Fotografieren in extremen Kontrastsituationen (Sonnenlicht)

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Christian Gigan Weber Christian Gigan Weber   Beitrag 31 von 44
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Zitat: Dieter Ruhe 17.07.20, 01:45Zum zitierten Beitragwürde ich mal die Tiefen-Lichter-Korrektur mit PhotoshopAber Vorsicht! Es eines der destruktivsten Tools in PS. Wenn, dann am besten im LAB Modus und nur auf den Luminanzkanal anwenden.
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 32 von 44
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Zitat: Christian Gigan Weber 17.07.20, 06:55Zum zitierten BeitragZitat: Dieter Ruhe 17.07.20, 01:45Zum zitierten Beitragwürde ich mal die Tiefen-Lichter-Korrektur mit PhotoshopAber Vorsicht! Es eines der destruktivsten Tools in PS. Wenn, dann am besten im LAB Modus und nur auf den Luminanzkanal anwenden.

Tiefen/Lichter macht doch bei LR im Grunde genommen nix Anderes, nur hat man dort nicht so viele differenzierte Einstellungsmöglichkeiten wie bei PS. Oder legst Du auf den Unterschied wert, dass man bei LR oftmals noch an der RAW-Datei selber Hand anlegt und bei PS eben an einer bereits fertig konvertierten Datei wie bspw. Tiff? Meine RAW-Dateien übergebe ich immer mit höchstmöglicher Farbtiefe an Photoshop und verbleibe dort im 16-Bit-Modus. Nach meinem Gefühl genug Substanz, um bei PS auch mal mit höheren Temperaturen backen zu können ;-) .

Verlustig erscheint mir Tiefen/Lichter-Anpassung nur dann, wenn ich den entsprechenden Dialog nicht komplett nutze und anstattdessen gleich erstmal wie wahnsinnig an dem Stärke-Regler ziehe, als gäbe es kein Morgen. Meine Vorgehensweise ist von dem Eindruck geprägt, dass zu große Schritte auf einmal eher zu Ausreißern führen, und deswegen taste ich mich bei PS immer in kleinen Schritten vor und kombiniere etwa für Sättigung Himmel und Aufhellen von Schatten mehrere Anwendungen in PS: Zunächst schaue ich mir das Histogramm bei der Tonwertkorrektur an. Zum Aufhellen bleibe ich bei derselbigen und korrigiere um max. fünf Punkte auf deren Skala von 0-256. Bei unterbelichteten Bildern am Lichter-Regler, sofern keine Töne oberhalb 252 vorhanden - ich reize das hier noch nicht komplett aus - ansonsten um 1-2 Punkte an dem mittleren Schieber.

Zum Abdunkeln nehme ich als ersten Schritt lieber die Gradationskurven, da ist mir der linke Schieber bei der Tonwertkorrektur nicht feinfühlig genug und das Gleiche gilt dort für das Abdunkeln der Mitteltöne. Bei der Gradationskurve arbeite ich meistens nur mit einem Anfasser und ziehe diesen je nach Tonwerten der zu hell geratenen Stellen höchstens um 10 Einheiten nach unten.

Erst danach taste ich mich weiter vor mit der Tiefen/Lichter-Anwendung. Auch hier macht die Dosis das Gift: An dem Stärke-Regler ziehe ich nur mit viel Bauchschmerzen über Werte von 2-3 hinaus, für die meisten Bilder gilt das aber nicht. 1-2 Punkte sind es in der Regel. Sympathischer ist mir dort der Regler für die Tonbreite der Korrektur, weil ich damit den Umfang der Korrekturen sehr gezielt bestimmen kann.

Die Beschneidungsregler ganz unten ziehe ich grundsätzlich auf Null, nur ganz selten setze ich diese auf 0,001 -0,002%. Die Voreinstellung dort mit jeweils 0,01% ist auch mir zu destruktiv. Bei vielen Bildern teile ich mir all diese Optimierungsversuche mittels Auswahlen in zwei Bereiche auf, einer für die Schatten, einer für die hellen Bereiche wie Himmel oder entsprechende Kleidung.

Ich baue mir gerne Einstellungsebenen und auch das Verlaufswerkzeug und der Maskenpinsel sind meine Hauptwerkzeuge. Danach erfolgt meistens eine leichte Anhebung der Dynamik bei LR um etwa 3 Punkte und eine sachte Schärfung mit PS. Je nach Dateigröße Stärke 60-80 bei Radius 0,6, da ich mir noch Spielraum für weitere Schärfungen bei bestimmten Einsatzzwecken und Größenänderungen bspw. für FC lassen möchte.

