Camcorder/Bridgekamera mit Powerbank versorgen

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simon7788 simon7788 Beitrag 1 von 5
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Hallo Leute,

ich habe folgendes Problem: Für ein Forschungsprojekt brauche ich eine Kamera mit großer Brennweite für ununterbrochenes Filmen mit Stativ über mehrere Stunden. Auflösung und Quali ist eher zweitrangig. Da das ganze im Wald passieren soll, denke ich über eine Stromversorgung mittels Powerbank nach.
In frage käme bis jetzt ein Panasonic Camcorder HC-W580 oder ein HC-V777. Beide haben einen USB Anschluss zum Laden des Akkus. Meine Frage nun: Kann ich über den besagten Anschluss mittels Powerbank nur den Akku der Kamera laden oder kann ich sie damit auch betreiben???
Mit einer 20.000 mAh Powerbank müsste ich damit ja locker mehrere Stunden klarkommen.

Noch eine Frage für die Profis unter euch:
Anfangs dachte ich an eine Bridgekamera Nikon P900. Da diese jedoch - wie alle Fotokameras - in der EU ein festgelegtes Aufnahmelimit von 30 min am Stück hat und ich nicht stundenlang dabei stehen kann um die Aufnahme jedes mal fortzusetzten, bin ich davon abgekommen. Meine zweite Frage nun: Gibt es dieses Aufnahmelimit auch bei Kameras, die ich in der Schweiz kaufe? Falls nein, würde der Sensor dieser der P900 eine mehrstündige Filmaufzeichnung thermisch überhaupt aushalten?

Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten! Vielen Dank schon mal!!!
rooibosratte rooibosratte Beitrag 2 von 5
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Zitat: simon7788 12.12.17, 19:57Zum zitierten BeitragKann ich über den besagten Anschluss mittels Powerbank nur den Akku der Kamera laden oder kann ich sie damit auch betreiben???

Rechnen wir das mal durch: Leistung ist Stromstärke mal Spannung.
Rein rechnerisch liefert USB 2.0 bis zu 5V und 2A. Damit kannst du also ein Gerät mit einem Verbrauch von 10 Watt gerade so betreiben. Beide Kameras haben einen niedrigeren Stromverbrauch, sodass es theoretisch möglich wäre, sie per Powerbank zu betreiben.
Die Betriebsdauer: Eine Kamera, die zum Aufnehmen etwa 7W verbraucht, zieht 1400 mA die Stunde. Du musst die 20.000mAh-Powerbank also nach 20Ah/1,4A = 14 Stunden wechseln (mal davon ausgegangen, dass da tatsächlich 20 Amperestunden draufpassen und das kein geschönter Wert des Herstellers ist).
simon7788 simon7788 Beitrag 3 von 5
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Vielen Dank rooibosratte!!
rooibosratte rooibosratte Beitrag 4 von 5
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Gern geschehen.

Ich hab nochmal weiter recherchiert:
Zitat: simon7788 12.12.17, 19:57Zum zitierten BeitragGibt es dieses Aufnahmelimit auch bei Kameras, die ich in der Schweiz kaufe?
Das kann dir ein Schweizer besser beantworten. Die werden aber als Binnenstaat, von der EU eingekesselt, auch nix anderes als EU-Ware bekommen.

Zitat:würde der Sensor dieser der P900 eine mehrstündige Filmaufzeichnung thermisch überhaupt aushalten?
Kommt drauf an. Vor allem auf die Außentemperatur. Je kälter, desto mehr drückt die Außentemperatur die Wärmeentwicklung. Außerdem erzeugt jede eingesetzte Elektronik Abwärme. Das Problem ist dabei weniger der Sensor an sich als der Bildprozessor, der die Bilddaten verarbeitet.
Ich habe über den Bildprozessor der Nikon P900 nur sehr wenig herausgefunden. Meiner Vermutung (!) nach handelt es sich beim Expeed C2 um einen Milbeaut MB91696B der Firma Socionext. Der basiert auf einem ARM Cortex A5 MP 400MHz. Die absolute Maximaltemperatur dieses Prozessors im Betrieb darf nicht über 105° C steigen. Und das besser nur kurzzeitig als langfristig. Für die langfristige Nutzung sollte der Prozessor nicht heißer werden als 85° C.
Für den Langzeiteinsatz solltest du dir also Gedanken um die Elektronik machen: Mit jeder abgeschalteten Automatik (ich denke hier vor allem an den Autofokus und Bildkorrekturen) senkst du Akkuverbrauch und Wärmeproduktion. Du solltest außerdem die Bildqualität gering einstellen, damit der Prozessor weniger Daten berechnen muss und sich so nur langsam erhitzt. Wenn alle Stricke reißen, mach dir Gedanken, wie du den Prozessor luftkühlen kannst. Für ein paar Euro gibt es kleine Ventilatoren, die du an einen zusätzlichen Akku anschließen könntest.
Und selbst dann hättest du noch das Problem mit dem 30 Minuten-Limit.
Insgesamt denke ich, dass ein Camcorder dir weniger Probleme bereitet. Ein weiteres Problem wäre dann aber noch die Speicherung der Videodaten. Auch Camcorder bzw. Speicherkarten können nur mit einer gewissen Dateigröße umgehen und die Aufnahmen müssten manuell neu gestartet werden. Bei sechs Stunden Betrieb fallen Datenmengen an, für die du selbst mit einer 128 GB-Karte eventuell ( = je nach Codec und Auflösung) nicht mehr auskommst.
Eine automatisierbare oder remote bezahlbar einsetzbare Lösung bekommst du nur mit Mikroprozessor (z.B. Raspberry Pi) mit Kameramodul, wenn du Lust auf Elektronikbasteln und Programmieren hast oder jemanden kennst, der sich damit auskennt.

Was möchtest du denn machen? Wildbeobachtung?
Hast du dich mal im Bereich Wildbeobachtungskameras oder Überwachungskameras umgesehen?
JB Natur-Photo JB Natur-Photo Beitrag 5 von 5
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Hier ein Geheimtipp:
Wenn du dir eine neue Kamera oder einen neuen Camcorder von SONY kaufst, kannst du dir darauf diese App laden:
https://github.com/ma1co/OpenMemories-Tweak
Das Programm öffnet man am Computer und überspielt es dann via USB-Kabel auf die Kamera.
Die App deaktiviert das 30-Minuten-Zeitlimit für Videos, du kannst also dann stundenlang ohne Unterbrechung filmen. So eine App gibt es leider NUR für Sony-Kameras, da diese mit einem Android-App-System ausgestattet sind. Für Panasonic und Co. gibt es sowas nicht, also würde ich dir von einem LUMIX-Camcorder eher abraten, ebenso von der Nikon p900. Die ist eher zum Fotografieren gedacht, lange Filme kann man damit nicht machen.
Ich hoffe, ich konnte dir helfen ;-)
Viele Grüße,
Gipfelstürmer
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