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#9/2025

Willkommen zu Agora - Bilddiskussion intensiv
Wir freuen uns, dass Du Dich intensiver mit diesem Foto auseinandersetzen möchtest.

Bei Agora liegt der Schwerpunkt auf der Wahrnehmung und Interpretation des Fotos
- NICHT in dessen Bewertung -

Es handelt sich bei diesem Bild um eine Fotografie

~.~.~.~

Diese Leitfragen können Dir dabei helfen, in die Welt des AGORA-Fotos einzutauchen

1. Was nehme ich wahr? (analytisch)
2. Wie interagieren die verschiedenen Elemente im Bild? (analytisch)
3. Welche emotionale Wirkung entfaltet sich bei mir? (emotional)
4. Welche Botschaft, welche Bildaussage, welche Geschichte erkenne ich? (Interpretation)

~.~.~.~


Auf diese Weise erhältst Du die Möglichkeit, ein Foto eingehend zu erforschen und (möglicherweise) faszinierende und neue Aspekte zu entdecken, die Deine Fotografie auf ein neues Level heben können. Gleichzeitig erfahren die Bildautoren, welche anderen Interpretationen des Fotos existieren. Sie entdecken neue Blickwinkel und können so über ihr Foto und dessen Entstehung nachdenken.

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Um Dein eigenes, bisher unveröffentlichtes Bild in Agora zu präsentieren, bitte nutze diesen Link:
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Kommentare 15

  • Agora 3.0 - Bildbesprechung intensiv 17. März 2025, 6:52

    Die Diskussion hier ist beendet.
    Agora wird unter dem folgenden Foto fortgesetzt:
    #10/2025
    #10/2025
    Agora 3.0 - Bildbesprechung intensiv
  • Agora 3.0 - Bildbesprechung intensiv 15. März 2025, 7:04

    GL photo schreibt:
    "Zunächst vielen Dank für die kontroversen und ausführlichen Kommentare, die meine persönliche Sicht auf den Inhalt meines Fotos bereichert haben. Mit N. Nescio und Matthias von Schramm stimme ich bezüglich der emotionalen Wirkung überein, die der eigentliche Grund für die Einreichung an Agora war.

    Den Hauseingang fand ich 2016 bei einem Rundgang durch einen prominenten Stadtteil von Hamburg. Er gefiel mir zunächst wegen der historischen Tür selbst, aber auch wegen des gesamten Arrangements mit dem halben Fahrrad und den beiden blauen Glasbehältern.

    Baustil, Exklusivität und Lebenswirklichkeit treffen hier in den Details aufeinander.

    So anziehend und einladend die Tür scheint, so abweisend wirkt sie durch die Überwachungsanlage, das Gefahrenschild und die vor Hunden warnenden Aufkleber auf den Briefkästen. Als Fremder scheint man da nicht erwünscht zu sein. Ich habe mich jedenfalls nicht getraut, den Privatweg näher als für das Foto nötig zu betreten.

    Gerne hätte ich etwas mehr Licht auf dem Querweg gehabt, was aber durch die hohe Bauweise verhindert wurde. In diesem Punkt bin ich ganz bei Gerhard Körsgen: etwas Drama hätte nicht geschadet.

    Dem von Horst F. erwähnten Bereich hinter den Glasbehältern habe ich keine bewusste Bedeutung gegeben, weil er mir nicht auffiel. Vielmehr wollte ich das Schloss links unten im Bild haben, welches zur emotionalen Wirkung beiträgt. Die dortige Verzeichnung durch das Objektiv habe ich wohl nicht beachtet, zumal das gesamte Areal einige Schrägen und schiefe Ebenen aufweist, die dem Alter geschuldet sind. Einen Schritt zurück wäre nachträglich betrachtet besser gewesen. Insgesamt ein etwas seltsames Foto, welches ich euch da zugemutet habe ;-)

    Ursprünglich hat das Foto ein 3:2-Format, einen unwesentlichen Mauerteil rechts habe ich zugunsten der Verdichtung auf ein 4:3-Format beschnitten. Brennweite: 50mm im klassischen Sinn.