Archiviert wird NACH einer Bearbeitung immer in Tiff, niemals jpeg. Frage an Dich (und wer will): Ist dieser Workflow wirklich so verlustbehaftet?
Christian Gigan Weber Christian Gigan Weber   Beitrag 33 von 44
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Zitat: Dieter Ruhe 18.07.20, 01:22Zum zitierten Beitrag Frage an Dich (und wer will): Ist dieser Workflow wirklich so verlustbehaftet? Puh, was für eine Frage ;-) Also Tiefen-Lichter verwende ich schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr, ich finde es eher sehr grobschlächtig. Dieses Tool ist ur, uralt, und ich glaube da fließen schon lange keine Verbesserungen mehr ein. Ich persönlich finde die Einstellungen in Camera Raw deutlich besser steuerbar. Hier habe ich alles im Blick-Histogramm, ggf. Beschneidung von Tiefen und Lichtern und kann sofort gegensteuern, falls sich was ändert, zB. nach Eistellungen beim Weißabgleich. Dann nach PS. Hier mache ich vieles ähnlich wie Du. Bei der Tonwetkorrektur bearbeite ich meist die einzelnen Farbkanäle separt. Den mittleren Regler rühre ich überhaupt nicht an. Das mache ich alles mit den Kurven. Mitteltöne, Kontrast, teils auch noch Farbanpassungen etc. Was ich jetzt nicht verstehe ist, wieso Du die Dynamik dann wieder in LR änderst. Das kannst Du doch genauso gleich in PS erledigen. Einstellungsebene Dynamik, Sättigung! Geschärft wird (meist eine Kopie) erst wenn ich genau weiß, wofür die Datei genutzt wird. Und so lange bleiben es auch PSD oder PSB Dateien.
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 34 von 44
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Zitat: Christian Gigan Weber 18.07.20, 15:20Zum zitierten BeitragZitat: Dieter Ruhe 18.07.20, 01:22Zum zitierten Beitrag Frage an Dich (und wer will): Ist dieser Workflow wirklich so verlustbehaftet? Dieses Tool ist ur, uralt, und ich glaube da fließen schon lange keine Verbesserungen mehr ein.

Achtung, ich würde mich nicht wundern, wenn photonenbändiger gleich um die Ecke geflogen käme. ;-) Gradationskurven sind ja so neu auch nicht ;-) und trotzdem gehören sie immer noch absolut zur Grundausrüstung des täglichen Bedarfs. Beide Anwendungen mögen zwar old School erscheinen, aber sind für mich nach wie vor die wahren Helden des Alltags - so wie damals der VW Käfer auch ;-).


Zitat: Christian Gigan Weber 18.07.20, 15:20Zum zitierten BeitragIch persönlich finde die Einstellungen in Camera Raw deutlich besser steuerbar. Hier habe ich alles im Blick-Histogramm, ggf. Beschneidung von Tiefen und Lichtern und kann sofort gegensteuern, falls sich was ändert, zB. nach Eistellungen beim Weißabgleich.

Sicher, der Mensch ist ein Gewohnheitstier, und da ich mit BEA weit vor meinem ersten RAW-Konverter begann, blieb ich bei PS kleben. Meine ersten Dateien waren Diascans und jpeg-Dateien, noch ehe ich bei meinen fotografischen Aktivitäten in den RAW-Modus wechselte. Deswegen nahm ich in Camera Raw bislang nur Grundeinstellungen wie Belichtung und gelegentlich auch erste Einstellungen bei den Lichtern vor. Weissabgleich vorzugsweise mit LR oder meinem altem Pixmantec-Konverter. Mein Camera Raw ist etwas betagter als Deins und bietet mir für eine Bearbeitung der Tiefen-Lichter nur Fülllicht und Reparatur Lichter an sowie Gradationskurven mit zusätzlichem Dialog: Tiefen, Lichter, helle Farben und dunklen Farben. Das ist alles, was ich dort zum Thema Tiefen/Lichter vorfinde. Bislang ging ich den Weg über die Bridge, um auf Camera Raw zuzugreifen, mein LR 6 habe ich erst seit kurzem auf dem Rechner.

