TFP-Bilder kommerziell nutzbar mit Vertragsklausel?

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Michael Eichhammer Michael Eichhammer Beitrag 1 von 9
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Hallo zusammen,
soweit ich das verstanden habe, bedeutet TFP standardmäßig, wenn nichts anderes vereinbart ist: Model und Fotograf dürfen beide die entstandenen Bilder für ihre eigenen Zwecke nutzen (Model für Sedcard zb, Fotograf für seine Onlinepräsenz usw). Wenn ich als Fotograf die Nutzungsrechte aber erweitern will dahingehend, dass ich die entstandenen Bilder auch bei Stockagenturen anbieten will, kann ich das natürlich in den Vertrag schreiben, aber erfüllt das dann noch den Begriff TFP? Oder wäre TFP dann irreführend für das Model? Ich will natürlich nach den Spielregeln spielen und seriös und fair arbeiten, daher ist mir das wichtig.
Ehemaliges Mitglied Ehemaliges Mitglied Beitrag 2 von 9
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Die AGB-rechtliche Thematik der überraschenden Klauseln mal außen vor zu lassend (da müsste der Sachverhalt weiter aufgeklärt werden), mal ganz allgemein:

"TfP" ist ein Label. Schreibe einfach einen Vertrag, in dem steht, was du für Rechte benötigst und gebe ihn dem Model. Weise das Model ggf. gesondert auf die Nutzungsrechte hin, um Überraschungen zu vermeiden und gut ist. Und ob du das ganze dann noch "TfP" nennst oder einfach "Vereinbarung", "Vertrag über die Nutzung von Bildern", "Vereinbarung über ein Shooting und Bildnutzung" o.ä. ist dann zweitrangig. Wichtig ist allein eine klare und widerspruchsfreie Nutzungsregelung.
Michael Eichhammer Michael Eichhammer Beitrag 3 von 9
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@ChrisAR: Dank dir, das hilft mir auf jeden Fall schon mal weiter. Offen blieb für mich allerdings bei deiner Antwort, ob ich richtig lag, dass tfp im Allgemeinen (also im üblichen Sprach- und Praxisgebrauch) eine kommerzielle Nutzung der Bilder durch den Fotografen nicht vorsieht, sondern letzteres eine unübliche Praxis im Rahmen von tfp bedeutet? Und daher explizit darauf hingewiesen werden sollte - nicht nur im Vertrag, sondern bereits im Vorgespräch, wenn man Wert auf für beide Seiten faire Zusammenarbeit legt?
paulharris paulharris Beitrag 4 von 9
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Ich mache zwar nichts mit Modellen, aber für mich heißt tfp, daß es sich um ein gegen und nehmen ohne die Absicht handelt, das Foto kommerziell zu nutzen. Anders gesagt, wäre ich Modell würde ich nicht einsehen, dass der Fotograf die Nutzungsrechte an dem Foto verkaufen kann und ich kein Geld dafür bekomme. Das wäre für mich der Klassiker des "pay shootings" oder meinethalben einer Gewinnbeteiligung.

PaulHarris
Michael Eichhammer Michael Eichhammer Beitrag 5 von 9
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Paul Harris: Danke, klingt schlüssig und entspricht auch dem, was allgemein laut Google üblich ist.
Lord Zinker Lord Zinker Beitrag 6 von 9
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TfP heißt für mich erstmal nur das kein Geld fließt, wie man die Nutzungsrechte regelt ist eine ganz andere Sache. Bei mir darf auch das Modell die Aufnahmen gewerblich nutzen wenn sich die Möglichkeit ergibt. Exclusive Nutzungsrechte natürlich ausgeschlossen.
Michael Eichhammer Michael Eichhammer Beitrag 7 von 9
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@Lord Zinker: So ähnlich war auch meine Idee für Fairness: Also, dass beide die Bilder nutzen können für was auch immer, außer eben exklusiv.
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 8 von 9
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TfP ist nicht klar definiert.

TfP gibt es in vielen Varianten. Ich habe, übrigens auch bei Modellen, TfP erlebt mit durchaus deutlich einseitigen Nutzungsrechten, auch gewerblichen.
Alle mir bekannten Varianten haben den einzigen gemeinsamen Nenner, dass kein Geld fließt. Manchmal fließt Geld zur Kostenbeteiligung aber eben nicht, um einen Partner zu honorieren.

Ich selbst habe keine einseitigen TfP-Verträge aber ich hab oft einen, bei dem ich bieden eine Nutzungsart einräume, mit der das Modell i.d.R. nichts anfangen kann.

Dabei haben ungleiche TfP-Verträge durchaus ihre Berechtigung. Ich finde sie dann angemessen, wenn die Leistungen stark unterschiedlich sind oder die Kostenlast oder wenn die "Wertigkeit" eines Partners - erkennbar an Angebot und Nachfrage - stark ungleichgewichtig ist.

Weder "gerecht" noch "win:win" muß zwingend 50:50 gleichkommen.
Ralf Scholze Ralf Scholze   Beitrag 9 von 9
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Der Gesetzgeber kennt beim "Fotorecht" den schwammigen Begriff kommerziell nicht, sondern nur Nutzungsrechte. Wenn beiden Seiten die gleichen Nutzungsrechte eingeräumt werden, ist das in der Regel für beide Seiten fair. Im konkreten Fall bedeutet das Anbieten bei einer Stockagentur noch nicht, das Geld fließt. Das kann Jahre dauern. Hat man in den Vertrag hineingesetzt, dass ein eventueller Gewinn nach irgendeinem Schlüssel geteilt wird, das Model in der Zwischenzeit umgezogen und die aktuelle Adresse nicht bekannt, ..... Keep it simple, alle Nutzungsrechte für beide Seiten ....
Schöne Restgeisterstunde

Ralf
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