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#12/2025

Willkommen zu Agora - Bilddiskussion intensiv
Wir freuen uns, dass Du Dich intensiver mit diesem Foto auseinandersetzen möchtest.

Bei Agora liegt der Schwerpunkt auf der Wahrnehmung und Interpretation des Fotos
- NICHT in dessen Bewertung -

Es handelt sich bei diesem Bild um eine Fotografie

~.~.~.~

Diese Leitfragen können Dir dabei helfen, in die Welt des AGORA-Fotos einzutauchen

1. Was nehme ich wahr? (analytisch)
2. Wie interagieren die verschiedenen Elemente im Bild? (analytisch)
3. Welche emotionale Wirkung entfaltet sich bei mir? (emotional)
4. Welche Botschaft, welche Bildaussage, welche Geschichte erkenne ich? (Interpretation)

~.~.~.~


Auf diese Weise erhältst Du die Möglichkeit, ein Foto eingehend zu erforschen und (möglicherweise) faszinierende und neue Aspekte zu entdecken, die Deine Fotografie auf ein neues Level heben können. Gleichzeitig erfahren die Bildautoren, welche anderen Interpretationen des Fotos existieren. Sie entdecken neue Blickwinkel und können so über ihr Foto und dessen Entstehung nachdenken.

*** Wichtig ***
Wir bitten Dich darum, die Anmerkungen auf das Foto zu fokussieren und um Beachtung unserer Gemeinschaftsstandards:
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*Kommentare, die nichts zur inhaltlichen Diskussion des Bildes beitragen, Fragen zum Prozess, destruktive, bewertende und/oder verletzende Anmerkungen, werden von den TeilnehmerInnen u. LeserInnen gemeldet und durch die fotocommunity Administration geprüft und ggf. geahndet *

Um Dein eigenes, bisher unveröffentlichtes Bild in Agora zu präsentieren, bitte nutze diesen Link:
https://fotoschule.fotocommunity.de/agora/

Kommentare 18

  • Agora 3.0 - Bildbesprechung intensiv 7. April 2025, 6:12

    Die Diskussion hier ist beendet.
    Agora wird unter dem folgenden Foto fortgesetzt:
    #13/2025
    #13/2025
    Agora 3.0 - Bildbesprechung intensiv
  • Agora 3.0 - Bildbesprechung intensiv 5. April 2025, 8:47

    Heimo E. schreibt:
    „Mein Titel für das Bild wäre „Red Jar with Fountain – to commenmorate 107 years of readymades” (Roter Krug mit Quelle – in Erinnerung an 107 Jahre Readymades). Das ist so viel Anmaßung wie ernst gemeint (vgl. Duchamp). Bei der Benutzung dieses Ortes stach mir der Krug ins Auge, der in Farbe und Form an diesem Ort als nahezu mängelfreies Objekt deplatziert wirkt. Das provozierte mich zu dem fotografierten Arrangement (Kanne vorne neben das WC stellen). Zunächst ohne konkrete Idee, was damit geschehen könnte.

    Da ich mich in den letzten Monaten etwas mit der Beurteilung der Fotografie auf von mir genutzten Internet-Communities befasste, habe ich es veröffentlicht und für die Agora vorgeschlagen, um das aus meiner Sicht verengte Spektrum, dort veröffentlichter Fotografie – man schaue sich hierzu die Galerie der FC an –, etwas zu weiten. Das profane, unansehnliche ist einen Blick wert, denn es ist Teil unserer Umwelt und wir suchen es in diesem Fall sogar täglich auf, wenn auch meist nicht in diesem Zustand und ohne roten Krug.

    Vielen Dank den Kommentierenden. Ihnen ist es in Summe gut gelungen, die verschiedenen Aspekte des Bildes zu erfassen bzw. zu deuten. Insofern wurden meine Hoffnungen erfüllt und ich habe dabei auch etwas gelernt.

    Die geäußerten olfaktorischen Befürchtungen kann ich nicht bestätigen. Der Zustand ergibt sich mehr aus mangelndem handwerklichem Geschick und einer „das tut’s schon“ Mentalität, sowie, dass es kein privater Besitz ist, als mangelnder Sauberkeit. Die fehlende Ortinformation verleitet naheliegend zur Annahme eines Renovierungszustands, es ist aber ein Dauerzustand.

