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#5/2025

Willkommen zu Agora - Bilddiskussion intensiv
Wir freuen uns, dass Du Dich intensiver mit diesem Foto auseinandersetzen möchtest.

Bei Agora liegt der Schwerpunkt auf der Wahrnehmung und Interpretation des Fotos
- NICHT in dessen Bewertung -

Es handelt sich bei diesem Bild um eine Fotografie

~.~.~.~

Diese Leitfragen können Dir dabei helfen, in die Welt des AGORA-Fotos einzutauchen

1. Was nehme ich wahr? (analytisch)
2. Wie interagieren die verschiedenen Elemente im Bild? (analytisch)
3. Welche emotionale Wirkung entfaltet sich bei mir? (emotional)
4. Welche Botschaft, welche Bildaussage, welche Geschichte erkenne ich? (Interpretation)

~.~.~.~


Auf diese Weise erhältst Du die Möglichkeit, ein Foto eingehend zu erforschen und (möglicherweise) faszinierende und neue Aspekte zu entdecken, die Deine Fotografie auf ein neues Level heben können. Gleichzeitig erfahren die Bildautoren, welche anderen Interpretationen des Fotos existieren. Sie entdecken neue Blickwinkel und können so über ihr Foto und dessen Entstehung nachdenken.

*** Wichtig ***
Wir bitten Dich darum, die Anmerkungen auf das Foto zu fokussieren und um Beachtung unserer Gemeinschaftsstandards:
https://www.fotocommunity.de/standards#miteinander

*Kommentare, die nichts zur inhaltlichen Diskussion des Bildes beitragen, Fragen zum Prozess, destruktive, bewertende und/oder verletzende Anmerkungen, werden von den TeilnehmerInnen u. LeserInnen gemeldet und durch die fotocommunity Administration geprüft und ggf. geahndet *

Um Dein eigenes, bisher unveröffentlichtes Bild in Agora zu präsentieren, bitte nutze diesen Link:
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Kommentare 24

  • Agora 3.0 - Bildbesprechung intensiv 17. Februar 2025, 7:42

    Die Diskussion hier ist beendet.
    Agora wird unter dem folgenden Bild fortgesetzt:
    #6/2025
    #6/2025
    Agora 3.0 - Bildbesprechung intensiv
  • Agora 3.0 - Bildbesprechung intensiv 15. Februar 2025, 7:11

    lenmos schreibt:
    "Liebes Agora Team, liebe Forenten!

    Das Foto habe ich Anfang Januar dieses Jahres in Rom aufgenommen. Ich bin eine Treppe hinuntergegangen und habe die Szene zuerst sozusagen von oben gesehen. (Diese Stelle, streetview: https://tinyurl.com/5bp7k38h )
    Wer darin eine Ansammlung von Linien und Flächen sieht und vermutet, dass dies auch meine Absicht war, liegt völlig richtig. Auch die Reduktion der Farben spielte dabei eine Rolle.
    Es war nicht meine Absicht zu dokumentieren, dass der Zebrastreifen ins Nichts führt, obwohl mir das auch aufgefallen ist. Aber da in Italien laut einer Italienischlehrerin Zebrastreifen reine Dekoration sind, ist das auch nicht so wichtig. (Zumindest in Rom scheint sich das inzwischen aber durch die Touristenmassen geändert zu haben.)
    Jedenfalls sehe ich den Zebrastreifen als leitendes Element ins Bild hinein. Auch die Wiederholung der Streifen in den rot-weißen Warnelementen ist nicht ganz unbeabsichtigt.
    Von David Helbich hatte ich noch nie gehört, aber wie das so ist, gibt es kaum jemanden, dem man eine bestimmte Art zu fotografieren als Urheber zuschreiben könnte. Auch als ich auf die Fotografien und die Philosophie von William Eggleston stieß, fand ich darin vor allem Bestätigung für mich selbst.
    Es stimmt, dass man durch Agora Dinge über seine Fotografie erfährt, die man vorher nicht wusste. Andererseits gehe ich mit meinen eigenen Fotos auch nicht so analytisch um.
    Vielen Dank für alle und die zum Teil sehr ausführlichen Beiträge.