Zitat: Christian Gigan Weber 18.07.20, 15:20Zum zitierten BeitragDann nach PS. Hier mache ich vieles ähnlich wie Du. Bei der Tonwetkorrektur bearbeite ich meist die einzelnen Farbkanäle separt.

Habe auch mal eine separate Farbkanalbearbeitung probiert, weil das oft so empfohlen wird. Aber so richtig warm wurde ich damit nie, denn mein Farbsehen ist nicht grade zuverlässig und leicht manipulierbar. Was während der Bearbeitung noch WOW-Effekte auslöst, stellt sich hinterher häufig als hausgemachter Farbstich heraus. Farbbalance ist eine Sache, die ich nur mit ganz spitzen Fingern anpacke und mich dabei sehr unsicher fühle. Ging bislang bei den meisten Versuchen in die Hose. Ich verlasse mich da lieber auf die Presets und verstelle besser nix daran.

Zitat: Christian Gigan Weber 18.07.20, 15:20Zum zitierten BeitragWas ich jetzt nicht verstehe ist, wieso Du die Dynamik dann wieder in LR änderst. Das kannst Du doch genauso gleich in PS erledigen. Einstellungsebene Dynamik, Sättigung!

Mein Camera Raw hat schon den Dynamik-Regler mit an Bord, bei PS CS3 gibt es diese Alternative zur Sättigung noch nicht. Und der Sättigungsregler ist mir in der Tat etwas zu stümperhaft. Dynamik sättigt nur da, wo gesättigt werden muß, also zu flau geratene Farben, der Sättigungsregler dagegen pauschal alle Farben. Auch da habe ich mir anfangs farbstichige und zu künstlich wirkende Endergebnisse eingehandelt.

Zitat: Christian Gigan Weber 18.07.20, 15:20Zum zitierten BeitragGeschärft wird (meist eine Kopie) erst wenn ich genau weiß, wofür die Datei genutzt wird. Und so lange bleiben es auch PSD oder PSB Dateien.

Hierüber sollte ich mal nachdenken. Bislang habe ich immer nur die RAW´s und vorführfertige Bilder in tiff abgespeichert und eine pauschale Allzweckschärfung vorgenommen. Immer mehr lerne ich aber, dass für unterschiedliche Zwecke separat geschärft werden muß. Da macht PSD natürlich Sinn, aber auch um mal später etwas nachbessern zu können mit neuen Optionen oder aufgrund gestiegener Ansprüche. Hieße aber für mich in der Konsequenz auch, meine fertigen Bilder in RAW, PSD und zum Vorführen in jpeg oder tiff archivieren zu müssen.


Ich hoffe, das war für fcyron (TO) jetzt nicht zu offtopic. Mir ging es aber auch darum, ihm bei der Nachbearbeitung zugegebenermaßen manchmal etwas anstrengender Mittagsbilder Optionen über LR hinaus anzubieten. Wobei mein Ansatz immer der ist, die vielen bunten Murmeln (Tonwerte) möglichst alle auf dem Leuchtpult zu behalten und keine über den Rand zu schubsen, also möglichst nix zu beschneiden.

Kontraste durch Beschneidungen erhöhen ist für mich eigentlich ein No Go. Außerdem mag ich die Murmeln auch nicht auf einen Schlag in hellere oder dunklere Gefilde rüberkehren, weil sie sich dann ungünstig auftürmen und sich andererseits zu große Lücken auftun. So stelle ich mir das immer vor und bin deswegen bei BEA immer ganz sachte unterwegs.
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 35 von 44
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Mal noch ein bißchen Werbung für Tiefen-Lichter-Korrektur mit PS: Auch der Autor dieses Videos kam mit Gradationskurven allein noch nicht zum gewünschtem Endergebnis. Das Motiv ist ein kontrastreicher, bunter Clown.

https://www.youtube.com/watch?v=aMeFzBMi480
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 36 von 44
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Hallo fcyron, die Forenleitung, also hier Sören Spieckermann, hat noch einen vielleicht für Dich interessanten Link parat.

