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#21/2025

Willkommen zu Agora - Bilddiskussion intensiv
Wir freuen uns, dass Du Dich intensiver mit diesem Foto auseinandersetzen möchtest.

Bei Agora liegt der Schwerpunkt auf der Wahrnehmung und Interpretation des Fotos
- NICHT in dessen Bewertung -

Es handelt sich bei diesem Bild um eine Fotografie

~.~.~.~

Diese Leitfragen können Dir dabei helfen, in die Welt des AGORA-Fotos einzutauchen

1. Was nehme ich wahr? (analytisch)
2. Wie interagieren die verschiedenen Elemente im Bild? (analytisch)
3. Welche emotionale Wirkung entfaltet sich bei mir? (emotional)
4. Welche Botschaft, welche Bildaussage, welche Geschichte erkenne ich? (Interpretation)

~.~.~.~


Auf diese Weise erhältst Du die Möglichkeit, ein Foto eingehend zu erforschen und (möglicherweise) faszinierende und neue Aspekte zu entdecken, die Deine Fotografie auf ein neues Level heben können. Gleichzeitig erfahren die Bildautoren, welche anderen Interpretationen des Fotos existieren. Sie entdecken neue Blickwinkel und können so über ihr Foto und dessen Entstehung nachdenken.

*** Wichtig ***
Wir bitten Dich darum, die Anmerkungen auf das Foto zu fokussieren und um Beachtung unserer Gemeinschaftsstandards:
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*Kommentare, die nichts zur inhaltlichen Diskussion des Bildes beitragen, Fragen zum Prozess, destruktive, bewertende und/oder verletzende Anmerkungen, werden von den TeilnehmerInnen u. LeserInnen gemeldet und durch die fotocommunity Administration geprüft und ggf. geahndet *

Um Dein eigenes, bisher unveröffentlichtes Bild in Agora zu präsentieren, bitte nutze diesen Link:
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Kommentare 47

  • Agora 3.0 - Bildbesprechung intensiv 9. Juni 2025, 10:30

    Die Diskussion ist hier beendet.
    Agora wird unter dem folgenden Foto fortgesetzt:
    #22/2025
    #22/2025
    Agora 3.0 - Bildbesprechung intensiv
  • Agora 3.0 - Bildbesprechung intensiv 7. Juni 2025, 6:24

    Jens Riesener schreibt:
    "Ich danke allen, die dieses Bild betrachtet und kommentiert haben. Es war wieder für mich eine spannende Diskussion. 

    Der Bürgergarten in Hameln ist wie eine grüne Insel inmitten der Stadt.
    Er ist kostenfrei zugänglich und für viele Menschen ein Wohlfühlort,
    auch für mich.

    Es ist im Bürgergarten nicht verboten, die große Rasenfläche zu betreten, es ist auch nicht verboten, auf ihr zu picknicken oder Fußball zu spielen.
    Große Veranstaltungen werden dort gerne abgehalten.  

    Vielfältig blühende Staudenbeete, Boulebahnen und ein Schachspiel laden die Menschen ein, bei schönem Wetter Zeit im Garten zu verbringen.
    Ich mag es, dort zu sein.

    Im Mai war ich wieder einmal dort, schlenderte durch die Blumenbeete und sah die beiden Kindern, die zu meinem Erstaunen und zu meiner Freude dicke Bücher trugen und sich darüber austauschten. Der Junge hatte ein Buch der ??? dabei, das Buch des Mädchens konnte ich nicht erkennen. 

    Und dann kletterten sie mit ihren Büchern in diesen Baum, der schon vielen Kindern Raum geboten hat. Gefährlich ist das Klettern gewiss nicht und ich sehe den Baum auch nicht als Zeichen der Unterwelt, sondern als eine besondere Einladung zum Verweilen. 

    Ein Einschub:
    Die Kletterbäume in meiner Kinder- und Jugendzeit waren erheblich höher, was meine Eltern aber nie erfahren haben.
    Die Baumart dieses Kletterbaumes kann ich nicht bestimmen. Ich denke, er gehört zur Familie der Buchen. Eine große Süntelbuche wächst mitten im Park Die Kastanie steht auf der anderen Seite des Weges und blühte gerade. Neben ihr ist der Außenbereich eines angrenzenden Cafés zu sehen.

