sehe ich hier etwas zu kleinkariert?

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Clara Hase Clara Hase   Beitrag 1 von 22
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Die Situation: 50 Jahre - 50 Gesichter der Stadt.
Meine fotogruppe ist am fotografieren und lässt sich Formulare ausfüllen, wegen dem Recht am eigenen Bild und wo überall die Aufnahme veröffentlich werden darf - mit Unterschrift. Man hat Termine vereinbart mit Bürgern.

Die Ausstellung wird im Stadtmuseum stattfinden. die brauchen Sicherheiten, das niemand ohne Unterschrift zur VÖ zugestimmt hat - so weit so gut. Es ist in dem Sinne keine Ausstellung der fotogruppe.

Nun ist aber noch eine Gesellschaft (unbekannter Art) für die Ausstellung hinzugezogen worden die die Optik plant, evtl die Abzüge dieser gemachten Personenaufnahmen vornimmt.

Was mich nun juckt, als Urheber dieser Aufnahmen, das ich diese Veröffentlichungsgenehmigungen meiner Modelle mit überreichen soll (digital oder kopiert) und ich mir Sorgen um deren private Daten Alter, Adresse usw mache, wenn es in fremde Hände kommt. Zudem hab ich einigen auch zugestanden dass die Daten bei mir bleiben. Originale täte ich eh nicht aus der Hand geben.

sehe ich das zu kleinkariert?
die Adressen könnte ich schwärzen - kein Problem.

Es geht dem Mus vor allem darum das nicht die Ausstellung wegen Unberechtigkeit zusammenbricht.
Ist verständlich, da liegt viel Investition drin und dran.

Hoffe ich bin verständlich
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 2 von 22
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Schwärzen ist ähnlich sinnfrei wie das Ansinnen der Dir unbekannten Organisation, die Daten zu bekommen. Gerade deshalb würde ich da machen. Wäre doch lustig.

Tatsächlich würde ich versichern, dass mir das Einverständnis vorliegt.

Ebenso tatsächlich dürftest du die Daten weiter geben. Daraus, dass die Leute damit einverstanden waren, ergibt sich für Dich ein berechtigtes Interesse, ihre Daten im Zusammenhang mit dem einvernehmlichen Nutzen der Fotos ggf. auch weitergeben zu dürfen, insbesonder dann, wenn die Partei, der Du die Daten gibst, das (vornehmlich) deshalb macht, um sich zu vergewissern, dass das alles dem BDSG entspricht. Das ist nach meinem Verständnis des neuen BDSG völlig ok.

In vielen Fällen wäre es aber auch völlig ok, auch nach neuem BDSG und aktueller Rechtsprechung, überhaupt nie gefragt zu haben. Und das wäre dann meine bevorzuge Vorgehensweise, auch auf die Gefahr hin, dass ein Träger einer Ausstellung aufgrund behördlich angeordneter Paranoia meine Fotos nicht annehmen wird.
Clara Hase Clara Hase   Beitrag 3 von 22
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Herrmann wir haben eine Anweisung erhalten, wie wir zu verfahren haben.
Und in mir sträubt sich alles.

BDSG - meinst du DSVGO?
ich habe ja so fotografiert und mich auf das KUG bezogen - $22 oder so, mit Zusatz wo die Bilder veröffentlicht werden dürfen.
Sören Spieckermann Sören Spieckermann   Beitrag 4 von 22
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BDSG ist die korrekte rechtliche Beschreibung in welcher die umgangssprachliche DSGVO umgesetzt ist.
Dahee grob: DSGVO ist Teil des BDSG
KUG ist dann wiederum eine Regelung die im BDSG für einige dort genannten Regeln als Ausnahmeregelung genannt ist.

