Zuverdienst und Freibetrag

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t.nadel1 t.nadel1 Beitrag 1 von 5
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Ich bin schon seid dem ich jung bin begeistert von Fotos und Fotografieren. Mein Vater hat mir nun eine bessere Kamera geschenkt und ich dachte ich kann vielleicht anfangen mir etwas zuverdienen in dem ich als Fotograf arbeite. Ich habe auch schon ein paar anfragen aus meinem Bekanntenkreis. Jetzt kommt aber mein Problem:

Ich bekomme zur Zeit Hartz 4 und weiß nicht wie der Freibetrag berechnet wird. Ich habe diese Seite gefunden verstehe aber nicht ganz wie diese zahlen jetzt zustande kommen (https://www.hartz4.net/zuverdienst/#wie ... bezug-sein). Gibt es hier vielleicht Leute die Fotografieren und Hartz 4 bekommen? Was waren eure Erfahrungen?
Tino Zeidler Tino Zeidler Beitrag 2 von 5
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Die Seite beschreibt doch sehr genau, wie der Freibetrag funktioniert. 100 Euro sind grundsätzlich frei. Wenn du mehr verdienst wird das auf das H4 angerechnet. Sehr einfach. Du darfst nur nicht vergessen monatlich deine Einnahmen anzugeben, ein Bekannter hatte soetwas, der jeden Monat ein anderes Gehalt bekommen hat durch Ü-Stunden, Zuschläge usw und seine Frau dadurch jeweils mehr/weniger bekommen hat. Ähnlich läuft das auch bei dem zuverdienst.
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 3 von 5
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Auf der Seite steht doch alles.

Mal ganz ehrlich - wenn Du das nicht verstehst, dann laß die Finger von einer selbstständigen Arbeit. Denn da kommt noch mehr auf Dich zu.

Ein Gewerbe anzumelden ist das geringste. Kostet aber. Nicht schlimm, denn das reduziert ja Deinen Gewinn. Du wirst dem Amt jeden Monat berichtet müssen, welche Kosten und Einnahmen Du hattest. Die Zeit dafür hast Du sicher, denn Du beziehst ja ALGII, hast alsom, in aller Regel. relativ viel Zeit. (Ich weiß, daß das auch anders sein kann.)

Wenn Du Assistenten ein Handgeld gibst, oder sie kostenlos für Dich arbeiten, dann wartet die Berufsgenossenschaft.

Die Kammern wollen auch Geld. Manche verzichten bei sehr geringem Einkommen darauf, manche machen das nur währen der ersten Jahre. Sprich mit Deiner Handwerkskammer. Aber wenn Du oben verlinkte Seite schon nicht verstehst, dann wünsche ich Dir viel Spaß beim Studium der Kammersatzung oder ihrer Gebührenordnung.

Deine Krankenkasse wird auch Geld sehen wollen, und zwar nicht zu knapp. Mit viel Glück kannst Du in die KSK. Aber da gilt das gleiche. Wenn Du die verlinkte Seite schon icht kapierst, ...

Egal. Das Amt gibt Dir Auskunft. Du kannst u.U. sogar Zuschüsse beantragen, wenn Du Dich tatsächlich damit selbstständig machen möchtest. In wie weit sie eine geringfügige Nebenbeschäftigung fördern, weiß ich nicht.


Aaaber ... zu glauben, Du könntest mal so eben auf Dauer Geld damit machen, nur weil Dein Papa Dir eine Kamera gekauft hast, ist schon sehr gewagt.
foto stephan henn foto stephan henn Beitrag 4 von 5
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Das solltest Du mit deinem Sachbearbeiter beim Jobcenter besprechen. Der wird dich dann an die Abt. für Selbstständige weiterleiten. Die prüfen dann ob sich das, was Du vor hast sich auch lohnt und ob Du mit der Selbstständigkeit wieder auf eigenen Füßen stehen kannst. Sprich ohne ALG 2. Die wollen Dich ja unterstützen damit sie dich los werden. D. h. die erwarten von Dir, das Du einen explizierten Businessplan vorlegest für die nächsten Monate bzw. Jahre.
Die meisten verzweifeln schon an der Erstellung eines Businessplanes weil viele wissen noch nicht einmal was ein Businessplan ist. Aber egal. So 2.tens. Alles über den Regelsatz zzgl. die 100,00€ Freibetrag wird angerechnet.
Je nach dem was Du in deinem Forecast angegeben hast, kann es passieren das Du mtl. weit weniger als den Regelsatz bekommst.
Also was ich Dir empfehle ist, wenn Du wirklich Interesse an der Fotografie haben solltest, such Die ein Ausbildungsplatz als Fotograf z.B. im Fotostudio o.ä. Damit bist Du raus aus ALG 2 und machst einen Job der Dir Spass macht.
Nur weil Dein Daddy dir eine "teuere" Kamera gekauft hat, bist noch lange kein Fotograf. Dazu gehört eine jahrelange Erfahrung oder eine Ausbildung um davon leben zu können.
Schau mal auf: https://www.berufsfotografen.com/beruf-fotograf/168
Übrigens die Mehrheit ( über 60% ) der selbstständigen Berufsfotografen nagen am Hungertuch !
https://www.berufsfotografen.com/gehalt ... eselle/217
Also mach eine Ausbildung und sag Deinem Daddy er soll Dich nochmal die nächsten 3 Jahre unterstützen !
Und jetzt wünsche ich Dir viel Erfolg ! Nach meiner Devise: "Nur wer sich bewegt, bewegt was"!
Photonenbändiger Photonenbändiger Beitrag 5 von 5
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Zitat: foto stephan henn 11.07.19, 11:13Zum zitierten BeitragDie wollen Dich ja unterstützen damit sie dich los werden.