    Und dann bot sich der Blick auf die Kinder mit ihren Büchern in den Händen auf dem Baum und dem jungen Paar auf der Parkbank, die gemeinsam auf den Bildschirm eines Smartephone schauten.
    Diese Parallelität zweier junger Menschen, die eng miteinander verbunden sind, wollte ich festhalten und es ist schön, dass dies viele Kommentierende so wahrgenommen haben.

    Die Kinder, ich denke, sie sind im höheren Grundschulalter, haben das junge Paar beobachtet, sicher sich ihre Gedanken gemacht und dabei das Lesen für einen Moment vergessen.

    Die ungenügende Bearbeitung nehme ich als Fehler auf. Ich fotografiere gern, aber bearbeite wenig und kann es auch nicht wirklich. Da bitte ich um Nachsicht.

    Ein Schritt nach links wäre für den Durchblick sicher besser gewesen, das stimmt, aber dann wären die schwer zu erkennenden Bücher wohl ganz verschwunden. 

    Ist das Bild Zufall oder Planung? - Ich denke beides.
    Die Szene ist mir zugefallen und war somit Zufall.
    Viele  Bilder, die im öffentlichen Raum entstehen, sind für mich Zufall, weil zugefallen, aber es ist auch Planung dabei gewesen, diese Situation, mit dem Durchblick auf die beiden jungen Menschen, mit allen besprochenen Mängeln, so darzustellen.

    Interessant fand ich die Frage, ob eine Frau oder ein Mann dieses Bild gemacht hat? Wäre da ein Unterschied wahrzunehmen? Gibt es signifikante Unterschiede in der Fotografie von Frauen und Männern? Ich weiß es nicht.
    Vielleicht eine Frage an die Experten unter den Betrachtenden.

    Ich danke dem Team der Agora für eine weitere Möglichkeit, ein Bild zur Diskussion gestellt zu haben.

    Mit allen guten Wünschen,
    Ihr/Euer
    Jens Riesener "
    • N. Nescio 7. Juni 2025, 20:04

      Ich finde es fein, dass der Fotograf (Jens) seine Gedanken. Sein Erleben beschreibt und den Hintergrund zur Bildentstehung. Danke!
    • Jens Riesener 7. Juni 2025, 21:43

      Ich wollte das Bild genau so gestalten mit den jungen Leuten in der Bildmitte. 
      Die Bücher lesenden Kinder haben mich unheimlich gefreut, da oft schon in ihrem Alter ein Smartphone vorhanden ist und von dem Gerät viel eigene Fantasie ersetzt wird. Leider sind dabei die Bücher nun kaum noch zu erkennen.
    • Matthias von Schramm 7. Juni 2025, 21:56

      @Jens Riesener  - diese Deine Intention finde ich wunderbar. Das macht es ja oft aus, man sieht etwas, man ist davon angetan und begeistert und versucht damit fotografisch etwas anzufangen. Meine bescheidende Meinung ist allerdings, dass Dir auf diese Weise etwas anderes besonderes geglückt ist. Und all das ohne Papier und Bleistift. ;) Ob diese meine Aussage nun reicht um erneut ohne Anführungszeichen zitiert zu werden, wird die Geschichte entscheiden :)
    • Gerd Scheel 7. Juni 2025, 22:34

      Muss dieses für mich  herrlich
      positive Foto im Nachherein
      noch so zerredet werden?
  • N. Nescio 6. Juni 2025, 0:15

    unten horizontaler Grünstreifen, darüber horizontaler asphaltstreifen, darüber horizontalgrüner buschstreifen, darüber horizontaler grau-brauner haustechnikstreifen, darüber kastaninebaumkrone als horizontales rechteck.
    vertikale struktur ist der vordergrundbaum, von dem man 4 bis 5 stämme, nahezu ineinandergeschachtelt als graue doppel-V-anordnung, sieht.
    in diesen sitzen in halber bildhöhe, mittig, ein bub und ein mädel, die halbwegs grad voraus, also vom betrachter weg sehen. zwischen  dem rechten knabenbein und dem linken mädelbein hat sich eine durchschau-lücke geöffnet, durch die hindurch man eine junge, langhaarige jeansträgerin sieht, an deren kopf sich ein männer?kopf lehnt, so, als ob sie ganz intim gemeinsam in ein buch schauten.
    im hintergrund sind weiß blühende kastanienbäume, deren aussen-vorderseite der baumkronen man sieht. von oben mittig ins bild hängen grüne blätter, die nicht kastanienartig sind und die ich dem vordergrundbaum - als teil seiner nicht sichtbaren innenseite seiner baumkrone - zuordne. sie haben eine ähnliche form wie die wenigen grünen blätter, die in bodennähe aus den vordergrundbaumstämmen sprießen.