Wenn du die nicht genannte Stelle ärgern willst dann verlange von denen ein Schriftstück (Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AV-Vertrag) ) das sie die von dir zu bekommenden Daten auch entsprechend des BDSG anlassbezogen und korrekt verarbeiten. (auch wenn hier vermutlich eine Funktionsübertragung vorliegt) :-)
Zuletzt geändert von Sören Spieckermann am 12.10.19, 22:49, insgesamt 1-mal geändert.
Sören Spieckermann Sören Spieckermann   Beitrag 5 von 22
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Sorry, habe das mit der DSGVO und BDSG(-neu) falsch herum beschrieben:
Kurz:
DSGVO gilt, lässt aber Raum für (nationale) Ausnahmeregelungen bzw. Ergänzugen. und diese nationalen Ausgestaltungen sind im BDSG(-neu) geregelt. Und da fällt eben auch die Ausnahmeregelung im Zusammenspiel mit dem KUG darunter.

Hoffe es ist jetzt klar.
Clara Hase Clara Hase   Beitrag 6 von 22
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Kann ich nicht auch eine Bürgschaft unterschreiben? Dafür Bürgen, dass ich die unterschriften besitze?
Wir müssen wohl die Gesellschaft auch erstmal kennenlernen - so insgesamt.
Danke für Klärung BDSG - hatte das nciht weiter verfolgt.
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 7 von 22
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Zitat: Clara Hase 12.10.19, 22:13Zum zitierten BeitragBDSG - meinst du DSVGO?


Ich meine BDSG.

Und Hermann gerne mit einem R.
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 8 von 22
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DSGVO ist die europäische Richtline zur Vereinheitlichung und Verschärfung des Datenschutzes. Sie könnte in einigen Ländern der EU Gesetzesrang bekommen, wenn diese Länder die DSGVO nicht in nationales Recht umgesetzt hätten. Ich weiß nicht, ob es Länder in der EU gibt, die das nicht gemacht haben.
Deutschland hat das getan. Und zwar gut ein Jahr bevor das Netz sich über die DSGVO aufgeregt hat und Firmen Panik bekommen haben. Da war die DSGVO längst als (neues) BDSG durch die deutsche legislative gegangen. Sie war dabei weitgehend "abgeschrieben" worden und das noch viel früher als EU-amtliche deutsche Übersetzungen vorlagen, die wir dann hier diskutierten als das längst schon Gesetz war - allerdings mit einem Gültig-Ab-Zeitpunkt, der eben der DSGVO entsprach.

This is Germany. Hier gilt detusches Recht. Deutschland unterwirft sich dabei i.d.R. europäischem Recht. So auch hier. Aber das Gesetz, das hier gilt, ist das Bundesdatenschutzgesetz in seiner aktuell gültigen Form. (Diese Form entspricht der DSGVO)
Clara Hase Clara Hase   Beitrag 9 von 22
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https://dsgvo-gesetz.de/bdsg/ damit gehts los, wenn ich das pdf dazu aufrufe bin ich hoffnunglos verloren.
In mir sträubt sich in Punkto Fotografie als NichtProfessionelle eh alles
Johannes Röhnelt Johannes Röhnelt Beitrag 10 von 22
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Vielleicht habe ich das Problem nicht richtig verstanden. Aber verhält es sich hier nicht ähnlich wie bei den Fotos auf den Seiten der fc. Wir Nutzer müssen versichern, dass die auf unseren Fotos abgebildeten Personen mit der Veröffentlichung einverstanden sind. Aber, dass wir deren persönliche Daten weitergeben, verlangt doch keiner, oder?

Vielleicht sieht ja das Stadtmuseum hier etwas zu kleinkariert?

In Beitrag 6 fragst Du: "Kann ich nicht auch eine Bürgschaft unterschreiben? Dafür Bürgen, dass ich die unterschriften besitze?"

