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Jutta Schär


Pro Mitglied, Hamburg

all the lost souls

Hamburg, St. Pauli, Mai 2011

Kommentare 145

  • Frau Ke 24. November 2014, 2:19

    berührend!
  • Jutta Schär 15. Mai 2011, 10:59

    ich bedanke mich bei allen votern...

    jeder entscheidet für sich, was er
    zeigt und was nicht. Es ist das
    alltägliche leben auf der straße.
    dazu gehören auch aussenseiter,
    behinderte und kranke. sie auszublenden
    würde mich an eine schlimme zeit
    erinnern....!
    lg jutta
  • northsea 14. Mai 2011, 18:09

    Ich finde das Zeigen dieses Bildes
    grundsätzlich o.k., vorausgesetzt die
    abgebildete Person weiß über die Veröffentlichung
    und den Titel, also den Kontext in dem es gezeigt
    wird, bescheid. Ich habe jetzt nicht alles gelesen,
    weiß also nicht ob es schon Erwähnung gefunden hat.
    Sollte es kein Einverständnis der abgebildeten Person geben würde ich eine Veröffentlichung respektlos finden.
  • H. Sophia 14. Mai 2011, 15:16

    @ Kerstin erstmal vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast...

    Wenn ich Bilder hier oder anderswo betrachte... dann versuche ich zuvorderst immer die Sicht des Fotografen in mich aufzunehmen.
    Die Frage... wie ich es fotografiert hätte... stelle ich mir nicht... oder nur sehr selten... ganz zum Schluss.

    Eine Sicht erreicht mich oder auch nicht.. Ich versuche mich in andere Sicht einzufühlen...
    Das erfordert zunächst Akzeptanz... aber manchmal springt auch spontan sofort ein Funken über..

    Bei diesem Bild wird für mich, genau das Gefühl vermittelt.. dass in diesem einen Moment kein direkter Bezug da ist. Die meiste Zeit des Tages wird dieser Mann für sich sein... inmitten dieser ansonsten lebhaften Welt... in der wir und er leben.. aber sehr verschieden wahrnehmen..

    Wie uns Dinge erreichen.. ist glaube ich auch bestimmt, durch unsere eigenen Erfahrungen und Lebenssichtweisen...

    Wenn ein Bild irgendwo ausgestellt ist, nehme ich es an... und ich bin eigentlich noch nie auf die Idee gekommen.. was ich mit einem ausgestellten Bild gemacht hätte.. oder ob ich es in der situation aufgenommen und gestaltet hätte...
    Ich konzentriere mich eigentlich nur auf das Bild und was es mir sagt... was es auslöst... was es mir nahe bringt..
    In größeren Ausstellungen (z.B. bei Hoepker 200 Bilder) ist das manchmal anstrengend.. weil man so viel verschiedenes aufnehmen muss..

    Ich gehe davon aus... dass sowohl Fotograf und Aussteller fürsorglich mit gezeigter Thematik umgehen...
    Jutta vertraue ich da....


    Ich erinnere mich, dass es solche Diskussionen aber schon manchmal hier gab...
    Ich erinnere mich da z.B. an das Rumänienprojekt von Kerstin Junker...

    Lina
    Lina
    KerstinE Junker (II)



    LG Sophia
  • kerstin snekker 14. Mai 2011, 14:28


    @h.sophie, das will ich gerne tun, mich dabei wiederholen und etwas ergänzen zu dem was ich bereits 11.35 uhr gesagt habe:

    "und bei diesem bild vermisse ich eben die verbindung / nähe zwischen fotografiertem und der fotografin. etwas, was man hier hätte herstellen können (ein sichtbares einfühlen in *seine* welt)."

    von "diesen anderen welten, die eigentlich fremd für das publikum sind", hast du gesagt, h. sophie, "das ist keine fremde welt, das ist die welt, in der wir alle leben (...)"

    eben nicht!

    er hat sich zurückgezogen in eine *kindliche*, fast friedlich anmutende welt. das berührt sehr / stimmt ebenso traurig, mich jedenfalls in betrachtung dieses bildes. warum er so - fast verklärt - da sitzt, ich weiß es nicht, hinterfrage es sicher. aber das entscheidende für mich bei diesem bild ist, ich sehe in ihm einen mann, der wieder *kind* geworden / schutzbedürftig wie eben ein kind geworden ist.

    und kinder können sich bekanntlich nicht wehren / kinder sind aufgeschlossen allem freundlichen und ihm zugewandten gegenüber. man kann an diesen menschen hier, der so verletzbar wie ein kind scheint, herantreten, wird man bemerkt, was geschieht dann? lächelt er vielleicht / oder weint er gar über diese (unerwartete) zuwendung?

    all das sehe ich nicht / vermisse ich hier in diesem bild und nicht zu allererst, wie gefühlskalt und oberflächlich doch "unser aller welt" geworden ist. und dann klärt sich eben auch für mich ganz schnell die entscheidung - fotografiere ich den "zum kind gewordenen mann" oder lasse ich es dieses mal.