    aufgrund  der kleidung der abgebildeten personen nehme ich an, daß es ein tag mit ca. 15 bis 20 grad celsius außentemperatur ist. das wetter dürfte trocken, aber leicht bewölkt sein, da man im bild keine hart konturierten schatten sieht.

    ich stelle mir vor, der fotograf ging da vorbei und sah die szene mit den 4 menschen und machte, bevor es zu spät dafür war, ein foto. einfach, schnell, ohne an eine brennweiten/zoom-optimierte einstellung zu denken. eine längere berennweite hätte das bild daingehend verdichtet, daß die beiden entfernt sitzenden personen größer im bild gewesen wären ... dazu hätte der fotograf aber etwas weiter weg gehen müssen und ob er dann noch aus augenhöhe den beinlückendurchblick so geschafft hätte, ist fraglich, da er als bodengebundener passant keine hebebühne dabei gehabt haben dürfte..
    mir kommt vor, der fotograf wollte die seltene menschen-baum-lücken situation festhalten und vor ort weder einen fotowettbewerb, noch einen platz im kunstmuseum gewinnen. es ist ein für mich gewinnendes bild, das m.e. matthias schramm in einem seiner kommentare weiter unten ala "Für mich geht es im Bild nicht darum, was die Kinder sehen, ... "  für mich sehr treffend beschrieb. auch felixfotos "mit dem herzen sehen" paßt für mich gut zum bild.
    • Clara Hase 6. Juni 2025, 0:27

      :-) jetzt hast du tatsächlich vergessen, was die Kinder auf dem Schoss oder in der Hand halten.
    • N. Nescio 6. Juni 2025, 0:33

      ich hatte das wegen eurer kommentare schon bemerkt und hätte es beschreiben können. mir waren aber andere aspekte im bild wichtiger, um dafür buchstaben zu spenden.
  • Gerhard Körsgen 4. Juni 2025, 16:27

    Genremäßig ein "street" mit dem "Clou" des Durchblicks durch den Baum auf ein zweites Pärchen neben den Kindern im Baum.
    Das sieht man zwar auf den ersten Blick, die Szene ist aber nicht eindeutig daraufhin verdichtet dass klar wäre dass dieser herstellbare Zusammenhang sozusagen "das Wichtigste" des Fotos wäre, dazu sieht man zu viele andere Details die eine gleiche Gewichtung erfahren, nur nicht zentral mittig.
    Ich bin aber geneigt dies anzunehmen weil im Allgemeinen bei Personen im Foto die Aufmerksamkeit des Betrachters vornehmlich ihnen gilt.
    Wie @REN SEN  schon anmerkte wäre wünschenswert dass man das kleinere Pärchen im Hintergrund noch etwas besser sähe, aber vermutlich war das spontan in  der Situation nicht möglich, vielleicht haben sich die Kinder im Vordergrund noch bewegt und der zu sehende Ausschnitt existierte nur einen Sekundenbruchteil - so ist das oft bei street, da muss man dann nehmen "was geht".
    Geht man also nun davon aus dass die beiden Paare in Bezug zueinander gesehen werden sollen lassen sich natürlich vielerlei allegorische Geschichten dazu spinnen.
    Wäre es mein Foto hätte ich den quadratischen Ausschnitt enger gefasst um die "Story" optisch zu forcieren.
    Aufgrund des quadratischen Formats gehe ich aber von einem schon durchgeführten nachträglichen Schnitt aus wobei ich den halt nur nicht als konsequent erachte.
    Das bringt mich auf den Gedanken dass vielleicht doch die Umgebung für den Bildautor wichtiger war als sie auf mich wirkt. Dass das eine Relevanz hat die sich rein optisch aber nicht erschließt für jemanden der die Umstände und Situation in der die Aufnahme entstand nicht kennt.
    Oder - noch eine Möglichkeit - es ging eigentlich nur um die beiden im Baum und erst im Nachhinein fiel das zweite Pärchen im Hintergrund auf...könnte auch sein.
    ...
    Viele Möglichkeiten der Interpretation die das Foto anbietet, da darf man auf die "Auflösung" gespannt sein.
    Machte mir Spaß es zu besprechen, Daumen hoch.
    • Clara Hase 5. Juni 2025, 14:19