das ist ein weit verbreiteter irrtum. die werden doch nicht aktiv, um sich selbst abzuschaffen. soweit kommt es noch! das system ist so angelegt, das der, der in H4 gelandet ist, dort auch zu bleiben hat. H4-bezieher haben eine gesellschaftliche funktion: sie sind druckmittel für jene, die noch arbeit haben. und damit man drücken kann, schafft man bedürfnisse. selbst solche, die man sich nicht leisten kann. dann eben auf pump. du kannst heute alles kreditieren. selbst dann noch, wenn peter zwegat schon längst kapitulierend die hände hebt. das ist das perfide an diesem system.

und das ist sehr fein austariert. zu wenig arbeitslose machen die gewerkschaften stark und schwächen die mächtigen. zu viel davon sprengen das system. z.z. sind wir auf einem guten level, welches wir uns volkswirtschaftlich locker leisten können (moralisch nicht!). wäre dem nicht so, würde man zielgerichteter gegen arbeitslosigkeit vorgehen.

wer mir das nicht glaubt, der möge sich doch mal die arbeitsmarktinstrumente der letzten 30 jahre genauer ansehen, womit sich politiker verschiedenster ausrichtungen profiliert haben. war davon irgendwas nachhaltig? nein! der zweck? steuerfinanzierte statistikbereinigung für schöne zahlen, die man uns jeden monat präsentiert! und stets alter wein in neuen schläuchen. erst ABM, dann 1€-job, jetzt sgn arbeitsgelegenheiten - im grunde alles das gleiche. was ist denn aus den "ich-AG´s" geworden?

@TO: wie meine vorschreiber. 100€/monat sind frei, aber meldepflichtig. abzüglich aufwendungen, die du aber akribisch nachweisen musst und ungewiss ist, ob diese anerkannt werden. ob es den aufwand lohnt, entscheide selbst. alles über die 100€ wird mit dem regelsatz verrechnet, sodass dir ab dem 1.€ über hundert nur noch 20% bleiben. entscheidend dabei ist der zuflusszeitpunkt. heißt: hast du 2 monate nichts und einen monat 300€, wird das nicht auf die drei monate verteilt, sondern für den monat angerechnet, wo das geld bei dir ankommt. das ist ja das gemeine. denn vom endbetrag her wäre es das gleiche. der gesetzgeber sieht das aber anders. beim kindergeld ist das übrigens genau so. das ist auch einkommen und wird mit dem regelsatz verrechnet. oder die sgn "abwrackprämie" damals, als es für altautos über 10 jahre 2500€ zuschuß gab (um von steuern luxus zu finanzieren und funktionierendes auf den schrott zu hauen, nur, um der automobilindustie auf die beine zu helfen). H4-bezieher hatten davon nichts. das wäre anrechnungsfähiges einkommen gewesen. profitiert haben also nicht jene, die mehrheitlich die alten schlurren gefahren haben, sondern jene, welche sich sowieso ein neues zulegen wollten. und deren alte kisten fahren heute in afrika rum. saubere sache (achtung: ironie).

bei sgn aufwandsentschädigungen (z.b. aus einem ehrenamt) sieht es etwas differenzierter aus. kommt es zu einer einmalzahlung über 100€, werden die zusätzlichen einkommen der letzten 6 monate mit herangezogen. gibt es keine, wird der entschädigungsbetrag durch 6 geteilt. liegen die teile dann unter 100€, ist alles i.o. auch das sgn "taschengeld", welches man z.b. im bundesfreiwilligendienst bekommt, hat eine eigene regelung. dort sind 200€/monat anrechnungsfrei, darüber hinaus wird berechnet.

willst du also von deinen zusatzeinnahmen etwas mehr behalten, musst du über den rand der legalität kreativ sein, was ein gewisses maß an krimineller energie voraussetzt. mein rat: lass es! spätestens dann, wenn sie von dir die kontoauszüge der letzten 6 monate einfordern, bist du am arsch. und dann wird das forderungspaket geschnürt. man schafft sich keine probleme, die man nicht braucht. in berlin arbeiten die JC sogar mit den finanzbehörden und banken zusammen, um daten abzugleichen. das ist zwar auch verboten, wird aber solange gemacht, solange sich keiner dagegen wehrt. und da H4-bezieher dazu selten bereit und in der lage sind, wovon man kalkulierend ausgeht, wird das weiter so praktiziert. tja, gesetze tragen klassencharakter. wußte schon der alte mohr. recht bekommt in diesem land nur, wer es sich leisten kann, es für sich durchzusetzen, sprich, der wirtschaftlich starke.
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