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#16/2025

Willkommen zu Agora - Bilddiskussion intensiv
Wir freuen uns, dass Du Dich intensiver mit diesem Foto auseinandersetzen möchtest.

Bei Agora liegt der Schwerpunkt auf der Wahrnehmung und Interpretation des Fotos
- NICHT in dessen Bewertung -

Es handelt sich bei diesem Bild um eine Fotografie

~.~.~.~

Diese Leitfragen können Dir dabei helfen, in die Welt des AGORA-Fotos einzutauchen

1. Was nehme ich wahr? (analytisch)
2. Wie interagieren die verschiedenen Elemente im Bild? (analytisch)
3. Welche emotionale Wirkung entfaltet sich bei mir? (emotional)
4. Welche Botschaft, welche Bildaussage, welche Geschichte erkenne ich? (Interpretation)

~.~.~.~


Auf diese Weise erhältst Du die Möglichkeit, ein Foto eingehend zu erforschen und (möglicherweise) faszinierende und neue Aspekte zu entdecken, die Deine Fotografie auf ein neues Level heben können. Gleichzeitig erfahren die Bildautoren, welche anderen Interpretationen des Fotos existieren. Sie entdecken neue Blickwinkel und können so über ihr Foto und dessen Entstehung nachdenken.

*** Wichtig ***
Wir bitten Dich darum, die Anmerkungen auf das Foto zu fokussieren und um Beachtung unserer Gemeinschaftsstandards:
https://www.fotocommunity.de/standards#miteinander

*Kommentare, die nichts zur inhaltlichen Diskussion des Bildes beitragen, Fragen zum Prozess, destruktive, bewertende und/oder verletzende Anmerkungen, werden von den TeilnehmerInnen u. LeserInnen gemeldet und durch die fotocommunity Administration geprüft und ggf. geahndet *

Um Dein eigenes, bisher unveröffentlichtes Bild in Agora zu präsentieren, bitte nutze diesen Link:
https://fotoschule.fotocommunity.de/agora/

Kommentare 19

  • Fotorauschen65 11. Mai 2025, 8:24

    Der Hasselblad sei dank für die grosse Bit-Tiefe und Detailreichtum. Ein schönes Bild.
    Die Stimmung in diesem Bild ist grandios, man fühlt sich gleich vor Ort.
    Das kühle Blau im Farbstich des Bildes, gibt mir eine gewisse empfunden Kälte, was zum Ort und Jahreszeit passt. Der Bilaufbau in der vertikalen finde ich sehr gut gewählt. In der horizontalen hätte ich evtl. die Kamera etwas geschwenkt (ich nutze intuitiv die 1/3-Regel oder den harmonischen Schnitt), was hier durchaus ignoriert werden kann (weil auch die Szene keine harmonische-Wohlfühl-Oase ist). Tolles Bild.
  • Agora 3.0 - Bildbesprechung intensiv 5. Mai 2025, 9:07

    Die Diskussion ist hier beendet.
    Agora wird unter dem folgenden Foto fortgesetzt:
    #17/2025
    #17/2025
    Agora 3.0 - Bildbesprechung intensiv
  • Agora 3.0 - Bildbesprechung intensiv 2. Mai 2025, 13:18

    Da sich uwfoto-digital.de selbst als Fotograf dieses Fotos geoutet hat, sehen wir seinen Kommentar als Abschlusskommentar. Wir danken für die bisherige Diskussion und die Auseinandersetzung mit dem Foto.
    Am Montag wird Agora dann mit dem nächsten Foto fortgesetzt. Neue Fotos können jederzeit über den in der Bildbeschreibung genannten Link eingereicht werden.
  • uwfoto-digital.de 2. Mai 2025, 13:09

    Danke für die vielen Kommentar. Diese Aufnahme ist nicht mit KI entstanden!
    Ich fotografiere mit Hasselblad H6-100, deswegen auch das Format.
    Hier die Daten - 1/4 Sekunde, Blende 22
    Die Aufnahme wurde im HDR Modus in PS bearbeitet
  • N. Nescio 1. Mai 2025, 22:14

