Libellen fotografieren

<12345 ... 7>
Diskutier doch mit!
Anmelden und kostenlos mitmachen.
Kostenlos mitmachen
Deine Daten sind bei
uns sicher!
Google Anzeigen Google Anzeigen
Gianluca Usai Gianluca Usai Beitrag 1 von 100
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Guten Tag zusammen,

... mich faszinieren Libellen sehr, nur leider finde ich kaum welche bei uns in der Gegend.
Ich weiss, dass diese Tiere ruhiges und sauberes Wasser bevorzugen, jedoch weiss ich nicht zu welchen Uhrzeiten und Temperaturen diese am meisten aktiv sind bzw. wo sich diese am häufigsten aufhalten (also am Ufer / naheliegende Gräser). Ist der Frühling überhaupt geeignet oder hat man mehr Glück im Sommer/Frühherbst?

Ich denke auch daran Libellen im Morgentau zu fotografieren z.b.
Von einem anderen fc-Mitglied habe ich erfahren, dass Libellen gerne an dem Ort zurückkehren, an dem die sich kurz vorher niedergesetzt haben, auch wenn man die kurzzeitig verscheucht hat.

Vielleicht ist ja hier jemand, der sich gut darin auskennt.
Das wäre super! :)

Wenn jemand auch Tipps zur Technik hat, wäre das zudem auch noch interessant.
Die längste Brennweite die ich im Moment habe, ist ein 100mm Macro und zwei Stative: Eines was vom Boden bis 50cm hoch ist und das andere dann sozusagen ab 50cm bis 1,58m.

Besten Dank im Voraus.
naturfreak85 naturfreak85 Beitrag 2 von 100
1 x bedankt
Beitrag verlinken
Libellen gibts eigentlich überall da, wo es auch Gewässer gibt. Die Zeit jetzt ist nicht schlecht, um Libellen zu sehen. Allerdings sind noch nicht alle Arten da. Meist sitzen Libellen in Ufernähe. Sehr früh morgens sieht man meist noch keine, da die sich in den Pflanzen verstecken...oft auch in Bodennähe oder Büsche, wo man nicht ran kommt. Kommt die Sonne raus klettern sie langsam die Pflanzen hoch und trocknen sich. Das ist dann die Zeit, wo ich beispielsweise gern solche Fotos mache. Da kommt man auch sehr nah ran, weil die eben noch nicht fliegen können. Da reicht selbst 50mm Brennweite aus.

Libellen kommen oft wieder zum Platz, wenn sie verscheucht wurden. Gilt aber meiner Meinung nach eher für Großlibellen. Wenn du eine Libelle mit Tau fotografieren willst spielt das aber keine Rolle. Wenn die Libelle fliegt ist der Tau eigentlich schon weg ;) Und auch sonst...du wirst nicht jeden Morgen richtigen Tau haben. Ein wenig Glück braucht man...
Gianluca Usai Gianluca Usai Beitrag 3 von 100
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Vielen Dank.

Wenn die Libellen beim Auftauchen der Sonne hochklettern, müsste das ja dann so in der frühen goldenen Stunde sein, aber es kann sicher auch später sein, bis die halt von den Sonnenstrahlen erwärmt werden. Da müsste ich mir mal den Wecker stellen :)
Solche Bedingungen wären optimal, dann könnte ich in Ruhe das Stativ aufbauen und mit meinen 100mm käme ich auch super klar.

Bei uns am kleinen See gibt es eine größere Libellenart, den Blaupfeil. Den habe ich auch schonmal erwischt.
Vielleicht müsste ich einfach mal einen anderen, vielleicht auch größeren See abklappern.
Gut zu wissen, dass die kleineren Arten eher nicht zurückkehren. Ohnehin find ich die größeren Exemplare spannend.
effendiklaus effendiklaus   Beitrag 4 von 100
1 x bedankt
Beitrag verlinken
Libellen brauchen ne Flugtemperatur ab ca.17 Grad.
Wenn man Arten fotografisch sammeln will, sollte man spezielle Biotope kennen.
Mir reichen die Teichgärten der Nachbarn.
Heuer scheinen gute Chancen zu bestehen, ich vermute, es wird wieder ein gutes Insektenjahr.
Eine Mosaikjungfernart Eine Mosaikjungfe… effendiklaus 10.07.15 8
Gianluca Usai Gianluca Usai Beitrag 5 von 100
0 x bedankt
Beitrag verlinken
verstehe.