    LG, lenmos"
    • Gerhard Körsgen 15. Februar 2025, 14:33

      Aha, das war also sozusagen eine "Stecksperre", da muss man ja auch erst mal drauf kommen.
      Und ich habe mich im Bildautoren geirrt, ich hatte eher @Suchbild darin vermutet, der aber eben auch eher in kleinen Surrealitäten im Alltag unterwegs ist und etwas weniger im grafisch formalen.
      Ist und bleibt aber ein gelungener Beitrag in meinen Augen.
    • Clara Hase 15. Februar 2025, 14:46

      Dann war der Abgang wohl für den Transport von Tonnen? Oder das lange Gitter, um die auffahrt abzusperren. Jdenfalls lässt ein verlinktes Bild auf mehr Sinn schliessen, als das hier dargelegte.
    • GL photo 15. Februar 2025, 17:14

      Im Vergleich mit dem blassen Chaos in streetview ist Dein Foto tatsächlich eine ruhige, farbintensive, mit Anspruch und dadurch sehr gelungen vorgenommene Inszenierung der zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Konstellation.
      Danke für die Darlegung Deiner Absichten.
    • N. Nescio 15. Februar 2025, 23:40

      Die Kunst des Fotografen ist, Ordnung für unsere Augen ins Chaos zu bringen. Das nennt sich Komposition.
  • Sag mal Micha 14. Februar 2025, 23:43

    1. Sag mal Micha, ist dieses Agora-Bild von Dir ?
    - nein.
    2. Weißt Du denn, von wem es ist ?
    - nein.
    3. Aber gesehen hast Du es doch ?
    - ja klar wie immer
    4...und was denkst Du jetzt ?
    - ich hasse diese Frage, weißt Du doch...und überhaupt immer diese 4 Fragen. Ich liebe Deine Bilder, den Austausch, den gleichen Sinn für Fotografie, das Flanieren durch Städte und Straßen wegen solcher Kuriositäten.
    Es ist egal, was ich sage. Wieder wird so ein Parapsychologe kommen, das Gefühl zwischen Pfosten und Sperrschranken zu stehen, vor Mauern mit leeren Zetteln beklebt, nur noch Reste von Gesichtern sichtbar.
    Er hat gesagt, sein Kram ist mit Sack und Pack zusammengeklaubt, gebeugt im Gram vom ständigen Genörgel und Disputen mit der Leitung.
    Ist es Dein Kind ? Schweigen...selektiver Mutismus, Anatidenphobie, ein Ort, an dem nichts geschieht, es tut weh und reißt Wunden auf.
    Alles Gute, liebe Pylone, bis Sonntag in Hagen im Bremischen.
    5. Das kapieren die doch da nicht...
    - nee, aber geiles Bild soll man nicht sagen, tschühüß.
  • kmh 14. Februar 2025, 17:44

    Was hier zu sehen ist kann ich nicht besser oder anders beschreiben, als es schon geschehen ist. Insofern spare ich mir das.
    Vielleicht wirkt das Bild auf mich aber etwas anders. Ich sehe eine Absicht, den offenbar skurrilen Tatbestand eines abgesperrten Zebrastreifens bildlich festzuhalten. Das ist irgendwie gelungen und irgendwie auch nicht. Mir fehlt der Kontext, also was ist drumrum. Vielleicht gäbe das Ganze ja einen Sinn, wenn man mehr sehen könnte. Bleibt es dagegen trotz mehr Übersicht weiter so merkwürdig, wäre der Behördenunfug noch deutlicher.
    Ich sehe natürlich auch die andere Absicht, ein Ensemble aus Linien, Flächen und harmonischen Farben zu präsentieren. Wobei mich die abknickende Stange in Verbindung mit der ansteigenden Rampe wieder etwas in meinem Harmoniebedürfnis stört. Da würde mir dann etwas fehlen, um mir das Bild an die Wand zu hängen. Wahrscheinlich lebt dieses Foto für denjenigen, der die Gesamtsituation gesehen hat ganz anders. Ich fände es mit etwas mehr Umgebung noch besser.
    • Gerhard Körsgen 14. Februar 2025, 22:00

