Was ist "öffendlicher Grund" ?

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schmaelter photography schmaelter photography Beitrag 1 von 50
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Hallo,

da ich jetzt schon mehrfach bei Outdoor Shootings von irgendwelchen Leuten nach einer fotografiererlaubnis gefragt worden bin, habe ich mich schlau gemacht was ich wann wo darf und wo nicht...

Womit ich jetzt allerdings Probleme habe ist das Wort " Panoramafreiheit" auf oder von öffendlichem Grund.

Woher weiß ich aber weches Gebäube auf öffendlichem Grund steht und weches nicht...

Wenn ich zum beispiel eine Ruine in einem öffendlichen Park fotografiere muß ich mich dann vorher informieren ob diese Ruine irgendjemand gehört ?

Wie steht es mit Kirchen ( aussen ) im allgemeinen ? Sind die nicht alle im Besitz der "Kirchen" also nicht erlaubt...

Es wäre schön wenn man mal eine Übersicht hätte Erlaubt oder nicht erlaubt...
Don Papparazzo Don Papparazzo   Beitrag 2 von 50
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was kein privatgrund ist, oder in der hand irgendeiner verwaltung (zb zoos... ) ist öffentlicher grund.

wenn du die ruine von öffentlichem grund aus knipst, sollte es keine probleme geben, ebenso bei kirchen. als der vorplatz der kirche ist schon der privatbesitz, der gehweg davor jedoch öffentlich
Peter Gugerell Peter Gugerell   Beitrag 3 von 50
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Guckst du hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Panoramafreiheit
Ralf Scholze Ralf Scholze   Beitrag 4 von 50
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sorry alex,

da muss ich etwas korrigieren. der privatbesitz muss abgegrenzt sein, kette, minizaun etc, reicht. alles was öffentlich zugänglich ist, ... . wenn ein privatman der öffentlichkeit wegerecht einräumt, ist der weg öffentlich. Ausschlaggebend ist der tatsächliche öffentliche Zugang. Auch alle zugänglichen Privatwege und private Parks werden als öffentliche Wege angesehen, nicht dagegen beispielsweise ein U-Bahnhof oder eine Bahnhofshalle. leiter auf öffentlich zugänglichem platz aufgebaut ist nicht(!) mehr öffentlich zugänglich.

bei kirche im zweifelsfrei den pastor nett fragen, oft geht viel mehr als man denkt.

lg

ralf



Nachricht bearbeitet (23:33h)
Don Papparazzo Don Papparazzo   Beitrag 5 von 50
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ralf,

danke
Manfred Hunger Manfred Hunger   Beitrag 6 von 50
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Hallo Ralf,

ich bewundere ehrlich Deine rechtliches Wissen und die ganzen Quellen, die Du immer wieder zitierst.

Zu Deinem Beitag (13.06. 23:08) habe ich noch ein paar Nachfragen.

1. Zur "Kennzeichnung" des Privatbesitzes
"...der privatbesitz muss abgegrenzt sein, kette, minizaun etc, reicht. ..."
Dieses kenne ich aus dem Strafrecht und zwar im Zusammenhang mit Hausfriedensburch und dem Begriff "befriedetes Grundstück". Uns wurde von unseren Strafechtskunde-Lehrern in diesem Zusammenhang erläutert, dass es im Zivilrecht also durchaus "unbefriedete" Privatgrundstücke gibt, wo das Betreten zwar verboten ist, aber das Betreten kein Hausfriedensruch ist, da nicht durch Mauer, Minizaun, Kette oder ähnliches "befriedet" ist. Beispiele waren u. a. Vorgärten ohne "Einfriedung", Felder und Wiesen ohne Einzäunung. Insofern wäre das (obwohl öffentliche zugänglich) doch kein "öffentlicher Grund" - oder täusche ich mich dar?

2.U- und ander Bahnhöfe
"...als öffentliche Wege angesehen, nicht dagegen beispielsweise ein U-Bahnhof oder eine Bahnhofshalle. ..."
Hier handelt es sich doch um Gebäude, also mit einer Mauer "umfriedete" Flächen. Diese sind dann doch sowieso nicht mit Parks und andere "Freiflächen" vergleichbar - oder?
Wie sieht es dagegen aber z.B. mit Bahnhofsvorplätzen und Parkplätzen der Bahn aus. Diese sind "öffentlich" zugänglich, ist das nun "öffentlicher" oder "privater" Grund. Auf jeden Fall gilt auf diesen Flächen die Hausordnung der Bahn mit deren z. B. eingeschränkter Fotografiererlaubnis.

3.Öffentlich zugängliche Parkanlagen in Privatbesitzt mit einer Parkordnung
"...Auch alle zugänglichen Privatwege und private Parks werden als öffentliche Wege angesehen ..."
Als "öffentliche Wege" - JA. Aber auch als "öffentlicher Grund" Gilt durch eine "Park(ver)ordnung" nicht das Hausrecht des Grundstückseigentümers, wodurch durchaus auf sonst "öffentlichen Grund" übliche Rechte eingeschräkt werden können.

