Insektenfotografie - Ausrüstung?

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M.-O. Mattern M.-O. Mattern Beitrag 1 von 15
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Hallo liebe Community,

ich brauche eure Hilfe.

Die Situation ist die folgende:
Für meine Arbeit suche ich ein passendes Kamerasystem, wobei die Arbeit die Kartierung von Käfern, Faltern, Libellen beinhaltet. Es geht um eine zum Teil auch nachträgliche, genaue Bestimmung von Arten anhand von Details, die wiederum in Schutzmaßnahmen für diese Tiere münden sollen.

Das aktuelle System (Panasonic Lumix) hat leider nicht die richtigen Eigenschaften für diese Arbeit.

Ich/mein Büro sucht ein System, das leicht (bis zu 10h zu Fuß im Gelände), robust (Ganztageseinsätze mit unterschiedlichen Witterungsbedingungen, vor allem viel Feuchte), schnell und einfach zu bedienen ist. Insekten, die auch mal auf der anderen Seite eines unüberquerbaren Baches im Schilf sitzen, sollten auch in ausreichendem Detailgrad aufnehmbar sein.
Die Kamera wird eher von Laien bedient werden. Eine einfache Bedienung wäre daher auch wünschenswert.

Ich schätze, dass das Budget bis 1300€ reichen könnte. Chefs haben da ja immer andere Vorstellungen. ;)

Ich würde meine Ideen erstmal für mich behalten und freue mich auf eure Einfälle und Hinweise.

Schnelle Komplettsysteme sind ebenso denkbar wie Kombinationen aus "günstigen" Bodies und etwas lichtstärkeren Telezooms (-200+?) oder Bodies die keine Probleme mit höheren ISOs haben und dafür ein normales Kitobjektiv bekommen ODER ODER ODER. ;) Es existiert bei dieser Frage keine Markenbindung.

Lasst euer Fantasie erstmal freien Lauf.

Vielen Dank im Voraus! Ich kann mich erst morgen wieder melden.

MfG
Christian Gigan Weber Christian Gigan Weber   Beitrag 2 von 15
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Zitat: M.-O. Mattern 05.09.20, 09:52Zum zitierten BeitragIch würde meine Ideen erstmal für mich behalten und freue mich auf eure Einfälle und Hinweise.
Ach so! ;-)))
naturfreak85 naturfreak85 Beitrag 3 von 15
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Wenn die Kamera von Laien bedient wird, dann kommen auch nur "Laien-Fotos" bei raus. Mit der Kamera muss man schon umgehen können. Normale Feuchte ist für Kameras kein Problem, dafür müssen sie nicht einmal wetterfest sein. Ansonsten gibt es Schutzhüllen, die gegen Regen schützen. Kosten gerade mal 10 Euro und schon ist jede Kamera wetterfest.

Lichtstärke nützt herzlich wenig bei Makros, zumindest wenn die Tiere größer im Bild sein sollen. Das lässt sich gar nicht sinnvoll nutzen, weil sonst der Schärfebereich viel zu klein ist. Kitobjektive sind auch nicht der Hit für sowas. Da würde ich eher ein Telezoom nehmen mit Zwischenring oder Nahlinse. Abbildungsmaßstab von 1:3 sollte man schon etwa erreichen bei Kleinlibellen und kleinen Faltern, das reicht aus. Bei kleinen Käfern aber wird das wohl nicht genügen, da besser gleich 1:1.

Mit Panasonic funktioniert das auch. Zumal es für das System auch günstige längere Brennweiten gibt oder das 60er Makro und MFT wird auch gerade bei sowas öfter genutzt.
effendiklaus effendiklaus   Beitrag 4 von 15
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Zitat: M.-O. Mattern 05.09.20, 09:52Zum zitierten Beitrag Insekten, die auch mal auf der anderen Seite eines unüberquerbaren Baches im Schilf sitzen,
MfG

Die Forderung ist wohl unerfüllbar.

