Kurzfristig / geringfüg Mitarbeiter einstellen

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LRMphoto LRMphoto Beitrag 1 von 23
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Hi,
ich fotografiere nebenberuflich, habe ein Gewerbe angemeldet, alles soweit so gut.
Nun möchte ich bei einigen größeren Veranstaltungen für den Abend einen Mitarbeiter einstellen. Kann mir jemand hier einen guten Tipp / Zusammenfassung geben an welche Stellen ich mich wenden muss und was melden muss? Oder haltet ihr das ohne professionelle Unterstützung (Steuerberater etc.) nicht für machbar (was ich eigentlich schade fände).

Die HWK war mir hierbei leider nicht behilflich, was ich ausgesprochen schade fand.

Was ich bisher glaube zu wissen:
- BG bekommt am Jahresende eine Meldung (sollten kleine Beträge sein)
Manfred Hunger Manfred Hunger   Beitrag 2 von 23
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Spontan würde ich bei der Bundesagentur für Arbeit nachfragen. Wenn diese nicht selber beraten sollten, so könnten sie Dir doch sicherlich entsprechende Stellen nennen.
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 3 von 23
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Die HWK hätte mit Information helfen müssen.

Das Arbeitsamt hilft Dir weiter. Die sind sehr auskunftsfreudig.
Sollten sie Dich nicht auf die Berufsgenossenschaft hinweisen, dann ruf da auch noch mal an. Das ist nicht sooo teuer, schon mal gar nicht für einen Tag.
Albrecht D Albrecht D Beitrag 4 von 23
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Die Jobcenter der Bundesagentur für Arbeit müssten Auskünfte erteilen können. "Arbeitsämter" gibt es schon lange nicht mehr.

Gruß
Albrecht
Michael B. Rehders Michael B. Rehders   Beitrag 5 von 23
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Zitat: LRMphoto 03.02.18, 18:43Zum zitierten BeitragNun möchte ich bei einigen größeren Veranstaltungen für den Abend einen Mitarbeiter einstellen. Kann mir jemand hier einen guten Tipp / Zusammenfassung geben an welche Stellen ich mich wenden muss und was melden muss?
Da ich auf diesen ganzen "Firlefanz" keine Lust habe, buche ich mir für diese Aufträge Freiberufler. Sei es Grafiker für die parallele Bildbearbeitung vor Ort oder einen "Assistenten" in Form eines jungen Fotografen.
Von diesen Personen erhalte ich dann ordentliche Rechnungen, die ich wie alle anderen Ausgaben auch handhabe.
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 6 von 23
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Zitat: Michael B. Rehders 07.02.18, 15:19Zum zitierten BeitragZitat: LRMphoto 03.02.18, 18:43Zum zitierten BeitragNun möchte ich bei einigen größeren Veranstaltungen für den Abend einen Mitarbeiter einstellen. Kann mir jemand hier einen guten Tipp / Zusammenfassung geben an welche Stellen ich mich wenden muss und was melden muss?
Da ich auf diesen ganzen "Firlefanz" keine Lust habe, buche ich mir für diese Aufträge Freiberufler. Sei es Grafiker für die parallele Bildbearbeitung vor Ort oder einen "Assistenten" in Form eines jungen Fotografen.
Von diesen Personen erhalte ich dann ordentliche Rechnungen, die ich wie alle anderen Ausgaben auch handhabe.


Naja, im Unterschied zu allen anderen Ausgaben solltest Du noch an die KSK denken.

Ansonsten stimme ich Dir da zu.
Albrecht D Albrecht D Beitrag 7 von 23
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Zitat: Hermann Klecker 07.02.18, 15:34Zum zitierten BeitragNaja, im Unterschied zu allen anderen Ausgaben solltest Du noch an die KSK denkenHonorarkräfte, die man zu einem Termin "bucht", sind selbständig, und die Küntlersozialkasse ist dann deren Anliegen. Oder täusche ich mich?

Gruß
Albrecht
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 8 von 23
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Zitat: Albrecht D 07.02.18, 18:01Zum zitierten BeitragZitat: Hermann Klecker 07.02.18, 15:34Zum zitierten BeitragNaja, im Unterschied zu allen anderen Ausgaben solltest Du noch an die KSK denkenHonorarkräfte, die man zu einem Termin "bucht", sind selbständig, und die Küntlersozialkasse ist dann deren Anliegen. Oder täusche ich mich?