    mittiger schwarzfelsen im unteren bilddrittel scharf, kontrastreich, eingefroren durch eine stativaufnahme mit vielleicht 1/10s bis 1/30s belichtungszeit.
    die relativ lange belichtungszeit erzeugt bei den vordergrundwellen diese strömungsspuren. helle himmelsreflexionen. schäumendes wasser erzeugen glanzlichter auf dem wasser. raschere brandungsspritzer erzeugen durch die lange belichtungszeit milchartige, weich wirkende gischtschleier. die wassertröpfchen in der luft reduzieren die kontraste mit zunehmender entfernung, dadurch wirkt der kontrast zwischen dem nahen zentrumsfelsen und der ferne so deutlich. die in der ferne sehr düsteren wolken dürften oberhalb des fotografen lichter sein, daher die reflexionen auf dem wasser.  unterschiedliche wassergeschwindigkeiten erzeugen unterschiedliche schärfe/bewegungunschärfe.
    ob da besonders viel bildbearbeitung betrieben wurde, oder nicht, kann ich nicht beurteilen. die dicken wolken lassen nur die energiereichere sonnenstrahlung in blau durch, daher die unbuntheit des bildes. grüne bilddetails gibts nur, wenn das licht passende spektralfarben beinhaltet.
    ich halte es sehr wohl für möglich, daß die lichtstimmung und felsenschärfe/felsenkontrast tatsächlich so war. jedenfalls wars sicherlich nasskalt dort. und sollte alles anders sein, betrübt mich das auch nicht. das einzige was mein balancegfühl stört, ist die position im bild des zentralfelsens.
    • N. Nescio 3. Mai 2025, 18:22

      Strahlst du was grünes exclusiv mit Blaulicht an, dann erscheint das grüne nimmer grün, sondern schwarz oder blau.
  • Matthias von Schramm 1. Mai 2025, 17:44

    Ein Bild, bei dem ich große Probleme habe zu analysieren, ohne zu werten. Es gab hier mal das Stichwort "Composing" und das fällt mir als erstes ein. Natur mit grafisch und nicht natürlich wirkendem Vordergrund, die Wasserflächenwirkung die mich an ein Computerspiel erinnert. Ich mag immerhin die Farbe, obwohl schwarz weiß und blau mich logistisch an die "falsche" Gesinnungsfarbe erinnert und an Tatoostudios mit solchen oder ähnlichen Motiven wo Haut leider u.a. mit der Zahl 1887 verziert wird ;)

    Die Schärfenwirkung des bedrohlich Titanic-artigen Felsens in der Mitte, ist ungewöhnlich und fotografisch mit meinen mir bekannten Herangehensweisen nicht so recht nachvollziehbar. Die dampfende Gischt wirkt ebenso unecht, im Hintergrund sehe ich jedoch Berge, deren Oberfläche auf so etwas wie Fotografie hinweisen. Die bedrohliche Himmelsfarbe kann ich auch einigermaßen als Foto im eigentlichen Sinne werten. Das Format verwirrt mich, zumal die Anschnitte wenigstens links und rechts eher ins Beliebige fallen.

    Von der Wirkung her habe ich so etwas schon mal in Zahnarztpraxen und Versicherungspalästen gesehen, wenn das Budget für angesehene Galerien nicht genutzt werden durfte. Immerhin, der Begriff "dekorativ" sollte hier irgendwie hinhauen.
  • mahu01 1. Mai 2025, 14:32

    Mir geht es bei der Betrachtung des Bild ähnlich wie einigen anderen Kommentatoren: etwas viel PS, weshalb das Foto auf mich irgendwie «künstlich» (und somit eben wie KI generiert) wirkt. Aber das ist wohl Absicht des Fotografen.

    Da vermutlich eben einiges an Nachbearbeitung getätigt wurde, habe ich mir folgende Fragen gestellt und würde ich mich über eine Antwort freuen: wurde hier nachträglich der Weissabgleich verändert? Wie lange war die Belichtungszeit? Wurde ev. Photo-Stacking benutzt und – weshalb dieses doch aussergewöhnliche Format?
  • GL photo 30. April 2025, 11:46

    Es gibt eine deutliche Drittelung in diesem Foto. Im Vordergrund von einem Sonnenstrahl beleuchtete Wellen mit einem durch besondere Schärfe definierten Fels, dahinter eine sehr raue See vor einer Gebirgsformation und darüber eine Bewölkung, die für die Wetterkapriolen verantwortlich ist. Vorherrschend sind Blau- und Grautöne, welche dem Foto eine Monochromie verleihen, die man von Schwarzweissfotos kennt.
    Der so deutlich herausgestellte und glänzende Fels liegt im Fokus der Kamera und wurde, einer bekannten Gestaltungsregel folgend, etwas nach rechts versetzt. Ich kann mir vorstellen, dass die fotografierende Person darin eine Gestalt, z.B. den bereits erwähnten Wal, erkannt und sich darauf fokussiert hat.
    Mich hat sehr interessiert, wo dieses Foto aufgenommen wurde und dachte spontan an die Lofoten, obwohl ich dort noch niemals war. Meine Recherche dazu bestätigt das. Ich fand ein hochaufgelöstes Foto derselben Gebirgsformation unter ähnlichen Bedingungen: 
    https://i.pinimg.com/originals/7d/74/49/7d74497a874256cc93f716ae077d5d5f.jpg
    Auch in jenem Foto gibt es die wilden Gischtwellen vor dem Gebirge, die wohl in einen Fjord hinein rasen. Gegenüber scheint es einen beliebten „point of view“ zu geben, der diese Aufnahmen möglich macht.
    Ich glaube also nicht, dass dieses Foto KI-erzeugt ist. Die Lichtsituation halte ich angesichts der Wetterbedingungen für glaubhaft. Es ist in meinen Augen nicht verwerflich, bildwichtige Details in einem Foto nachträglich heraus zu heben. Hier z.B. wird dadurch eine dreidimensionale Wirkung von einem Fels in der Brandung erzielt, die mir sehr gefällt und meine Fantasie anregt.
    • lenmos 30. April 2025, 14:36

