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Kraichgau-Natur-Photo


Premium (Basic), Oberderdingen

~… „abends.am.namenlosen.see“ …~

… in der Nähe der Villa Kunterbunt in Rabenkirchen-Faullück …
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… konnte man die

°Rothalstaucher°

… bei ihrem Tun und Treiben beobachten …
…rechts im Bild sieht man Wasserpflanzen am Ast hängen, diese wurden voller Inbrunst und Akribie von den Rothälsen dort so angebracht.. um kurz später von Blässhühnern geklaut und gefressen zu werden..
… und doch haben die Taucher immer wieder Grünzeug dort aufgehängt...
Weiß vielleicht jemand warum.. handelt es sich hier um evtl. später verwendetes Nistmaterial?
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…als natürliches Hide diente ein altes unbenutztes Schwanennest hinter
Schilfrohr …
… sehr bequem, aber sackfeucht und recht muffelig riechend …
… war dafür aber direkt am Wasser …
…und es ermöglichte uns diese für uns so tollen und einmaligen Einblicke ins
„RothalstaucherLeben“
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… da macht ein ein leicht muffliger Geruch, klamme und vor Dreck stehende Klamotten nix aus ...
… und in der Villa Kunterbunt gab es ja schließlich ne Waschmaschine …
:-)))
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… so war das im Land der Schlei im Frühling 2019 …



Kamera NIKON D500
Objektiv NIKKOR AF-S 300.0 mm f/2.8 VR II
Blende 5
Belichtungszeit 1/4000
Brennweite 300.0 mm
ISO 400
WildlifeDokumentation

Podiceps grisegena (Boddaert, 1783)
Artenschutzrechtlicher Schutzstatus: SG (streng geschützt)
Rote Liste Deutschland: (derzeit keine Gefährdung)

Allgemeine Arteninformationen
2 Unterarten, in Mitteleuropa brütet die Nominatform Podiceps grisegena grisegena (Boddaert, 1783)
Der Rothalstaucher ist ein mittelgroßer Tauchvogel und etwas kleiner und kurzhalsiger als ein Haubentaucher. Im Brutkleid ist der Oberkopf schwarzbraun, Kehle und Kopfseiten sind scharf abgegrenzt (schmutzig) weiß und der Hals ist kräftig rostrot. Der Rücken ist schwarzbraun. Der Schnabel ist überwiegend dunkel und hat eine gelbe Basis. Im Flug fallen an den Flügeln weiße Felder im Schulterbereich und an den Armschwingen auf. Beide Geschlechter sind gleich gefärbt. Im Ruhekleid ist die Art überwiegend graubraun (auch der Hals), die weiße Zeichnung der Kopfseiten ist dunkel verwaschen und dadurch weniger von der dunklen Kopfplatte abgesetzt, auch das Gelb des Schnabels ist weniger ausgeprägt. Das Ruhekleid des Haubentauchers ist ähnlich, bei diesem sind aber Kopfseiten und Vorderhals weiß (deutlicher Kontrast zur dunklen Kopfplatte).
Der Rothalstaucher brütet meist an flachen Standgewässern mit gut ausgeprägter Verlandungszone, zudem auch in flacheren Buchten größerer Seen, in Sümpfen, überstautem Grünland und Altarmen. Im Winter tritt er darüber hinaus an vegetationsarmen tiefen Seen, auf Fließgewässern und an Meeresküsten auf.
Zur Brut nutzt er ein an Pflanzen verankertes Schwimmnest, das offen auf der Wasserfläche schwimmt oder mehr oder weniger in der Verlandungsvegetation versteckt ist. Vor dem Nestbau werden 1-3 Paarungsplattformen errichtet. Meist brütet die Art einzeln, es kommt aber auch zu kolonieartigen Bruten zusammen mit andern Arten (z. B. Haubentaucher, Blässhuhn). Der Rothalstaucher lebt in saisonaler Monogamie. Er führt meist eine Jahresbrut durch, Zweit- und Schachtelbruten sind möglich. Das Vollgelege enthält 3-4 Eier. Die Brutdauer beträgt 20-27 Tage. Männchen und Weibchen brüten und führen die Jungen. Nach 8-10 Wochen kommt es zur Auflösung der Familien.
Als Nahrung dienen kleine Fische, Wasserinsekten (und deren Larven), Mollusken, Krebstiere sowie Amphibien (und deren Larven).
Der Rothalstaucher ist ein Strichvogel und Kurzstreckenzieher. Die Winterquartiere der europäischen Brutvögel sind vor allem die Küstenbereiche der südlichen Ostsee, der Nordsee und des Ärmelkanals. In kleinerer Zahl überwintert die Art auch am nördlichen Mittelmeer, Schwarzen und Kaspischen Meer sowie am Aralsee. In geringer Zahl ist der Rothalstaucher Wintergast an größeren Binnenseen.

