Darf man eine Wildblumenwiese anlegen?

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MBodo MBodo Beitrag 31 von 114
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Ich habe das Geheimnis der blühenden Wildblumen entschlüsselt. Der Thread hier hat mich auch zum ausprobieren motiviert. Ich habe mir zwei Tüten des gleichen Anbieters gekauft. Die Samen sollten einfach nur ausgebracht werden. Das habe ich einmal in einem Blumenbeet gemacht und mich nicht weiter darum gekümmert und die zweite Packung in einen Blumenkasten gestreut und täglich gewässert. Dreimal darf nun geraten werden, was perfekt funktioniert hat. Nur Streuen reicht wohl leider nicht. Wenn die Saat aufgehen soll braucht es einfach ordentlich Wasser.
effendiklaus effendiklaus   Beitrag 32 von 114
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Zitat: MBodo 04.07.20, 20:40Zum zitierten BeitragIch habe das Geheimnis der blühenden Wildblumen entschlüsselt. Der Thread hier hat mich auch zum ausprobieren motiviert. Ich habe mir zwei Tüten des gleichen Anbieters gekauft. Die Samen sollten einfach nur ausgebracht werden. Das habe ich einmal in einem Blumenbeet gemacht und mich nicht weiter darum gekümmert und die zweite Packung in einen Blumenkasten gestreut und täglich gewässert. Dreimal darf nun geraten werden, was perfekt funktioniert hat. Nur Streuen reicht wohl leider nicht. Wenn die Saat aufgehen soll braucht es einfach ordentlich Wasser.

Nur streuen funzt auch, wenn Dein Geduldsfaden lange genug ist.
Die haben jetzt einen 15.000 Jahre alten Blümchensamem aus dem sibirischem Permafrost in Hamburg zum blühen gebracht.
Musst halt abwarten. :-)
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 33 von 114
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Zitat: effendiklaus 27.06.20, 22:19Zum zitierten BeitragBei ausgestreutem Samen besteht die Gefahr, dass sie als Vogelfutter dienen.
Manche Samen benötigen auch erst eine Frostphase.
Wieder andere bevorzugen einen Durchgang im Verdauungsystem von Vögeln und landen dann ganz wo anders.


Lol...Du Witzkanone, also dann doch besser einpflügen anstatt streuen bei so vielen Fressfeinden. Aber offenbar auch aus Gründen, die MBodo nennt...

Zitat: MBodo 04.07.20, 20:40Zum zitierten Beitrag Nur Streuen reicht wohl leider nicht. Wenn die Saat aufgehen soll braucht es einfach ordentlich Wasser.

...denn seit geraumer Zeit fällt in den Sommermonaten kaum mehr Regen, der die Samen in den Boden "einarbeiten" würde. Und Frühblüher kommen offensichtlich nicht in Frage, weil dann noch keine Schmetterlinge da sind, die sich Naturfreak so sehnlich herbei wünscht.

@Naturfreak: Du..., ich werde morgen mal einen Kollegen bei uns fragen, der im Garten eine absolute Koryphäe ist. Jeder Bereich seines Gartens wird jährlich anders bepflanzt und alle paar Jahre dürfen die Böden auch mal pausieren. Der macht sich total viele Gedanken über das, was er tut. Es ist ein Naturgarten und ich könnte mir vorstellen, dass er auch mit Wildblumensamen hantiert. Ich werde ihn morgen mal für Dich fragen und Tipps für Dich einholen.
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 34 von 114
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Wie versprochen habe ich mich mal mit meinem Kollegen und Gartenliebhaber unterhalten und nachgehakt für dieses Thema hier: leider kam nicht allzu viel Neues dabei raus, was hier nicht schon erläutert worden wäre. Er kennt das auch, dass man dieses Saatgut üblicherweise streut. Aber das es eben auch reine Glückssache ist, ob etwas daraus wächst. Wichtig sei anfangs viel Wasser und Licht, was ebenfalls für Streuen anstatt Einpflügen spräche. Aber grad beim Licht machen die krautigen Nachbarn viel Konkurrenz. Meine Idee im Verlaufe des Gesprächs, dann eben erstmal zu mähen und dann zu streuen und daraufhin reichlich zu gießen, fand er einen Versuch wert.

Bleibt natürlich der Fressfeind. Aber die Passage durch dessen Verdauunssystem wirkt wie ein natürliches Düngemittel. Vielleicht also das Zeugs erstmal an den eigenen Wellensittich verfüttern... ;-) .
Sarah Tustra Sarah Tustra Beitrag 35 von 114
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Unterpflügen ist eh Blödsinn. Es gibt Lichtkeimer und Dunkelkeimer. Erstere brauchen neben Wasser und Wärme eben auch Licht, um zu Keimen. Dunkelkeimer sollten meist zwischen 0,5 und 2 cm mit Erde bedeckt sein, aus 10 cm, oder mehr, schafft es der Keim nicht mehr an die Oberfläche. Wichtig ist, dass ein guter Bodenkontakt besteht. Auf Grasflächen klappt es meist nicht so gut, da die Samen dort oft auf anderen Pflanzenteilen liegen bleiben, und nicht mit genug Wasser versorgt werden. Pflanzenkeime sind auch sehr kälteempfindlich. Solange die Temperaturen Nachts noch überwiegend und deutlich unter 10 Grad bleiben, läuft bei den meisten Pflanzen nichts.