    Ort des Motivs ist das Verwaltungsgebäude der ehem. Zuckerfabrik in Mardan, Khyber Pakhtunkhwa, Pakistan, 2021.“
    • Matthias von Schramm 5. April 2025, 9:39

      Vielen Dank, tatsächlich kam ich bei der Betrachtung und Recherche bzgl. dieses Bildes auf diese Seite und somit auf Duchamp und Beuys und das Beuys den Antikunstbegriff Duchamps kritisierte. Dieses Gegenläufige und Ambivalente fand ich in diesem Bild wieder. https://telegraph.cc/beuys-und-duchamp/

      Hier findet sich dann auch die Toilette von Beuys. Interessant auch hier, wie wir mit gewissermaßen "westlicher Arroganz" diesen Ort betrachten, obwohl wir quasi nicht begehbare Toiletten an Uni-Mensas und ähnlichen Orten des Geistes ohne Hygiene kennen. Andernorts nimmt man diesen improvisierten Zustand als Standart auf und hin. Danke für diese nicht im fachlichen Sinne zu verstehende Aufklärung.
    • N. Nescio 6. April 2025, 0:10

      Bild zur Übung hat mir gefallen.
  • Gerhard Körsgen 4. April 2025, 14:08

    Irgendwie tue ich mich diese Woche schwerer als sonst einen Zugang zum gezeigten agora-Beitragsbild zu finden.
    Originelle Toiletten sind als Motiv ja schon lange nichts besonderes mehr und auch ich habe ein paar in meiner Fotosammlung, aber diese hier ist eher profan, nur leider ziemlich schmutzig, zumindest die Umgebung.
    Man kann nur hoffen dass sich diese Nasszelle in Renovierung befindet und der bedauernswerte Zustand nicht mehr lange anhält.
    "Blickfang" ist die rote Kanne, die wirklich außergewöhnlich ist, eine extravagante Mischung aus Blumenvase und türkischer Samowarteekanne, dafür aber überdimensioniert, knallrot und anscheinend aus Plastik.
    Leider dem dort vorherrschenden Schmutz auch nicht schadlos entkommen...
    Der Gedanke an Eggleston kam bei mir auch auf, aber dafür wirkt das ganze Ensemble auf mich zu "arrangiert", insbesondere die rote Kanne zu genau platziert.
    Reine Schnappschussästhetik ist das auch nicht, die Aufnahme ist schon relativ korrekt "gerade" ausgerichtet wenn auch nicht perfekt im Sinne einer Architekturaufnahme mit Stativ.
    Beim gedanklichen Versuch der Einordnung dieser Aufnahme lande ich bei dem kleinen Büchlein "Maklerfotos aus der Hölle" von Andy Donaldson, dem es gefühlt entstammen könnte.
    https://www.dumont-buchverlag.de/buch/andy-donaldson-maklerfotos-aus-der-hoelle-9783832163105-t-4482
    Ich gehe also von einem eher humoristischen Ansatz aus den ich aber nur bedingt gelungen empfinde.
    • Gerhard Körsgen 4. April 2025, 15:10

      Den Anspruch dass ein Foto mir "was geben" soll habe ich nicht. Ich nehme ein Foto wie dieses eher zum Anlass mich zu hinterfragen in meiner Wahrnehmung und in meinen Gefühlen. Dies speist sich weniger aus dem Motiv oder den Motiven als aus der Art und Weise der Darstellung. Beim obigen Foto ist zum Beispiel Farbe obligat, in Schwarzweiß würde der Gegensatz von Kanne zum Rest des Bildraums weit weniger kontrastreich ausfallen. Man hat hier ja fast einen "natural color key", nicht ganz, aber "gefühlt nah dran". Vielleicht ist das ja der "Aufhänger" dieses Foto zu machen für den/die Autoren/in.
    • Clara Hase 4. April 2025, 15:41

      Was ihr als  Dreck anseht sind für mich Zementschlieren. - aber wre weiss.
      Arbeiterklosett meint Sohnemann.
    • Matthias von Schramm 4. April 2025, 15:53