      Sehe ich ähnlich wie Horst. In dem Fall ist wahrscheinlich der enge Schnitt die Voraussetzung dafür dass der Bildwitz trägt. Das kann dann mitunter recht "knipsig" aussehen. Hier finde ich es aber auch ansprechend komponiert, wenn man so sagen will. Aber warten wir die Auflösung ab...
  • GL photo 11. Februar 2025, 17:06

    Auf den ersten Blick sehe ich eine sehr ramponierte Wand.
    Davor Zebrastreifen, Geländerstange, Pylone und die Stange links, um die herum Kippen am Boden liegen. Rechts befindet sich ein verschließbarer Kasten.
    Die nachträglich angebrachte Rampe führt vielleicht zu einem Lagerraum oder zu einer Bühne, eher auf einem Betriebsgelände als im öffentlichen Bereich. Sie nimmt dem Zebrastreifen seine ursprüngliche Funktion und wurde primitiv abgesperrt.
    Emotional stehe ich vor einem rot-weißen Geländer und würde gerne wissen, wohin die Rampe führt, die diesen Zustand verursacht hat.
    Ob das Foto künstlerisch oder eher sachlich motiviert ist, lässt sich für mich nicht zweifelsfrei ablesen. Vielleicht geht es schlicht und einfach darum, dass der Zebrastreifen abrupt am mitten durch das Bild verlaufenden Geländer endet. Kategorie Satire.
  • N. Nescio 11. Februar 2025, 16:48

    Mein erster blick: diffuses Licht.

    Mein zweiter Blick: relativ abstrakte Komposition - für mich offenbar das Hauptthema des Bildes - in Rot-Grau-Weiß mit vielen Wiederholungen der rot-weißen Abwechslungen. Die etwas gedämpft-rote Wand hat weißliche Mauerschäden, ein aufgemaltes weißes Rechteck, rechts ein angeschnitten-rechteckiges Türchen und unter diesem ein weißliches Rechteck mit roten Farbstreifen. Davor ein vom Boden ragendes und auf ca. 1m Höhe rechtwinkelig nach rechts in die Waagrechte gebogenes Absperrungsrohr, das auch das bildcharakteristische Rot-Weiß Streifenmuster aufweist. Links davon ein rot-weiß gestreiftes, kegelförmiges Hütchen (wie es sie auf Straßenbaustellen zur Fahrbahntrennung gibt). Links davon ein senkrechtes auf einem flach-kegeligen Betonständer befestigtes vertikalers rot-weiß gestreiftes 1 m hohe Stange.
    Der Zebrastreifen ist weiß auf grauem Asphalt, die schräg gemauerte Betonauffahrt ist grau, mit etwas weißlichem Schotter.

    Mein dritter Blick: Die Formen der Bildelelemente sind meist länglich-rechteckig in rot-weiß, der Zebrastreifen mit rechteckigen weißen Streifen, das angeschnittene rote türchen ist rechteckig, das weiße Rechteck darunter ebenfalls und das weiß auf die Wand gemalte Rechteck ebenfalls. Die Stangen/Schranke formen ebenfalls rechteckiges. Das BodenPflaster hinten rechts besteht aus rechteckigen Pflastersteinen, die allerdings im Schrägmuster verlegt sind. Im Kontrast dazu das kegelförmige Hütchen, die dreieckige Seitenfläche der Betonauffahrt, der gerundete Betonständer.

    Weiterer Formengegensatz kommt vom Verlauf der Trennlinie zwischen Betonauffahrt und Pflaster.  Weiters kommt unregelmäßiges durch die Alterserscheinungen: Mauerflecken auf der Wand, Risse im Asphalt, herumliegendes Laub, Pflänzchen am Fuß der Rotwand und Betonschäden der Aufffahrt.

    Mein vierter Blick, die skurrile Story: Der Zebrastreifen kommt von vorne (untererBildrand, ein Streifen angeschnitten als Zeichen, daß er irgendwo außerhalb des Bildes beginnt und in dieses hineingeht) endet an einer Absperrung, ohne daß davor links oder rechts ein Fußweg/Schutzweg/Gehsteig zu sehen wäre. Man geht hinüber und kann nicht weiter. Wie man auf die Betonauffahrt kommt, sieht man nicht - rechts, außerhalb des Bildes könnte es eine Möglichkeit dafür geben.