Gruß
Albrecht


Du täuscht Dich. Die KSK zahlt immer der Auftraggeber.
Albrecht D Albrecht D Beitrag 9 von 23
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Auf deren Internetauftritt ist zu lesen:

"Voraussetzung für die Versicherung nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) ist die Ausübung einer auf Dauer angelegten selbständigen künstlerischen und/oder publizistischen Tätigkeit in erwerbsmäßigem Umfange. "Erwerbsmäßig" und "auf Dauer angelegt" heißt dabei, dass Sie mit dieser Tätigkeit Ihren Lebensunterhalt verdienen und diese Tätigkeit nicht nur vorübergehend (z. B. als Urlaubsvertretung o. ä.) ausüben."

Möglicherweise besteht für den hinzugezogenen Assistenten also gar keine Versicherungspflicht.

Zusätzlich habe ich mir das Antragsformular angeschaut (auch dort herunterladbar), und der "Künstler" selbst hat sich dort anzumelden.

Gruß
Albrecht
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 10 von 23
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Hier ist es recht anschaulich erklärt (und teils kommentiert)

http://www.matthias-lang.st/2014/08/ksk ... -erklaert/

Was Du aufzählst ist, ob der von Dir beauftragte versicherungspflichtig ist bzw. berechtigt, sich über die KSK zu versichern. Das ist etwas anderes als die Frage, ob Du als Auftraggeber zur Zahlung verpflichtet bist, denn das ist unabhägngig davon, ob der Künstler tatsächlich in der KSK ist.

Der ausschlaggebende Unterschied ist der: Wenn der beauftragte Künstler in der KSK ist und Du nicht zahlst, dann fällt es der KSK ggf auf.
Michael B. Rehders Michael B. Rehders   Beitrag 11 von 23
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Vor Jahren wurden lediglich Unternehmen von der KSK zur Zahlung angehalten, wenn diese Firmen publizistische/künstlerisch Tätige beschäftigt haben, welche Mitglieder in der KSK waren.
Da kam dann schon mal Jahre später das "böse" Erwachen, wenn Abgaben in fünfstelliger Höhe für Fotografen nachträglich zu leisten waren.
Ich kann mich da noch gut an die folgenden Diskussionen mit Auftraggebern erinnern ...

Inzwischen müssen Unternehmen für alle künstlerisch/publizistischen Beschäftigten (also auch Freiberufler) Abgaben an die KSK abführen - unabhängig davon, ob dieser (z. B.) Fotograf überhaupt Mitglied der KSK ist. Das geht sogar so weit (selbst erlebt!), dass Abgaben für einen Fotografen zu zahlen waren an die KSK, obwohl die KSK diesem Fotografen mangels "Eignung" die Mitgliedschaft in der KSK verweigert hat.
Die KSK-Abgabe ist also so etwas ähnliches wie eine Steuer.

Der aktuelle Unterschied ist nun: Mitglieder der KSK müssen alle ihre Auftraggeber der KSK nennen, damit die KSK die "Sozialabgaben" einfordern kann vom Auftraggeber (des Fotografen). Bei beschäftigten Nichtmitgliedern müssen die Unternehmen auf Nachfrage der KSK Auskunft über den Umfang von künstlerisch/publizistisch Tätigen (z. B. Fotografen) wahrheitsgemäß erteilen und danach zahlen.
Auch da kommen dann Diskussionen auf mit Auftraggebern. Aber der Hinweis reicht, dass für jeden Fotografen, der künstlerisch/publizistische Fotoaufnahmen für das Unternehmen macht, diese Abgaben zu zahlen sind.

Verlage haben deshalb "Pauschal"-Verträge mit der KSK.

Zurück zur Eingangsfrage in diesem Thread:
Wenn nun der TE einen Fotografen bucht, der lediglich den Aufheller halten soll, oder eine Grafikerin beschäftigt, die während eines Events lediglich die Bildwerke des Fotografen vor Ort ausdruckt, fallen meines Wissens keine KSK-Abgaben für diese kurzzeitig beschäftigten "Künstler" an, weil diese beiden gar keiner künstlerisch/publizistischen Tätigkeit nachkommen - dasselbe ist auch der Fall, wenn diese beiden Beschäftigten in der Küche stehen und nur Teller waschen; was unbestritten weder Kunst noch Publikation ist.