      Das verlinkte Foto dient als Nachweis dafür, dass es sich um ein reales Foto und nicht um ein künstlich generiertes Bild handelt. Die Berge sind bis ins Detail identisch.
  • hardy com 29. April 2025, 11:30

    so genau wie du hab ich die einzelnen technischen Details nicht untersucht. Jetzt stimme ich dir zu. Es könnte gut zusammengesetzt sein. Trotz stürmischen Wetter findet sich direkt am Fels eine seltsam ruhige Wellenbewegung.
  • REN SEN 29. April 2025, 10:40

    Es fällt mir schwer hier wertfrei zu erforschen. Schließlich möchte ich eine Fotografie erforschen und kein KI Bild. Wenn es auch kein KI Bild ist, ist dennoch der Bildvordergrund so überdramatisiert bearbeitet, dass es mir schwer fällt die ansonsten schöne Naturgewalt, zu beurteilen. 

    Der Hintergrund des Bildes wirkt auf mich beruhigend, starr und unbeeindruckt jedweden Wetters. Der Vordergrund geht damit anders um, hier sehe ich Spuren der Gezeiten, Spuren die das Wasser hinterlassen hat. Die Farbstimmung lässt mich an ein kühles Wetter an einem Morgen denken. Die Schneereste und die dichte Wolkendecke verstärken diesen Eindruck. 

    Wenn das ein Foto ist, kann ich mir gut vorstellen, wie schön und faszinierend es war, dort zu stehen, zuzusehen, zuzuhören und ein paar Fotos zu machen. Ich persönlich mag schlechtes Wetter am Meer. Ich mag das laute Rauschen und den Wind im Gesicht. Es hat etwas befreiendes. Das kann ich in diesem Bild erahnen aber leider sehe ich es nicht.
    Ich kann das Wetter in dem Bild sehen aber ich kann dem leider nicht uneingeschränkt vertrauen. Vertrauen ist aber wichtig für eine Bildbesprechung. Das ist ein Fakt der, trotz auferlegter AGORA Regeln, niemals ausgeblendet werden kann.
    • lenmos 30. April 2025, 14:20

      Es geht ja nicht darum, die "ansonsten schöne Naturgewalt" zu beurteilen, sondern das Foto. ;)
    • REN SEN 30. April 2025, 14:39

      @ lenmos : ich denke ich bin auf das Foto eingegangen. Diese, meine, Aussage soll zum Ausdruck bringen welche *emotionale Wirkung* das Foto hätte haben können – vermutlich. Aber leider aufgrund anderer charakteristischer Eigenheiten dieses Fotos, sich bei mir diese Wirkung nicht einstellt. Ich denke das bezieht sich sehr wohl auf das Foto. Also im Kontext betrachtet. 

      Schönes Beispiel im Kommentar weiter oben von @GL photo  . Seine Recherche zeigt uns beispielhaft ein Foto von einem ähnlichen Spot, welches ich allerdings ganz anderes beurteilen könnte. Zumindest habe ich nicht dieses Störgefühl dabei.
  • lenmos 28. April 2025, 16:07

    Dieses Bild vermittelt eine eindrucksvolle, von Naturgewalten geprägte, dramatische Stimmung.
    Der große Felsbrocken im Vordergrund gibt dem Auge einen Ankerpunkt in der aufgewühlten Szenerie. Die kleineren Felsen um ihn herum wirken wie verstreute Überbleibsel eines größeren Ganzen. Die eindrucksvoll aufragenden, teils schneebedeckten Berge im Hintergrund bilden eine mächtige Kulisse.
    Der aufgewühlte Wellengang, die aufspritzende Gischt und die dunklen Wolken am Himmel verstärken das Gefühl eines kurz bevorstehenden Sturms. Eine Situation, in der man an diesem Ort nicht unbedingt sein möchte. Die fast monochrome Farbgebung in kühlen Blau- und Schwarzabstufungen unterstreicht die Kälte und Dramatik der Szene.
    Durch die Wahl einer relativ langen Belichtungszeit erhält das Wasser eine leicht verwaschene, weiche Textur, ohne dass der Eindruck von Bewegung vollständig aufgelöst wird. Insgesamt wirkt das Bild wie ein kraftvolles Sinnbild für die rohe Energie der Natur.
  • _anders_varnaemen_ 28. April 2025, 12:58