    Insgesamt ein seltenes Fundstück der Realität, dokumentiert als perfekte Komposition von Farb- und Formenmustern. Man könnte noch über Mittigkeit, goldenen Schnitt,  Flächen- und Farbschwerpunkt im Bild diskutieren, aber das wäre zu viel des Guten. Eine von Menschen geschaffene Realität, ohne daß diese dabei an Komposition gedacht hätten. Der Fotograf aber hatte die Komposition besonders im Auge. Ein erjagtes Fundstück wie es auch ein Vogel im Flug wäre, wobei letzterer sich selten für so ein dichtes Kompositionshighlight eignete. Ich finde es nahezu perfekt gefunden.
    Danke fürs Zeigen.
  • Matthias von Schramm 11. Februar 2025, 15:30

    Wenn ich das Perfekte im Unperfekten der Fotografie suche, dann treffe ich auf solche Motive. Hätte ich das Vorgegebene so mit Kamera angetroffen, dann wäre mir das Herz aufgegangen. Vor ein paar Jahren sicherlich mehr noch, als heute. Wohin links der barrierefreie Übergang führt, weiss ich nicht, fällt mir aber als erstes auf, weil ich täglich beruflich mit Rampen, Schrägen und ähnlichem für mobile Leute auf Rädern zutun habe. Schon mal erfreulich dies hier anzutreffen. Der Rest sind funktionelle Warnhinweise in rot weiß. Alles wohl schon länger in Funktion, aber in seiner Zusammenstellung ungewöhnlich und grade diese Zusammenstellung ergibt für mich ein wunderbares Stilleben. 

    Perfektes aufeinander abgestimmtes rot und weiß. An der nicht ausgerichteten Sperre, am Leitkegel (auch Lübecker Hütchen genannt) und diese Sperrständer, welcher im übrigen auf Fußballplätzen benutzt wird und mit einem rot weißen Seil sich mit anderen Ständern verbindet, damit auf engen Plätzen das Publikum der Schiriassistenz-Person an der Linie nicht im Wege steht. Davor ein Zebrastreifen, der eigentlich in manchen Gegenden "Fußgängerschutzweg" geschimpft wurde.

    Grafisch an allem auffällig. An der Mauer, die wie alles andere in die Jahre gekommen ist, findet sich der rot weiß Effekt wieder. Auffällig, das Bild ist am "Zebraeffekt" ausgerichtet. Fast alles entspricht meiner Gewohnheit solche ungewöhnlichen und auch gleichzeitig gewöhnlichen Dinge zu sehen. Der unperfekt abgeschlossene Rand unten, der Anschnitt von irgendwas, einer Art Stromkasten in der Mauer oder so am rechten Bildrand. Darunter wieder verstärkt dieser rot weiß Effekt. Was das fast quadratische Viereck in fast der Mitte der Mauer ist, kann ich nicht verifizieren, aber auch das geht im Farbmuster auf. In den Löchern und "Beschädigungen" an der Wand entstehen beinahe zufällige Muster, die wie Figuren aussehen, die aber auch nur angedeutet wirkend und nicht zu Ende gezeichnet.

    Leichte zaghafte Begrünung am Mauerfuß und Laub auf Kopfstein nach rechts vervollständigen das Bild. Eine Alltagsgewöhnlichkeit, welche auf diesem Bild nicht zu Ende erklärt wird, was mir ausgesprochen gut gefällt. Perfekt!

    Perfekt? Nein natürlich nicht. Den gesamten unterschwelligen säuselnden Rotton des Bildes hätte ich nachbehandelt, oder gar schon vorher den Farbstandard im Aufnahmegerät verändert, was aber Jammern auf hohem Niveau ist. Links bekommt das Bild einen Hauch zu viel Raum, obwohl oben im Wegeknick noch eine Bildinformation ist, die ich nicht brauche. Irgendwie (und das kann ich nicht genau erklären) sitzt das Ganze nicht genau auf dem Punkt. Aber vielleicht ist es auch u.a. genau das, was mich von Anfang und auf Anhieb so begeistert hat.
  • Gerhard Körsgen 11. Februar 2025, 15:14