    Die Möglichkeiten für den fotografischen Standpunkt waren sehr begrenzt. Ich habe mich gegen ein Hochformat entschieden, welches auch das sich über dem Eingang befindliche Fenster beinhaltet hätte. Der spitze Überbau der Tür zeigt aber wie ein Pfeil genau auf das Fenster und hätte vielleicht den Blick zu sehr aus dem unteren Teil des Motivs gelenkt. Trotzdem hätte ich mehrere Aufnahmen machen sollen statt nur diese eine. Ich war aber nicht alleine unterwegs und habe quasi nebenbei fotografiert.

    Ein interessanter Vergleich: im Bildarchiv Hamburg gibt es ein dokumentarisches Foto von diesem Hauseingang aus der Gründerzeit: https://bildarchiv-hamburg.com/photo/eingang-gruenderzeit-blankeneser-wohnhaus-j6gT5FJJAp

    Es zeigt eine eher romantische Sicht auf das Gebäude. Ob das Bild den Zustand vor oder nach meinem Foto zeigt, geht aus dem Archiv nicht hervor. Einige Details deuten jedoch darauf hin, dass die historischen Fassaden zwischenzeitlich renoviert wurden. Der Gebäudekomplex stammt aus dem Jahr 1870 und gilt als Kulturdenkmal.

    Ich habe mich gefreut, einen Beitrag zu diesem Forum beisteuern zu können und danke Agora für die Veröffentlichung.

    Viele Grüße

    GL"
  • Gerhard Körsgen 14. März 2025, 13:13

    Interessantes Ensemble aus vielen kleinteiligen Elementen in einer losen Anordnung die dennoch strukturiert wirkt. Das wirkt auf mich gleichermaßen streng wie spielerisch, eine Kombination die man nicht oft hat.
    Das meiste ist kantig/eckig, aber die beiden blauen Glasflaschen sowie das eine Rad des Fahrrads lockern diese Strenge formal etwas auf.
    Kein Ort mit sowas wie "Aufenthaltsqualität", eher sieht man zu dass man dort erst gar nicht ist (es wird ja explizit gewarnt und offensichtlich überwacht) oder eben nur solange es sein muss, man also rein/raus oder -vorbei kommt.
    Die Aufnahme ist korrekt ausgerichtet im Sinne einer handgehaltenen Street/Reportageaufnahme, aber nicht akribisch perfekt wie bei einer Architekturaufnahme mit Stativ.
    Das Licht ist eher verhalten und neutral im Becher`schen Sinne, nichts wird stärker betont , alles ebenmäßig und etwas fahl/matt. Stelle ich mir einen Lichtstrahl auf die blauen Glasflaschen vor wäre sogleich viel mehr "Drama und Effekt" in der Aufnahme.
    Aber so wie zu sehen hat alles nahezu gleich viel Gewicht, es gibt nicht "das" Motiv, der gesamte Bildraum ist Motiv, alles zu Sehende gefühlt gleich wichtig.
    Mir erscheint diese frontale Sicht in diesen Hof gewollt puristisch, auch das (neben dem Licht) im Sinne einer Rezeption in der Art der bekannten Fotografen/innen der sogenannten "Becher-Schule", spontan fällt mir da z.B. Tata Ronkholz mit ihren Trinkhallenfotos ein, es gäbe aber auch andere Protagonisten/innen.
    Mir gefällt das Sujet und die Herangehensweise, machte mir Spaß zu betrachten und zu besprechen.
  • Clara Hase 14. März 2025, 11:39

    was mir gerade noch auffällt, der Weg Richtung Schöntür hat Gefälle. Das sieht man links an der Wand.
    durch das Lesen von Horst-F komme ich nun auch zum Winkel. Dass dort eine flachere Stufe in den Eingang führt merkte ich ja schon an. Bei den blauen Flaschen. Aber nach oben hin wirkt es, als sei es ein eigenes Gebäude - und ich frage mich wie viel Luft zwischen den Gebäuden ist?? Einen Fuss breit? der graue Streifen dort am Durchlass höher als allgemein.  Wo wird das Wasser bei Regen hinfliessen?
  • N. Nescio 12. März 2025, 20:43

    Geradeaus eine schöne Eingangstüre - mit zwei Riffelglasfenstern und 2 Postkästen mit Großhundeportraits. Darüber eine Kamera und eine Alarmsirene mit Orangelicht. Links davon ein Privatweg-Schild in gelb.