      Ob die Kanne nun bewusst platziert wurde, oder da stand, dass weiß ich nicht. Es ist aber nicht selten so, wenn man etwas beiläufig entdeckt, dass ein "Fremdkörper" dort steht, ohne bewusst dahingestellt worden zu sein. Sinn und Zweck der Kanne (es gibt ein wenig ängstliche Vermutungen) sind mir allerdings nicht wichtig. Renovierungsbedürftige Nasszellen können nun einmal so aussehen, dass ist jetzt nicht ungewöhnlich und auch nicht, dass es dann ein wenig schmuddelig ist. Ich sehe hier nicht, dass das Stilmittel gewählt wurde Ekel hervorzurufen. Dafür gäbe es noch reichlich Raum nach oben. Freilich haben diese Schlieren faktisch allerdings einen Sinne, besonders an dieser Stelle und es gibt sauberere Orte.
    • Gerhard Körsgen 4. April 2025, 16:26

      Ich empfinde die Kanne als bewusst so und bewusst dort hingestellt, schon in einer optischen Absicht. Wäre sie rein als handwerklicher Gegenstand abgestellt wäre der Henkel eher in einem ergonomischen Winkel damit man sie "mal eben" greifen kann. Kann natürlich dennoch auch Zufall gewesen sein.
  • lenmos 2. April 2025, 11:05

    Die Elemente sind quasi auf dem dreidmensionalen Gitter, welches die Fliesenfugen zeichnen aufgespannt. Der Brauseschlauch und seine gedankliche Verlängerung über Wasserhahn und rote Kanne, lenken den Blick durch das Bild. Farblich ist das Bild, bis auf die rote Kanne, fast monochrom.
    Die Darstellung eines gewöhnlichen Badezimmers bzw. der Ecke mit der Toilette mit chaotischen Spuren der Benutzung erinnert an Strömungen, die sich mit der Schönheit des Banalen auseinandersetzen (Eggelston, Shore, ...). Die bewusste Hervorhebung des scheinbar Nebensächlichen. In diesem Falle auch eine klare Ansage gegen die Schönheit, im Sinne von "schön ist langweilig".
    Vielleicht ist es gerade die leichte Asymmetrie (die schräge WC-Muschel), der Schmutz auf den Fliesen oder die Spuren früherer Eingriffe (Stickerreste, Klebeband, Dichtmasse), die das Bild vor der völligen Belanglosigkeit bewahren. Was unterscheidet die Schönheit des Banalen von der Schönheit eines Sonnenunterganges?
  • Matthias von Schramm 1. April 2025, 13:57

    Zunächst einmal sehe ich Quadrate. Das Quadrat wird zuerst durch das Format der Fotografie "angedeutet", obwohl es nicht ganz quadratisch ist. Diese Quadrate zeigen sich dann aber an der Keramikwand und dem Fußboden der Nasszelle. Weiß Gekacheltes. Dies ist sozusagen Boden und Gerüst des Bildes, abstrahiert man dies weiter, könnte man sogar von einem "Netz" für das Hauptmotiv sprechen. Das Hauptmotiv ist ein Toilettenkorpus mit niedriger und etwas unvollständig wirkender Wasserspülen - Vorrichtung. Diese sieht etwas komisch aus, weiss ich aber nicht, meine Erfahrungen als Klempner gehen gen null.

    Bei "Toilette" und Abbildung einer solchen in nicht werbeartiger Weise für das Produkt fallen mir viele durchaus pikante, aber auch sehr praktische Dinge ein, die mit meinem Leben im öffentlichen Raum zutun haben (ich hasse es die Benutzung öffentlicher Toiletten mit unzähligen Menschen teilen zu müssen), aber auch unvermeidbare Dinge aus meiner pflegerischen Tätigkeit.

    Ästhetisch gesehen ist ebenfalls für mich unvermeidbar der Kontext zu den Arbeiten des Joseph Beuys, zu dessen Werkumfang auch Alltagsgegenstände des alltäglichen Gebrauchs gehören. Seine "Toilette" von 1979 ähnelt dieser sogar ein wenig in ihrer Schlichtheit. Er versah sie nach einer Ausstellung mit zwei braunen Kreuzen, die Farbmischung des "Braunkreuzes" stand für Erde und Blut und Lebensenergie. Die Ausstellung hieß "Ja, jetzt brechen wir hier den Scheiß ab".