Überregionale Verbreitung
Der Rothalstaucher brütet im nördlichen Eurasien und im nördlichen Nordamerika (Alaska, Kanada). In Eurasien existieren zwei Teilareale. Das erste erstreckt sich vom östlichen Mitteleuropa und dem mittleren Skandinavien bis Westsibirien und von Finnland und der Kola-Halbinsel im Norden bis zum Schwarzen und Kaspischen Meer im Süden. Das zweite Areal liegt in Ost-Sibirien, Sachalin und Nord-Japan. Die westliche Verbreitungsgrenze in Europa verläuft durch Deutschland etwa entlang der Elbe und der Saale. Westlich von Deutschland gibt es vereinzelte Brutnachweise in den Niederlanden und in Großbritannien. In Südeuropa existieren lokale Vorkommen bis Rumänien, Mazedonien, zur Türkei und nach Transkaukasien.
In Deutschland liegt der eindeutige Verbreitungsschwerpunkt im Nordosten (Mecklenburg-Vorpommern, nördliches Brandenburg und östliches Schleswig-Holstein). Kleinere, räumlich getrennte Vorkommensgebiete an der südwestlichen Verbreitungsgrenze liegen im Tiefland an der Oberen Aller, im Gebiet zwischen Saale, Elbe und Leipziger Tieflandsbucht und in der Lausitz. Westlich davon gibt es nur punktuelle Vorkommen weniger Paare.


Kommentare 37

  • MP Nafo 29. September 2019, 19:54

    Die Natur, wie sie leibt und lebt.   Und Ihr mittendrin.
    Gruß  Zimmermann
    Ach so, fast vergessen, sehr gut gezeigt und beschrieben.
  • LH Foto 29. September 2019, 18:41

    Ein wirklich gutes Foto und super Dokumentation.
    LG Lutz
  • Sonja Haase 27. September 2019, 19:33

    Niedlich, der Rothalstaucher. Das mit den Plattformen könnte ich auch anmerken, wurde ja schon erwähnt. Eine feine Aufnahme im Habitat. VG Sonja.
  • Traumbild 27. September 2019, 5:50

    Diese Taucherart ist schon ein hübscher Hingucker auf jeder Wasserfläche.
    Ihr scheut keine Mühe um auf Augenhöhe mit ihm zu kommen und sein Verhalten wurde ja netter Weise von Klausi 65 begründet. So lerne ich durch eure Bilder immer wieder dazu.
    Durch die Perspektive fühlt man sich Seite an Seite im Schwanennest liegend, gut gemacht.
    LG Claudia
  • muerano 26. September 2019, 23:59

    Was Du so alles entdeckst ist schon erstaunlich, Glückwunsch zum Fund  +++++
    Gruß Rainer
  • Klausi 65 26. September 2019, 21:11

    Eine super Info zu dem hart erarbeiteten Foto.
    Die Verhaltensweise mit dem Grünzeug kann man mit dem Bau einer Paarungsplattform begründen. Rothalstaucher errichten vor dem Nestbau 1-3 Paarungsplattformen und zur Brut nutzt
    er ein an Pflanzen verankertes Schwimmnest, das offen auf der Wasserfläche schwimmt oder mehr oder weniger in der Verlandungsvegetation versteckt ist.
    LG Klaus
  • Hubert Jülich Photographie 26. September 2019, 21:01

    Glückwunsch zu diesem seltenen Fund und
    zu dieser tollen Aufnahme! Vielen Dank für den Input
    GLG Hubert
  • Axel Sand 26. September 2019, 20:39

    Klasse fotografiert mit toller Nähe.
    Gruß Axel
  • Uwe Widmaier 26. September 2019, 20:19

    Der Einsatz unter erschwerten Bedingungen hat sich gelohnt - Gratulation zur Beobachtung und Aufnahme . Über dieses Verhalten könnte ich auch nur spekulieren...
    Viele Grüße
    Uwe
  • 19king40 26. September 2019, 18:24

    Bestens erwischt.
    LG Manni
  • Wolfgang Zerbst - Naturfoto 26. September 2019, 16:45

    " Hallo, ein sehr gutes Foto von dem Rothalstaucher, sehr gute Schärfe, Lg. Wolfgang."
  • Christian Villain 26. September 2019, 16:23

    Joli cliché , il semble parler  à la branche .
    LG Christian .
  • Karin und Axel Beck 26. September 2019, 14:34

    Toll wenn man diese Vögel aus dieser Nähe fotografieren kann!!
    Die Aufnahme ist super geworden.
    Aber auf jeden See das Gleiche.... immer ärger mit den Blässhühnern.
    LGKarin und Axel
  • H.D. G. 26. September 2019, 13:45

    Schöne Wildlifedoku, gut gemacht.

    Gruß Dieter
  • Herbert Alg. 26. September 2019, 13:37

    perfekte Beschreibung zu Eurer TOP Arbeit lg Herbert