Edit weil die Autokorrektur statt Lichtkeimer unbedingt einen Lichtleiter haben wollte, und statt des Dunkelkeimers
eine Dunkelkammer - möglicherweise um einen stärkeren fotografischen Berg herzustellen?
Sarah Tustra Sarah Tustra Beitrag 36 von 114
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.. Mist, und aus Bezug ist nun ein Berg geworden. Kann man die Autokorrektur nicht abstellen?
naturfreak85 naturfreak85 Beitrag 37 von 114
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Vielen Dank ;) Ja...es wird wohl an Wasser gemangelt haben. Die Gräser waren zu dem Zeitpunkt noch sehr kurz. Naja nächstes Jahr neuer Versuch.
effendiklaus effendiklaus   Beitrag 38 von 114
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Versuch es mal mit der Wettervorhersage.
Wird ein größeres Tiefdruckgebiet mit Regen angesagt, steigen Deine Chancen.
In Südafrika gibt es ein Stück der Namib wo es einmal im Jahr regnet, dann hat man dort ein ganze Woche lang, statt Sand eine Blumenwiese. In der Acadama, eine der heißesten unter den Wüsten, soll das auch schon mal stattgefunden haben.
Evtl. erfreuen sich auch erst Deine Urenkel an Deiner jetzigen Aktion.

Dann gehst Du in die Familiengeschichte als "Naturfreak der Nachhaltige" ein. :-)

P.S. Bei Wellensittichen funzt nicht mal Kolbenhirse. Dabei kommt hinten nichts ordentliches raus.
Lichtmaler Köln Lichtmaler Köln Beitrag 39 von 114
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Zitat: effendiklaus 11.07.20, 18:55Zum zitierten BeitragAcadama

Äh... Atacama? ;-) https://de.wikipedia.org/wiki/Atacama-Wüste

Zitat: effendiklaus 11.07.20, 18:55Zum zitierten BeitragIn Südafrika gibt es ein Stück der Namib wo es einmal im Jahr regnet,

Namaqualand? https://de.wikipedia.org/wiki/Namaqualand

Zum Thema Gras- und Wildblumensamen in Bezug auf die Vogel Verdauung...
ich glaube nicht, dass Tiere welche sich vornehmlich von Sämereien ernähren, davon auch nur ansatzweise etwas nach der Verdauung übrig lassen.
Für harte Sämereien wie z.B. Kirschkerne mag das zutreffen, aber nicht für recht weiche, ungeschützte Gras und Blumensamen.

Insofern hilft da vielleicht eher ein Netz gegen Vögel, bleiben dann aber immer noch die Mäuse.

Grüße vom Lichtmaler aus Köln.
effendiklaus effendiklaus   Beitrag 40 von 114
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Danke für Deine konkretere info.
Aber Naur bleibt Natur, sobald sich kein Mensch einmischt.
Oder ist er auch ein Teil davon?
Jedenfalls ist der Blumensaamen in der Prärie besser genutzt als im Tütchen.

Freigang auf Bewährung?
K.G.Wünsch K.G.Wünsch Beitrag 41 von 114
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Zitat: effendiklaus 11.07.20, 20:36Zum zitierten BeitragDanke für Deine konkretere info.
Aber Naur bleibt Natur, sobald sich kein Mensch einmischt.
Oder ist er auch ein Teil davon?


Viel (fast alles) was wir als Natur kennen ist Kulturlandschaft wie sie heute ohne den Menschen und seinen Einfluss nicht existieren würde. Alte Landwirtschaftsformen sind hierzulande für die artenreichsten Naturgebiete verantwortlich - zum Beispiel Wacholderheiden und Kalkmagerhänge.

Standortfremde Pflanzen in unkontrollierter Form ausbringen - dafür habe ich keinerlei Verständnis! Auf diese Art sind schon ganze Ökosysteme vernichtet worden und einheimische Arten verdrängt worden. Es reicht wenn eine der Arten die ausgebracht werden konkurrenzfähiger ist und der Schaden ist immens. Wer siwas macht soll meines Erachtens mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt und bestraft werden!
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 42 von 114
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Zitat: K.G.Wünsch 11.07.20, 21:27Zum zitierten BeitragViel (fast alles) was wir als Natur kennen ist Kulturlandschaft wie sie heute ohne den Menschen und seinen Einfluss nicht existieren würde. Alte Landwirtschaftsformen sind hierzulande für die artenreichsten Naturgebiete verantwortlich - zum Beispiel Wacholderheiden und Kalkmagerhänge.