Stammt aus diesem Thread:

https://www.fotocommunity.de/forum/foto ... dex17.html

Man kann durchaus noch was aus Bildern zaubern, die unter ungünstigen und harten Lichtkontrasten entstanden sind. Also hier der Link und ich hoffe mal, im Sinne der Forenleitung gehandelt zu haben:

https://neunzehn72.de/raw-oder-jpg-was-ist-besser/
np22 np22   Beitrag 37 von 44
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Zitat: fcyron 03.06.20, 12:27Zum zitierten BeitragLeider habe ich keinen großen Gestaltungsspielraum da sich die Pferde teils recht schnell bewegen und ich mit kurzen Verschlusszeiten arbeiten muß. Deswegen fallen HDR-Fotografie bzw. Belichtungsreihen raus. ...
Ich hatte mal mit der kamerainternen HDR-Funktion eine Landschaft mit Eisenbahnbrücke und fahrendem Zug fotografiert. Wenn man genau hin schaut, sieht man den Geisterschatten des Zuges. Ich hätte gedacht, das fällt bei HDR deutlich mehr auf.

Die Rudelsburg über der Saale Die Rudelsburg üb… np22 17.10.18 9
effendiklaus effendiklaus   Beitrag 38 von 44
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Mittagslicht kommt im Sommer auch in anderem Winkel daher als sechs Monate später.
Leicht bedeckter Himmel bietet auch schönes Licht. Es bedarf halt entweder Geduld oder Zufall.
FotoFan1001 FotoFan1001 Beitrag 39 von 44
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Du könntest es sonst evtl auch mal noch mit einem UV Filter probieren, so habe ich manchmal schon erstaunlich gute Bilder bei prallem Sonnenschein geschossen.
Falls du noch keinen UV Filter hast findest du zum Beispiel hier ein paar Informationen: https://www.fotospring.de/uv-filter-test/
Aber wirklich gute Bilder wirst du im Sommer um die Mittagszeit (bei Sonnenschein) weder mit UV-Filtern, noch mit langer Bearbeitung erhalten..
K.G.Wünsch K.G.Wünsch Beitrag 40 von 44
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Zitat: FotoFan1001 21.07.20, 15:09Zum zitierten BeitragDu könntest es sonst evtl auch mal noch mit einem UV Filter probieren, so habe ich manchmal schon erstaunlich gute Bilder bei prallem Sonnenschein geschossen.
Falls du noch keinen UV Filter hast findest du zum Beispiel hier ein paar Informationen: https://www.fotospring.de/uv-filter-test/
Aber wirklich gute Bilder wirst du im Sommer um die Mittagszeit (bei Sonnenschein) weder mit UV-Filtern, noch mit langer Bearbeitung erhalten..


UV-Filter sind heutzutage absoluter Schwachsinn. Sie verschlechtern in jedem einzelnen Fall die Bildqualität und sind komplett Nutzlos. Du hast vielleicht ein "gutes" Bild bei Sonnenschein hinbekommen aber nicht wegen des UV-Filters sondern trotz UV-Filter.
Photonenbändiger Photonenbändiger Beitrag 41 von 44
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Zitat: Christian Gigan Weber 18.07.20, 15:20Zum zitierten BeitragAlso Tiefen-Lichter verwende ich schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr, ich finde es eher sehr grobschlächtig.

also dezent eingesetzt, kann man das schon verwenden. es ist eben wie mit allem: die dosis machts. manchmal nutze ich nur eines: die tiefen oder die lichter und setze eines von beiden auf null.

Zitat: Christian Gigan Weber 18.07.20, 15:20Zum zitierten BeitragBei der Tonwetkorrektur bearbeite ich meist die einzelnen Farbkanäle separt.

das muss man gar nicht. probiere das: den linken schieberegler unten im histogramm mit der maus anfassen und gleichzeitig die ALT-taste drücken. dann wird das bild schwarz. schiebe den regler soweit zur mitte, bis die belichtungswarnung kommt. mit dem rechten regler verfährst du genauso (achtung bei recht monochromen bildern wie nebel usw. - bilder mit wenig tonumfang und einem schmalen mittigen peak, da nach augenmaß nachregeln, sonst geht das in die hose). im extremfall kannst du auch die hellen bildbereiche markieren, weiche kante und da die tonwertkorrektur wie oben beschrieben vornehmen. dann auswahl umkehren und das ganze erneut.

