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Schneevogel


Premium (Pro), Bodensee

Adieu

David ist 52 Jahre alt. Er hat Krebs und er ist allein. Seine Bekannte wohnt weiter weg, über dem See und sein einziger Bruder im Ausland.
David liegt in einem fremden Krankenhaus, in einer fremden Stadt und er hat Angst.
Ich treffe ihn nur einmal und er ist dankbar für meinen Besuch. Lässt mich sofort an seinen Gedanken und Ängsten teilhaben.
Seinen Bruder hat man benachrichtigt. Er wird wohl bald da sein ...

Schneevogel (1/6)

http://www.youtube.com/watch?v=_I5SSLVGC7U&feature=related

Abschied
Abschied
Schneevogel

Kommentare 21

  • andrea aplowski 28. November 2012, 11:58

    Beeindruckend wieder wie du Wort und Bild zusammenführst. Ganz sensibel, auch die Bearbeitung des Bildes. Das Licht, warm im Ton, scheint zu rufen, zu locken.
    lg andrea
  • Lato 27. November 2012, 3:07

    Deine vorbildliche einfühlsame Art der Fotografie und dessen was dahinter steht beeindrucken mich sehr und macht mich sehr nachdenklich
    Herzliche Grüße Lothar
  • HE.S. 26. November 2012, 20:37

    Größte Hochachtung für das, was Du machst - Du weißt das. Ich kenne Dich nicht, habe aber höchste Wertschätzung vor dem, was ich meine, zu kennen.

    Aber Deine Sprache ist in diesem Fall so distanziert, so aufzählend, so nüchtern. Und das Bild - ohne Zweifel treffend - aber so klinisch.

    Wo aber bist Du . der ich Dich nicht kenne, aber dennoch wegen der so ausgeprägten Wortgewaltheit, der Fähigkeit, durch Sprache andere in Gebiete zu führen, wo sie sich normalerweise nicht hintrauen würden und dies alles mit Bildern zu kombinieren, die von der eigentlichen Dramatik, vom Elend der Sitaution ablenken und all dies zeitgleich fokussieren?

    Viele viele Grüße und behalte Dich so, wie Du bist, egal was andere schreiben.
  • jule43 26. November 2012, 17:27

    Krebs kann tödlich sein und wie traurig, wenn man alles alleine tragen muss. Jedes freundliche Wort und jede Geste ist da willkommen und mir fröstelt wenn ich das lese. Und doch bin ich dann stolz, denn ich habe den Krebs zur Zeit besiegt.

    LG jule
  • Himmelsstürmer 26. November 2012, 10:38

    Ich bin sehr ergriffen, lieber Schneevogel. Du hast diesem Menschen unendlich viel geschenkt!

    Herzl. Gruß, Ulli
  • Mein Leben Meine Bilder 26. November 2012, 7:43

    Ein Bild das einem mit dem Text an die Nieren geht und sehr nachdenklich stimmt. Zu deiner Bearbeitung der Aufnahme kam mir spontan in den Sinn: "am Ende des Tunnels ist ein Licht".
    lg
    Evi
  • TillTill 26. November 2012, 0:38

    das gelbe warme Licht am Ende des Gangs.... voller Symbolkraft Dein Bild...
    lg a.
  • Kirsten G. 25. November 2012, 23:02

    Eine traurige Geschichte...immer wieder gehen Menschen zu früh von uns weg....schön, dass du ihn besucht hast, ein wenig Trost in den letzten Stunden.
    Lg
    Kirsten
  • Willi W. 25. November 2012, 21:23

    Es ist schon traurig was es alles für Schicksale gibt. Und doch, so wie Du den Krankenhausflur hier Aufgenommen hast, gibt es auch Licht. Licht, das uns den Weg in eine bessere Welt zeigt. Ich glaube das Du erreicht hast, dass David jetzt nicht mehr alleine ist. Wenn Du ihn siehst, erzähle von uns, sage ihm das wir in Gedanken bei ihm sind. Es gäbe noch so viel zu sagen, doch manchmal hilft auch Schweigen.
    LG Willi
  • Guuzele 25. November 2012, 19:41

    sehr bewegend das hier.....
    ...
    glg claudi
  • Bernd -Berny- Spangenberg 25. November 2012, 19:40

    Ich werde auch bald 52,man kommt auf eine Schiene auf der so manch ein Zug seinen Passagier an der Endstation raus lässt.
    Ist noch garnicht so lange her,da waren Gedanken an den Tot noch ganz weit weg.
    Die Zeit rast.
    Gruss Berny
  • ghostsnipe 25. November 2012, 18:52

    Sehr traurig!!!

    LG Daniel
  • andre.as.pekte 25. November 2012, 18:25

    starke Komposition und berührende Geschichte...
    lg Andreas
  • LichtSchattenSucher 25. November 2012, 18:09

    Ich kenne Menschen, die kostet es eine grosse Überwindung ein Krankenhaus zu betreten und dort jemand zu besuchen.
    Ich denke es sind keine Einzelfälle sondern Symptome einer Gesellschaft für die völlig andere äusserliche Werte zählen und in der Gedanken an Krankheit oder Tod nur stören oder irritieren.
    Wie wenig menschlich und kalt diese Gesellschaft ist zeigt sich nicht zuletzt im Umgang mit Kranken .
    Oft ist es genau diese Kälte, die die Menschen krank macht ...
    Gruss
    Roland
  • dorographie 25. November 2012, 17:42

    meine Schwester ist jünger........und ich bin für sie da. Dein Text geht mir sehr nahe........dein Bild strahlt. Gedanken, die wieder in meinem Kopf kreisen. Ich freue mich für David (der Name meines Sohnes), dass du bei ihm warst.
    Nachdenkliche Grüsse, Doro

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