    Rechts ein Eingang - Türe nicht sichtbar - aber ebenfalls mit 2 Postkästen, wohl ohne Hundeportraits.
    Ganz links eine Stahltüre mit einfachem Schloß, davor wohl auch eine Türe - man sieht nur Teile eines Eisenriegels, der mit Vorhangschloß gesichert ist.

    Das Schloß, mit dem wohl das Fahrrad gesichert ist, sieht man nicht, aber das Rad lehnt an einem Eisenzaun.

    Man sieht kein Fenster, ausgenommen die beiden Türfenster - die wohl die Türe nicht einbruchssicherer machen.

    Alles ist aufgeräumt und der Boden komplett sauber. Die Hundeportraits sind der Ausdruck der Individualität der Bewohner. Alles andere ist zwar adrett, aber unpersönlich, fast abweisend wie eine Festung - vergleiche mal ein Haus mit Garten, in dem Kinder fröhlich spielen. Damit der Wasserlieferant nicht läuten muß, hat man die zwei blauen Wasserflaschen sehr ordentlich auf den Boden gestellt.

    Ich möchte nicht wissen, welche Leute hier wohnen, so steril und berührungsängstlich sicher scheint das hier zu sein. Möglicherweise steht der Bentley in der Tiefgarage unter der Wohnung. Die zwei weißen Minirampen links und rechts des Fußabstreifdackerls weisen darauf hin, dass sowohl, Krankensessel, Rollstuhl und auch Kinderwagen durch die dunkelrote Türe passen. Bestimmt liegen mehrere sorgfältig getextete Briefe bei der Hausverwaltung, die eine Reparatur des rechtswandigen Verputzschadens und die Rostentfernung der linken Stahltüre einmahnen. Moderne Zeiten in der Stadt. Könnte gemütlich aussehen mit einem kleinen Tisch und ein paar Stühlen samt drei Pflänzchen als Treffpunkt mit der Nachbarschaft, falls dafür Platz und Wille wäre. Diffuses Tageslicht scheint vorne von links einzustrahlen und auch von oben.

    Die Türlaterne und die tollblauen Wasserflaschen - abgesehen vom Hinterrad des Bicycles - sind dei einzigen Gestaltungselemente, die nicht rechteckig oder scharfkantig sind. Grau, gelb, schmutzig gelb weiß oder rein und weiß sind die allgemeinen Farben, nur Türe und Wasserflaschen sind Farbkontrapunkte.

    Eine sorgfältig gemachte Aufnahme, auch sorgfältig ausgerichtet. 

    Ein gutes Bild, das dokumentiert und Stimmung transportiert.
    Danke fürs Zeigen.
  • Matthias von Schramm 11. März 2025, 18:45

    Ein unaufgeregter Einblick, der eine gewisse Intimität aufzeigt. Dennoch sehen wir mit einer respektvollen Distanz auf einen Privatweg. Die allgemeine Atmosphäre einer Wohnumgebung ist zu sehen, aber keine Details aus nächster Nähe. Stilistisch und förmlich herausragend ist eine Haustür in rot und weiß mit "Kunstdach" spitz zulaufend, dazu längliche Milchglasscheiben, von einer Laterne begleitet. Es sieht nach sachlicher "Umschnörkerlung" aus, in die Jahre gekommen und gepflegt. Der Eingang zur Hausnummer 147 ist nicht barrierefrei, ob die abgeschrägten Blöcke vor der Stufe zur Tür eine Art Rampenfunktion haben, kann ich nicht beurteilen oder erkennen.

    Auf den Postkästen daneben sind Portraits von Hunden - Hinweise zu Wachhunden, Alarmmelder und Überwachungskamera sind ebenfalls angebracht. Eine Art Tempel gegen Einbrüche. Links hinter einem Mauervorsprung im Vordergrund ist ein halbes Fahrrad auszumachen. Fahrräder an Häusern haben für mich immer etwas Poetisches. Sie ergänzen sich zuordnend mit den blauen Wasserflaschen auf der rechten Seite an einem anderen Hauseingang und dem dort dazugehörigen Postkasten.

    Das gelbe Schild "Privatweg - betreten auf eigene Gefahr" macht den Ort komplett intim und weist darauf hin, dass man hier nur zum Wohnen, als BotIn oder als Besuch hinkommt. Die Linien der Häuser und Vorsprünge auf gelb beigen Putz sind nicht ganz grade, jedenfalls nicht immer. Sie suggerieren Altbau und eine gewisse Urbanität ohne Menschen auf dem Bild.