    Es handelt sich laut Begleittext um eine Fotografie, aber es wirkt auf mich wie ein KI-generiertes Bild.

    Von vorne ins Bild hinein geht es mit leicht unscharfen Wasser, dann ist ganz rechts ein superscharfer Felsen, dann wieder dieses etwas bewegungsunscharfe Wasser, und dann kommen links und rechts scharfe, aber nicht ganz so überschärfte Felsen, danach in der Bildmitte eine extrem scharfe und sehr detailreiche Felsformation, dann weiter hinten links ein etwas unscharfer und auch kontrastarmer schwarzer Felsblock, und ganz hinten befindet sich dann eine wiederum sehr scharfe Bergkette.

    Das Wasser ist vorne relativ scharf, in manchen Teilen, vor allen Dingen rechts, sogar sehr scharf, als hätte der der Fotograf eine sehr kurze Verschlusszeit verwendet, aber direkt dahinter ist das Wasser milchig weiß, so als sei die Verschlusszeit sehr lang gewesen.

    Ich vermute, das Bild ist ein Kompositum aus vielen Einzelbildern.

    Meine Kameras haben zwischen 10 und 24 Megapixel, die Objektive haben zwischen 20 Dollar und 240 Euro gekostet, und damit kann ich bei solch verhangenem Himmel auf keinen Fall etwas Vergleichbares produzieren. Aber ich merke auch, dass ich kein bisschen neidisch auf diese extrem detailreiche Darstellung bin. Emotional spricht mich so ein Bild gar nicht an, und rein rational verwirrt es mich vollkommen, ich kann damit ehrlich gesagt nichts anfangen.
    • _anders_varnaemen_ 29. April 2025, 11:53

      Vor vier Wochen lief ich morgens in Hamburg herum, sah den Himmel und dachte:

      Wenn ich das jetzt fotografiere und zeige, denkt jeder, das ist Fake, das ist gephotoshoppt. So eine Farbe - ein sehr intensives Lila-Pink - kann es am Abendhimmel gar nicht geben.

      Doch, es gab sie.

      Ich habe auch bei Santo Domingo einmal das Meer gesehen und die Sonnenbrille abgenommen, weil ich meine Augen nicht traute. So ein intensives Türkis, als habe jemand den Cyan-Regler auf der Skala von -100 bis +100 auf +100% gezogen. Es sah aus wie eiin Fake, aber es war echt.

      Vielleicht war das hier am Wasser auch, so dass alles extrem dramatisch aussah, aber trotzdem sind da eben Unregelmäßigkeiten, die mich auf eine starke Bearbeitung schließen lassen. Es sieht in meinen Augen nicht nach "extremes Naturerlebnis" aus, sondern nach "extremer Bildbearbeitung".
  • framebyframe 28. April 2025, 10:43

    Nachdem man sich von der ersten Dramatik des Meers, Gischt, Felsszenario befreit hat und die Wirkung des Lichts nachlässt, könnte man an einen friedlich dahinziehenden zu Stein gewordenen Wal denken, der noch dazu von seiner gigantischen Mutter begleitet wird, noch dazu in stimmungsvoller Tönung. Das Bild lässt sonst keine Wahl. Man sollte aber nicht denken, dass Ahab heransegelt.
  • hardy com 28. April 2025, 8:47

    In diesem Bild sehe ich die Darstellung von drei der vier Elemente im Wettstreit. Der sehr scharf gezeichnete Fels in der Brandung ist Teil einer grossen Gruppe die im Hintergrund das Geschehen nur beobachtet. Der einzelne Fels betont durch seine Form die Bewegungsrichtung des Wassers.  Stemmt sich aber gleichzeitig mit seiner Spitze dem stürmischen Wind entgegen welcher durch die Gischt stark illustriert wird. Durch seine zentrale Position im Bild und seine scharfe Darstellung nimmt dieser Fels alle Verantwortung für das Geschehen für sich in Anspruch. Die Wolken unterstützen durch ihre wüste Formation und düstere Stimmung den Eindruck des Kampfes der Elemente.