You Tube - Vorgehen gegen Werbeeinnahmen mit geklauten Songs

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Marion Bers Marion Bers   Beitrag 1 von 8
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Hallo zusammen,

ich brauche mal euer Schwarmwissen: Hat zufällig jemand von euch Erfahrungen und/oder brauchbare Informationen, was den Umgang mit You Tube angeht? Wie erhält man von denen die abmahnfähige Adresse eines Uploaders?

Nein, diesmal geht es nicht um Fotos, diesmal geht es um Musik.
Der Fall: Ich werde für eine Sängerin ein Musikvideo produzieren. Sie hat vor ein paar Monaten ihr letztes Album aufgenommen und es lief einfach nicht (die Stücke sind gut, die Aufnahmen sind es weniger). Zwei oder drei Songs sollen nun neu aufgenommen und von mir bebildert werden, daher war mein erster Schritt, mal nachzugucken, wie bekannt und verbreitet ihre Werke bisher so sind. In ihrem eigenen You Tube Kanal hat sie einen Zusammenschnitt der CD veröffentlich und ein paar Life-Aufnahmen. Sonst nichts. Ihre Uploads laufen werbefrei, schließlich sollen sie ja Eigenwerbung für die Künstlerin sein und für sonst niemanden.

Trotzdem fand ich das gesamte Album - Song für Song, mit Bild vom Cover - auf You Tube, aber die Sängerin wusste nichts davon. Weder sie noch ihre Begleitmusiker, Manager, Studioproduzenten hatten diese Stücke hochgeladen. Wir dachten erst an einen übereifrigen Fan, aber was richtig dreist ist: Die Songs sind mit Werbung belegt! Mehrfach! Es ist kein "richtiger" Verantwortlicher aus den Subtext herauszulesen, da steht nur: "Provided to YouTube by iMusician Digital AG - "Titel des Songs*" · "Künstlerin* - Titel der CD*" ℗ "Künstlerin*" - Released on: 2019-02-10 - Auto-generated by YouTube."

(*= irgendwann verrate ich euch den Namen, aber jetzt spielt er gerade keine Rolle - und nein, sie ist noch nicht wirklich berühmt)

Ich bin kein Fan von Abmahnungen und Geldstrafen, aber in diesem Fall wäre es wirklich gut, zu wissen mit wem wir es hier zu tun haben. Die Songs löschen zu lassen, wird kein grosses Problem sein, aber ich möchte verhindern, dass die Abzocke weitergeht, und will unseren Widersacher im Auge behalten können. Aber genau das sieht You Tube in seinem Beschwerdemanagement nicht vor. Zwar muss der Beschwerdeführer sich genau ausweisen, die Daten des Rechteverletzers bekommt er aber nicht. Wie kommt man da ran?

Ich habe mich ja schon mit vielen Leuten und Firmen angelegt, die Fotos "ausgeliehen" haben, aber ganze Alben auf You Tube ist auch für mich völlig neu. Danke für eure Tipps und eure Hilfe!

Liebe Grüße
Marion
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 2 von 8
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Ob Bilder oder Mukke spielt ja keine so große Rolle.

Leider habe ich trotzdem keine zielführenden Antworten auf Deine Fragen. Denn ich bin nie über das Löschen-Lassen hinaus gegangen. Bei meinen bescheidenen, wenn auch geklauten, Beiträgen bei YouTube hätte sich das eben nie gelohnt.

Ich glaube aber, dass "Dein" bzw. "Ihr" Ansprechpartner YouTube ist. Dir/Ihr/Ihm/Euch dürfte es egal sein, welcher User dahinter steckt. Nutzer ist erst einmal YouTube. Und zwar ohne dazu befugt zu sein. Ob und mit welchem Erfolg die sich dann an ihren Usern schadlos halten, sollte erst einmal nicht Euer Problem sein.

YouTube ist natürlich kein kleiner Gegner. Aber womöglich einer, bei dem es sich lohnen könnte, in USA zu klagen. Denn da winkt im Erfolgsfall mehr Geld. Und damit verbunden wäre, auch im Falle eines Mißerfolgs, dass YouTube eher bereit wäre, Roß und Reiter zu nennen, falls Ihr nachgelagert den eigentlich Aktiven an die Pelle wollt.

