bezahlte hides - ist das noch naturfotografie?

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Photonenbändiger Photonenbändiger Beitrag 76 von 85
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Zitat: Olenizole 18.08.19, 16:01Zum zitierten BeitragDu hast deinen eigenen Hide ja im Prinzip immer dabei.
Was eigenen Hirnschmalz und eigene Arbeit verlangt, um das umzusetzen.


danke. eigentlich bin seit 2002 so unterwegs. damals noch mit faltboot. dann wuchs die ausrüstung und andere lösungen mussten her. in einer gut aufgestellten werkstatt habe ich dann die karre binnen 6 wochen umgebaut. sitze raus, bodenplatte rein, rohre außen dran, trailer bauen. den tisch habe ich 5x um-/neu gebaut, bis das so war, wie ich es wollte. und wenn du dich fragst, warum der griff vom objektiv oben steht, wo eigentlich die stativplatte ihren platz hat - ich habe mal den peripheren murks der kamerahersteller beseitigt! unverständlich, dass die das nicht gebacken bekommen. hochbezahlte inschenöre eines weltunternehmens. die haben wahrscheinlich noch nie ihre eigenen produkte in der hand gehabt. ich habe das teil 10 minuten in benutzung und weiß, woran es feht.


zweipunktstütze und tragegriff für EF 600/4.0 L IS USM zweipunktstütze u… Photonenbändiger 24.11.17 12
RS-Foto RS-Foto   Beitrag 77 von 85
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Zitat: N. Nescio 17.08.19, 19:56Zum zitierten BeitragDas Stichwort fair kommt erst beim wettbewerbsgedanken ins Spiel und dieser ist die Pest. Um das tollere Naturfoto als die Konkurrenz zu machen, wird dann die Natur bedrängt und niedergetrampelt - näher ran, bessere Szene, tolle Perspektive.
Hmmm....
Du meinst dann das es besser ist, die Natur erst zu bedrängen, niederzutrampeln und dann mit ruhigem Gewissen aus einem vorgefertigten Hide heraus zu fotografieren ?

Oder was denkst Du, wie solche Hides:
https://www.peterraimann.ch/bei-bence-m ... er-ungarn/ (Bild 2 und 3)
in so einer Landschaft entstehen ?
Die brachealen Fotos von Mobil-Baggern, die bis zu den Achsen eingegraben im Schilfgürtel stehen, wurden inzwischen aus dem Netz entfernt.

Mir sind dann ein paar abgeknickte Halme durch einen dummen Naturfotografen deutlich smpathischer.
Ich habe nichts gegen Tarnverstecke, wenn es dem Errichter nicht nur um den eigenen Profit geht !!

VG Roland
Dieter Bender Dieter Bender   Beitrag 78 von 85
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Ich finde es ist nicht mehr wirklich schön, wenn man seine Bilder auf eigene Kappe in der Natur machen will !
Ich habe permanent Ärger mit den Jägern, mit der Nabu, Grundstückseignern (Bauern) usw. Es artet nur noch in Stress aus, von daher gebe ich lieber was aus für einen Ansitz, wo es auch nicht garantiert ist dass man Erfolg hat, den es ist immer noch Abhängig davon ob die Tiere kommen oder nicht.

Sicherlich ist der Wunsch die Bilder sich zu erarbeiten lobenswert, aber es wird immer schwieriger, die Menschen sind schlimmer als Tiere ! Wenn ich mich an einen Flusslauf verstecke, jagt mich der Besitzeroder der Angelverein weg.

Was sollen dann am ende des Tages diese Diskussionen, frage ich mich.

DB
Frank Stöwesand Frank Stöwesand Beitrag 79 von 85
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Na gut kommt auf die Gebietskulisse an in der man sich bewegt-muss-will.
Mag sein das es bei Dir so ist.
Bei mir ist Pampa pur.
Relativ kleinräumig und das Wild auch auf verhältnismäßig kleinem Raum...und Ruhe wenn man weiß wo.
Natur läßt sich schwierig verallgemeinern meine ich.
Photonenbändiger Photonenbändiger Beitrag 80 von 85
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Zitat: Dieter Bender 06.09.19, 21:23Zum zitierten BeitragIch habe permanent Ärger mit den Jägern, mit der Nabu, Grundstückseignern (Bauern) usw.

wieso das denn? bsp jäger: motzt der dich voll? stört ihn deine anwesenheit? hier kannst du dich zum FFOG belesen https://www.google.com/search?client=fi ... QjLcJrEX_A

suche was zu deinem bundesland. im grunde sind die sich aber ähnlich. und da steht u.a., dass ein grundstückseigentümer oder pächter das betreten der freien landschaft zu erholungszwecken zu dulden hat. es gibt ein paar ausnahmen, wie schonungen, horstschutzzonen, eingefriedete bereiche usw.

und solange du dich an die jeweilige NSG-VO hältst, kann dir keiner was.
Karpfen Karpfen Beitrag 81 von 85
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Zitat: Dieter Bender 06.09.19, 21:23Zum zitierten BeitragIch finde es ist nicht mehr wirklich schön, wenn man seine Bilder auf eigene Kappe in der Natur machen will !
Ich habe permanent Ärger mit den Jägern, mit der Nabu, Grundstückseignern (Bauern) usw. Es artet nur noch in Stress aus, von daher gebe ich lieber was aus für einen Ansitz, wo es auch nicht garantiert ist dass man Erfolg hat, den es ist immer noch Abhängig davon ob die Tiere kommen oder nicht.