    und wenn ich doch fotografiere, was mache ich dann mit diesem bild? all diese fragen stellen sich aber noch nicht in betrachtung dieses bildes, sondern sagen mir - ich wiederhole mich gerne - hier fehlt mir die nähe / die verbindung zwischen fotografin und diesem so kindlich verklärt scheinenden mann.

    und h.sophie, das hat eben auch nicht unbedingt etwas mit blickkontakt zu ihm zu tun, da kann / könnte viel mehr sein, wenn sich nähe aufbaut, die ich hier (leider schmerzhaft) vermisse...

    eigentlich sehe ich in diesem bild, je mehr ich mich auch verbal zu ihm hier äußere, ein auf distanz gemachtes, fast flüchtig entstandenes bild, ähnlich den vorbeihastenden menschen, so wie sie hier mehrfach benannt werden. -

    gruß kerstin



  • H. Sophia 14. Mai 2011, 13:50

    @ Kerstin....

    Ich habe dich auch nicht explizit angesprochen...
    Aber da wir gerade über das Bild diskutieren... vielleicht magst du ja mal näher beschreiben... was dich an dem "Wie" nicht so anspricht...
  • kerstin snekker 14. Mai 2011, 13:45



    "Ich achte deine Sicht…
    Ich selbst meine aber, dass man beides verbinden kann… wenn man den Menschen vor Augen führt… über das sie sich in dieser immer gefühlloseren Welt keine Gedanken mehr machen. Ein Nichtzeigen… kann genau so gut eine Ausgrenzung sein.."

    das hörte sich zwar oben etwas anders an, aber sei´s drum,
    es geht ja um dieses bild...

    und es geht (mir) hier eben nicht um das "nichtzeigen" sondern um das "wie zeigen", das ist ein kleiner, aber sehr feiner unterschied und hat nichts mit "ausgrenzung" sondern nähe / nachdenklichkeit / sensibilität zu tun, ohne sie der fotografin absprechen zu wollen.

    ...

  • H. Sophia 14. Mai 2011, 13:30

    Lieber Mark Frantz….

    Meinungsäußerung zum Bild sei jedem gestattet.. ganz klar…
    Doch du widersprichst dir gerade selbst…

    „es geht um übertriebenen voyerismus, um zur-schau-stellung von menschen, die es nicht wissen und es vermutlich auch nicht möchten.“

    Das ist m.E. eine Unterstellung, die sich an die Fotografin richtet… denn du kannst nicht wissen… unter welchen Bedingungen das Foto entstand..
    Jedes Foto, das Menschen abbildet ist eine „Zur-Schau-Stellung“, wenn man es veröffentlicht.

    „es wird mit aller kraft versucht, mitleid zu erwecken“
    Wir beide reagieren auf so ein Bild halt unterschiedlich… Ich finde es einfühlsam und durchaus sehr ästhetisch… Ich fühle mich dem Mann nahe.. so wie er hier gezeigt wird…

    Darum wählte ich z.B. auch das Foto von Hoepker, das Zeigt… wie in Indien ein Mensch in einem Stall im Sterben liegt… während nebenan in der Box ein Rind wiederkäut als Kontrast zu diesem Thema… Voyerismus…
    Ich stand in der Ausstellung lange vor diesem Bild. Es hat mich berührt… und schockiert zugleich..
    Für mich persönlich sind solche Bilder immer wieder Anstoß die Dinge der Welt mit realen/bodenständigen Augen zu betrachten…


    „diejenigen, die bedürftigen helfen, ohne darüber ein wort zu verlieren... sie helfen nicht mit der kamera, sie helfen mit dem herzen...“

    Ich achte deine Sicht…
    Ich selbst meine aber, dass man beides verbinden kann… wenn man den Menschen vor Augen führt… über das sie sich in dieser immer gefühlloseren Welt keine Gedanken mehr machen. Ein Nichtzeigen… kann genau so gut eine Ausgrenzung sein..
  • Mark Frantz 14. Mai 2011, 13:09


    und was unterstellt man den anmerkern mit folgenden aussagen: "Das Wegsehen fällt vielen leicht... vielleicht weil sie selbst in einem Kokon hocken..." ???

    oder sowas: "Die hier etwas voyeuristisch zu Schau gestellt sehen, sehen nur ihre eigenen Vorurteile, erschrecken und sind dagegen."

    diese feststellungen ermöglichen keine vernünftige diskussion, sie erinnern mich an gutmenschen in wolfsgestalt...

    vielleicht bin ich selber invalide und sitze im rollstuhl und kann über menschliches einfühlungsvermögen mehr sagen als eine jutta schär mit ihren 10.000 fotos? (sorry: das letzte sollte keine unterstellung sein und ist auch nicht böse gemeint. sollte nur zum nachdenken anregen).

    ich urteile über die fotos, und darüber, welchen eindruck sie auf mich machen, nicht über die fotografin. und wenigstens die zwei genannten anmerkungen richten sich gegen menschen. wie kann einer, der sowas anderen vorwirft, darüber urteilen, dass ein foto sehr einfühlsam sei???

    schönes wochenende. eine weitere diskussion bringt für mich nichts mehr. davon gab es hier mehr als genug.