Wie groß sollen die Viecher abgebildet werden?
Ansonsten hilft eine Voreinstellung mit P und f11 weiter. Einem Laien ein Makro zuzumuten ist auch schon sehr grenzwertig. Das sollte man schon geübt haben.
Weiters Kann man Insektenfotos nicht planmäßig verursachen.
Da gehört auch Glück dazu. Da helfen auch 10 Stunden Fußmarsch nicht viel weiter.
Mein neuer Buddie Mein neuer Buddie effendiklaus 25.08.13 22
Veterinärtheologe Veterinärtheologe   Beitrag 5 von 15
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Wie groß sollen die Viecher abgebildet werden?
Ansonsten hilft eine Voreinstellung mit P und f11 weiter. Einem Laien ein Makro zuzumuten ist auch schon sehr grenzwertig. Das sollte man schon geübt haben.

Entschuldigung, aber da ist wohl Unfug. Wenn der "Laie" nicht übt, dann wird er ewig "Laie" bleiben!
Mein ehrlicher Rat daher, ein gutes Macro-Objektiv anschaffen und üben, aber nicht gleich aufgeben wenn es
nicht auf Anhieb klappt. Ich habe z.B. mit dem Tampon 90mm gute Erfahrungen gemacht. Vor allem aber
kein billiges Gerümpel zum üben kaufen, denn wer billig kauft zweimal.
M.-O. Mattern M.-O. Mattern Beitrag 6 von 15
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Hallo again,

also erstmal vielen Dank für die Beiträge.

Das aktuelle "System" ist das folgende: Panasonic LUMIX DMC-FT5EG9-D. Ich rechne damit, dass jedes neue System eine Verbesserung darstellt. Einfach durch eine bessere Abbildungsqualität und einfachere/schnellere Bedienung des Zooms und kein "hineinrutschen" in den digitalen Zoom oder verwischte Bilder durch das betatschen der "Linse". Das Ziel ist nicht, die Insekten freizustellen oder ähnliches.
Eine Libelle die in 5-10m Entfernung mit bloßen Auge zu erkennen ist, sollte auch aus dieser Entfernung abgelichtet werden können. Der aktuelle Pixelbrei oder die "verpassten" Bilder sind das größte Problem.

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Naturfreak85:
Lichtstärke nützt herzlich wenig bei Makros, zumindest wenn die Tiere größer im Bild sein sollen.
--> Sehr guter Hinweis, den ich bei der bisherigen Recherche vernachlässigt habe. Gibt es einen groben Richtwert, mit welcher Blende du an die größeren Insekten rangehst?

Kitobjektive sind auch nicht der Hit für sowas. Da würde ich eher ein Telezoom nehmen mit Zwischenring oder Nahlinse. Abbildungsmaßstab von 1:3 sollte man schon etwa erreichen bei Kleinlibellen und kleinen Faltern, das reicht aus. --> Hast du Beispiele oder Empfehlungen im Kopf? Gerade für das Telezoom, von welchen Brennweiten sprechen wir?

Mit Panasonic funktioniert das auch. Zumal es für das System auch günstige längere Brennweiten gibt oder das 60er Makro und MFT wird auch gerade bei sowas öfter genutzt. --> Bitte noch Namen. Ich danke dir!

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effendiklaus:
Ansonsten hilft eine Voreinstellung mit P und f11 weiter. --> Vielen Dank für die Hinweise.

Weiters Kann man Insektenfotos nicht planmäßig verursachen.
Da gehört auch Glück dazu. Da helfen auch 10 Stunden Fußmarsch nicht viel weiter.

--> Es geht bei dieser Arbeit darum dass wir auf einer 200km langen Trasse mithilfe von Biologen, Auswertung von hochaufgelösten digitalen Orthofotos und Biotoptypenkartierung Zielgebiete ermittelt haben, die in regelmäßigen Abständen begangen werden um schützenswerte Arten nachzuweisen oder eben nicht. Unsere Aufgabe ist das "erzwingen" der Bilder, dass die gute Natur da nicht mitspielt, Glück und vor allem Können von Nöten sind ist klar. Aber das Bild ist nur eines von vielen Mitteln. Die aktuelle Situation bei diesem "Arbeitsschritt" kann durch eine verbesserung des Systems auch für einen Laien vereinfacht werden. Zumal ich die Meinung von Veterinärtheologe unterstütze.

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Veterinärtheologe:
Mein ehrlicher Rat daher, ein gutes Macro-Objektiv anschaffen und üben, aber nicht gleich aufgeben wenn es
nicht auf Anhieb klappt. Ich habe z.B. mit dem Tampon 90mm gute Erfahrungen gemacht. Vor allem aber
kein billiges Gerümpel zum üben kaufen, denn wer billig kauft zweimal.


