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Diskussion:DRI

DRI mit mehreren Bildern aus einer RAW-Datei? Wozu hat man denn Regler wie Belichtungskorrektur und Kontrast an seinem RAW-Konverter? Damit kann ich das Histogramm soweit stauchen und schieben bis alle Information in der konvertierten Bilddatei enthalten sind. Diesen Tip halte ich daher fr absoluten Unsinn.

Gru, Notker


Hm, wenn man da mal genau drber nachdenkt, stellt man fest, dass das Resultat wohl doch enorm verschieden, keinesfalls aber in irgend einer Art besser ist (wie auch). Ich wrde den Beitrag also eher nicht lschen, sondern lieber um eine Erklrung ergnzen, worin der Unterschied liegt, und warum das so ist. - Wenn jemand Lust und Zeit hat, kann er das ja gerne mal machen...

Gru, Christoph


Die Regler im RAW-Konverter haben eine andere Funktionsweise als die im Artikel angesprochenen DRI-Verfahren. Es macht im Zusammenhang mit gesteigerter Bildqualitt immer Sinn verschiedene echte Belichtungen zu verwenden, es sei denn es ist zuviel Bewegung in der Szene.

Ob diese Belichtungen als JPG, TIF oder RAW Dateien fotografiert werden ist zunchst nicht so wichtig. RAW bietet sich an, da die Helligkeitsinformationen im Raw-Format noch lineaer abgelegt sind. Das macht es z.B. dem HDR-Erzeugen Prozess einfacher, da nicht erst aus den bereits mit einer Gammakurve bearbeiteten Helligkeitinformationen einer JPG/TIF Datei aus der Kamera auf die linearen Werte zurckgerechnet werden muss.

Wenn sich in der fotografierten Szene zuviel bewegt, dann greift man auch mal auf sogg. "fake brackets" (simulierte Belichtungsreihen) zurck, wobei die einzelnen unterschiedlichen Belichtungen notdrftig aus einer einzigen RAW-Datei durch ber- und Unterbelichten per Regler im RAW-Konverter erzeugt werden. Richtig prall ist das Ergebnis dann aber nicht unbedingt. In einer einzigen RAW Datei steckt halt kein so grosser Dynamikumfang wie in einer echten Belichtungsreihe mit 3 oder mehr Aufnahmen im Abstand von 2EV.

Gru, Dieter


Richtig toll kann das Ergebnis ja auch nicht sein, denn das Bild ist schlielich ja nur mit einer Belichtungszeit aufgenommen worden, mehr nicht. Alles andere, was dann durch Regler an der Datei verndert wird, wird da nur "reingerechnet", d.h. aus den vielen Informationen, die eh schon in der Datei sind, werden einige herausgenommen und aus denen dann ein paar Bilder mit weniger Farbinformationen erstellt. Die nimmt man dann, um die unterschiedlichen Informationen wieder in ein Bild hineinzupacken. Da bei jedem dieser Schritte ein paar der ursprnglichen Informationen verloren gehen oder verflscht werden, kann das neue Bild nie die Qualitt eines Bildes erreichen, bei dem einfach nur das Histogramm gestaucht wurde. Auch die Qualitt einer wirklichen Belichtungsreihe wird so nie erreicht.

  Letzte nderung: 11:54, 1. Sep 2006 von Herr Christoph L. . Basiert auf dem Text von Falko Sieker und Volker Wi. und anderen. - Aufrufe: 7056
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