Von Bereitschaftsverhinderungstaschen und besseren Alternati

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Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 1 von 11
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Von Bereitschaftsverhinderungstaschen und besseren Alternativen auf der Fahrradfototour

Hallo, liebe Community!

Ich bin hier noch nicht allzu lange dabei, aber es juckt mir in den Fingern für eine erste Fragestellung meinerseits. Mögliche Transportmittel für die Kamera sind hier ja schon ausführlich besprochen worden und die ultimative Lösung für alle Lebenslagen und Bedürfnisse oder Touren gibt es offenbar nicht. Auf Wanderungen habe ich die klassische Fototasche mit Henkelgriff am Mann und einen Rucksack mit restlichem Wanderzubehör auf dem Buckel. Die DSLR selbst baumelt in der Regel an meinem Hals und ich bin allzeit schußbereit bzw. ausreichend reaktionsschnell am Start. So weit, so gut.

Aber die Radtouren bereiten mir schon seit Jahrzehnten Kopfzerbrechen zwecks sicherem Transport der Kamera bei gleichzeitiger, möglichst zackiger Verfügbarkeit. Wenn es zügig gehen soll, um noch so eben das Tier oder die kurz aufflammenden Sonnenstrahlen zu erwischen, stellen sich die meisten Fototaschen und -Rucksäcke eher als Bereitschaftsverhinderungstaschen heraus. Die Reißverschlüsse klemmen schon nach kurzer Zeit vollen Einsatzes, weil sie in der Regel 2x um die Ecke gezogen werden müssen. Mit den Schwenkrucksäcken komme ich noch am besten zurecht, weil sie relativ schnell Zugriff gewähren, wenn da nicht die anfälligen Reißverschlüsse wären.

Präferieren würde ich allerdings auch auf dem Fahrrad eine offene Lösung wie beim Wandern mit direktem Zugriff auf die Kamera, denke da z.B. an eine Art Tasche, die sich weniger umständlich öffnen läßt oder gar offen bleibt. Ihr bastelt ja teilweise auch selber viel rum, oder habt sonst so die ausgefallenen Ideen. Ist da auch für mich was dabei..frag ich jetzt einfach mal in die Runde rein, verbunden

mit vielen Grüßen, Euer Dieter R.
kmh kmh Beitrag 2 von 11
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Ich habe meine D750 auch auf dem Fahrrad um den Hals. Sonst würden mir viele Bilder entgehen. Man muss dann auch nicht immer absteigen.
vG Markus
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 3 von 11
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Zitat: kmh 11.06.20, 18:04Zum zitierten BeitragIch habe meine D750 auch auf dem Fahrrad um den Hals. Sonst würden mir viele Bilder entgehen. Man muss dann auch nicht immer absteigen.
vG Markus


Ach, das geht? Ich werde es mal versuchen, sie aber wohl gewaltig enger schnüren müssen, damit sie mir nicht ständig am Rahmen oder Lenker aufschlägt und Schaden nimmt. Absteigen muß ich mit dem Schwenkrucksack, den ich bislang verwende, auch nicht unbedingt jedes Mal, nur wenn es beim Heranpirschen an das Motiv unwegsam wird.
MBodo MBodo Beitrag 4 von 11
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Ich hänge mir die Kamera mit dem Gurt immer quer über die Schulter, so dass sie seitlich links sitzt. Dem Gurt gebe ich soviel "spiel", dass ich sie direkt hochziehen und knipsen kann.
Lichtmaler Köln Lichtmaler Köln Beitrag 5 von 11
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Da braucht man nix basteln... schau Dir mal die Lowepro Topload Pro 75 AW II an. Die besitzt 4 Metallösen auf der "Kontakt-" bzw. "Auflageseite". Diese ermöglichen die auf Kamera u. Zubehör drucklose Spannbefestigung mit Riemen auf z.B. dem Zelt/Schlafsack-Bundle oben drauf! Da rutscht nix, und da fällt auch nix.

Wenn Sauwetter ist, dann kommt die Kamera und das Zubehör in der Tasche nochmals in Gefrierbeutel (Zubehör) bzw. einen dünnen Packsack mit Luftablassventil, der dann seitlich liegende und gut zugängliche Reißverschluss (trotzt Montage mit den Spanngurten) wird dann geschlossen und der zusätzliche Klickverschluss ebenfalls. Es gibt auch noch eine integrierte Regenhülle welche man zusätzlich aus dem Boden der Tasche über selbige stülpen kann.

Bei gutem Wetter, also für auch spontane oder häufigere Fotos macht man folgendes:
- Regenhülle einpacken
- Packsack unter Objektiv in der Tasche verstauen
- Kamera u. Objetiv montiert in Tasche belassen.
- Wenn kein übermäßiger Staub vorhanden ist, Reißverschluss geöffnet lassen.
- Kamera nur mit Klickverschluss vor dem Herausfallen aus der Tasche sichern.