      mir geht es auch so - der Rest der Woche ist wieder seeehr lang.
    • Matthias von Schramm 5. Juni 2025, 15:18

      Für mich geht es im Bild nicht darum, was die Kinder sehen, bzw. wie ihr Fokus ist, sondern darum, dass vier Personen in einer relativ profanen Umgebung sich optisch berühren und so im "Auge der Szenerie" Schnittmengen entstehen. Die Beine der Kinder bilden mit den Beinen der jungen sitzenden Frau im Hintergrund sogar Schlangenlinien. Alles andere auf dem Bild könnte man meinetwegen austauschen, denn so wie es fotografiert wurde, hat es keine Bedeutung. Es kann sein, dass man im Hintergrund Wohnhäuser, Lokale und Bildungsanstalten sieht, aber das erkenne ich nicht eindeutig und zwar u.a. deswegen weil es keine Hervorhebung von all dem gibt bei vorgegebener Bildqualität. Einzig mittels recht schlichtem Quadratschnitt in simpler Postproduktion nehme ich an, ist der getrimmte Baum mit den Kindern ins Zentrum gerückt. Und die Überraschung ist, es sind zwei Menschenpaare auszumachen und nicht nur eins. That´s it!
    • Gerd Scheel 5. Juni 2025, 16:20

      Für mich sind Gustis Zeilen perfekt.
      So einfach ist es, seinen Eindruck
      entsprechend zu kommentieren.
    • Gerd Scheel 5. Juni 2025, 18:03

      Ich habe nicht für dich geschrieben,
      ich finde das so gut, dass man es 
      mMn über Diskussionen als Leitsatz schreiben könnte.
      Denn es ist gut, dass jeder seine
      Assoziationen und Gefühle zu einem Foto hat.
  • REN SEN 4. Juni 2025, 15:02

    Ich sehe zwei Kinder auf einem Baum sitzen. Zwischen den Kindern hindurchschauend, sehe ich ein weiters Paar. In diesem Fall würde ich sagen ich sehe ein echtes Paar. Teenageralter oder etwas älter würde ich schätzen. 
    Im Hintergrund sehe ich Gebäude, Hinterhof Atmosphäre links und Baustelle rechts. Zwischen den beiden Paaren befindet sich eine kleine Straße die wie eine Trennung beider Ebenen auf mich wirkt. Bildschnitt 1:1 stört mich ein wenig aber Bildinhalt geht sicher nicht verloren dadurch. 

    Emotional wirds auf den ersten Blick weniger. Vieles ist im Ungenauen und ich als Betrachter kann die Szenerie eher deuten als tatsächlich wahrnehmen. Nach genauerer Betrachtung fällt mir auf, die Kinder im Vordergrund sitzen, oder versuchen zu sitzen (Gemütlichkeit sieht sicher anders aus aber wer Kinder kennt weiss – das spielt manchmal keine Rolle) und haben beide ein Buch vor sich. Sie sind also demnach beide mit lesen beschäftigt, was heutzutage sicher gern gesehen wird denn der Trend geht eindeutig in eine andere Richtung. Das Gegenüber, die Teenager, sind auch mit lesen oder sehen beschäftig. Allerdings lesen sie beide gemeinsam auf einem Smartphone. Zumindest deute ich es so, genau erkennen kann ich es leider nicht. Somit "könnte" man hier eine Verbindung beider Paare sehen und einen Unterschied. Soweit so gut. 