Sicherlich ist der Wunsch die Bilder sich zu erarbeiten lobenswert, aber es wird immer schwieriger, die Menschen sind schlimmer als Tiere ! Wenn ich mich an einen Flusslauf verstecke, jagt mich der Besitzeroder der Angelverein weg.

Was sollen dann am ende des Tages diese Diskussionen, frage ich mich.

DB


Einfach umsatteln.
Auf Jäger oder Angler. Macht off
enbar auch Spass und schont die Nerven.

Man kann da auch Knipser verjagen.
naturfreak85 naturfreak85 Beitrag 82 von 85
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Beim Angeln kann man oft sogar beides verbinden. Auch haben wir bzw. der Verein Eigentumsgewässer. Da wird man nie gestört, weil da keiner hin darf bis auf Vereinsmitglieder und da gibts auch einige Tierarten, die man sonst in meiner Gegend nicht findet. Schon eine gute Sache ;)
Sören Spieckermann Sören Spieckermann   Beitrag 83 von 85
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Titel des Threads: "bezahlte hides - ist das noch naturfotografie?"

Ja, nach meiner Auffassung ist das noch Naturfotografie. Denn "Naturfotografie" ist eine Bezeichnung des Fachgebiets innerhalb der Fotografie und nicht eine Beschreibung der Aufnahmebedingungen.

Ich persönlich halte es gerne mit den Einstufung wie sie z.B. Pölking mal vorgeschlagen hat.
http://www.poelking.com/wbuch2/dwebdidi/digital-1.htm

  • nicht arrangiert oder manipuliert (in keiner Weise in das Motiv eingegriffen)
  • Wild und kontrolliert (freilebenden Tieren und Pflanzen sowie Landschaften, wo der Fotograf eingreift / z.B. anfüttern, Blätter/äste entfernen für frei Sicht,...)
  • Captive (zahmen oder gefangenen Tieren / z.B. Zoo)
  • Montage (aus mehreren Aufnahmen/Bilder zusammengestelltes Bild)

Dabei kann "nicht arrangiert oder manipuliert" oder "Wild und kontrolliert" beides von einem z.B. bezahlten Hide ausgehen.
Ich Stufe daher eher nach "ist es eine natürliche Situation" oder "Verhalten / Sichtbares wurde so "geschaffen" bzw. "durch den Fotografen begünstigt" und nicht nach "wie schwer war es für den Fotografen das Bild zu machen"
Denn für mich ist eine Foto unabhängig davon zu sehen welchen "Aufwand" der Fotograf hatte.
Ein unter großem Aufwand gemachtes (imho) schlechtes Bild, bleibt für mich (imho) ein schlechtes Bild. und ein (imho) tolles 'Bild bleibt für mich ein tolles Bild auch wenn der Fotograf "ganz easy" gemacht hat.

Der "Aufwand" den ein Fotograf betreibt, fließt bei mir höchstens in die "subjektive" Bewertung des fotografen ein. Nicht in essen Bilder. Ich bewundere z.B. Fotografen die immense persönliche Mühen und Aufwände auf sich nehmen um "ihre" Fotos zu machen. unabhängig davon ob ich deren Bilder gut oder sch... finde.

Gruß
Sören
Sören Spieckermann Sören Spieckermann   Beitrag 84 von 85
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Zitat: Photonenbändiger 30.07.19, 21:33Zum zitierten Beitragdas ist nicht die frage. sondern für mich eine der fotografenethik. und diese diskussion darf man gern mal führen. hat es z.b. ein so renomiertes blatt, wie das NG nötig, solche bilder zu prämieren? wo sie doch sehen müssen, wie das ausgezeichnete bild entstanden ist

Interessante Sichtweise. Wurde bei NG ein Foto oder der Fotograf prämiert?
Wenn es um das Foto geht, ist die Entstehung vollkommen irrelevant. Das Foto zählt. (sofern in den Bedingungen des Wettbewerbs nicht auch auf die Aufnahmebedingungen geachtet wird)

Zitat: Photonenbändiger 30.07.19, 21:33Zum zitierten Beitragdabei heißt es doch immer so schön: vor dem erfolg steht der schweiß der mühe.
Finde ich jetzt nicht wirklich relevant. Ist fotografieren ein Sport bei dem es darum geht das für ein gutes Bild möglichst der Fotograf viele Mühen aufwenden muss?
Dem Foto ist es doch vollkommen egal wie es entstanden ist.