    Diese Aufnahme erinnert mich an die Fotos des deutschen
    Künstlers David Helbich der als er 2006 in Brüssel begann
    seltsame Improvisorien zu fotografieren noch nicht ahnte dass
    er damit eine regelrechte "Welle" lostreten würde.
    Mittlerweile gibt es drei Bände dieser "Belgian Solutions" und
    dem daraus abgeleiteten Aphorismus
    "Nicht jede Lösung ist eine Antwort auf ein Problem".
    Sehr vergnüglich, zu empfehlen ;-)
    Hier mal die facebook-Seite des Projekts mit vorne überwiegend
    Werbung, klar, der will ja seine Bücher verkaufen, aber auch
    Beispielbildern, muss man ein wenig runter scrollen, aber man bekommt
    eine Idée worum es geht: https://www.facebook.com/Belgiansolutions/?locale=de_DE
    ...
    Es gibt wohl Absperrungen und einen gewissen Schutz, der hier
    implementiert ist, aber jedes einzelne Element ohne letztendlichen
    Effekt und irgendwie alles nur halbherzig ineinander greifend.
    Eine Bestandsaufnahme urbanen Witzes und Irrsinns die selbst ohne
    letzten Gestaltungswillen der "schönen" Fotografie auskommt bzw.
    alles andere wäre schon ein Verrat am Konzept.
    Dinge die lediglich optisch miteinander zu tun haben, nicht aber sinngemäß
    da alles nacheinander kam, nur einzeln gedacht wurde und die
    Anordnung nur im Einzelnen logisch ist, nicht aber im Gesamten.
    Die Kunst ist das aber gesamtheitlich zu sehen und in einen Rahmen zu bringen
    um die Absurdität zu betonen.
    Finde ich hier ganz gut gelungen.
    Formal könnte man den nicht ganz "sauberen" Schnitt unten bemängeln, aber bei
    dieser Art der Fotografie geht es mehr darum die Idée eines Blicks zu vermitteln,
    da kann die Aufnahme ruhig etwas skizzenhaft sein, meiner Meinung nach.
    Mir fallen einige Fotografen*innen in der fc ein die "sowas" machen und ich bin schon
    gespannt vom wem es letztendlich ist. Eine der Rubriken wo man thematisch ähnliches
    finden kann ist u.a. https://www.fotocommunity.de/motive/urban-exploration/21527

    In meinen Augen ein gelungener agorabeitrag der mir Spaß machte ihn zu besprechen.
  • framebyframe 11. Februar 2025, 10:42

    Vier Elemente kann man ausmachen. Ein Zebrastreifen,eine rotweiße Geländerstange und ein Verkehrskegel  (wie bei Kraftwerk1) sowie einen Pfahl, alles in rotweiß. Dann eine ursprünglich gepflasterte Straße auf die eine Betonrampe aufgetragen wurde, die nach links mäßig ansteigt. Zuletzt im Hintergrund eine orangefarbene Wand, leicht lädiert. Ein weißes Rechteck sticht hervor. Ein rechts am Bildrand angehängter Installationskasten ist ebenfalls im selben Farbton. Ergibt das Ganze einen Sinn? Eine Szene, die symbolisch abgesperrt ist durch die Geländerstange, die überdies ohne Halt aus dem Bild läuft, kann nur für einen aufmerksamen Beobachter von fotografischen Interesse sein, der sich ein Genügen schafft, das Ganze zu einem Bild zu arrangieren. Schattenloses Licht und ein wenig Laub, irgendwo im Abseits der urbanen Welt. Wer kommt hier auf die Idee, den Zebrastreifen überqueren zu wollen?
  • wittebuxe 10. Februar 2025, 21:06

    Ein Rätzel-Bild. Wie soll man das lösen? Alles scheint widersinnig. Die Rampe, die durch den braunen Dreck geradewegs in den Hades führt. Der Überweg, der weder auf einen Bürgersteig geht, noch einen anderen Sinn ergibt. Die einbetonierte Absperrung, die den Fußgänger zum Umdrehen zwingt. Ein Pylon, der vor dem Betreten der Schräge warnt.
    Zuguterletzt noch die große Wand hinter allen sichtbaren Dingen, an der alles enden muss. 

    Ich vermute ein Zusammentreffen von Gewerken, bei denen jeder Bautrupp das Seine tut, ohne Rücksicht auf das letztliche, funktionierende  Zustandekommen.

