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Lomo

Toycamera - Lomo - Lomo Actionsampler - Lomo Fisheye - Chupa Chups Photo Pop - Diana - Holga - Woca


Der Ausdruck Lomo basiert auf der russischen Kamera Lomo LCA, deren teilweise recht eigensinnige Eigenschaften dazu beitrugen, dass sie lange Zeit als beliebtes, gnstiges, aber auch unzuverlssiges Werkzeug fr spontane Schnappschsse diente. Sie berzeugte einige sterreicher mit ihrem robusten Charme so sehr, dass diese sich nachdrcklich fr einen Erhalt der sympathischen Kamera einsetzten, als die russischen Hersteller beschlossen, sie aus dem Programme zu nehmen. Im Zuge einer erst kleinen, aber dann wachsenden Protestwelle, die ihren Ausgang in Wien fand, wurde der Begriff Lomografie eingefhrt, der den Begriff Fotografie um eine chaotische Komponente erweiterte. Lomografie war die Kurzform fr "Nicht denken - fotografieren", was eine Kampfansage an die kunstvolle Fotografie, an den goldenen Schnitt und den geraden Horizont war, und ein hnliches Verstndnis fr die Fotografie bedeutete wie es Punk in der Musikgeschichte war. Ergebnis und Ziel der Lomografie waren gigantische Lomowalls, die mit ihren schrgen, spontanen, aneinandergereihten Kleinbildaufnahmen ein mglichst authentisches, ungeschminktes Leben aus individuellen Blickwinkeln widerspiegelten. Natrlich entwickelte sich sowohl diese scheinbare Protestbewegung, wie auch die Lomografie weiter. Mittlerweile entstehen durch die Lomographische Gesellschaft in Wien regelmig neue Kameras, deren Gehuse billig wirkt, deren Eigenschaften locker als schrg bezeichnet werden knnen und deren Verbreitung durch den Kultcharakter der ganzen Geschichte gefrdert wird. Die neuen Kameras sind weder russischen Ursprungs, noch mit der orginalen Lomo LCA verwandt, doch haben sie meist ungewhliche Eigenschaften wie Mehrfach-Linsen, die nacheinander geschaltet werden, gnstige Fisheye-Optiken, Unterwassertauglichkeiten, integrierte, farbige Blitzlichtfilter und hnliches. Im Jahre 2005 wurde die Produktion der Lomo LCA eingestellt, so dass zu erwarten ist, dass es zu einer Wertsteigerung der Kameras kommen wird.

LOMOgrafie steht heute vielerorts nicht nur fr diese Kameras und die dadurch entstehenden Bilder, sondern fr eine allgemeine Bewegung mit sogenannten Spielzeugkameras (Holga, Diana, Pouva Start etc.) bzw. fr spontane, schrge, verwackelte Bilder, die oftmals gecrosst werden, damit die Farben schriller und wilder erscheinen. Neuerdings gibt es sogar Versuche, den Charme der LOMOs und ihrer eigensinnigen Fehler digital in Programmen wie Photoshop nachzubauen.

Siehe auch

Weblinks


  Letzte nderung: 13:42, 15. Mai 2007 von Franz-Josef Wirtz . Basiert auf dem Text von Andreas Allgeyer und Gabriela rlings und anderen. - Aufrufe: 17444
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