Die Frage innerhalb der Naturfotografie ist doch lediglich: "Wie authentisch ist das Bild?"
Wenn z.B. der Ast auf dem der Vogel sitzt extra so aufgebaut wurde und der Vogel auch noch mit Futter angelockt wurde, dann sollte das beim Bild stehen. Denn dem Betrachter muss es ermöglicht werden zu erkennen das dies keine ungstellte Szene aus der freien Natur ist.

Das andere Beispiel wäre: Man erkennt einen Platz bei dem sich immer ein Vogel selbsttätig hinsetzt und baut in passender Örtlichkeit seinen hide auf um dann den Vogel zu fotografieren. Da der Vogel weder angelockt, noch der Platz irgendwie arrangiert wurde, ist das ein authentisches Naturvogelbild. Unabhängig davon ob ich den Hide selbst gefunden und aufgestellt habe oder ob er mit "verkauft" wurde.

Für die Bewertung der "Leistung" des Fotografen (und nicht des Bildes!!) ist es jedoch imho ein unterschied. Die Frage nach der "Ethik" ist dann wieder was anders (vollkommen unabhängig vom Resultat "Bild" und/oder dem getätigten Aufwand)
die Frage nach der Arbeitsweise (Ethik) und die Frage nach dem Aufwand für ein Bild ("Leistung" des Fotografen) sind imho weitgehend unabhängig vom Bild selbst bewertbar. Sind aber beides wichtige Themen die angesprochen sein sollten. Sollte z.B. ein erstklassiges Bild unter Umständen entstanden sein die unvertretbar sind (z.B. Zerstörung der Natur die dem Foto zugrunde gelegen hat). in dem Fall ist es zwar weiterhin ein klasse Bild, aber mit deutlicher Kritik am Fotografen.
Zuletzt geändert von Sören Spieckermann am 09.09.19, 10:57, insgesamt 1-mal geändert.
Karpfen Karpfen Beitrag 85 von 85
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Zitat: Sören Spieckermann 09.09.19, 10:40Zum zitierten BeitragZitat: Photonenbändiger 30.07.19, 21:33Zum zitierten Beitragdas ist nicht die frage. sondern für mich eine der fotografenethik. und diese diskussion darf man gern mal führen. hat es z.b. ein so renomiertes blatt, wie das NG nötig, solche bilder zu prämieren? wo sie doch sehen müssen, wie das ausgezeichnete bild entstanden ist

Interessante Sichtweise. Wurde bei NG ein Foto oder der Fotograf prämiert?
Wenn es um das Foto geht, ist die Entstehung vollkommen irrelevant. Das Foto zählt. (sofern in den Bedingungen des Wettbewerbs nicht auch auf die Aufnahmebedingungen geachtet wird)

Zitat: Photonenbändiger 30.07.19, 21:33Zum zitierten Beitragdabei heißt es doch immer so schön: vor dem erfolg steht der schweiß der mühe.
Finde ich jetzt nicht wirklich relevant. Ist fotografieren ein Sport bei dem es darum geht das für ein gutes Bild möglichst der Fotograf viele Mühen aufwenden muss?
Dem Foto ist es doch vollkommen egal wie es entstanden ist.

Die Frage innerhalb der Naturfotografie ist doch lediglich: "Wie authentisch ist das Bild?"
Wenn z.B. der Ast auf dem der Vogel sitzt extra so aufgebaut wurde und der Vogel auch noch mit Futter angelockt wurde, dann sollte das beim Bild stehen. Denn dem Betrachter muss es ermöglicht werden zu erkennen das dies keine ungstellte Szene aus der freien Natur ist.

Das andere Beispiel wäre: Man erkennt einen Platz bei dem sich immer ein Vogel selbsttätig hinsetzt und baut in passender Örtlichkeit seinen hide auf um dann den Vogel zu fotografieren. Da der Vogel weder angelockt, noch der Platz irgendwie arrangiert wurde, ist das ein authentisches Naturvogelbild. Unabhängig davon ob ich den Hide selbst gefunden und aufgestellt habe oder ob er mit "verkauft" wurde.

Für die Bewertung der "Leistung" des Fotografen (und nicht des Bildes!!) ist es jedoch imho ein unterschied. Die Frage nach der "Ethik" ist dann wieder was anders (vollkommen unabhängig vom Resultat "Bild" und/oder dem getätigten Aufwand)
die Frage nach der Arbeitsweise (Ethik) und die Frage nach dem Aufwand für ein Bild ("Leistung" des Fotografen) sind imho weitgehend unabhängig vom Bild selbst bewertbar. Sind aber beides wichtige Themen die angesprochen sein sollten. Sollte z.B. ein erstklassiges Bild unter Umständen entstanden sein die unvertretbar sind (z.B. Zerstörung der Natur die dem Foto zugrunde gelegen hat). in dem Fall ist es zwar weiterhin ein klasse Bild, aber mit deutlicher Kritik am Fotografen.


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