Das wäre immerhin eine Lösung. Aber was hat eigentlich der Subunternehmer, der die Abzüge macht für ein Interesse an den persönlichen Daten der abgebildeten Personen?
Clara Hase Clara Hase   Beitrag 11 von 22
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tja, das ist die Frage. Hauptaugenmerk liegt eigentlich darauf, das die Ausstellung nicht platzt weil dieser oder jener evtl abspringt.
Zweites wohl die Gesellschaft, die investiert - Abzüge erstellt die dann vom Anwalt kassiert werden könnten.
Ich hoffe nicht, dass sie ein Interesse direkt an den Daten hat.

Ja, richtig hier in der FC - lädt jeder hoch ob er er ne Erlaubnis hat oder nicht - von Modells will ich da nicht reden, aber so manches Street - Verträge hab ich nie abgeschlossen, wohl Name und Geburtsdatum zum Aufnahmestandort unterschreiben lassen oder selbst getippt. Einmal kam es vor dass jemand gestorben war und ein angehöriger nict an die Fotos über den hauseigenen PC kam. Ob die sich hier meldete und mein Name und die Telefonnummer bekannt gegeben wurden weiss ich nicht - hab die Fotos abziehen lassen und hingeschickt. Aus die Laube. Evtl hatte man aber doch im Mail-Postfach meine Angaben vorgefunden. Löschen sollte ich nichts.

Aber die FC ist anders - als eine Jahrhundertausstellung.
TLK TLK   Beitrag 12 von 22
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Ich schätze es - nachdem ich die Diskussion bisher lesend verfolgt und soweit ich diese (hoffentlich) korrekt verstanden habe - eher so ein, daß die betreffende Gesellschaft einfach auf der sicheren Seite sein will, wenn sie Bilder verwertet, daß für diese Bilder vertraglich bzw. rechtlich alles OK ist - und sie nicht evt. wegen Recht am eigenen Bild o.dgl. ebenfalls belangt werden könnten.
Wenn man es so will, ist das die Gürtel-und-Hosenträger-Methode: ich sichere mich ab, daß sich der Urheber abgesichert hat, und bin im Fall der Fälle fein raus...

Warum es dafür jedoch nicht auch eine Bürgschaft oder auch eine eidesstattliche Versicherung tun soll, anstatt x Kopien einzelner Genehmigungen, Verträge o.ä. zu überreichen, erschließt sich mir freilich nicht.

Und daneben gibt es in der Tat Fälle, wo es im Streifall auf eine Abwägung bzgl. KUG hinauslaufen kann; Straßenfotografie - wo Genehmigungen oder gar Verträge oftmals so gar nicht realisierbar sind - kann dabei ein solcher Fall sein.

PS: Ich bitte ausdrücklich um Korrektur, falls ich mich irre... :)
Sören Spieckermann Sören Spieckermann   Beitrag 13 von 22
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Zitat: TLK 16.10.19, 14:28Zum zitierten BeitragWenn man es so will, ist das die Gürtel-und-Hosenträger-Methode: ich sichere mich ab, daß sich der Urheber abgesichert hat, und bin im Fall der Fälle fein raus...

Streng genommen sit das eigentlich nur konsequent das was schon seit jeher verlangt wird.
Siehe auch: Urteil des LG Düsseldorf vom 26.08.15, Az. 12 O 370/14
https://fotografen-fotorecht.de/hohe-so ... chten-613/

Zitat:
"Auch Dritte dürfen sich nicht einfach auf die Aussage der anderen Partei in Bezug auf bestehende Rechte verlassen und sind selbst verpflichtet, vor der Nutzung der erworbenen Bilder die Rechtslage zu prüfen. Findet keine Überprüfung statt, handelt man fahrlässig und macht sich unter Umständen schadensersatzpflichtig."

oder
https://www.rechtambild.de/2015/09/die- ... ildnutzer/

(Ich kenne allerdings wirklich niemanden der z.B. bei der Verwendung eines fremden Fotos dessen Nutzungsrechte er bei einer "seriösen" Bildagentur erworben hat, die Lizenzkette bis zum Urheber zurück kontrolliert. :-/ )

