Festbrennweite an Sony Alpha 6000 für Innenaufnahme

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zadig zadig Beitrag 1 von 26
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Hallo,

ich bin Foto-Anfänger und würde mich sehr freuen, wenn, mir Experten hilfreiche Hinweise zu meiner Frage geben könnten.

Ich besitze eine Sony Alpha 6000 und mache hauptsächlich Bilder von unseren Kindern im Haus. Dabei sind die Lichtverhältnisse nicht immer gut.

Deswegen hatte ich mit bereits ein Objektiv (Objektiv Sony SEL-35F18) mit Festbrennweite zugelegt, da dies wohl lichtstärker sein soll.
Die Bilder sind auf jeden Fall schärfer und besser als mit dem Kit-Objektiv, das ich auch noch besitze (Sony E PZ 16-50mm f3.5-5.6 OSS (SEL-P1650).

Die Brennweite von real 52mm ist für Innenräume nicht immer ideal, aber ich komme damit zurecht.
Hundertprozentig glücklich bin ich mit dem Objektiv hinsichtlich Schärfer, Verwacklung, usw. aber nicht.

Deswegen überlege ich, mir ein oder zwei weitere Objektive zuzulegen, weiß aber nicht, ob die in Frage kommenden Objektive überhaupt besser sind.
Diese Objektive sind mögliche Kandidaten.

Sigma 19mm f2.8 DN Art
Sigma 30mm f2.8 DN Art
Sony E 16mm f2.8 Pancake (SEL-16F28)
Sigma 16mm F1.4 DC DN
Sigma 30mm F1,4 DC DN

Hat jemand Erfahrungen mit diesen Objektiven?

Sind diese Objektive im Vergleich zu meinen beiden jetzigen Objektiven in Bezug auf meine Bedürfnisse besser?
Vor allem würde mich interessieren, ob sich das Kit-Objektiv mit Bildstabilisator hinsichtlich Verwacklung, usw. deutlich von diesen beiden unterscheidet: Sigma 19mm f2.8 DN Art und Sony E 16mm f2.8 Pancake (SEL-16F28)

Diese Objektive haben, wie die meisten Objektive in der Preisklasse bis 400 Euro, keinen Bildstabilisator.
Macht sich der Bildstabilisator bei meinen Bedürfnissen wirklich bemerkbar?

Über Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen.
mww schmidt mww schmidt   Beitrag 2 von 26
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Nutze das Samyang Objektiv 12mm f2.0
Ist aber alles manuell
Werner Proksch Werner Proksch   Beitrag 3 von 26
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Die Lichtstärke drückt sich in der größmöglichen Blende aus, also bei dem Sony 35 mm die Blende 1,8. Nur: Man muß diese größte/offenste Blende auch einstellen bzw. verwenden. Wenn man es der Automatik überläßt und diese z. B. die Blende 4 oder 5,6 wählt, dann ist das "lichtstarke" Objektiv auch nicht lichtsärker als andere. Also dann: Blendenvorwahl (1,8) benutzen und dazu Zeitautomatik. Dann aber die Zeit beobachten, bei langsameren Zeiten als etwa 1/60 sec. wird es kritisch mit Verwackeln. Nachteil bei offenen Blenden (1,8) ist, daß man nur eine sehr geringe Schärfentiefe hat und leicht Bildteile im Unschärfebereich sind. Also ist die Objektiv-Lchtstärke / offenste Blende auch nicht immer das Allheilmittel. Ich denke, manchmal wird ein Blitzlicht mit Diffusor oder an die weiße Decke gerichtet (zwecks weichem Licht), doch die besseren Ergebnisse liefern, zumindest im Haus. Im Sommer dann nach Belieben Außenaufnahmen machen... Ich habe die Erfahrung gemacht, daß JEDES Objektiv seine Stärken und Schwächen und damit seine Berechtigung hat. Ansonsten würde ich ein relativ lichtstarkes Objektiv mit einem kleinen Zoom-Bereich im Weitwinkel bisNormalbereich wählen, also z. B. etwa Brennweite 18-35 mm f 2,8. Für Portraits allerdings eher längere Brennweiten, z. B. 50-80 mm, sonst gibt es lange Nasen und Verzerrungen der Proportionen....
Werner Proksch Werner Proksch   Beitrag 4 von 26
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Ja, der Bildstabilisator macht sich bemerkbar. Man kann längere Belichtungszeiten verwacklungsfrei wählen. Nach meiner Erfahrung etwa 1-2 Stufen z. B. geht noch 1/30 wo ansonsten 1/60 oder 1/125 erforderlich gewesen wäre.
zadig zadig Beitrag 5 von 26
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Danke schon einmal für die netten und hilfreichen Rückmeldungen!! Ich teste es mal aus, wie ich mit dem Objektiv zurecht komme und experimentiere mit den Einstellungen ein wenig.