Wenn aber eine Grafikerin die Bildwerke vor Ort aufwändig bearbeitet, so dass hier eine künstlerische/publizistische Schöpfungshöhe erreicht wird, sind hingegen Abgaben an die KSK fällig - unabhängig davon, ob die Grafikerin überhaupt Mitglied der KSK ist.
In dem Fall werden die anfallenden KSK-Abgaben 1:1 an den Auftraggeber weiter gereicht. Idealerweise sofort nach Auftragsende mit der Rechnung - und nicht erst Jahre später!
Albrecht D Albrecht D Beitrag 12 von 23
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Der TE hat ein Gewerbe angemeldet, also ist er selbst nicht künstlerisch/publizistisch tätig, denn dies wäre eine freiberufliche Tätigkeit. Als Gewerbe ist es ein Handwerk. Und Handwerker müssen für ihre Gehilfen nicht an die Künstlersozialkasse zahlen.

Gruß
Albrecht
LRMphoto LRMphoto Beitrag 13 von 23
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Vielen Dank für eure Antworten! Werde dann mal nächste Woche beim Jobcenter anrufen und nachfragen.
Die Sache ist halt auch, dass ich in der Regel nicht aus einem Pool an Fotografen / Assistenten / Grafikern auswählen kann, sondern, dass es Bekannte wären, von denen ich weiß, dass sie vernünftig fotografieren können, die aber dem Ganzen sonst nicht kommerziell nachgehen.
Was ich jetzt noch im Netz gefunden habe, sind z.B. iLohngehalt oder von sage etc., die für 10 Euro pro Abrechnung, das Ganze übernehmen würden, das fänd ich eigentlich in Ordnung.

Gruß,
Lucas
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 14 von 23
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Zitat: Albrecht D 08.02.18, 12:47Zum zitierten BeitragDer TE hat ein Gewerbe angemeldet, also ist er selbst nicht künstlerisch/publizistisch tätig, denn dies wäre eine freiberufliche Tätigkeit. Als Gewerbe ist es ein Handwerk. Und Handwerker müssen für ihre Gehilfen nicht an die Künstlersozialkasse zahlen.

Gruß
Albrecht


Auch Handwerker haben das zu behalen.

Woher nimmst Du diesen Unsinn eigentlich? Ist das frei erfunden oder hast Du da eine Quelle, deren Verwendung Du überdenken solltest?
Albrecht D Albrecht D Beitrag 15 von 23
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Zitat: Hermann Klecker 14.02.18, 11:56Zum zitierten BeitragAuch Handwerker haben das zu behalen (bezahlen?).
Woher nimmst Du diesen Unsinn eigentlich? Ist das frei erfunden oder hast Du da eine Quelle, deren Verwendung Du überdenken solltest?
Aha, Unsinn ist das?

Hier auch eine Quelle:

"Handwerkliche Tätigkeiten z.B. als Steinmetz, Goldschmied oder Fotograf hingegen gehören, selbst wenn ihnen ein gestalterischer Freiraum immanent ist, grundsätzlich nicht zum Bereich der Kunst im Sinne des KSVG. Dies gilt für alle handwerklichen Berufe, die in der Anlage A oder B der Handwerksordnung verzeichnet sind und darüber hinaus für alle nicht in der Handwerksordnung verzeichneten handwerklichen Tätigkeiten im weiteren Sinn. Da der Beruf des Fotografen in der Anlage B Abschnitt 1 Nr 38 zur HwO als Gewerbe aufgeführt ist, das als zulassungsfreies Handwerk oder handwerksähnliches Gewerbe betrieben werden kann, ist somit der Handwerksberuf von dem des „künstlerischen Fotografen“ des Künstlerberichts abzugrenzen."

Lediglich bei der Werbefotografie gilt:

"Bei diesem Teilbereich der Fotografie ist für die Einordnung als künstlerisch allein entscheidend, dass sie zu Werbezwecken erfolgt." Im konkreten Falle bestand auch hier für die Fotografin keine Versicherungspflicht, da sie ihren Umsatz nur zu einem Drittel im Bereich der Werbefotografie erzielte.

https://www.rechtslupe.de/sozialrecht/f ... ler-317944

Gruß
Albrecht
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