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Messmethode

Hochwertige Kompakt- und Spiegelreflexkameras besitzen die Mglichkeit, die Art der Belichtungsmessung, also die Messmethode auswhlen zu knnen. Grundstzlich kann man zwischen folgenden Messmethoden unterscheiden (verschiedene Hersteller verwenden ggf. andere Bezeichnungen):

  • Mehrfeldmessung
  • Integralmessung
  • Selektivmessung
  • Spotmessung

Diese Messmethoden unterscheiden sich in der Art und Weise des Einflusses der verschiedenen Bereiche eines ausgewhlten Motivs auf die Belichtungsmessung. Diese Mglichkeit hat der Fotograf aber nur dann, wenn er sich fr die Verwendung der Programm-, Blenden- oder Zeitautomatik sowie die manuelle Belichtungssteuerung entscheidet. Vollautomatik- und Motivprogramme lassen keine Auswahl der Messmethode zu.

Die Spotmessung zieht dabei nur einen ganz kleinen Bereich (meistens wenige % der Gesamtflche in der Mitte des anvisierten Motivs) in die Messung ein. So kann man z.B. gezielt ganz bestimmte Motivdetails anmessen, sodass die korrekte Belichtung ausschlielich auf dieses Motivdetail abgestimmt wird. Alle anderen Motivbereiche bleiben vollkommen unbercksichtigt und werden u.U. nicht korrekt belichtet. Die Anwendung der Spotmessung erfordert deswegen vom Fotografen hohe Przision, denn nur geringe Abweichungen vom anvisierten Motivdetail knnen zu erheblichen Belichtungsfehlern fhren. Die Spotmessung wird auch dazu verwendet, den Kontrastumfang in einem Motiv zu ermitteln: Dazu misst man die hellste Stelle im Motiv an und anschlieend die dunkelste Stelle. Aus den gefundenen Werten kann man schlieen, ob der vorhandene Kontrastumfang vom Sensor bewltigt werden kann oder nicht. Im letzten Fall entscheidet sich der Fotograf dann entweder fr eine Unterbelichtung dunkler Bereiche oder berbelichtung heller Bereiche im Motiv oder er geht den Weg mehrere Aufnahmen anzufertigen und dabei die Belichtung zu variieren (so genannte Belichtungsreihe) um dann anschlieend ein HDR-Bild (DRI) daraus am PC zu erzeugen.

Die Selektivmessung funktioniert praktisch identisch der Spotmessung, mit dem Unterschied, dass der angemessene Bereich in der Mitte grer ist (meistens so zwischen 10 und 15% der Flche, siehe Bedienungsanleitung deiner Kamera). Typische Anwendung dieser Messmethode ist das Portrait einer Person vor sehr hellem oder dunklen Hintergrund, mit dem Ziel, dass die Person und nicht der Hintergrund korrekt belichtet wird.

Die Integralmessung bezieht das gesamte Motiv in das Messergebnis ein. Dabei der mittlere Bereich strker einbezogen als die Rnder. Die Messmethode eignet sich fr normale Motive, bei denen sich das Hauptmotiv in der Mitte des Bildes befindet und korrekt belichtet werden soll. Die Messmethode eignet sich auch gut zu Vergleichsmessungen, da die Auswertung der Helligkeitsverteilung im Motiv streng mathematisch erfolgt.

Die Mehrfeldmessung bezieht ebenfalls das gesamte Motiv in das Messergebnis ein. Im Unterschied zur Integralmessung wird dabei das Motiv in mehrere Felder (daher der Name) aufgeteilt und unterschiedlich stark in das Messergebnis einbezogen. Die verschiedenen Kameras der verschiedenen Hersteller haben ihre Mehrfeldmessung unterschiedlich programmiert (Anzahl und Wichtung der Felder), erzielen damit aber in der Regel jeweils korrekt belichtete Fotos. Mehrfeldmessungen sind z.B. durchaus in der Lage eine Gegenlichtsituation zu "erkennen" und die Belichtung auf das Hauptmotiv in der Mitte abzugleichen. Bei hochwertigen Kameras kann die Mehrfeldmessung an die Wahl des AF-Messfeldes gekoppelt werden, sodass auch auermittige Motivdetails korrekt belichtet werden knnen, ohne die Kamera verschwenken zu mssen.



  Letzte nderung: 09:08, 12. Sep 2012 von . - Aufrufe: 9412
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