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Aufnahmen von sich bewegenden Objekten


Die Aufnahme von sich bewegenden Motiven, z.B. Personen, Tieren, Fahrzeugen etc. erfordert eine besondere Beachtung der verwendeten Belichtungszeit, da von dieser Zeit der Effekt abhngt, der erreicht wird.

Bewegungen einfrieren

Oft ist das Ziel einer fotografischen Aufnahme, dass bewegende Motivdetails scharf auf dem Bild erscheinen sollen, die mglichen Bewegungen also eingefroren sind. Um Bewegungen einzufrieren, sodass das sich bewegende Motivdetails scharf abbilden, ist es erforderlich, hchstens eine so kurze Belichtungszeit zu whlen, sodass die abgebildete Bewegung innerhalb der Gre der Zerstreuungskreise liegt, dass das menschliche Auge also diese geringe Bewegung noch als Punkt, nicht als Strich wahrnimmt. Man kann sich relativ leicht ausrechnen, wie weit sich ein Punkt im Motiv bei einer bestimmten Eigengeschwindigkeit bewegt. Damit kann man sich die maximale Belichtungszeit ausrechnen, die natrlich auch noch von der Entfernung des sich bewegenden Motivs von der Kamera abhngt. Das ist eine schne Rechnerei fr physikalisch-mathematisch durchschnittlich begabte Leute. Aber zum Glck gibt es Faustregeln, die man sich leichter merken kann:

Je nach Intensitt der Bewegung sind hier Zeiten von 1/125 (z.B. bei einer Gruppenaufnahme stehender Personen) bis 1/500 Sekunde (z.B. bei spielenden Kinder oder tobenden Hunden) oder krzer erforderlich. Das Wasser eines Springbrunnens oder eines Wasserfalls - um ein extremes Beispiel zu nennen - kann z.B. erst mit 1/4000 Sekunde komplett eingefroren werden.

Bewegungen verwischt darstellen

Fotografiert man Bewegungen mit lngeren Zeiten, als den oben angegebenen Zeit zum Einfrieren, werden Bewegungen mehr oder weniger verwischt dargestellt. Logisch ist, dass das Verwischen umso intensiver wirkt, je lnger belichtet wird. Ein beliebtes Motiv ist hier der Wasserfall. Oft werden hier Zeiten zwischen 1 Sekunde und 8 Sekunden verwendet, um den Wischeffekt besonders zu betonen. Wenn aber eine Person durchs Bild luft und man sehr lange belichtet, erscheint diese Person nicht mehr verwischt, sondern nur noch als ganz schwacher "Geist" und ist im Extremfall gar nicht mehr zu sehen. Weitere Infos dazu gibt es auch unter Langzeitbelichtung.

Mitziehen

Beim so genannten Mitziehen bewegt man die Kamera mit dem sich bewegenden Objekt z.B. einen Rennwagen mit und verwendet zum Belichten aber eine vergleichsweise lange Zeit. Damit mchte man erreichen, dass der Rennwagen scharf abgebildet wird, der Hintergrund durch das Bewegen der Kamera verwischt erscheint um so die Bewegung des Rennwagens zu unterstreichen.

Diese Mitzieher gelingen oft erst nach reichlich bung und Erfahrung. Folgende Vorgehensweise kann man als Anhaltspunkt verwenden: Beispiel vorbeifahrender Rennwagen, Belichtungszeit 1/60 Sekunde, der ankommende Rennwagen wird im Sucher anvisiert und dann mit der Kamera mglichst gleichmig mitverfolgt, whrend dieses Mitziehens lst man aus und zieht noch ein Stck weiter mit, so dass die Bewegung nicht abrupt (und mglicherweise zu frh) abgebrochen wird. Es wre ein groer Zufall, wenn man schon beim ersten Schuss einen richtig guten Mitzieher im Kasten htte, also wiederholen und wiederholen und ...

Eine besondere Art des Mitziehens ist das Fotografieren der scheinbaren Bewegungsbahnen der Sterne, wenn man am klaren Nachthimmel mehrere Minuten oder sogar Stunden belichtet. Obwohl die Kamera auf einem Stativ montiert ist, erfolgt das Mitziehen durch die Rotationsbewegung der Erde.

  Letzte nderung: 17:07, 12. Sep 2012 von . Basiert auf dem Text von Frank Bothe und Gabriela rlings. - Aufrufe: 31946
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