    Naja. Wie gesagt: rätselhaft. :-))
  • elstp 10. Februar 2025, 20:27

    Mancher Betrachter analysiert, was er an einzelnen Elementen auf dem Foto zu sehen meint, versucht also, den einzelnen Elementen Bezeichnungen zu geben, um daraus sowas wie eine abstrakte Beschreibung zu konstruieren. 

    Auf mich wirkt vom ersten Blick an die Zusammenstellung von Linien und Flächen; ich versuche gar nicht erst eine analytische Beschreibung. 

    Da ist unten eine Ansammlung von weißen Quadern, die sich parallel zum unteren Bildrand befinden und die über den rechten Bildrand hinausragen. Ich kenne natürlich auch Zebrastreifen, aber für die Wirkung des Bildes ist dieser Begriff ohne Belang. 
    Weiter ist da eine (nun ja) abschüssige Fläche, die von links bis ins Zentrum des Bildes ragt, wo sie in eine Fläche mündet, die von ihrer Struktur her eben, aber wie weicher Gartenboden wirkt; diese gesamte Fläche teilt das Bild, wird aber durch die unruhigen rotweißen Stangen und den Pylon strukturiert.
    Abschließend sieht der Betrachter eine rötlich-braune Fläche, eine Wand, die etwa durch Farbunebenheiten ein Ziel für das Auge anbietet. 

    Ich habe das Foto nicht mit Begriffen beschrieben, die wir als unsere Wirklichkeit und Gewohnheit betrachten, sondern vielmehr versucht, den Blick des Betrachters ins Zentrum zu führen, um durch die verschiedenen Linien ein Gefühl, eine Stimmung zu erzeugen, die sich der Autor des Bildes vielleicht als Mitteilung an den Betrachter gedacht hat, um eine gewisse Übereinstimmung zu erzeugen. 

    Dieses Bild ist nicht im eigentlichen Sinne abstrakt, aber die Komposition von Elementen, die einmal willkürlich dahin fotografiert zu sein scheinen, ist ähnlich vom Betrachter wahrzunehmen. Mir gefällt es, weil die Linien eine Führung ins Zentrum des Bildes darstellen; auch die Farbkomposition ist mir angenehm.

    LG LILO
  • Clara Hase 10. Februar 2025, 10:53

    Vorsicht Stufe, Vorsicht Radfahrer, Vorsicht für Kinder.
    Etwas sehr ominöse Sicherheitsgestaltung. Aufreger der Woche - fast zum Lachen.
    Ein Schildbürgerstreich - gar nicht so selten heutzutage.

    Ergäzung nach Aufforderung:
    1. Was nehme ich wahr? (analytisch)Chaos im Verkehr.
    Zebrastreifen geht auf eine Schranke zu, Fußgänger könnte an einer Abfahrt gegen eine Mauer stoßen und auch einen abwärtslaufende Fläche stolpern.
    Der Boden links ist nass, wie die Rote Mauer die das ganze Schauspiel zeigt evtl. auch.

    Rot-weiss ein Hütchen, ein Pfosten, die Absperrstange.

    2. Wie interagieren die verschiedenen Elemente im Bild? (analytisch)
    Hier haben zu viele nachgedacht, ohne sich abzusprechen.. Ein zusätzliches Verkehrsschild fehlt.
    3. Welche emotionale Wirkung entfaltet sich bei mir? (emotional)
    vermutlich täte ich mich aufregen, müsste ich dort täglich entlang gehen oder fahren.
    4. Welche Botschaft, welche Bildaussage, welche Geschichte erkenne ich? (Interpretation)
    Hier muss gesperrt werden, oder die Verkehrsaufsicht den Bereich öffentlich sperren. Nein, eine Demo täte ich wohl nicht veranlassen.

    Eine dokumentierende Aufnahme.

    Tag 2  entlang der Wand ist ganz schön was abgeschreddert von der Farbe, auch am Gefälle.- Evtl stand auf einem Blatt Papier ein Hinweis, aber auch der ist verblasst.
    (irgendwie kam mir die bevorstehende Wahl in den Kopf, Gerade aus wie bisher geht nicht mehr - ein Rutsch nach Rechts nicht zulässig.
    Plötzliche Ideengeber die nur Plätze besetzen (Das Hütchen,die Stange)