    Aber: ist das die Botschaft? Soll das der Bildinhalt sein? Ich weiß es nicht. Ich interpretiere hier etwas in ein Foto dessen Details so klein und und kaum sichtbar sind, dass ich unweigerlich daran denke auch vollkommen falsch zu liegen.
    Ich wünschte die Fotografin o. der Fotograf wäre noch einen Schritt weiter nach links gegangen, dann wären die Teens besser sichtbar. Mehr Fokus, eindeutig die Gegenstande in den Händen ... usw. 

    Meine sonstigen Gedanken zu diesem Foto würden eher zu einer Bewertung führen und das wird hier nicht so gerne gesehen. :)
  • Clara Hase 3. Juni 2025, 23:26

    mich beschäftigt beim Anblick dieser Paarszenen der Baum. 
    vorne in dem die Kinder einig und vertraut hocken und vermutlich ihre Witzchen über das ältere Paar machen, das gemeinsam etwas ansieht.
    Der Baum hat eine Kastanienblüte die ganze Krone ist da. Kastanien haben grosse Blätter die in 5 Teile sind. Aber was unten am Stamm herausquilt, ist etwas ganz anderes. Das tot zu scheinende knorpelige - die Sitzgelegenheit ist ein anderer Baum.
    Insofern ist die Aufnahme wie ein Fake. Einen Stamm kann man nicht sehen und so schmal wie der Gehweg ist, kann ich mir kaum vorstellen, dass die Krone da wächst. 
    Und auf dem nah beieinander hockenden Jugendlichen fällt auch kein Schatten auf den Kopf oder Beine. Selbst wenn es nur heller Tag ist, ein bisschen weniger Licht dürfte da sein.
    Sehr wohl ist das Gebäudeteil links im dunklen Bereich und auch das Grüne was da sprießt ist dunkler. 

    Ein interessantes Motiv -
    und die Kinder finde ich auch so wie sie sein sollten: aufgeweckt.

    links unten stehen auch Mülleimer und eine Stahlbetonwand, rechts sieht es mir eher nach einem Freiluftlokal aus, es gibt da einen nicht lesbaren Schriftzug. Und einen Tisch mit Stühlen. Im Glas spegelt sich ein rotweisses Absperrband.
    • N. Nescio 4. Juni 2025, 0:33

      ich halte den baum aufgrund seiner blätter (am verwinkelten stamm unten) für eine Linde, den stamm/rinde aber leider eher für eine buche --> also verwirrung.
      ... daß die baumkrone im hintergrund bzw oben eine kastanie ist, scheint mir klar ... nur dass das nicht die krone des verwinkelten vordergrundbaumes zu sein scheint.
    • felixfoto01 4. Juni 2025, 6:58

      Ich hatte das Bild (Screenshot) ChatGPT zur Analyse gegeben und das Ergebnis ist, dass es eine Roßkastanie sei. Durch das Zurückschneiden entwickelt sich die Form so. 
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand ein Bild in dieser Qualität in die Agora gibt und an der Art des Baums manipuliert, aber das Bild ansonsten unmanipuliert erscheinen lässt. Ferner halte ich für das Bild nicht relevant, welche biologische Bezeichnung der Baum hat. Das Bild trägt eine andere Qualität in sich.
    • Clara Hase 4. Juni 2025, 10:21

      felix foto - dass das baumige manipuliert ist, habe ich ja selbst schon widerlegt. 
      und ja unten ist Linde schrieb Nescio - Baumdenkmal wäre auch möglich, . 
      PS wobei Collagen ja auch immer noch als Fotografie gelten- fernab von anderem.

      Was den Grundtenor des Bildes PAARE angeht, ist von euch allen hinlänglich ausgesagt. Der oder die Bäume gehören jetzt für mich dazu.
  • Gerd Scheel 3. Juni 2025, 20:50

    Für mich ein absolutes Freu-Foto
    aus der Reihe - don't worry, be happy -
    Für mich auch, weil ich einen extra
    Baum/Wurzel-Ordner habe und dass das
    wohl mit Hauptmotiv ist,  Beim Blick zu den Wurzeln
    sah ich dann das Paar auf der Bank,
    in den Stämmen die Kinder.  Ich denke es ist ein Park,
    weil hinter der Bank eine Wohnhaus-Terrasse mit Glas ist.
    Auch der Weg, Fußgänger und der Pfeil Radfahrer?
    Eine echte Wohlfühl-Oase.
  • _anders_varnaemen_ 3. Juni 2025, 16:30

    Wieviel auf dem Bild ist Planung, wieviel ist Zufall?