(Please keep us updated. Klingt jedenfalls spannend.)
Tino Zeidler Tino Zeidler Beitrag 3 von 8
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In dem Zusammenhang eventuell auch mal den Herrn Solmecke befragen, der ist a) Recht aktiv auf Youtube und auf Medien-Recht spezialisiert.
Sören Spieckermann Sören Spieckermann   Beitrag 4 von 8
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Hilft dir das weiter?
https://www.ra-plutte.de/urheberrechtsv ... mitteilen/
Marion Bers Marion Bers   Beitrag 5 von 8
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Hat sich bereits aufgeklärt: Das Plattenlabel der Dame hat einen Generalvertrag mit eMusician, die wiederum sämtliche Plattformen wie amazon, itunes, youtube, Spotify usw. mit Uploads versorgen. Wäre ganz nett gewesen, sowas auch den beteiligten Künstlern mitzuteilen :-(
Alice vom See Alice vom See   Beitrag 6 von 8
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Beinhaltet der Vertrag auch das uploaden der gesamten CD? Da würde ich mal nachhaken, bzw dem Label mal stecken. Die haben Mechanismen um bei YT etwas zu bewirken, wenn man das unbedingt weg haben will.

Andererseits helfen solche Veröffentlichungen einem Newcomer, bzw unbekannten Künstler bekannter zu werden, anstatt dass man nur kleinste Kostproben zulässt. Später, wenn die Künstlerin bekannter ist, kann man ja penibler nach unautorisierten Veröffentlichungen suchen. Müsst ihr halt selber wissen was euch wichtiger ist.
Michael B. Rehders Michael B. Rehders   Beitrag 7 von 8
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Zitat: Marion Bers 21.11.19, 17:00Zum zitierten BeitragHat sich bereits aufgeklärt: Das Plattenlabel der Dame hat einen Generalvertrag mit eMusician, die wiederum sämtliche Plattformen wie amazon, itunes, youtube, Spotify usw. mit Uploads versorgen. Wäre ganz nett gewesen, sowas auch den beteiligten Künstlern mitzuteilen :-(
Diese Art der Verbreitung sollte eigentlich Bestandteil des Vertragsverhältnisses zwischen Plattenlabel und Künstlerin/Urheberin sein. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Plattenfirma das nicht zum Vertragsgegenstand gemacht hat.

Zitat: Alice vom See 21.11.19, 18:28Zum zitierten BeitragBeinhaltet der Vertrag auch das uploaden der gesamten CD? Da würde ich mal nachhaken, bzw dem Label mal stecken.
Dagegen spricht ja auch erstmal nichts, wenn von den generierten YouTube-Werbeeinnahmen ein prozentualer Anteil an die Künstlerin/Urheberin fließt. Aber auch das sollte Vertragsbestandteil sein.
T ST T ST Beitrag 8 von 8
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Zitat: Marion Bers 21.11.19, 00:53Zum zitierten Beitrag Weder sie noch ihre Begleitmusiker, Manager, Studioproduzenten ...



Liebe Marion, dein Engagement in der Sache finde ich toll, selbstlos und vorbildlich. Um so schöner, dass sich der Sachverhalt aufgeklärt hat. Was mich allerdings wundert ist der obige Zitatausschnitt. Für genau solche "Probleme" (natürlich die Verträge selbst, aber auch die Marktüberwachung usw.) hat man doch ein Management und Team um sich, das ja schließlich aus den Einnahmen der Künstlerin bezahlt wird.
Sorry, das hat nichts mit dem Thema zu tun. Aber mich ärgert es immer wieder, dass vor allem in der künstlerischen Szene immer wieder sogenanntes Management auftaucht, dass sich selbst teuer bezahlen lässt und dann ziemlich dilettantische Arbeit leistet. Weitere bekannte Beispiele dazu erspare ich mir und uns mal. Dennoch fürchte ich, dass der Künstlerin mit diesen Partnern keine große Karriere droht. Sorry nochmals, aber das musste ich mal rauslasen bei dieser Steilvorlage.

Grüße Thomas
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