4. Mein Fazit - der nicht unbedingt richtig sein muss :-))
"Öffentlicher Grund ist der Grund und Boden, wo nicht im Grundbuch eine persönliche oder juristischen Person als Eigentümer eingetragen ist.

Auch wenn diese Definistion sicherlich nicht richtig ist, so ist man wohl im zweifelsfall, ob man sich auf "öffentlicher Grund" befindet oder nicht, hierbei immer auf der richtigen Seite :-)

LG Manfred
Ralf Scholze Ralf Scholze   Beitrag 7 von 50
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Hallo Manfred,

entweder http://www.fotorecht.de/publikationen/gebaeude.html bzw. in einerm der dort angegeben links odre in den kommentaren zu urheberrecht beispielsweise in
http://www.fotorecht.de/publikationen/h ... haus3.html
Nur Straßenansicht

Grund für die BGH-Entscheidung war die enge Auslegung der gesetzlichen Schranke des Urheberrechtsgesetzes, § 59 UrhG (s.u.), zur so genannten Panoramafreiheit. Danach ist es grundsätzlich u. a. zulässig, Außenaufnahmen von Gebäuden zu machen, die sich bleibend an öffentlichen Straßen befinden. Der BGH hat dieser Regelung aber im Rahmen seiner Auslegung das ungeschriebene Tatbestandsmerkmal des Aufnahmestandortes hinzugefügt und die Panoramafreiheit auf die Straßenansicht beschränkt. Architekturaufnahmen dürfen also nur dann ohne Zustimmung des Urhebers (=Architekt und im vorliegenden Fall Hundertwasser bzw. dessen Erben als Miturheber) genutzt werden, wenn sie von einem allgemein und öffentlich zugänglichen Ort aus ohne Hilfsmittel wie Leiter oder Hubschrauber gemacht wurden.


Also öffentlich zugänglich. Kirchen sind in der Regel so alt, dass das Urheberrecht es Architekten nicht mehr gilt

lg

ralf
Manfred Hunger Manfred Hunger   Beitrag 8 von 50
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@Ralf
Danke für die Links

LG Manfred
Ralf Scholze Ralf Scholze   Beitrag 9 von 50
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übrigens, bei den ruinen erst recht nicht (urheberrecht des architekten)

manfred, keine ursache



Nachricht bearbeitet (20:44h)
Hans-Henning Pietsch Hans-Henning Pietsch Beitrag 10 von 50
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Muß da eigentlich ein Art Zaun/Hecke stehen, oder reicht ein "Betreten Verboten" Schild aus? Ich denke da z.B. an Firmenparkplätze.

mfG, Henning
Uli Weiler Uli Weiler   Beitrag 11 von 50
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das ihr immer übers ziel hinaus schiessen müßt...man sollte zuerst mal bei einer location versuchen nach eine fotoerlaubn iss zu fragen...klappt fast immer wenn man den verwenugsgrund nennt...oder den richtige an die strippe bekommt.....
schließlich will jeder ind er heutigen zeit mit seinen dingen kohle verdienen insofern ist es klar das bei der menge an fotografen ein gewisses misstrauen vorherscht....
überall schleich fotografen oder solche die es sein möchte mit megazoom objektiven durch privat grunstücke...das geth auf daue rnicht...zuerts location suchen,dann fragen,bei ablehnung versuchen unter umgehung bestimter verbote zu agieren ...je nachverwendung doch erlaubt
Udo. Meyer Udo. Meyer Beitrag 12 von 50
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Uli,

bei wirklichen Privatgrundstücken gebe ich Dir recht.

Aber ich sehe überhaupt nicht ein, auch nur irgendwen zu Fragen ob ich das was ich gesetzlich erlaubt ist, tun darf.

Leider ist es auch so, das immer mehr Sicherheitsdienste und andere Bürger sich wichtig tun wollen. Diese Leute werde ich nicht durch "vorher Fragen" in Ihren tun bestätigen, wenn ich der Meinung bin das ich im Recht bin und nichts verbotenes mache.

Beste Grüße Udo
Peter Gugerell Peter Gugerell   Beitrag 13 von 50
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Hans-Henning Pietsch schrieb:
Zitat:Muß da eigentlich ein Art Zaun/Hecke stehen, oder reicht ein
"Betreten Verboten" Schild aus? Ich denke da z.B. an
Firmenparkplätze.


Ich bin kein Jurist aber aus Gründen der Logik muss so ein Schild reichen. Wenn es verboten ist, das Grundstück zu betreten dann muss es auch verboten sein, das Grundstück zu betreten und zu fotografieren.
Ralf Scholze Ralf Scholze   Beitrag 14 von 50
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so isses
Christoph Kämper Christoph Kämper Beitrag 15 von 50
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Bitte nicht die Fotografiererlaubnis durch den Grundstückseigentümer mit der Panoramafreiheit verwechseln. Bei der geht es um die Urheberrechte des Künstlers (z.B. Architekten). Die Panoramafreiheit gilt nur für Fotos von öffentlichem Grund aus, unabhängig von irgendwelchen Genehmigungen der Hausherren oder Grundstückseigentümer. In das Urheberrecht des Architekten kann auch der Hauseigentümer kaum eingreifen, so das Haus denn ein Kunstwerk ist.

Christoph
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