lebenszeit akkus und selbstentladung

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Photonenbändiger Photonenbändiger Beitrag 1 von 13
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moin,

in meinen rucksäcken liegen die kameras eigentlich immer mit arbeitsfähigen akkus. eben habe ich eine kontrolliert, die ich schon seit einer weile nicht benutzt habe. ergebnis: akku leer.

gut. ich habe nur drei akkus und war damit nie unterversorgt. zwei davon sind inzwischen schon 9 jahre alt, einer 5 jahre, alles "originale" von canon.

dass sich akkus selbst entladen, ist mir bekannt. und auch, dass die kapazität mit der zeit nachlässt (alterung und abhängig vom nutzerverhalten sowie bisherigen ladezyklen).

meine frage, zum besseren technischen verständnis: nimmt die neigung zur selbstentladung mit zunehmender nutzungsdauer zu?

fest steht: ich werde in den nächsten tagen neue kaufen müssen. ich will keine diskussion darüber führen, ob "originale" oder fremdhersteller. bis auf die wirklich richtig billigen dinger aus der bucht, gibt es da firmen, welche den markenteilen in nichts nachstehen. denn mein verdacht: die teile kommen fast ausschließlich aus ein und der gleichen bude in china. nur im label unterscheiden sie sich. und die markenartikler lassen sich das dann gut bezahlen. ich kenne das u.a. von kopflampen (fast identische produkte und zwischen marke und discount-angebot eine preisspanne von 400%!).

hat jmd eine empfehlung mit guten erfahrungen bzgl "fremdherstellern" bei akkus?

lg phb
PANOSundART PANOSundART   Beitrag 2 von 13
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Zunächst mal, Akkus haben im Alter immer weniger Kapazität (Ah) Also nie mehr 100%. Mein Macbookakku z.B. zeigt nach nun 6 Jahre ein Fassungsvermögen von 89% an, die dann die neuen 100% darstellen. Also Ladanzeige 100 sind dann nur noch echte 89%

Zur Kamera, ein Akku in der Kamera entläd sich schneller als einer neben der Kamera. Zum einen braucht die Uhr/Kalender Strom und auch (wenn CF Karte) auch der Controler der Speicherkarte. In wie weit die Kameraelektronik auch Stand By ist, weis ich nicht.

Ich habe neben den Originalen Nikonakkus auch welche von Patona im Einsatz, die fast so lang durchhalten wie die Originalen. Allerdings ist da die Fehlerquote höher. Musste schon 2 Stück aussondern weil nach 2 Jahren kaputt.

Ich dachte immer das ich möglichst viele Reserveakkus brauche, komme aber Heute zum Schluss das 2 Originale immer ausreichend waren. Der Rest entläd sich einfach nur ungenutzt von selbst.
Beispiel: Nikon D4S und 14 Tage Nilkreuzfahrt = 860 Fotos mit nur einem Akku der noch viertel Voll war zu Hause. 3 Akkus umsonst mitgeschleppt.

Nachtrag: Die in den Akkus enthaltenen Zellen haben nach der Herstellung nie die gleiche Kapazität und Ladeverhalten. Um nun so ein Akku zu konfektionieren müssen annähernd gleiche Zellen genommen werden. Das ist aufwändig aber zahlt sich hnterher aus. Bei den Billigheimern verzichtet man auf diese Konfektion und verbaut auch schon mal Gurkenzellen die bei den Markenfirmen durchfallen würden.

LG, Alfred
Sören Spieckermann Sören Spieckermann   Beitrag 3 von 13
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Bei den modernen Akkus ist "Alterung" meist mit Zell-Oxidation gleichzusetzen (Chemische Änderungen des Elektrolyten sind meist weniger relevant). Genauer gesagt mit der Oxidation der Elektroden. je höher die LAgertemperatur bzw. je höher der Ladezustand desto schneller geht die Oxidation voran.

d.h. ein voll geladener Akku der nicht genutzt wird altert schneller als ein nur halb voller.
Deshalb besitzen Akkus der modernen Generation (also keine Kameraakkus:-) ) eine Entladeautomatik die z.B. automatisch nach 10 Tagen Nichtnutzung den Akku auf ca. 50% entladen. (Meist steht dann so etwas wie "Intelligentes Lademanagement" etc. auf der Batterie)

Zitat: Photonenbändiger 24.11.19, 19:04Zum zitierten Beitragnimmt die neigung zur selbstentladung mit zunehmender nutzungsdauer zu?
Die Selbstentladung ist relativ unabhängig von dem alter des Akkus.Beträgt ca. 1 bis 2% pro Monat der Restkapazität. Die Selbstentladung ist jedoch stark von der Lagertemperatur abhängig.

