auch das herrliche Licht, was aus einem bis 17:15 Uhr fast wolkenlosen Himmel fiel, sich auch hier hinter einer gehässigen Wolke zurückgezogen hatte. Um es gleich vorweg zu sagen: Den Standpunkt mit der Hecke vor dem Zug habe ich absichtlich so gewählt: ich opferte die Sicht auf einige Wagen hinter der Lok um die Landschaft und die Länge des Zuges besser integrieren zu können.

Kommentare 5

  • Roni - raildata.info 9. September 2019, 8:50

    Hallo!

    Schön weiter Blick! :-)

    lg,
    Roni
  • Thomas Reitzel 8. September 2019, 12:32

    Besonders angesichts der widrigen Umstände ist das ein hervorragendes Bild geworden, das freilich durch Deinen Text noch ein Schlaglicht auf die Verhältnisse in der SNCF-Provinz wirft. Von einer "artère" ist diese einst wichtige Querverbindung leider heute weit entfernt, weshalb ich auch nie erwogen hatte, dort mal hinzufahren, was ich sehr bedaure.

    Im Buch "Giganten der Schiene" gibt es ein Bild eines nächtlichen D-Zuges Lille - Basel, eine BB12000 davor und mehr als 14-15 Wagen stark - sic transit gloria mundi!

    Na, vielleicht hast Du ja nochmals an Sonntagen Gelegenheit?
    BG, Tom
    • Nico Berte 8. September 2019, 13:46

      Ja, Tom. Ich bin ja von 1984-1987 öfters mal mit einem Basel-Lille von Strasbourg nach Metz gefahren, wenn ich von der Uni nach Hause gefahren bin. Das waren noch Züge, die in punkto Komfort nichts zu wünschen übrig ließen. Und je nachdem hatte man Schwierigkeiten, einen Sitzplatz zu finden.

      Ich werde mich schlau machen, wann die meisten Züge dort fahren, und dann einmal die Strecke teilweise abfahren. Ich habe nämlich bei der Hinfahrt mit dem Auto gesehen, dass es dort in einer Ortschaft einen Viadukt gibt, der quer über den Dorfkern hinweg führt. Wenn man da eine Stelle fände, von wo aus das fotografierbar wäre... 

      Bis dann,


      Nico
  • Raymond Jost 8. September 2019, 12:18

    Sieht wirklich gut aus so mit der integrierten Landschaft
  • Klaus Kieslich 8. September 2019, 11:14

    Und diese Idee war auch gut so ...
    Gruß Klaus

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Kamera NIKON D750
Objektiv 24.0-120.0 mm f/3.5-5.6
Blende 6.3
Belichtungszeit 1/640
Brennweite 48.0 mm
ISO 125

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