Und DAS wäre nach meinen Erfahrungen auch DER Tipp schlechthin, um schöne Falter vor die Linse zu kriegen. Für solche Magerwiesen- und oft auch Wildorchideenareale muß man meistens auch nicht weit anreisen, da gibt es fast in jeder Region ein kleines Naturschutzgebiet in dieser Art. Natürlich aus Gründen des Naturschutzes werden diese nicht immer so stark publik gemacht oder beworben, man möchte ja dort keine Volkswanderungen provozieren. Für manche dieser Ecken kann man auch einen fachkundigen Führer buchen, der Dir die streng geschützten Orchideen zeigt - und dort sind Schmetterlinge in großer Artenvielfalt in der Regel nicht weit.

Zitat: K.G.Wünsch 11.07.20, 21:27Zum zitierten BeitragStandortfremde Pflanzen in unkontrollierter Form ausbringen - dafür habe ich keinerlei Verständnis! Auf diese Art sind schon ganze Ökosysteme vernichtet worden und einheimische Arten verdrängt worden. Es reicht wenn eine der Arten die ausgebracht werden konkurrenzfähiger ist und der Schaden ist immens. Wer siwas macht soll meines Erachtens mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt und bestraft werden!

Ich kann Deinen Ärger und Deine Intention sehr gut verstehen, aber ich habe Naturfreak jetzt so verstanden, dass er nur heimische Wildsaat unterbringen wollte.


Zitat: Sarah Tustra 11.07.20, 08:42Zum zitierten Beitrag.. Mist, und aus Bezug ist nun ein Berg geworden. Kann man die Autokorrektur nicht abstellen?

Welche Autokorrektur denn, die von Word? Ja, die ist oft großer Mist (kann man aber abschalten) und deswegen bereite ich meinen Senf hier immer offline mit dem Texteditor vor. Zu oft sind mir online verfasste Beitrage hier schon abgeschmiert, beispielsweise durch einen versehentlichen Touch oder Wisch. Die FC-Software kann aber am allerwenigsten dafür.

Mir ist auch nicht bekannt, dass in der Forensoftware eine Autokorrektur implementiert oder aktiv wäre. Ich wurde online noch nie korrigiert, höchsten von anderen Usern. Hier möge man mich aber gerne korrigieren, wenn ich daneben liege. Mein Tipp an Dich: schreib für FC offline vor und kopiere es dann hier rein. Damit habe ich mir auch schon in etlichen anderen Foren ins Nirwana abgeschossene Texte erspart. Die Zwischenablage rettet Dich auch, wenn ein Online-Blackout just beim Absenden Scherereien verursacht.

Zitat: Sarah Tustra 11.07.20, 07:53Zum zitierten BeitragUnterpflügen ist eh Blödsinn. Es gibt Lichtkeimer und Dunkelkeimer. Erstere brauchen neben Wasser und Wärme eben auch Licht, um zu Keimen. Dunkelkeimer sollten meist zwischen 0,5 und 2 cm mit Erde bedeckt sein, aus 10 cm, oder mehr, schafft es der Keim nicht mehr an die Oberfläche. Wichtig ist, dass ein guter Bodenkontakt besteht. Auf Grasflächen klappt es meist nicht so gut, da die Samen dort oft auf anderen Pflanzenteilen liegen bleiben, und nicht mit genug Wasser versorgt werden.

Da käme jetzt Option drei mit ins Spiel: Anstatt sie einzupflügen oder auf gut Glück zu streuen, legen wir die Samenkörner akkurat auf die Erde.
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 43 von 114
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Nicht geplanter Doppelpost, sorry. Und einen Eintrag komplett löschen kann man hier nicht, auch wenn es die Forensoftware zunächst anbietet während des Prozedere. Warum ist das so?
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 44 von 114
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Zitat: Sarah Tustra 11.07.20, 08:42Zum zitierten Beitrag.. Mist, und aus Bezug ist nun ein Berg geworden. Kann man die Autokorrektur nicht abstellen?

Oder postest Du mit Deinem Smartphone? Dann ist dessen übermotivierte Autokorrektur schuld, die Segen und Fluch zugleich ist. Abschalten wäre aber letztendlich nicht so zielführend, sondern eher gaaanz viel damit schreiben, denn es ist ein lernendes System.
K.G.Wünsch K.G.Wünsch Beitrag 45 von 114
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Zitat: Dieter Ruhe 11.07.20, 22:19Zum zitierten Beitrag
Ich kann Deinen Ärger und Deine Intention sehr gut verstehen, aber ich habe Naturfreak jetzt so verstanden, dass er nur heimische Wildsaat unterbringen wollte.


Selbst heimische Wildsaat kann Standortfremd sein und ein Gebiet vernichten - um zum Beispiel den Ameisenbläulung zu erlegen reicht es, wenn der Boden zur falschen Zeit stärker von Pflanzen beschattet wird. Denn dann zeigen Studien, dass damit die für die Raupen richtigen Ameisenarten schnell durch andere ersetzt werden, für die die Raupe nicht den richtigen “Nestgeruch” aufweist...

Solche Aktionen kann man im eigenen Garten machen, andernorts haben solche Sämereien nichts verloren.
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