Ich denke auch, dass ich mir neue Locations suche muss, der See um die Ecke ist wirklich nicht sehr belebt.
Wir haben zahlreiche Seen hier in der Gegend, es stellt sich mir die Frage, sind Seen generell besser geeigent als Teiche? Ich habe mal gelesen, dass es durch die ganzen Pestizideinsätze, heutzutage viel weniger Insekten gibt als noch vor 20 oder 30 Jahren... Zumindest bei uns in der Ecke scheint das zutreffend zu sein.

Jedoch werde ich defnitiv morgens losgehen, der Tip mit der Temperatur ist sehr hilfreich.
naturfreak85 naturfreak85 Beitrag 6 von 100
1 x bedankt
Beitrag verlinken
Zitat: Gianluca Usai 11.05.18, 13:26Zum zitierten BeitragVielen Dank.

Wenn die Libellen beim Auftauchen der Sonne hochklettern, müsste das ja dann so in der frühen goldenen Stunde sein, aber es kann sicher auch später sein, bis die halt von den Sonnenstrahlen erwärmt werden. Da müsste ich mir mal den Wecker stellen :)
Solche Bedingungen wären optimal, dann könnte ich in Ruhe das Stativ aufbauen und mit meinen 100mm käme ich auch super klar.

Bei uns am kleinen See gibt es eine größere Libellenart, den Blaupfeil. Den habe ich auch schonmal erwischt.
Vielleicht müsste ich einfach mal einen anderen, vielleicht auch größeren See abklappern.
Gut zu wissen, dass die kleineren Arten eher nicht zurückkehren. Ohnehin find ich die größeren Exemplare spannend.


Ich sehe die meistens zum Ende der Goldenen Stunde oder danach. Bei uns an den Seen kommt die ganz frühe Sonne gar nicht durch wegen den Bäumen. Man muss aber auch nicht zwingend sehr früh fotografieren. Ich finde auch zum etwas späteren Morgen hat man super Licht. Vor allem wenn das Tier nur indirekt beleuchtet wird und der HG von der Sonne angestrahlt wird....gibt auch schöne Farben.

Blaupfeile haben wir auch viele, aber habe dieses Jahr noch keinen gesehen. Ansonsten gibts ja meist noch Mosaikjungfern an vielen Gewässern. Ich würde auch mal das Schilf absuchen nach Libellenlarven...manchmal kann man welche schlüpfen sehen.
effendiklaus effendiklaus   Beitrag 7 von 100
1 x bedankt
Beitrag verlinken
Mach Dir auch keine Gedanken, über sogenannte Fluchtdistanzen.
Deren Bewegungsdrang ist allein temperaturbedingt.
Mein neuer Buddie Mein neuer Buddie effendiklaus 25.08.13 22

Die Blaugrüne Mosaikjungfer hab ich als junge ungefärbt, mittelalterlich aber nicht als blaugefärbte Alte erwischt.
Nur gesehen.
KreativerChaot KreativerChaot Beitrag 8 von 100
1 x bedankt
Beitrag verlinken
Libellen fotografieren ist gar nicht einfach :D Einerseits nutze ich eine Zoom Canon EF 70-200 mm 1:2,8 L IS II USM, das allerdings schon mit nem stolzen Preis daher kommt. Je nachdem wie oft du auf Tour bist lohnt sich vllt auch ein Leihobjektiv.
Und der zweite wichtige Faktor ist ein ordentliches Stativ. Früher bin ich immer mit einem Rollei Traveler No.1 umhergezogen, aber da mein Equipment zu schwer wurde war mir das alles viel zu wackelig. Inzwischen hab ich mir das Rollei C6i Carbon ( http://stativwelt24.de/allround-stativ/ )angeschafft und bin vollends zufrieden. Es ist deutlich stabiler und kommt mit dem Gewicht meiner Kamera + Objektiv klar.
Kleiner Tipp noch für den festen Stand. Häng deine Kameratasche unten ans Stativ. Bringt extrem viel, wenn du dadurch weniger Schwingungen und Wackler hast.

LG
RS-Foto RS-Foto   Beitrag 9 von 100
2 x bedankt
Beitrag verlinken
Libellen kehren nach einer Störung, nicht nur gerne an den gleichen Ansitz zurück.
Sie fliegen auch häufig immer die gleichen Wege, was für Flugaufnahmen wichtig ist !
Mit Deinem EF 100-Makro bist Du für Nahaufnahmen gut gerüstet.