Gruß
Sören
Photonenbändiger Photonenbändiger Beitrag 4 von 13
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Zitat: Sören Spieckermann 25.11.19, 07:25Zum zitierten BeitragBeträgt ca. 1 bis 2% pro Monat der Restkapazität. Die Selbstentladung ist jedoch stark von der Lagertemperatur abhängig.

so lange stand die kamera nicht rum. und die temperaturen - so um 15-20 grad. ich denke, dass der akku jetzt wirklich überm zenit ist. 9 jahre ist ja auch nicht übel.

und ja - ich habe davon gehört, dass man akkus nicht im vollladestand lagern soll. leider haben meine geräte solche selbstentladefunktion nicht. aber seit ich das weiß, liegen meine speicherakkus (man sagt jetzt wohl pauerbänks .-) überm winter, wenn ich sie nicht brauche mit ca 50% im schrank. die sind ja nur für längere touren unterwegs. auch mein ROAR-lautsprecher, der ja nur zu kartierungszwecken in der brutzeit zum einsatz kommt.

zum glück hat mein neues laptop eine gute ladesteuerung. da habe ich eingestellt, dass ein ladevorgang erst unter 40% ausgeführt wird und bei 70% enden soll. da hat endlich mal einer mitgedacht. wenn man schon die akkus nicht mehr rausnehmen kann, dann wenigstens so. bei meinem alten läppi habe ich im netzbetrieb den akku konsequent entfernt. mit der folge, dass er nach 9 jahren noch richtig gut war.
Photonenbändiger Photonenbändiger Beitrag 5 von 13
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na ich werde dieser tage mal recherchieren, was weiss, patona oder ansmann so im angebot haben. ich denke, so um die 20-30€/st - das sollte zuverlässig sein.
Christian Gigan Weber Christian Gigan Weber   Beitrag 6 von 13
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Zitat: Photonenbändiger 25.11.19, 11:57Zum zitierten Beitragna ich werde dieser tage mal recherchieren, was weiss, patona oder ansmann so im angebot haben. ich denke, so um die 20-30€/st - das sollte zuverlässig sein.Oder Hähnel.
Photonenbändiger Photonenbändiger Beitrag 7 von 13
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Zitat: Christian Gigan Weber 25.11.19, 12:46Zum zitierten BeitragZitat: Photonenbändiger 25.11.19, 11:57Zum zitierten Beitragna ich werde dieser tage mal recherchieren, was weiss, patona oder ansmann so im angebot haben. ich denke, so um die 20-30€/st - das sollte zuverlässig sein.Oder Hähnel.

die marke war wohl früher mal eine alternative. was ich hier lese, stimmt nicht optimistisch. https://www.amazon.de/H%C3%A4hnel-10001 ... B01J7RY0QQ

allerdings scheint es grundsätzlich bei allen fremdanbietern am qualitätsmanagment zu scheitern. hab schon mal einiges an bewertungen bei amazon gelesen. auch wenn negativbewertungen meist in der minderheit sind, so habe ich es mir angewöhnt, nur die ein/zwei-sternebewertungen zu lesen.

zudem wird offensichtlich, dass z.b. viele sets unter unterschiedlichem namen angeboten werden. merkt man oft an den beschreibungen. mit anderen worten: so viel nimmt sich das nichts.

jetzt habe ich eigentlich nur zwei möglichkeiten: zwei original-akkus ordern oder den fremden mal eine chance zu geben, auch wenn das rausgeschmissenes geld bedeuten kann. z.b. https://www.amazon.de/Floureon-Kameraak ... =UTF8&th=1