Will man schnell ein Foto machen, anhalten, absteigen, Klickverschluss auf, Kamera raus, ist diese sogar noch im Standby kann man gleich loslegen.

Diese Tasche wurde von mir selbst bereits auf mehreren mehrtägigen Radtouren mit Schlafsack u. Zelt auch bei Dauerregen u. Rüttelpisten mit einer 7D + 18-135 3,5-5,6 Objektiv von Canon getestet. Kaputt ging weder die Tasche noch der Inhalt, egal wie stark es regnete oder wie stark die Rüttelpiste war, auch einige Treppenstufen mit vollem Gepäck abwärts waren dabei...und etliche Feldwege.

Wichtig bei Sauwetter sind aber wirklich die erwähnten Gefrierbeutel u. der Packsack, da die Tasche natürlich über Stunden hinweg Wasser etwas aufnimmt, aber sie trocknet auch wieder. Die Tasche ist übrigens aus recht stabilem Nylon Stoff und ist innen gut u. flexibel je nach Objektivlänge gepolstert. Ein 70-200 2,8 + DSLR sollte dort Platz finden.


Edit: Und noch etwas, ein guter Fahrradständer erleichtert das Leben auf Radreisen ungemein.

Grüße vom Lichtmaler aus Köln.
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 6 von 11
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Tausend Dank für die ersten Vorschläge. Da ist, glaube ich, schon für mich was dabei und ich werde das alles auf jeden Fall mal durchtesten.

@kmh & MBodo:

Im Zuge Eurer Antworten überlege ich mir ernsthaft, ob ich beim Radeln unbedingt immer meine Pentax-K1-Wuchtbrumme dabei haben muß oder ob ich die nur noch für Wanderungen und Stadtbummel nehmen sollte. Habe ja noch zwei kleinere Bodys im Bestand.

Zitat: Lichtmaler Köln 11.06.20, 18:54Zum zitierten BeitragDa braucht man nix basteln... schau Dir mal die Lowepro Topload Pro 75 AW II an. Die besitzt 4 Metallösen auf der "Kontakt-" bzw. "Auflageseite".

Yeah..., ich glaub´ , die Tasche ist ein must have für mich. Ich würde sie mir aber gerne erstmal vor Ort anschauen und ausprobieren...und kaufe sie dann auch beim Händler anstatt online. Bin gespannt auf die Reißverschlüsse, sie scheinen aber genau das Richtige für mich zu sein. Vielen Dank für diesen wertvollen Kauftipp, Lichtmaler.

Zitat: Lichtmaler Köln 11.06.20, 18:54Zum zitierten BeitragEdit: Und noch etwas, ein guter Fahrradständer erleichtert das Leben auf Radreisen ungemein.

Wie wahr, wie wahr, damit hab´ ich mich schon oft genug herumgeärgert. Die Crux ist nur, für viele MTB´s gibt es oft keine kompatiblen, wirklich stabilen Ständer. Und die marktüblichen Versionen haben beim selben Hersteller nochmal in der Qualität nachgelassen.
Lichtmaler Köln Lichtmaler Köln Beitrag 7 von 11
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Zitat: Dieter Ruhe 11.06.20, 20:04Zum zitierten BeitragWie wahr, wie wahr, damit hab´ ich mich schon oft genug herumgeärgert. Die Crux ist nur, für viele MTB´s gibt es oft keine kompatiblen, wirklich stabilen Ständer. Und die marktüblichen Versionen haben beim selben Hersteller nochmal in der Qualität nachgelassen.

Jep, deshalb ist das schlimmste was man sich antun kann, ein Fully mit One-Wheel Anhänger für die Fahrradtaschen. Am Fully bekommt man meist keinen Fahrradständer montiert ohne das Fully zu beschädigen bzw. sind die Rohre oft auch eckig oder man hat schlicht keinen Platz für die Montage und der One-Wheel Anhänger ist selbst beim Anlehnen an Wände, Zeune etc. nicht immer stabil je nach Untergrund. Also diese Kombi ist einfach nur nervig!

Och an sich schlepp ich gern meine DSLR rum, man muss nicht immer alles auf Leichtbau auslegen. Und Spaß macht die Fotografie damit schon. Und wenn ich mich schon auf so eine Reise begebe, dann möchte ich mich nicht zuhause nach all der Anstrengung und logistischer Herausforderung samt ggf. Wetterglück über irgendwelche JPEG Artefakte oder andere Mängel in den Fotos aufregen. Dafür schleppe ich an dieser Stelle das Gewicht gerne mit rum. Alle anderen Ausrüstungsgegenstände kann man wiegen und dann überlegen ob man nicht z.B. doch die leichteren Socken und T-Shirts mit nimmt oder doch etwas in eine leichtere Alternative investiert.