    Neben dieser hier abgebildeten Toilette steht eine rotgekantete Kanne, die mich ein wenig an eine Vase, aber zugleich an "Aladins Wunderlampe" entfernt erinnert. Sie stellt den auffälligsten "Farbtupfer" des Bildes dar. Unter der Toilette sieht man allerhand Verspachteltes ins blau-weiß-graue, irgendwie schmieriges Material, welches ich mir dann auch wieder in der Welt der "Beuys - Ästhetik" vorstellen könnte. Muster und Formen, die nach hinten ins Dunkel tauchen und mir ein wenig Angst machen, wie es an diesem Ort wohl riechen könnte. Alles sieht nicht sonderlich sauber aus. Ein Ort in einem Zwischenzustand mit seltsamen Schlauch und Brausekopf, einer Toilettenbürste am davor vorgesehen Ort und rechts die verdreckte Halterung eines Waschbeckens oder Ähnlichem. Alles in einem Zustand, in dem die Benutzung der Keramik zur allzu menschlichen Notdurft aktuell nicht zu empfehlen scheint.

    Das Foto wirkt beiläufig und sogleich bewusst geschnitten. Irgendwo beginnt es in den Kachelquadraten und irgendwo hört es wieder auf. So tippe ich darauf, dass das Beiläufige methodisch ist und eine sehr klare fotografische Entscheidung. Natürlich klar, denn das Abbilden von so etwas im Renovierungszustand ist in der fotografischen Welt einigermaßen ungewöhnlich, zumal der Wunsch nach einer gewissen malerischen Darstellung für mich sichtbar wird.

    So eine Art Alltagsfotografie dient vor allem der Darstellung von Vergänglichkeit. Dieser Zustand wird gewiss nicht so bleiben. Man übertüncht "Patina" mit neuem "Lack" um wieder zur "Patina zu werden. In diesem Sinne ist recht viel "Erde und Blut" in dieser Sache.
  • REN SEN 1. April 2025, 11:38

    Dieses Foto wirkt geradezu als ein Paradebeispiel zum Abschlusskommentar von AGORA beim Foto von letzter Woche. 
    Zitat daraus: "Wer hier nur in schlecht/gut, falsch/richtig Dimensionen denken kann, wird jedesmal nicht das Bild sehen. Wer nur den Inhalt betrachtet, wird auch nicht das Bild erkennen. Hinzuschauen ist schwer und kann erlernt werden, wenn man sich öffnet."

    Zugegeben, ich muss mich bei dieser Toilette wahrlich zwingen genau hinzusehen und muss mich öffnen um hier zu beschreiben. 
    Was nehme ich wahr? Fotografie einer Toilette in einem "benutzen" Raum. Der Raum wirkt unfertig oder provisorisch und dies schon seit langer Zeit.

    Wie interagieren die verschiedenen Elemente im Bild? 
    Auffällig die rote Kanne im unteren, rechten Bildteil. Nicht nur die Farbe, auch ihr Äußeres *schreit* mich förmlich an und will sagen – ich gehöre hier nicht hin, meine beste Zeit hatte ich auf einem Kaffeetisch. Über die Bedeutung der Kanne, kann ich hier nur spekulieren. Ich hoffe sie hat keinen weiteren Sinn und wurde nur platziert aber ich befürchte Schlimmeres. Somit ist dies (Rot + Weiß) für mich die *reizvollste* Interaktion und Fragestellung im Bild.

    Mit einer emotionalen Wirkung tue ich mir nun wirklich schwer. Zum einen bin ich mir nicht sicher hier etwas zu sehen was mich bewusst reizen soll wegen der wenig reinlich wirkenden Toilette oder ob dies ein Versuch ist die Agora Agenda auf eine besondere Weise auf die Probe zu stellen. Ich sehe kein schönes Foto, der Bildschnitt passt nicht, die Perspektive ist ungenau, Licht empfinde ich als authentisch aber nicht sonderlich gut. 
    Ich kann mich durchaus an den Bildelementen entlang hangeln und sie beschreiben aber emotional wird das nicht. Die Fotografin / der Fotograf wird freilich eine andere emotionale Beziehung zu diesem Foto haben aber diese bleibt mir vorerst verborgen ohne weiteren Kontext.