  • kerstin snekker 14. Mai 2011, 13:08



    "Es geht hier auch darum, dass man der Fotografin mit genau diesem Bild Voyerismus unterstellte... da steht einiges diesbezüglich zur Disposition..."

    nun, von "voyeurismus" kann man hier sicher nicht sprechen, es sei denn, man folgt der gängigen begrifflichen erweiterung, was man aber wiederum nicht unbedingt muß bzw. nicht sollte. da gebe ich meiner vorschreiberin durchaus recht (in diesem einen punkt).

    :-)
  • H. Sophia 14. Mai 2011, 12:46

    "und trotzdem darf es erlaubt sein, auch über ein bild einer (von mir sehr geschätzten) fotografin laut nachzudenken bzw. anderer meinung sein, als die breite masse hier."

    eben... die erlaube ich mir auch... ;-))

    Und man darf über Meinungen zu einem Bild und über Fotopraxis auch frei diskutieren... das ist doch der Sinn hier oder?
    Die breite Masse hat ja abgelehnt... wie fast immer ;-)

    Ich persönlich mag eher Stromschnellen und trage niemandem die Schleppe.. ;-))

    Nachtrag:
    "im übrigen geht es in erster linie um dieses bild hier, was in einem voting zur diskussion stand. alles andere steht nicht zur disposition, so auch nicht das engagement der fotografin auf´m hamburger kietz, was nun wahrlich keiner in frage gestellt hat / stellt!"

    Es geht hier auch darum, dass man der Fotografin mit genau diesem Bild Voyerismus unterstellte... da steht einiges diesbezüglich zur Disposition...
  • kerstin snekker 14. Mai 2011, 12:35

    man kann immer äpfel mit birnen vergleichen, ohne dabei auf den punkt zu kommen. bildvergleiche (siehe verlinkungen) machen da keine ausnahme....

    "Ich denke es ist mittlerweile bekannt, dass Jutta Schär gute Kontakte und eine sehr einfühlsame Art hat… mit den Menschen umzugehen, die sie fotografiert..
    Sonst könnte sie auf’m Kietz solche Fotos überhaupt nicht machen… "

    das ist hinlänglich bekannt und wird sicher von niemandem in abrede gebracht :-)

    und trotzdem darf es erlaubt sein, auch über ein bild einer (von mir sehr geschätzten) fotografin laut nachzudenken bzw. anderer meinung sein, als die breite masse hier.

    im übrigen geht es in erster linie um dieses bild hier, was in einem voting zur diskussion stand. alles andere steht nicht zur disposition, so auch nicht das engagement der fotografin auf´m hamburger kiez, was nun wahrlich keiner in frage gestellt hat / stellt!

    :-)


  • Mark Frantz 14. Mai 2011, 12:31


    jeder entscheidet für sich selbst, was für ihn/sie einfühlsam ist. das ergebnis für das obige foto steht.


  • H. Sophia 14. Mai 2011, 12:18

    Fotografisch Blick/Kontakt zum Fotografen… ist das Bedingung?
    Das ist mir neu…

    Dann schaun wir doch mal bei einem namhaften Fotografen:
    Hoepker:
    http://farm5.static.flickr.com/4118/4765187485_31741a3a94.jpg
    http://www.editionbraus.de/menschenbilder/hoepker_thomas_03.jpg
    http://diepresse.com/images/uploads_425/b/4/0/506688/04.jpg
    http://neon.pictura-hosting.nl/wpp/wpp_mrx_bld/thumbs/632x632/wpp/00/JPEG_-_winners_1967/1967145AF.jpg
    Welch ein Voyeur??? Wohl kaum...!!


    Ich denke es ist mittlerweile bekannt, dass Jutta Schär gute Kontakte und eine sehr einfühlsame Art hat… mit den Menschen umzugehen, die sie fotografiert..
    Sonst könnte sie auf’m Kietz solche Fotos überhaupt nicht machen…
  • kerstin snekker 14. Mai 2011, 11:39

    dito...

    und bei diesem bild vermisse ich eben die verbindung / nähe zwischen fotografiertem und der fotografin. etwas, was man hier hätte herstellen können (ein sichtbares einfühlen in *seine* welt).

    dann wäre die entscheidung für ein oder kein bild die richtige gewesen. so sehe ich es wie @mark frantz und einige wenige, denen hier nun "leicht fallendes wegsehen" und "selbst sitzen in einem kokon" suggestiert werden.

    :-)