Ich verstehe das dann richtig, dass die von mir genannten Objektive ohne Stabilisator für meine Bedürfnisse (Bilder im Innenraum bei teilweise schwachem Licht) eher ungeeignet sind.

Ist denn das Zoom Objektiv Sony E PZ 16-50mm f3.5-5.6 OSS (SEL-P1650) mit Stabilisator, aber geringerer Blende, geeigneter als das Objektiv Sigma 19mm f2.8 DN Art ohne Stabilisator, aber mit besserer Blende?
Werner Proksch Werner Proksch   Beitrag 6 von 26
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Nun ja, der Bildstabilisator bringt schon etwas. Es ist ein bisschen Geschmackssache. Manche Fotografen halten diese Stabilisatoren für "unsportlich". Ein absolutes geeignet oder ungeeignet gibt es nicht. Das 16-50 mm / f 3,5-5,6 ist nicht ganz so lichtstark, hat aber dafür in den Bereichen 3,5-5,6 mehr Schärfentiefe.
Das 19 mm / f 2,8 ist sicher auch gut geeignet, von der Festbrennweite her eben etwas unflexibler, aber mit 19 mm geht sicher auch noch 1/30 sec verwacklungsfrei. Und gegenüber 5,6 läßt die Blende 2,8 die vierfache (!) Lichtmenge durch... Ich würde beiden Objektiven ihre Berechtigung geben. Und für Portraits noch eins im Bereich 50-80-135 mm. Dann wäre die Ausrüstung eigentlich ziemlich umfassend und für die meisten Zwecke komplett.

Eine andere Problematik ist auch, daß das "schlechte" Kunstlicht oft auch eine andere Farbtemperatur hat. Hier kann man mit einem Bildbearbeitungsprogramm noch kleinere Korrekturen durchführen hinsichtlich Farbkorrektur und auch Helligkeit / Kontrast. Erfahrungsgemäß sind etwas zu dunkle Bilder eher zu korrigieren als zu helle.

Und ich würde über ein günstiges Blitzgerät nachdenken, das zum System paßt, es aber möglichst indirekt einsetzen (an die Decke blitzen) bzw. auch nicht direkt oben aufstecken, sondern auf eine Schiene mit Handgriff neben der Kamera, so gibt es keine "roten Augen"....

Die Fotografie ist so ein komplexes Thema, man könnte Romane schreiben, aber auch hier gilt "Probieren geht über Studieren!"

Viel Erfolg und viele Grüße...
zadig zadig Beitrag 7 von 26
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Vielen lieben Dank für die ausführlichen Erläuterungen.

Eine Frage noch hinsichtlich der Objektive:

Das 16-50 mm / f 3,5-5,6 kann ich bei 16mm mit Blende 3,5 nutzen.
Besteht denn da zur Blende 2,8 beim Sigma 19mm f2.8 DN ein großer Unterschied zwischen 3,5 und 2,8?

Danke für den Hinweis mit dem Blitzgerät. Einen Blitz werde ich mir anschaffen, vermutlich den Rollei 56f.
Er ist wohl wirklich nötig...
Werner Proksch Werner Proksch   Beitrag 8 von 26
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Der Blendenwert 3,5 ist ein Zwischenwert zwischen 2,8 und 4. Zwischen zwei vollen Blendenstufen (also 2,8 … 4 )verdoppelt bzw. halbiert sich die Lichtmenge. Bei 3,5 kann man sagen, daß man etwa ein Viertel weniger Licht hat als bei 2,8. So wirklich groß ist dieser Unterschied aber nicht und auf der Gegenseite der Belichtungszeiten gleicht dies der Bildstabilisator alle mal aus. Also es wäre durchaus denkbar bei 16 mm mit der Blende 3,5 zufrieden zu sein, oder dann eben auf deutlich mehr Lichtstärke (wie 1,4 oder 1,8) Wert zu legen, was aber eine deutlich engere Schärfentiefe bedingt.