wobei es nicht mal das geld alleine ist. wichtiger ist doch, dass die dinger genau dann das machen, wofür sie gebaut worden sind, dass sie zuverlässig sind. was nützt mir ein günstiger, aber mangelhafter akku, wenn ich wochenlang draußen in der pampa hocke und solarstrom eine knappe rescource sein kann (wie 2017, wo man so wenig sonne hatte, dass es kaum für einen kleinen handy-akku gereicht hat, und das aus einem 20W-panel!).
Christian Gigan Weber Christian Gigan Weber   Beitrag 8 von 13
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Also ich benutze nur Originalakkus und denke da bin ich auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Mir ist es in Anbetracht der doch recht langen Lebensdauer der Teile egal, ob die nun 30 oder 80 Euro kosten. Mir ist es aber nicht egal wenn ein Akku nach zwei Jahren wegen irgendwelcher Produktionsfehler den Geist aufgibt.
Wie Du ja auch, möchte ich mich auf die Dinger verlassen können.
Ist letztlich vielleicht auch ne Sache der Nachhaltigkeit.
Bei Nikon zB. gibt es Listen wo alle Seriennummern bzw. Produktionsserien bei denen evtl. Fehlfunktionen auftreten könnten aufgeführt sind. Sollte man im eigenen Bestand so ein Exemplar ausfindig machen, bekommt man es ersetzt. Egal wie alt. Zumindest war das vor ein paar Jahren noch so.
Ich kenne aber auch genug Leute, die mit ihren Fremdakkus sehr zufrieden sind.
Aber so eine Diskussion wolltest Du ja gar nicht führen (hab gerade noch mal Deinen Eingangspost gelesen).
Sorry und LG, Christian
Photonenbändiger Photonenbändiger Beitrag 9 von 13
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Zitat: Christian Gigan Weber 25.11.19, 13:44Zum zitierten BeitragMir ist es in Anbetracht der doch recht langen Lebensdauer der Teile egal, ob die nun 30 oder 80 Euro kosten. Mir ist es aber nicht egal wenn ein Akku nach zwei Jahren wegen irgendwelcher Produktionsfehler den Geist aufgibt.
Wie Du ja auch, möchte ich mich auf die Dinger verlassen können.
Ist letztlich vielleicht auch ne Sache der Nachhaltigkeit.


in allen punkten: dito! mehr als gute gründe, die originale zu nehmen. zumal inzwischen die fremden zu 20€ auch kein garant für funktionalität mehr sind. und die mehrausgabe gemessen an der nutzungsdauer und vor allem (das ist ja das bizarre) im bezug auf das gesamtinvest einer ausrüstung ja wohl ein witz darstellt. ist so, wie am sportwagen am reifen zu sparen :-).

die letzten "fremden", die ich mal hatte, waren ansmänner für die eos 40. davon waren aus der 4er-packsendung aber auch schon einer ab werk schrott und einer nach 2 monaten im eimer.
WolfgangKI WolfgangKI   Beitrag 10 von 13
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Der Hauptgrund für OriginalAkkus spricht, wenn man z.B. länger filmt, die Akkus sehr viel zuverlässiger Strom liefern. Bei Fremdfabrikaten besteht die Gefahr dass bei wichtigen Aufnahmen oder beim Filmen der Strom auf einmal weg ist..

Ich lasse meine Akkus bei längerer Nichtbenutzung entladen liegen..

Meine OriginalAkkus für die Panasonic-GF1 funktionieren nach fast 10 Jahren noch fast wie neu, ich habe mit der Kamera sehr viel fotografiert. Die Mehrausgabe für Originale macht schon Sinn, sonst spart man am falschen Ende..

WolfgangKI
Christian Gigan Weber Christian Gigan Weber   Beitrag 11 von 13
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Und wenn ein defekter Fremdakku in der Kamera abraucht oder sonstwie die Kameraelektronik ruiniert, ist natürlich auch Schluss mit jeglicher Garantie oder Gewährleistung. Da hat sich die Anschaffung dann ja wirklich gelohnt. Aber....GEIZ IST ja GEIL!
LG, Christian
Stefan Bar. ² Stefan Bar. ²   Beitrag 12 von 13
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Ich will nicht verstehen, warum Akkus nicht so konzipiert sind, dass sie immer einsatzbereit, sprich voll geladen, sein können. Also mein Unwillen betrifft nicht die Physik sondern die Leistung der Ingenieure, denn eigentlich ist das Murks. Die selbe Frage stellt sich ja auch bei Elektroautos. Die soll man im Idealfall nur bis 80-85% laden um die Lebensdauer zu erhöhen. Rein aus Konsumentensicht ist das imho inakzeptabel.
WolfgangKI WolfgangKI   Beitrag 13 von 13
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Das Problem bei den Akkus sind die Elektroden im Akku selber. Die verändern sich bei voller Ladung mit der Zeit, wenn sie nicht ständig ge,- und entladen werden..Das sind chemische Prozesse die sich in den Akkus abspielen..
Normale Batterien haben auch eine geringe Selbstentladung. Die wirft man dann weg, entsorgt sie..

Das Problem haben auch Autobatterien, NiCd-Akkus und NiMh-Akkus. Das haben die Entwicklungsingenieure noch nicht so im Griff, aber es sind deutliche Fortschritte in der Technologie sichtbar.

Ich lasse immer einen vollgeladenen Akku in der Kamera, dieser entlädt sich über Wochen ganz langsam. Ich kontrolliere die Kamera mit dem Ladezustand des Akkus..
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