Viel Spaß beim Testen,

Grüße vom Lichtmaler aus Köln
Michael B. Rehders Michael B. Rehders   Beitrag 8 von 11
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Zitat: Dieter Ruhe 11.06.20, 16:56Zum zitierten BeitragAber die Radtouren bereiten mir schon seit Jahrzehnten Kopfzerbrechen zwecks sicherem Transport der Kamera bei gleichzeitiger, möglichst zackiger Verfügbarkeit.
Auf dem Fahrrad und überhaupt unterwegs nutze ich gerne meinen Kamera-Holster (Spyder Pro V2) von Ejoy your camera.

Die Kamera ist gesichert, kann also nicht herunterfallen.
Ein Griff an die Hüfte reicht dann, um die Kamera zu ziehen und die Aufnahmen zu machen.
Tolles Teil, weil die Hände frei bleiben bei Nichtnutzung.
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 9 von 11
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Zitat: Michael B. Rehders 15.06.20, 16:36Zum zitierten BeitragAuf dem Fahrrad und überhaupt unterwegs nutze ich gerne meinen Kamera-Holster (Spyder Pro V2) von Ejoy your camera.
Die Kamera ist gesichert, kann also nicht herunterfallen.
Ein Griff an die Hüfte reicht dann, um die Kamera zu ziehen und die Aufnahmen zu machen.
Tolles Teil, weil die Hände frei bleiben bei Nichtnutzung.


Danke, habe mir den Kampfkoppel ;-) mal im Video angeschaut, ein hochinteressantes und sehr robust und wertig ausschauendes Teil. Polizisten tragen ja sowas Ähnliches am Bund. Vor allem auf Wanderungen und beim Stadtbummel kann ich mir den sehr gut vorstellen, und wenn, dann muß es unbedingt auch Version 2 sein. Gut, der Preis ist zwar angemessen, aber schreckt mich (noch) ein ganz klein bißchen ab.

Auf dem Fahrrad drückt die ganze Konstruktion, wenn man sie voll ausreizt, etwas in den Bauch. Bin zwar eigentlich fit und gut trainiert, aber hab´ mit Reflux und Sodbrennen zu tun. Vielleicht erfindet der Hersteller für Version drei noch so eine Art Trägersystem, welches man sich wie ein X über den Rücken ziehen könnte, ähnlich wie ein klassischer Hosenträger für beleibte Menschen. Was mich auch noch etwas davon - speziell beim Radeln - abhält, ist die Tatsache, dass ich mich auf meinen MTB-Touren auch schon mal desöfteren achtkantig auf die Fresse lege - dann wäre die Kamera ziemlich ungeschützt und viel früher am Boden zerstört, als wenn ich sie höher positioniert an mir trüge.

Aber beim Wandern und Bergsteigen könnte ich diesen tollen Gürtel echt gut gebrauchen, vor allem auch auf Klettersteigen.
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 10 von 11
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Zitat: kmh 11.06.20, 18:04Zum zitierten BeitragIch habe meine D750 auch auf dem Fahrrad um den Hals. Sonst würden mir viele Bilder entgehen. Man muss dann auch nicht immer absteigen.
vG Markus


Zitat: MBodo 11.06.20, 18:39Zum zitierten BeitragIch hänge mir die Kamera mit dem Gurt immer quer über die Schulter, so dass sie seitlich links sitzt. Dem Gurt gebe ich soviel "spiel", dass ich sie direkt hochziehen und knipsen kann.

Zitat: Lichtmaler Köln 11.06.20, 18:54Zum zitierten BeitragDa braucht man nix basteln... schau Dir mal die Lowepro Topload Pro 75 AW II an.

Problem gelöst, habe jetzt die ersten Touren mit Umsetzung Eurer Ratschläge hinter mir. Also bei Passagen mit dichtgestaffelten Sehenswürdigkeiten trage ich die Kamera jetzt auch beim Radeln seitlich an der Schulter, packe sie aber zwischendurch bei längeren Fotopausen und Kilometerfresserei in die von Lichtmaler empfohlene, neue Fototasche. Bekommt man zwar bei uns in der ganzen Stadt nicht, weil es keine Konsumer- , sondern eine Profitasche ist, aber im Netz findet man alles, und da habe ich sie für preiswerte Euro 79,-- incl. Versand gefunden. Euch dreien ein ganz herzliches Dankeschön...!
Lichtmaler Köln Lichtmaler Köln Beitrag 11 von 11
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Zitat: Dieter Ruhe 23.06.20, 23:51Zum zitierten BeitragEuch dreien ein ganz herzliches Dankeschön...!

Sind eben Erfahrungswerte von Radreisen... gern geschehen.

Grüße vom Lichtmaler aus Köln.
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