    Welche Botschaft, welche Bildaussage, welche Geschichte erkenne ich?  
    Ich könnte mir vorstellen dies ist ein Foto aus einer Serie. Vielleicht aus einem Sammelsurium kurioser WC-Begegnungen auf Reisen durch den Süden Europas. Als Botschaft würde ich mal folgendes formulieren: Wenn möglich nutze eine andere Toilette :)
  • Clara Hase 31. März 2025, 22:10

    Mein Gott
    das neu engefügte Klo steht schief an der Wand - Wasserspülung? Nur aus der roten Kanne oder hinten mit dem harten Strahl eines Schlauchs nachspülen.
    Reicht das nicht aus, bitte mit der Langen Bürste nachwedeln.

    :-) Was für ein Thema.  Die FC Fragen kann ich ua den ersten Blick nicht anwenden.
    Der Azubi hat wohl sein erstes Werk geschaffen.

    Da auch die Wand hinten mit Zement  verschmiert ist,wie am Boden auch, könnte die Leitung aus der Wand gebrochen sein - Ein Erdbeben vielleicht`? Ein Reportageaufnahme? Klo ist wichtig. Wenigstens das.

    Ansonten kann ich mich Horst F - sehr gut anschliessen, das alles sehe ich auch. Und die Sonne könnte durch ein offenes Dach rechts über dem Bild hereinlugen und die Schatten werfen. Also eher Reparaturfoto-
  • N. Nescio 31. März 2025, 21:47

    Ein sauber belichtetes, gut anhand der Fliesenfugen ausgerichtetes Bild, wobei die WC Muschel leicht schräg im Bild ist - wohl, damit eine Quasisymmetrie der Elemente im linken und rechten oberen Eck erreicht wird. Die sich Verjüngenden Perspektivelinien lassen mich einen Bildwinkel von 55grad vermuten. Der von links oben schräg Richtung Bildmitte verlaufende Brauseschlauch erzeugt eine gedankliche Linie, die rechts der Muschel durch den Wasserhahn fortgesetzt wird und über die rote Kanne in dem Fliesenboden verschwindet. Das dunkel Eck links unten samt Bürste findet sein Gleichgewicht durch die rote Kanne.
    Das Farbbild besteht hauptsächlich aus weißen Dingen, grau-blauem Schmutz und der roten Kanne. 
    Von rechts kommendes sanftes Licht lässt Brauseschlauch, Klomuschel und rote Kanne ihre Schatten werfen.
    Am Spülkasten kleben die Reste eines blauen Stickers mit schwarzem Portrait. Man sieht noch Spuren eines transparenten Klebestreifens. Die rote Kanne hat in ihrer oberen Öffnung ein rotes Gewinde reingerollt. Den zugehörigen Schraubdeckel sieht man nicht.
    Rechts oben dürften man einen weiß-schmutzigen Teil eines Befestigungswinkels für Waschmuschelbefestigung sehen und darunter den Teil eines gebogenen WaschmuschelAbflußrohres.

    Ob der grau-blaue Schmutz und Grauschleim Schimmelpilze, Betonreste oder Reinigungsschaum sind, kann ich nicht erkennen. Jedenfalls gibt es graublaue Spuren nicht nur am Boden samt Fliesenfugen, sondern auch auf den Wänden.

    Ich hoffe, die Leute, die das wahrscheinlich reinigen müssen, bleiben gesund.
    Ich bin froh, weder Gerüche, noch Pilzsporen dort einatmen zu müssen.
    Über die Geschichte des fotografierten Ortes weiß ich nichts. Wenn man sowas dokumentarisch ablichten will, dann ist das gut gestaltet gelungen, zeigt jedoch nur einen Teil des Raumes. Ist sicherlich kein Foto für einen Verkaufsprospekt, sondern dokumentiert ein ErLebenskuriosum.
  • Heiko Hennings 31. März 2025, 21:10

    einfach nur schade ...
  • framebyframe 31. März 2025, 12:17

    Fast auf Augenhöhe oder gleich auf die Knie gehen wir hinab zu einem throngleichen Symbol zivilisatorischer Entsorgung. Ein rotes Gefäß akzentuiert gegen das durchaus triste Kacheleinerlei und suggeriert: Deckel auf, Wasser drüber und weg. Kunst wird es wohl nicht sein, daher kann das weg. Eine Ecke wird durch die weißen Kacheln vorgeschlagen, links. Der Raum findet rechts aber keinen richtigen Abschluß. Eine Apotheose des Schmuddels, beleuchtet mit fahlem Licht von rechts. Eine Bürste als Zepter, falls man den Thron besteigen wollte.