    Konnte der Fotograf nicht näher an "das Guckloch" herangehen? Dann wäre es größer, und das beobachtete Pärchen hätte mehr Raum erhalten. Oder sollte der junge Mann so beschnitten werden?

    Das Bild ist quadratiisch: sollte es mit einer "6x6" gemacht worden sein? Oder ist ein digitales 3:2 oder 4:3 Bild "gecroppt" worden? Falls ja, hat es eine Post Production gegeben. Ich frage mich: warum wird so ein Bild nicht in der Post Production weiter bearbeitet? Hier wäre vielleicht eine Vignette oder ein Verlaufsfilter angebracht, quasi als Equalizer, denn das Bild ist unten (der Rasen, die Straße) stark überstrahlt, oben (die Baumkrone) sehr dunkel und saturiert. Es ist schwierig zu entscheiden, wo man hingucken soll. Oder ist das mit Absicht geschehen, sollte das vielleicht eine Art Suchspiel werden?
  • Matthias von Schramm 3. Juni 2025, 13:14

    Bei diesem Foto merke ich nur einmal kurz an, dass es sich um ein technisch übersichtliches Foto handelt, vergesse das aber wieder ganz schnell. Hier geht es vornehmlich um Inhalt, Spannung und die Gegensätze und dem Einklang von Clou und Effekt, Entdecktem und vielleicht sogar eine Kuriosität. Kinder sitzen in einem Baum, der sich wie ein Korb öffnet und zum Abenteuerspielplatz wird. Durch eine Lücke durch Füße und Beine der Kinder hindurch ist ein junges Paar auszumachen, sitzend auf einer Bank, die Köpfe eng aneinander geschmiegt, nach unten schauend, etwas gemeinsam betrachtend, vielleicht auf einem digitalen Endgerät für die heute übliche Kommunikation mit technischer Hilfe.

    Entscheidend aber, hier sitzen zwei junge Menschen eng beieinander, erleben sich und drücken eine Gemeinsamkeit aus, Zuneigung, verliebt sein, Menschlichkeit. Die zwei Kinder im Baum (ein Mädchen und ein Junge) sind auch nah beieinander. Ihr Arm, der sich am Baum abstützt deutet ihm gegenüber eine Umarmung an. Ergänzend stellen die vielen Baumelemente, der hier schon erwähnte Korb eine Umarmung dar, etwas Geborgenheit gebendes den Spielenden.

    Gehen wir ins Abstrakte, in die angedeutete nicht zu Ende gebildete Grafik. Zwischen den Köpfen der Kinder bis zur Wurzel des Baumes bildet der "Baumrahmen" für mich die Form von einem Herz. Und im Zentrum vom Herz liegen die Gesichter des jungen Paares im Hintergrund. Eine unfreiwillig "kitschig" romantische Betrachtung.

    Wenn der Effekt so gesehen wurde, dann spricht das für ein sehr konzentriertes Auge der fotografierenden Person. Mich erinnert das aber auch an ein bestimmtes Bild, welches meine Chefin fotografierte, die eigentlich nur mit dem Handy unterwegs ihre Bilder macht, wie heutzutage die meisten Menschen. Sie zeigte mir irgendwann ein Foto eines Baumes, den Beginn einer Grafik, den ich nicht auf Anhieb erkannte. Baumbögen die zueinander fanden, wie hier in Verbindung mit jungen Menschen. Das war aussergewöhnlich gut gesehen von ihr.

    Ich denke entfernt an die fotografischen Werke eines Siegried Hansen, der freilich viel strenger und genauer arbeitet. Meine Schwester, die Malerin ist, sprach dabei immer wieder vom Effekt, der ihr für die Umsetzung als Aquarell überhaupt nicht dienlich sei und dem sie beim betrachten schnell überdrüssig würde.