    Alles was auf dem Bild ist als Fotomotiv mag ich. Weil es ein Ausschnitt menschlichen Lebens ist, weil es unaufgeregt ist und dazu verführt genauer hinzugucken. Bei dieser Sachlichkeit, die aber auch zu sehen ist, vermisse ich vielleicht so etwas wie ein bestimmtes Detail. Z.B. einen Blumenkasten oder ähnliches. Wird es aber dann vielleicht nicht gar zu romantisch?

    Trotz meiner Sympathie für das alles, was ich auf dem Bild sehe, holt mich das Bild gewissermaßen nicht wirklich ab. Das liegt wohl daran, dass ich irgendwie sogar ein wenig verzweifelt auf der Suche nach einer fotografischen Note bin. Der Vordergrund stört das Hauptmotiv für mich, es ist zu viel Mauer links und rechts und dennoch frage ich mich, wie man es aufgrund der Situation vor Ort anders hätte lösen können? Vermutlich sehr schwierig. Wahrscheinlich wäre ich ein wenig zurück gegangen und hätte versucht mit noch mehr Mauer sozusagen im Vordergrund ein anderes Gegengewicht zu erzeugen und damit mehr Grafik ins Urban Street-artige zu transportieren. Dann bestünde aber die Gefahr, dass der unprätentiöse Eindruck verloren ginge und mit dem Blickspiel auf Architektur begönne. So bleibt schlussendlich die Vermutung, die fotografierende Person hat das gar nicht so schlecht gelöst.
  • Clara Hase 11. März 2025, 17:11

    nicht jede Hinterhofecke ist schmuddelig.
    Hier strahlt Vornehmheit durch die Tür. Drei Bewohner - einer ist Igel, der nächste ein Vogel. Den dritten Briefkasten kann ich nicht sehe. Die Bewohner leben über Eck. Es scheint eine Art Lichtschacht zu sein, denn links am Rand sind eher Zugänge zu Strom oder anderem. Gribbelige Farbe und Rost am Türrahmen. Halt wie in Hinterhöfen.
    Sehr sauber und aufgeräumt und: gesichert. Eine rote Warnlampe, eine Überwachungskamera und eine altertümliiche Hausbeleuchtung. Die Machart der Tür ist reichhhaltig durch Zierleisten und Fachung der Flächen aufgeteilt. Es sieht so aus, dass sie nach aussen aufgeht. Davor ist ein kleiner Stufenabsatz und ein Schmutzrost gehalten von zwei wuchtigen Blocksteinen. Zur rechten Seite ist die Stufe flacher - ebenerdiger. Keine Überwachung. Auch keine Säulen die die Tür einrahmen.
    Ein graues Band auf vanillegelber
    Wandfarbe am Sockel.Das Hinterrad eines Rades ist sichtbar - und am Boden davor   eine leichte Schmutzspur.
    Der Weg ist Privat, darauf weist ein gelbes Schild an der Wand hin.
    Der Boden ist dort minimal erhöht und hat eine helle Farbe. Im Gegensatz dazu, vor der Tür, die einen rostenden Rahmen hat. Zwei Wasserflaschen in dunkelblau stehen neben der rechten Tür. Vielleicht zum bespregen, gegen Staub? Die Rechte Wand hat einen leichten Schaden - ein Quadrat auf die Spitze gestellt. Auch dort wo es hell ist, wirkt die Wand wie mit etwas Grünspan benebelt.
    Vielleicht ein Hintereingang, oder -Ausgang - nichts Genaues weiss man nicht- doch ein besonderer Ort.
    Die Art der Tür gibt es landauf landab.
    Ich weiss nicht so recht was ich davon halten soll. Kleinod?
    Da die Tür nach aussen aufgeht, vielleicht eine Hintertür von einem Restaurant - aber Briefkästen widersprechen dem Gedanken.
  • The Great Potoo 11. März 2025, 13:07

