Nutzungshonorar bei Auftragsarbeit?

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Rainer Munzert Rainer Munzert Beitrag 1 von 9
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Hallo,
eigentlich war die Sache für mich bisher klar, jetzt kamen aber nach diversen Gesprächen / Diskussion mit anderen Fotografen Zweifel auf: Ich mache für einen Kunden diverse Gruppen- und Einzelaufahmen sowie Indoorshootings (Zimmer, Details etc.). Eigentlich rechne ich nach Aufwand ab (also Stundensatz inkl. An-/Abfahrt, Bearbeitung etc.). Damit ist für mich die Sache erledigt - dachte ich.

Jetzt die Frage:
Der Kunde nutzt die Fotos aber für seien Website und evtl. auch für Print (Flyer, Anzeige). Kann/soll/darf ich on top auch noch Nutzungshonorar verlangen?

Bin grade etwas verunsichert und kann mir nicht vorstellen, dass der Kunde für Fotos, die er bezahlt auch noch Nutzungshonoar zahlen soll/will. Oder liege ich falsch?

Danke und viele Grüße, Rainer
Manfred Hunger Manfred Hunger   Beitrag 2 von 9
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Hallo Rainer,

Deine Frage
Zitat: Rainer Munzert 26.06.20, 09:54Zum zitierten Beitrag...
Der Kunde nutzt die Fotos aber für seien Website und evtl. auch für Print (Flyer, Anzeige). Kann/soll/darf ich on top auch noch Nutzungshonorar verlangen? ...
kann mir nicht vorstellen, dass der Kunde für Fotos, die er bezahlt auch noch Nutzungshonoar zahlen soll/will. Oder liege ich falsch? ...

lässt sich so nicht beantworten.

Es hängt davon ab, was ihr vereinbart habt. Ich hoffe, Du hast die Vereinbarung (Euren Vertrag) auch schriftlich.

Generell ist es üblich, dass der Auftraggeber für die Nutzung der Bilder zahlt. Wieviel er zahlen muss, soll hängt von Deinem Verhandlungsgeschick, Deinen Kosten, den Preisen Deiner Konkurrenz und Deiner "Schmerzgrenze" ab. Ein Anhaltspunkt kann ggf. die sogenannte MfM-Liste geben.

Gruß Manfred
Manfred Wenzel Manfred Wenzel   Beitrag 3 von 9
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Du bist der Urheber und hast alle Rechte an den Bildern - auch wenn es sich um eine "Auftragsarbeit" handelt Darüber hinaus haben wir Vertragsfreiheit und deshalb kannst du verlangen, was du willst. Es ist aber eine Frage des Stils das im Vorfeld abzuklären und nicht hinterher mit Forderungen zu kommen. Also muss ein ordentlicher Vertrag her, in dem alle Rechte und Verpflichtungen (das umfasst auch die Vergütungen und Zahlungen) von beiden Parteien klar geregelt sind. Auf den Vertragstext sollte möglichst mal ein Anwalt drauf geschaut haben.

beste Grüße

MW
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 4 von 9
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Wenn Du bisher der Ansicht gewesen bist, dass das so ok sei, dann macht der Kunde doch alles vertragsgemäß.
Siggiknipst Siggiknipst Beitrag 5 von 9
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Zitat: Manfred Wenzel 26.06.20, 18:56Zum zitierten BeitragAlso muss ein ordentlicher Vertrag her, in dem alle Rechte und Verpflichtungen (das umfasst auch die Vergütungen und Zahlungen) von beiden Parteien klar geregelt sind.
Genau. Hinterher irgendwas hineininterpretieren, was nicht im Vertrag steht, geht nicht.
Ist das überhaupt üblich, nach Aufwand abzurechnen?
Rainer Munzert Rainer Munzert Beitrag 6 von 9
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Hallo, vielen Dank für die Antworten, Infos und Tipps. Ich hab mit dem Kunden ein sehr gutes, faires Verhältnis und werde das einfach ansprechen und klären. Danke Euch und eine gute Woche
Alice vom See Alice vom See   Beitrag 7 von 9
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Lass lieber bleiben und verbuche es als Erfahrung. Das nächste mal machst Du einen gescheiten Vertrag wo Du alles rein schreibst, bzw vorher abklärst. Damit Du einigermaßen einen Überblick bekommst was so verlangen könnte, kannst Dir ja die MFM Liste besorgen.
T ST T ST Beitrag 8 von 9
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Wenn du ein gutes und nach eigener Aussage faires Verhältnis mit dem Kunden hast, belasse es auch so. Du klingst so gar nicht danach, dass man den Eindruck hätte, du seist schlecht bezahlt worden.
ich würde mir daher gut überlegen, ob ich einem Kunden, der es womöglich auch als gut und fair ansieht, plötzlich mit unerwarteten Forderungen ins Haus komme. Oder anders ausgedrückt: Mir wäre das Risiko zu groß, dass der Folgeauftrag ausbleibt, weil euer Geschäftsverhältnis so einen kaum wieder gut zu machenden Flurschaden erlitten hat. Und denke auch daran: verärgerte Kunden empfehlen einen nur ihren besten Feinden. Und wer hat schon Feinde :)
Auf der anderen Seite bist du ja frei bei neuen Kunden andere Konditionen - mit Vertrag dann - auszuhandeln. Ebenso, wie es die anderen Antworten schon erwähnt haben.

Grüße Thomas
Michael B. Rehders Michael B. Rehders   Beitrag 9 von 9
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Zitat: Rainer Munzert 26.06.20, 09:54Zum zitierten BeitragIch mache für einen Kunden diverse Gruppen- und Einzelaufahmen sowie Indoorshootings (Zimmer, Details etc.). Eigentlich rechne ich nach Aufwand ab (also Stundensatz inkl. An-/Abfahrt, Bearbeitung etc.). Damit ist für mich die Sache erledigt - dachte ich.Jetzt die Frage:Der Kunde nutzt die Fotos aber für seien Website und evtl. auch für Print (Flyer, Anzeige). Kann/soll/darf ich on top auch noch Nutzungshonorar verlangen?
Handelt es sich bei deinem Kunden um eine Privatperson, die ihre Familie portraitieren ließ?
In diesem Fall würde ich nachverhandeln, denn das geht über eine private Nutzung hinaus.

Handelt es sich um einen Unternehmer, der seine Mitarbeiter fotografieren ließ und seine gewerblichen Räumlichkeiten, dann gehe ich davon aus als Fotograf, dass er diese Bilder auch gewerblich nutzt. Sprich: Sie auf die Website setzt und Flyer usw. davon drucken lässt.
Warum sollte er sonst einen Fotografen für diese Werbefotos kommen lassen?

Ich handhabe das so, dass ich immer danach frage, was mit den Bildwerken geschieht. Danach richtet sich auch der Preis.

Wenn er Unternehmer/Auftraggeber sagt, er braucht die Bilder für interne Zwecke und sie dann trotzdem publiziert, wird nachverhandelt.
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