    Bei diesem Bild hingegen sehe ich auch wegen der Farbgebung eine Vorlage für ein Aquarell mit profanen Hintergrund, welcher mir für den Bildinhalt komplett auswechselbar erscheint. So ein Hintergrund unterstützt aber das Unprätentiöse dieser Aufnahme.

    Die Symbolik über Leben, Liebe, Jugend und Frieden nehme ich gerne hin, vor allem aber ist mein Eindruck, dass mit diesem Bild etwas Aussergewöhnliches geglückt ist.
  • felixfoto01 3. Juni 2025, 10:42

    Ich sehe ein Foto, das eine Wohngegend zeigt. In der Bildmitte befindet sich dominant ein Baum, auf dem zwei Kinder sitzen. Im Hintergrund sieht man mindestens ein Wohnhaus, Zäune, etc. Vor dem Baum befindet sich ein Weg. Schaut man zwischen den Kindern hindurch, öffnet sich möglicherweise der eigentliche Clou an diesem Bild - dort sieht man, ich vermute auf einer Bank - sitzen zwei junge Menschen, die gemeinsam etwas ansehen.
    In der mentalen Ebene erzählt sich mir hier eine kleine Geschichte, die ich leicht romantisiert als Bild in die Zukunft interpretiere. Die beiden Kinder, die gemeinsam im Baum sitzen schauen in die Zukunft und sehen "sich", wie sie immernoch zusammen, gemeinsam auf der Bank sitzen. Für mich ein schöne Assoziation, die sehr subtil gehalten wird.
    Mein Lehrer, Wolfgang Zurborn sagt immer "Subtil kann es sein, es sollte aber jeder merken" - da frage ich mich, ob dieser subtile Moment, den ich zwar sehe, für "jeden" erkennbar ist. Das mag ich zu bezweifeln. Durch die mittige Darstellung wird zwar mein Blick sehr geführt, ich kann mir aber auch vorstellen, dass es Leute gibt, die durch den Rest des Bildes sehr abgelenkt sind. Somit wird dieses Bild zum Suchbild für Insider, Andere bleiben vor dem Baum und der Wohngegend stehen, ausgesperrt, besonders wenn sie sich nicht die Zeit nehmen das Bild in Ruhe zu betrachten und das Bild Schicht für Schicht zu betrachten.
    • felixfoto01 3. Juni 2025, 15:35

      Die unterschiedliche Interpretierbarkeit ist ja, was das Bild ausmacht. Betrachter beschreiben nur zum Teil was dort zu sehen ist, sondern vor Allem ihre Reflexion am Bild. Jede Person hat dabei ihren Standpunkt, Perspektive und Haltung, die jeweils unabhängig von anderen Perspektiven richtig ist.
    • elstp 3. Juni 2025, 15:47

      Die dürren verknöcherten Finger sehe ich auch, aber dann führt mich das Gefühl in Richtung Gefangenschaft - da möchte ich aber nicht hin! LILO
    • elstp 3. Juni 2025, 20:45

      Ich denke, dass ich bei einem mir vorliegenden Bild mit einer Deutung nicht der Absicht des Autors entspreche. Der versucht oft mit dem, was er darstellt, in eine Kommunikation mit dem Betrachter einzutreten (meistens mit der Frage ‚Was hältst Du davon?‘). Und deshalb erzähle ich, wie das Bild auf mich wirkt, was es mir beispielsweise erzählt, und wie ich das finde. 
      Das habe ich bei Gerhard Richter gelernt, der so abstrakt arbeitet, damit der Betrachter es auf seine persönliche Weise weiter gestaltet, also seine persönlichen Assoziationen überlegt und damit seiner Phantasie Nahrung gibt. Richter bietet also keine Lösungen an, sondern gibt Impulse, und das verstehe ich unter künstlerischer Herangehensweise, denn durch das Zusammenspiel haben wir alle die Chance auf Neues. Uns so erfahre ich sehr viel über mich - was mich freut. LILO
  • framebyframe 3. Juni 2025, 9:44