Ich persönlich würde erst einmal bei dem 16-50 mm bleiben und eher im Bereich 50-135 mm investieren, ich gebe aber zu, daß ich mich eher weniger im Weitwinkelbereich bewege... Ich selbst habe unter anderem für den mittleren Bereich ein lichtstarkes 28-75 mm mit durchgehend f 2,8. Das ist sehr gut für Portraits geeignet aufgrund der guten Freistellung vom Hintergrund (geringer Schärfentiefe bei 2,8) sowie aifgrund besserer Wiedergabe der Körper-/Gesichtsproportionen bei 50-75 mm und daneben auch für schwache Lichtverhältnisse.
Werner Proksch Werner Proksch   Beitrag 9 von 26
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Der Rollei 56 f ist sicher keine schlechte Wahl. Ich würde ihn aber möglichst indirekt einsetzen, also an die weiße Decke blitzen, auf einer Schiene mit Handgriff neben der Kamera montieren oder auch - von der Kamera weg "entfesselt" auf ein Stativ stellen und in einen Reflektorschirm hineinblitzen (weißer "Regenschirm" von Hama o. ä.), Die Variante mit dem Reflektorschirm (Zündung über über Funkauslösung o. ä.) ergibt ein sehr schönes weiches Licht. Wenn dann noch die Motive ein bißchen Abstand zum Hintergrund haben, damit es dort keine harten Schatten gibt, werden die Bilder perfekt...
zadig zadig Beitrag 10 von 26
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Vielen Dank für die netten und ausführlichen Hilfen.

Ich probiere jetzt Mal einiges aus, vor allem mit dem Blitz.
Werner Proksch Werner Proksch   Beitrag 11 von 26
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Beim Blitzen (z. B. für Kinder-Fotos im Wohnraum) würde ich alle Werte manuell vorgeben. Zum Beispiel:

ISO 800, das ist schon hochempfindlich aber vom Bildrauschen (Grobkörnigkeit) noch durchaus akzeptabel und trotzdem so hochempfindlich, daß der Blitz relativ schwach dosiert werden kann

Blende 3,5 bei 16 mm Brennweite als offenste Blende

Belichtungszeit 1/125 sec. oder 1/100 sec. oder 1/60 sec. (Je länger, desto mehr vorhandenes Licht wird genutzt) bei 1/60 könnten aber schon Bewegungsunschärfen aus dem vorhandenem Licht auftreten.

Den Rest soll die Dosierung des Blitzgerätes übernehmen über die TTL-Messung...

Auch hier gilt: Probieren geht über Studieren ...
zadig zadig Beitrag 12 von 26
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Ok, das werde ich ausprobieren. Muss nun nur noch warten, bis der Blitz ankommt...

Bin gespannt, wie die Bilder mit dem neuen Blitz werden!

Danke für die netten und hilfreichen Beiträge.
Kaiser-Fotos Kaiser-Fotos Beitrag 13 von 26
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Zitat: Werner Proksch 10.01.19, 23:07Zum zitierten BeitragNun ja, der Bildstabilisator bringt schon etwas. Es ist ein bisschen Geschmackssache. Manche Fotografen halten diese Stabilisatoren für "unsportlich". Ein absolutes geeignet oder ungeeignet gibt es nicht. Das 16-50 mm / f 3,5-5,6 ist nicht ganz so lichtstark, hat aber dafür in den Bereichen 3,5-5,6 mehr Schärfentiefe.
Das 19 mm / f 2,8 ist sicher auch gut geeignet, von der Festbrennweite her eben etwas unflexibler, aber mit 19 mm geht sicher auch noch 1/30 sec verwacklungsfrei.


1/30?? Lies dir doch mal einfach durch was der TO fotografieren will: "Ich besitze eine Sony Alpha 6000 und mache hauptsächlich Bilder von unseren Kindern im Haus. Dabei sind die Lichtverhältnisse nicht immer gut."

Kinder bei 1/30, da kannst du entwedet die Kinder festtackern, oder die Bilder direkt in die Tonne werfen.
zadig zadig Beitrag 14 von 26
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Also müsste ich um einiges höher?
1/200 oder 1/400?
Werner Proksch Werner Proksch   Beitrag 15 von 26
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Es kommt natürlich drauf an, wie beweglich die Kinder dabei gerade sind, das stimmt. Wenn sie herumtoben, ist 1/30 sicherlich zu langsam. Sind sie aber mehr oder weniger ruhig beschäftigt ist bei 16mm Brennweite und Bildstabilisator 1/30 sec. durchaus gerade noch im grünen Bereich, meine ich.

Auch da kann man experimentieren, aber mit einer schnelleren Zeit als z. B. 1/125 wird es bei vorhandenem Licht dann eng. Ich würde es bei Bewegung mit 1/125 versuchen und aus den Ergebnissen schließen, ob das schnell genug ist.

Beim Blitz ist es wieder anders, das Blitzlicht selbst ist ohnehin sehr kurzzeitig und die Verschlußkonstruktion der Kamera gibt eine schnellstmögliche Zeit vor. Bei der Sony Alpha 6000 ist dies 1/160 sec.
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