Das sind jetzt aber erstmal Sorgfaltpflichten bzgl. der Nutzungsrechte, nicht der Persönlichkeitsrechte der auf den Fotografien abgebildeten Personen. Ich schätze jedoch ein das dies analog zu handhaben ist.
TLK TLK   Beitrag 14 von 22
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Zitat: Sören Spieckermann 16.10.19, 15:12Zum zitierten BeitragZitat: TLK 16.10.19, 14:28Zum zitierten BeitragWenn man es so will, ist das die Gürtel-und-Hosenträger-Methode: ich sichere mich ab, daß sich der Urheber abgesichert hat, und bin im Fall der Fälle fein raus...
Streng genommen sit das eigentlich nur konsequent das was schon seit jeher verlangt wird.
Exakt; vielen Dank für die Präzisierung.

Zitat: Sören Spieckermann 16.10.19, 15:12Zum zitierten BeitragDas sind jetzt aber erstmal Sorgfaltpflichten bzgl. der Nutzungsrechte, nicht der Persönlichkeitsrechte der auf den Fotografien abgebildeten Personen. Ich schätze jedoch ein das dies analog zu handhaben ist.Dazu steht doch durchaus etwas im verlinkten https://www.rechtambild.de/2015/09/die- ... ildnutzer/:
Zitat:...
Lizenzierte Fotos und die Rechte des Abgebildeten

Über die Rechte des Urhebers und des Bildrechteinhabers hinaus darf der Nutzer fremder Fotos auch die Rechte des Abgebildeten nicht außer Acht lassen. Die Nutzung ist dann unproblematisch, wenn das Model seine Einwilligung zur Veröffentlichung und Verbreitung nach § 22 KUG erteilt hat oder aber eine der Ausnahmen des § 23 KUG vorliegt. Anderenfalls ist eine Verletzung des Rechts am eigenen Bild gegeben. Gemäß § 22 Satz 2 KUG gilt die Einwilligung auch dann als erteilt, wenn der Abgebildete bzw. das Model eine Entlohnung hierfür erhalten hat.

Das Recht am eigenen Bild wird im Regelfall trotz Nutzung lizenzierter Fotos dann verletzt, wenn die Einwilligung des Abgebildeten von Anfang an fehlt. In solchen Fällen achten die Gerichte darauf, ob der Nutzer dies bei Anwendung der erforderlichen Sorgfalt hätte erkennen können.
...
Clara Hase Clara Hase   Beitrag 15 von 22
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Zitat: TLK 16.10.19, 14:28Zum zitierten BeitragWarum es dafür jedoch nicht auch eine Bürgschaft oder auch eine eidesstattliche Versicherung tun soll, anstatt x Kopien einzelner Genehmigungen, Verträge o.ä. zu überreichen, erschließt sich mir freilich nicht.
du irrst nicht, aber ich bin auch an Gesetze gebunden. Und wenn ich das richtig im Kopf habe, dann sind nicht mal mailinglisten innerhalb einer VHS Gruppe zulässig.
Und scanne ich dei ganzen Genehmigungen ein wo ich zu meinen modells nur SAGTE, dass ich die nicht aus dem Hause gebe, aber voller Name, Adresse, Geburtsdatum, Handy und auch noch die Emailadresse drauf steht
dann halte ich das auch für nicht legitim.

Hinzu kommt noch, das ich eigene Verträge nach KUG entwickelte, es aber eine zweiseitige Vorgabe mit viel Balast gab, übernommen habe, ich wo die Erlaubnis überall gelten soll - für mich und für den Abgebildeten. Und auch das kommerzielle Zwecke ausgeschlossen sind, wie auch auf keiner Seite eine Bezahlung erfolgt.
Es ist immer von Modellen die Rede, was schon Quark war, weil niemand in einer Kartei geführt wird.
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