    Ich schaue in eine kurze Gasse, anderen Ende eine imposant gestaltete Haustür zu sehen ist.
    Alles hier ist sehr adrett, und geordnet. Nur ein klein wenig Rost und Moos an der Türe links, stören die ansonsten akribische Ordnung.
    Kein Laub, oder Dreck ist zu sehen, und auch die beiden Flaschen stehen sauber in Reihe.
    Links steht noch ein Fahrrad zu sehen. Ein typisches Stadtrad, praktisch, um damit die Wege in der Stadt zurück zu legen.
    Wer mag da wohl wohnen? Könnte sein, das es eine junge Familie ist, vielleicht wird da ein Kinderwagen über die kleinen Rampen in die Wohnung gezogen?
    Aber die Idylle scheint bedroht, oder die Bewohner haben ein ausgeprägtes Interesse an Sicherheit.
    Es wurde einiges investiert: Eine Kamera,  ein Bewegungsmelder, und eine Alarmanlage sind zu sehen. Vor dem Betreten des Privatweges wird gewarnt. Auf den Briefkästen prangt das Bild eines wehrhaft erscheinenden Hundes, und das Vorhängeschloss an der Tür links, ergänzen das Sicherheitspaket.
    Eine Idylle sicherlich irgendwie, aber wohl fühle ich mich da nicht wirklich.
    Warum habe ich das Gefühl, in Zürich, oder zumindest der Schweiz gelandet zu sein?
  • framebyframe 11. März 2025, 11:03

    Ist das ein Grabeingang für Linkshänder? Das Dreieck über der Tür könnte einen Grabzugang zieren. Das rechts angeschlagene Schloß muss auch Absicht sein, wenn man die Abwehreinrichtungen zum Schutz der Totenruhe sieht, Kamera, Warnlampe und Verbotsschild. Aber da scheint tatsächlich noch jemand zu hausen. Zwei Briefkästen sehen zwar aus wie tote Briefkästen; auch scheinen da Hunde mit von der Partie zu sein, so der Aufkleber. Der Blick in diese klamme Gasse wirkt nicht heimelig. Zwei blaue Karaffen stehen rechts im Bild wie Opfergaben und ein Fahrrad ist links an einem Geländer angelehnt. Man möchte auf das Rad steigen und der Totenruhe entfliehen. Welchem Zweck die beiden kleinen Rampen an der unteren Türschwelle dienen ist nicht klar. Auch ist der Fußabstreifer zwischen diesen Rampen auffällig sauber. Vermutlich sind die Rampen lediglich Einfassungen. Das Bild ist schon eine Aufforderung da weg zu bleiben und genau so abgebildet.
  • _Anders_Varnaemen_ 11. März 2025, 10:31

    Ich nehme vor allen Dingen die Tür wahr. Die Hausnummer 147 das sieht für mich sehr deutsch aus, die Tür selber eigentlich nicht so sehr, sie könnte eher in England sein oder in Skandinavien. Aber die Hausnummer sieht für mich so sehr deutsch aus, dass ich sicher bin, dass das in Deutschland ist.
    Die ganze Szenerie an sich wirkt auf mich jedoch eher wie mediterrane oder besser noch nordafrikanische Szenerie: dort hat man solche schmalen Gassen und hohe Gebäude mit Türen, aber ohne Fenster.
  • Heiko Hennings 10. März 2025, 21:16

    Nach der Haustür, die den Blick einfängt, fiel mein Blick auf das halbe Fahrrad und das blieb auch nach mehrmaligen Betrachten der interessanteste Akzent. Vielleicht, weil mein erster Eindruck der eines betagten, verrotteten Drahdesels war, das nicht in die chice Location passte. Nach näherer Betrachtung schien es mir eher ein neueres auf retro getrimmtes Fahrrad zu sein.
    Dann die blauen Wasserflaschen, die abholbereit für einen Lieferanten stehen, der beim Abholen neue Ware anliefert (hier wohnt oder wohnen Menschen, die Wert auf gesundes Wasser legen).
    Das Fahrrad und die Wasserflaschen sind für mich die auffälligsten Akzente, die aus dem Bild hervortreten.
    Die Haustür selbst als Hauptmotiv ist für mich zweitrangig. Nicht aber die Kameraüberwachung und die Alarmanlage, die für mich weitere Akzente sind und auf den oder die Bewohner Rückschlüsse zulassen. Hier wohnt jemand, der oder die ihren Besitz absichern und fremden Zugriff für nicht ausgeschlossen halten.
    Alles schön aufgeräumt, sauber und ordentlich. Sicher in einer Wohngegend für Menschen mit gehoben Einkommen.

    Schöne Grüße Heiko.