Vielen Dank für den Hinweis auf das Tamron 90mm. Das "billige" Gerümpel soll ja extra vermieden werden. Aber da ich mich selbst wenig in der Macrofotografie auskenne, aber trotzdem einer der wenigen fotoaffinen Menschen im Büro bin, würde ich gerne ein sinnvolles System empfehlen. Wobei ich auf eure Hilfe angewiesen bin, da ich nicht die Zeit habe alles im privaten auszuprobieren oder in verschiedene Läden zu rennen...

Die Festbrennweiten sind schon interessant. Aber ich denke, dass sie für die Arbeit im Feld und auch die Erfahrungen der Kollegen mit einer solchen Fotoausstattung eher ein Hindernis sein werden. Das Telezoom, auch wenn es keine 1:1 Darstellung erreicht, ist meiner Einschätzung nach das flexiblere und einfacher zu bedienende Gerät.
Habt ihr für die oben genannten Anforderungen und vertieften Ausführungen noch etwaige Hinweise? Konkrete Hinweise würde ich gerne recherchieren.

MfG
naturfreak85 naturfreak85 Beitrag 7 von 15
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Zitat: M.-O. Mattern 06.09.20, 13:22Zum zitierten Beitrag---------------------------------
Naturfreak85:
Lichtstärke nützt herzlich wenig bei Makros, zumindest wenn die Tiere größer im Bild sein sollen.
--> Sehr guter Hinweis, den ich bei der bisherigen Recherche vernachlässigt habe. Gibt es einen groben Richtwert, mit welcher Blende du an die größeren Insekten rangehst?

Kitobjektive sind auch nicht der Hit für sowas. Da würde ich eher ein Telezoom nehmen mit Zwischenring oder Nahlinse. Abbildungsmaßstab von 1:3 sollte man schon etwa erreichen bei Kleinlibellen und kleinen Faltern, das reicht aus. --> Hast du Beispiele oder Empfehlungen im Kopf? Gerade für das Telezoom, von welchen Brennweiten sprechen wir?

Mit Panasonic funktioniert das auch. Zumal es für das System auch günstige längere Brennweiten gibt oder das 60er Makro und MFT wird auch gerade bei sowas öfter genutzt. --> Bitte noch Namen. Ich danke dir!

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Ich fotografiere ja eher Kleinlibellen und mal Falter, wenn ich sie sehe. Unter Blende 7.1 mache ich eigentlich gar nichts. Manchmal gehe ich auch in den 2-stelligen Bereich. Das kommt drauf an wie nah ich am Tier bin. Je näher, desto größer die Blendenzahl.

Als Telezoom nehme ich ein 50-230 mit Zwischenring (mit Kontakten) Allerdings bin ich bei Fuji.

Sowas hat aber eigentlich jedes System. Bei Panasonic und Olympus gibt es noch etwas mehr Brennweite für wenig Geld. 75-300 Olympus für nur ca. 400, Panasonic 100-300 für um die 500. Das 60er Makro von Olympus auch nur um 400. Alle Objektive kann man ja auch sowohl an Olympus als auch Panasonic nutzen. Da fehlt dann nur noch ein Zwischenring oder für einen noch höheren Abbildungsmaßstab eine Nahlinse (sind bei langen Brennweiten effektiver)
effendiklaus effendiklaus   Beitrag 8 von 15
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Zitat: M.-O. Mattern 06.09.20, 13:22Zum zitierten BeitragHallo again,

also erstmal vielen Dank für die Beiträge.

Das aktuelle "System" ist das folgende: Panasonic LUMIX DMC-FT5EG9-D. Ich rechne damit, dass jedes neue System eine Verbesserung darstellt. Einfach durch eine bessere Abbildungsqualität und einfachere/schnellere Bedienung des Zooms und kein "hineinrutschen" in den digitalen Zoom oder verwischte Bilder durch das betatschen der "Linse". Das Ziel ist nicht, die Insekten freizustellen oder ähnliches.
Eine Libelle die in 5-10m Entfernung mit bloßen Auge zu erkennen ist, sollte auch aus dieser Entfernung abgelichtet werden können. Der aktuelle Pixelbrei oder die "verpassten" Bilder sind das größte Problem.

