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Entstehung

Der Beginn der Fotografie wurde von der breiten Masse des Volkes fragend bestaunt. Grenzenlose Begeisterung herrschte unter den wenigen Pionieren, die aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten stammten. Aber schon nach kurzer Zeit war das neue Bildmedium weit verbreitet und wurde in einem unberschaubaren Spektrum genutzt.


Der Franzose Joseph Niepce, Offizier, autodidaktischer Forscher und Erfinder, experimentiert seit 1813 mit der Camera Obscura, 1826 nahm er die Aussicht aus seinem Arbeitszimmer, in Chalon-sur-Sane, auf. Belichtungszeit: 8 Stunden! Belichtet wurde mit Petroleum verdnnter Asphalt, der auf einer Zinkplatte aufgetragen war. Das erste haltbare Foto war entstanden.

Der Franzose Louis Daguerre war Dekorations- und Illusionsmeister, er leistete einen groen Beitrag zur Entwicklung der Fotografie. Daguerre nutze Quecksilber statt Jod zur Entwicklung und konnte somit eine krzere Belichtung realisieren als Niepce.

Die ersten Apparate (von Daguerre selbst konstruiert) wogen mit allem Zubehr rund 50 kg. Die Belichtungszeit dauerte oft mehr als eine halbe Stunde.

(Bereits Ende 1839 gab es schon 14 kg schwere Apparate, die Belichtungszeit reduzierte sich auf 15 Minuten bei greller Sonne. 1841 hatte sich die Belichtungszeit schon auf 2 bis 3 Minuten verringert und 1842 waren es nur noch 40 Sekunden.)

Kurz danach entdeckte Daguerre die Fixierung mit Natriumsulfat.

Das als Daguerreotypie bezeichnete Verfahren produziert Positive - das erste praktikable fotografische Verfahren. Daguerre legte mit seinen Erfindungen den Grundstein der modernen Fotografie. Der franzsische Staat kauft Daguerre's Erfindung und bergibt das Verfahren der ffentlichkeit.

Der Franzose Hippolyte Bayard (1801 – 1887) entwickelte brigens seinen „Fotoapparat“ schon vor Daguerre. Er hatte im Mrz 1839 eine Methode entwickelt, um die Bilder direkt als Positiv auf Papier zu bringen. Von einem Freund Daguerres, Francois Arago, wurde er jedoch berredet, mit der Verffentlichung seiner Arbeit noch ein Jahr zu warten und so verffentlichte Daguerre seine Erfindung zuerst, weshalb Bayard nicht als Erfinder der Fotografie gilt.

Daraufhin nahm Bayard ein Selbstportrait auf, das ihn selbst als Ertrunkenen darstellt, ein Protest gegen diese Ungerechtigkeit. Es symbolisiert, dass er ber seine Erfindung schweigen musste. Er wird aber als Erfinder der modernen Technik des Kombinationsdruckes (Bildbearbeitung) genannt, da er bereits verschiedene Negative verwendete, die er zu einem Bild kombinierte.


Im Gegensatz zu Nipce und Daguerre entwickelte der Englnder William Talbot ein Verfahren, das eine Vervielfltigung des jeweiligen Fotos erlaubte.
Er stellte ein mit Silberjodid beschichtetes Papier her. Dieses Papier belichtete er und entwickelte es dann mit einer Lsung aus Gallussure, Silbernitrat und Essigsure. Nach dem Fixieren mit Natriumthiosulfatlsung erhielt er ein Negativ. Dies Verfahren ermglichte es, beliebig viele Kopien von einem Bild herzustellen.
Seine Fortschritte haben der Fotografie den Weg zum Massenmedium geebnet.

Ebenso wichtig war die Weiterentwicklung von lichtstarker Optik die kurze Verschlusszeiten zuliess. Fhrend auf dem Gebiet war der sterreichische Optiker Peter Wilhelm Friedrich Voigtlnder. 1841 wurde von ihm eine Kamera mit 18x lichtstrkeren Linsen ( f 3.7/ 100 mm ), als der von Daguerre verwendeten, auf den Markt gebracht.
Testfotograf war der Wiener Physiker Anton Martin. Es waren die ersten Portrtfotos der Geschichte.

Schon in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Fotografie im aufstrebenden Brgertum weit verbreitet.


Literatur

  • Monika Faber, Klaus Albrecht Schrder: Das Auge und der Apparat - Eine Geschichte der Fotografie aus den Sammlungen der Albertina. ditons du Seuil, Paris 2003
  • Gisle Freund, Photographie und Gesellschaft - Rowohlt Tb., September 2002, ISBN: 3499172658


  Letzte nderung: 10:02, 22. Sep 2005 von Gabriela rlings. Basiert auf dem Text von El Fi und Kurt Salzmann und anderen. - Aufrufe: 34313
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