    Man sieht ein Mädchen und einen Jungen, sehr jung, der Junge mit einer Baseballkappe. Sie sitzen wie in einem Korb auf den Ästen eines Baumes, der mit seinen mindestens 4 aufragenden schlanken Stämmen so eine Art Ausschauplatz sowie eine Art Versteck bildet.
    Man sieht die beiden von hinten. Das was sie sehen könnte man als 'Baumschau' überinterpretieren. Jedoch gibt es recht wenig zu sehen und zu vermitteln. Scheinbar beliebige Architektur beliebig irgendwo. Man wird eigentlich aufgefordert aus dem Baum herauszutreten, den Asphaltweg zu überqueren, das Gras hinter sich zu lassen, um eine Erkundigung durchzuführen. Aber lohnt sich das überhaupt? Eher nicht, denn das sieht wohl auch das Pärchen so, das man beim Blick zwischen durch erkennen kann. Ein Foto, das ein wenig die Auflösung vorenthält, ohne aber auch neugierig zu machen. Auf was wird hier gewartet?
  • elstp 3. Juni 2025, 9:12

    Schon bevor der Mensch den Stuhl oder die Sitzbank erfand, haben Menschen erhöhte Sitzplätze gesucht - Kinder sowieso, schon der besseren Aussicht wegen. 
    Dieser Baum, der so gar nicht charakteristisch geformt ist, der etliche nach oben strebende Stamm-Abteile hat, die zum klettern einladen, dieser Baum ist ein Ansichtsstück schlechthin. Die Belaubung ist in dieser Jahreszeit schön, frisch und mit Blüten lebendig. 

    Dieses Fundstück in einer Parkanlage haben sich also Kinder als Klettergelegenheit ausgesucht, und dem Betrachter teilt sich ein wenig von ihrer gespannten Haltung mit, so dass sich die Frage stellt, was sich auf der anderen Seite des Weges befindet. Dabei ist der Baumstamm an sich doch das Motiv; wie ein Korb bildet er eine Struktur, die etwas aufnehmen kann, etwas bewahren, und das bestätigt sich durch die Kinder, die darin herumklettern. 

    So bildet dieser ‚Korb‘ einen Ausgangspunkt. 
    Die Kinder blicken gespannt in die Richtung eines Menschenpaares, das auf der gegenüber liegenden Seite auf einer Bank sitzt und offenbar mit sich selbst beschäftigt ist. Es ist durch die Gabelung der Stämme wie auf sie gezielt zu finden.

    Wenn man weiter überlegt, dann bilden diese beiden kleinen Gruppen einen Gegensatz: Die einen, die mit sich selbst beschäftigt sind, denen die Umwelt gegenwärtig nicht so viel bedeutet, die also handeln - und die anderen, die beobachten, was die einen tun, was denen wichtig ist, was sie irgendwann vielleicht nachahmen können; die aus ihrem Beobachtungsposten heraus lernen, wie sie ihre Zukunft gestalten könnten. 

    Es wäre schön, wenn die einen, die an ihrer Gegenwart etwas schaffen, und so für sich sorgen, ebenso geborgen sein könnten wie die Kinder, die sich für ihre Zukunft etwas abschauen wollen, und die sich dabei auch geborgen fühlen sollten. 

    Gruß LILO
  • Heiko Hennings 2. Juni 2025, 10:19

    Mein erster spontaner Eindruck: ein wunderbares Foto aus dem Leben, das ist Live pur!!!
    Ein Mädel und ein Junge erklettern einen Baum. Vielleicht Geschwister, Nachbarskinder und der Beginn einer zarten Bande? Im Hintergrund ein Junges Liebespaar, das ich erst auf den zweiten Blick erkannte. Liebe und Harmonie zwischen den Geschlechtern. 
    Das Gebäude im Hintergrund verschwindet dabei für mich. 
    Das Mädel und der Junge auf dem Baum schauen, so scheint es mir, auf das junge Liebespaar und machen vielleicht aus dem, was sie sehen, eine Erkenntnis. 
    Ich überlege, ob das Foto ein Mann oder eine Frau gemacht hat ...? ich lass das mal offen und bin gespannt. 
    Ein wunderschöner Beitrag für Agora und die FC insgesamt. 
    Danke an den*die Autor*in. 

    Was ich noch ergänzen möchte: dieses Foto löst auch Kindheitserinnerungen bei mir aus. Kinderwelt, Kinderglück, Unbeschwertheit leben im Moment ...
    Viele Grüße Heiko