Also geht es in erster Linie um Tierbestimmung?
Ein kleiner Sensor bietet sich da an.
Ihr habt da Ehrenamtliche die sich bereit erklären, auf Spaziergängen, ihre Augen offen zu halten?
Schau Dir mal die Bridge Lumix FZ 1000 an. Die hat von Haus aus 25-400mm Brennweite. Lässt sich ohne große optische Probleme auf 800mm erweitern.
Ist schnell voreingestellt und macht durch ihr Volumen auch für denTräger imagemäßig was her.
Erklärt ist die dann leicht.
FBothe FBothe   Beitrag 9 von 15
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Zitat: effendiklaus 07.09.20, 18:48Zum zitierten BeitragSchau Dir mal die Bridge Lumix FZ 1000 an. Die hat von Haus aus 25-400mm Brennweite. Lässt sich ohne große optische Probleme auf 800mm erweitern.

Das mit deinen 800mm ist und bleibt Mumpitz. Es ist und bleibt eine digitale Vergrößerung, die man aus einem voll aufgelösten Foto jederzeit auch später am PC erstellen kann.
FBothe FBothe   Beitrag 10 von 15
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Zitat: M.-O. Mattern 06.09.20, 13:22Zum zitierten BeitragEine Libelle die in 5-10m Entfernung mit bloßen Auge zu erkennen ist, sollte auch aus dieser Entfernung abgelichtet werden können.

Damit das einigermaßen gut aussieht, brauchst du Brennweiten so ab 1000mm (auf KB bezogen) aufwärts. Man könnte allerdings auch ein paar Schritte näher heran gehen ...
FBothe FBothe   Beitrag 11 von 15
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Zitat: M.-O. Mattern 06.09.20, 13:22Zum zitierten BeitragDas aktuelle "System" ist das folgende: Panasonic LUMIX DMC-FT5EG9-D. Ich rechne damit, dass jedes neue System eine Verbesserung darstellt.

Um Insekten in vernünftiger Qualität abzulichten, ist diese Kamera allerdings alles andere als geeignet. Ich habe selbst eine solche FT5 und käme niemals auf die Idee, damit auf Libellen-Jagd zu ziehen. ;-)

Die von Klaus ins Feld geführte Lumix FZ1000 wäre schon ein deutlicher Schritt zu besseren Insektenfotos, allerdings brauchst du für diese Kamera immer einen Träger, denn die FZ1000 ist schon ein gewaltiger Klopper, besonders im Vergleich zu deiner geradezu winzigen FT5.
effendiklaus effendiklaus   Beitrag 12 von 15
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Frank, ich kenne die genaue Zielbestimmung noch nicht.
Es geht wohl nicht um Galeriefotos, sondern nur um brauchbare Abbildungen von Laien.
FBothe FBothe   Beitrag 13 von 15
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Zitat: effendiklaus 07.09.20, 22:08Zum zitierten BeitragFrank, ich kenne die genaue Zielbestimmung noch nicht.
Es geht wohl nicht um Galeriefotos, sondern nur um brauchbare Abbildungen von Laien.


Und ich dachte, es ginge um die Abbildung von Libellen. ;-)
effendiklaus effendiklaus   Beitrag 14 von 15
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Zitat: FBothe 07.09.20, 22:10Zum zitierten BeitragUnd ich dachte, es ginge um die Abbildung von Libellen. ;-)
Dazu könnte ich beitragen, dass deren Flugwetter bei 17 Grad C anfängt und ab 22 Gr. fangen die zum schwirren an. Sie bevorzugen dann gerne gleiche Landeplätze. Als Zubehör empfehle ich Beobachtung, ein Stativ und einen Klapphocker. Erzähl mir dabei nichts von Fluchtdisdanz.
Kein Flugwetter Kein Flugwetter effendiklaus 21.06.15 8
Für Schnappschüsse, von Laien, bleibe ich bei der FZ 1000.
Willy Brüchle Willy Brüchle   Beitrag 15 von 15
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Zu der Lumix FZ1000 oder FZ2000 noch eine 8 Dioptrien Vorsatzlinse, und die leichteste Kombination (auch gewichtsmässig) ist vorhanden. Die Aufnahme von Makros ist zwar auch ohne Vorsatzlinse möglich, aber nicht bei allen Brennweiten, und die Distanz zum Objekt kann unangenehm knapp werden. MfG, w.b.
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