Zitat: Dieter Ruhe 19.07.20, 16:28Zum zitierten BeitragAchtung, ich würde mich nicht wundern, wenn photonenbändiger gleich um die Ecke geflogen käme. ;-)

da hatte wohl einer ne eingebung :-). köstlich gelacht.
Christian Gigan Weber Christian Gigan Weber   Beitrag 42 von 44
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Zitat: Photonenbändiger 22.07.20, 21:34Zum zitierten Beitragdas muss man gar nicht. probiere das: den linken schieberegler unten im histogramm mit der maus anfassen und gleichzeitig die ALT-taste drücken. dann wird das bild schwarz. schiebe den regler soweit zur mitte, bis die belichtungswarnung kommt. mit dem rechten regler verfährst du genauso Das ist bei mir quasi das Standardverfahren. Nur sehr oft für jeden Farbkanal separat. Aber Danke für den Tip.
Photonenbändiger Photonenbändiger Beitrag 43 von 44
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Zitat: Christian Gigan Weber 23.07.20, 06:38Zum zitierten BeitragZitat: Photonenbändiger 22.07.20, 21:34Zum zitierten Beitragdas muss man gar nicht. probiere das: den linken schieberegler unten im histogramm mit der maus anfassen und gleichzeitig die ALT-taste drücken. dann wird das bild schwarz. schiebe den regler soweit zur mitte, bis die belichtungswarnung kommt. mit dem rechten regler verfährst du genauso Das ist bei mir quasi das Standardverfahren. Nur sehr oft für jeden Farbkanal separat. Aber Danke für den Tip.

na den trick mit der ALT-taste kennt nicht jeder, deshalb hier als erwähnung.
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 44 von 44
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Zitat: Photonenbändiger 22.07.20, 21:34Zum zitierten BeitragZitat: Dieter Ruhe 19.07.20, 16:28Zum zitierten BeitragAchtung, ich würde mich nicht wundern, wenn photonenbändiger gleich um die Ecke geflogen käme. ;-)

da hatte wohl einer ne eingebung :-). köstlich gelacht.


Das war nicht nur ´ne Eingebung meinerseits, sondern auch Hoffnung, dass Du Dich dazu auch noch äußerst, nachdem Christians Avatarbild plötzlich aus dem Bildschirm sprang und mich wegen PS-Tiefen-Lichter etwas auf die Hörner nahm ;-) .

Zitat: Photonenbändiger 22.07.20, 21:34Zum zitierten BeitragZitat: Christian Gigan Weber 18.07.20, 15:20Zum zitierten BeitragAlso Tiefen-Lichter verwende ich schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr, ich finde es eher sehr grobschlächtig.

also dezent eingesetzt, kann man das schon verwenden. es ist eben wie mit allem: die dosis machts. manchmal nutze ich nur eines: die tiefen oder die lichter und setze eines von beiden auf null.



Die Alt-Option bei Tonwertkorrektur habe ich auch schon mal durchgespielt, allerdings bei den meisten meiner Aufnahmen festgestellt, dass man dieses Werkzeug nicht ganz ausreizen sollte. Oft ist zwar dann das Histogramm in Ordnung, aber der optische Eindruck nicht mehr so fließend. Ich bin immer gut damit gefahren, mit der Tonwertkorrektur eine Spur aufzuhellen, aber für das Abdunkeln besser die Gradationskurven zu nutzen. Beides aber nur sehr dezent und als ersten, noch nicht endgültigen Schritt bei der Bildoptimierung. Bei dem anschließenden Schritt in der Tiefen-Lichterkorrektur bearbeite ich mit Auswahl und Auswahl umkehren Lichter und Tiefen immer separat. Was vor allem bei kontrastreichen Bildern sehr hilfreich ist, weil da meistens sowohl abgedunkelt wie auch nachbelichtet werden muß.

Bei sehr kontrastreichen Motiven entscheide ich mich meistens für das RAW-Format und entwickle diesselbe Aufnahme zweimal, einmal mit Augenmerk bspw. auf Wolkenstrukturen, und einmal eine Version mit durchgezeichneten Schatten (etwa abgeschatteter Erdboden, dunkle Objekte wie Pferde oder der dunkelblaue Anzug des Bräutigam). Größere Sprünge bei der Tonwertkorrektur gelingen bei einem RAW verlustärmer, man hat da einfach mehr Spielraum. Beides konvertiere ich in ein 16-Bit-Tiff und bastel mir bei PS sozusagen ein digital erstelltes HDR. Wobei ich das aber niemals mit dem entsprechenden Befehl bei PS handhabe, sondern das ganze von Hand backe.
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