Augenwischer Augenwischer RS-Foto 17.06.15 12

Flugaufnahmen werden mit 100 mm schon schwieriger.
Beobachte die Libellen an Deinem Standort. Du wirst sehr schnell erkennen wie die Libellen "ticken" ;)
VG Roland
P.S. Meine Insekten-Makros mache ich meistens "Freihand"....
effendiklaus effendiklaus   Beitrag 10 von 100
1 x bedankt
Beitrag verlinken
@ Roland, für Naturfotos benötigt man eben viel Geduld, Zeit und Beobachtungsgabe.
Etwas Glück gehört auch dazu und Serienaufnahme.
Fur ne Libelle im Flug, muss man wissen wo deren bevorzugter Landeplatz und Anflugwinkel ist.
Dann braucht man wohl ein Stativ, Voreistellung, Fernauslöser und nen Hocker.
Ist allerdings auch keine Garantie....
Ich hab mal in einem Steinbruch mit Stinkerkäse auf nen Schillerfalter gelauert.
Kein Falter, dafür ein kräftiges Abendbrot. :-)
effendiklaus effendiklaus   Beitrag 11 von 100
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Zitat: KreativerChaot 12.05.18, 10:30Zum zitierten BeitragLibellen fotografieren ist gar nicht einfach.
Kommt auf die Lufttemperatur an.
Stativ ist auch nicht so meine Sache.
Kein Flugwetter Kein Flugwetter effendiklaus 21.06.15 7
naturfreak85 naturfreak85 Beitrag 12 von 100
1 x bedankt
Beitrag verlinken
Serienaufnahme habe ich auch immer drin. Damit habe ich auch immer frei Hand Fotos gemacht. Habe mir aber schon irgendwie angewöhnt ein Stativ mitzuschleppen. Irgendwie aber der absolute Horror...dermaßen zeitraubend und umständlich. Heute auch wieder nutzlos, da das Tier bloß knapp 20cm über den Boden war und dabei habe ich schon ein Ministativ. Habs dann mit abgestützten Armen gemacht, aber trotzdem verwackelt...mein neues Makro hat kein Stabi...ist auch ziemlicher Sch*, wobei die BQ gut ist....wenn man es denn mal scharf hinbekommt.
K.G.Wünsch K.G.Wünsch Beitrag 13 von 100
1 x bedankt
Beitrag verlinken
Zitat: naturfreak85 12.05.18, 23:08Zum zitierten Beitragrgendwie aber der absolute Horror...dermaßen zeitraubend und umständlich. Heute auch wieder nutzlos, da das Tier bloß knapp 20cm über den Boden war und dabei habe ich schon ein Ministativ. Habs dann mit abgestützten Armen gemacht, aber trotzdem verwackelt...mein neues Makro hat kein Stabi...ist auch ziemlicher Sch*, wobei die BQ gut ist....wenn man es denn mal scharf hinbekommt.

Mit einem vernünftigen Stativ ist diese Höhe locker machbar. Die Orchidee die ich heute fotografierte war niedriger und hätte ich aufgrund der Blütenorientierung einen noch niedrigere Kameraposition benötigt wäre auch das gegangen (ich komme dank sehr flexiblem Kopf und einem dann halt etwas zweckentfremdetem Kreuzeinstellschlitten auf 0cm über dem Boden wenn es sein muss)... Das können sogar zwei von meinen Stativen ohne Probleme, eines davon noch nicht einmal ein Ministativ. Und wenn man erst einmal gelernt hat damit umzugehen ist es gar nicht mehr zeitraubend - bei mir steht das Stativ innerhalb von Sekunden wenn ich mich nicht wegen des Motivs langsamer bewegen muss...

Meine Makroobjektive haben übrigens Bildstabilisator, nur der ist permanent ausgeschaltet, wie auch der schnelle Autofokus - diese beiden Dinge brauche ich nicht, die Stativschelle dagegen ist unverzichtbar weil sie mir die notwendige Freiheit in der Orientierung verschafft...
naturfreak85 naturfreak85 Beitrag 14 von 100
1 x bedankt
Beitrag verlinken
Stative sind auch noch Neuland. Habe aber auch noch keins mit sehr geringer einstellbaren Höhe gesehen im Laden, außer die mit biegsamen Beinen. Meins kann höchstens auf 30cm runter...reicht meist ja auch, nur heute nicht. Pech muss man haben...
effendiklaus effendiklaus   Beitrag 15 von 100
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Nunja, Libellen hab ich noch nicht als Tiefflieger wahrgenommen.
Google Anzeigen Google Anzeigen
Google Anzeigen Google Anzeigen
Google Anzeigen Google Anzeigen
Diskutier doch mit!
Anmelden und kostenlos mitmachen.
Kostenlos mitmachen
Deine Daten sind bei
uns sicher!
Nach
oben