Aufnahmen von erhöhten Standorten

<12>
Diskutier doch mit!
Anmelden und kostenlos mitmachen.
Kostenlos mitmachen
Deine Daten sind bei
uns sicher!
Google Anzeigen Google Anzeigen
Clara Hase Clara Hase   Beitrag 1 von 16
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Wie ist das, wenn ich irgendow auf dem Dach herumkrabble um eine besondere Ansicht der Stadt zu bieten?

Ich meine nicht Kirchtürme - von da aus zu fotografieren wird wohl erlaubt sein.

Aber Parkhäuser bieten auch eine angenehme Höhe für dies und das.
Oder man steht auf dem Balkon X und schaut durch die Stadtfluchten in fremde Häuser - Geschäftsräume

wo sind da die Grenzen? Und wird Privateigentum GMBH und Co KG davon berührt - also so dass die sich zur Wehr setzen könnten?

Bei Parkhaus ist es mir schon mal verboten worden - ohne dass ich fragte - da hätte ich den Besitzer fragen müssen -

Denn im Grunde genommen - wenn man dann Privates (nicht der Nachbar oder Garten - Grosstadt zB) fotografieren möchte, weil es zum Stadtbild gehört - entspräche das ja gewissermassen der Leiter die man nicht aufstellen darf.

Von einem Hang zu fotografieren dürfte wohl nicht verboten sein.
Michael Bloch Michael Bloch Beitrag 2 von 16
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Es gibt dazu ein Urteil, Streitsache war eine Fotografie des Hundertwasserhauses, die aus einer gegenüberliegenden Privatwohnung aufgenommen wurde...
http://www.fotorecht.de/publikationen/h ... haus3.html
lies selbst.
LG
Michael
Clara Hase Clara Hase   Beitrag 3 von 16
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Danke Michael
das musste ich mir erst einmal formatieren um lesen zu können.

Es besteht also ein Unterschied, ob ein Bild "nur" veröffentlicht ist - wie z B internet, oder ob es vermarktet wird.
Jedes Land reagiert anders auf die Panoramafreiheit, wenn vermarktet wird, nicht aber bei internetveröffentlichung.

ein Gebäude muss immer eine Aussenansicht sein - also nicht durch die Fenster den Schreibtisch fotografieren - oder bei Schaufenstern keine Auslagen (oder ist das wieder anders)?

Hundertwasser ist ja zudem ein Kunstprojekt - da gibt es Anspruchssteller der Nachfahren -
++++

aber nehmen wir mal Hamburgs Speicherstadt, ich klettere waghalsig die Feuerleiter hoch und mache mein Bild von dieser Warte aus.
Das Gebäude gehört zb der HHLA - nichts besonderes - ein Objekt der Arbeit der Wirtschaft; welches ich fotografieren möchte - oder das Deck eines Luxusliners -weil vom Dach aus geht das besser.

ich muss den dicken Artikel noch mal lesen, denn meine Frage ist nicht wirklich beantwortet, was ich darf und wenn ja wie. Selbst wenn mir das Unternehmen genehmigt aufs Dach zu klettern - auf eigene Gefahr natürlich :-)

mit ruinen, also maroden Häusern die man nur allzugerne betritt ist es ähnlich - darf ich oder darf ich nicht?
Jonny May Jonny May Beitrag 4 von 16
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Hallo Clara,

wie Du richtig erkannt hast, betrifft die Michael genannte Entscheidung den Spezialfall, dass urheberrechtlich geschützte Werke der (Bau-)kunst fotografiert werden.

Es gibt dann noch den Spezialfall des Fotografierens fremden Eigentums vom Grundstück des Eigentümers aus (Eigentümer des fotografierten Objektes und des Grundstücks ist die selbe Person), also von einem Ort aus, auf dem er kraft seines Hausrechtes das Fotografieren untersagen kann.

Das Fotografiern der Speicherstadt von einem Parkhaus aus fällt nicht in diese Gruppe sondern unterliegt meiner festen Überzeugung nach keinerlei Beschränkungen!

In allen Fällen ist die Privatsphäre zu achten, die ich auch am Arbeitsplatz in einem Büro habe. Ich würd das respektieren, ganz unabhängig davon, wo genau die rechtliche Grenze gezogen ist.

Jonny
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 5 von 16
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Clara,

ich kenne keinen Unterschied, ob ein Bild veröffentlicht oder vermarktet wird. Das Gegenteil ist der Fall. Jonny spricht auch die Privatsphäre an. Solltest Du auf die Idee kommen, in Wohnungen hinein zu fotografieren, das können auch Gärten sein, die von der Straße aus nicht einsehbar sind, dann kann schon das Fotografieren verboten sein. Besonders, wenn dort dann auch Menschen fotografiert werden.

Bei einer Stadtansicht, in der diese Details nicht erkennbar sind, sehe ich das Problem allerdings auch nicht. Dabei gehe ich davon aus, daß auch kein Kunstwerk so prominent sichtbar ist, wie das Hundertwasserhaus in Michaels Beispiel. Da wäre dann auch kein besonderes Problem zu erwarten.

Gruß
Hermann
Clara Hase Clara Hase   Beitrag 6 von 16
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Zitat-Hermann:Solltest Du auf die Idee kommen, in Wohnungen hinein zu fotografieren, das können auch Gärten sein, die von der Straße aus nicht einsehbar sind, dann kann schon das Fotografieren verboten sein Zitatende

ich halte es damit so wie ich es mir für meine Privatsphäre auch wünsche -
wie heisst noch der Spruch mit dem was ich dir tu?

Ich käme nicht mal auf die Idee eine Feuerleiter zu erklimmen - sehr wohl von allen anderen möglich gemachten Standorten würde ich auch von oben ein Bild machen.
NICHT um in die Fenster zu gucken - sondern überhaupt.

dies hier fällt mir dagegen sehr häufig ein:
Das Fotografiern der Speicherstadt von einem Parkhaus aus fällt nicht in diese Gruppe sondern unterliegt meiner festen Überzeugung nach keinerlei Beschränkungen!

Es war so, dass die Parkhaus GmbH am Grimm mir das verbot. Seitens des Parkhausbetreibers.
Ich weiss nicht mal mehr ob nur die Kam vor dem Bauch schlenkerte - oder nicht - normalerweis mache ich meine Bilder erst einmal ohne zu fragen - auto hatten wir ja auch abgestellt es also ordnungsgemäss benutzt.



Nachricht bearbeitet (23:05)
Johannes Röhnelt Johannes Röhnelt Beitrag 7 von 16
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Clara Hase schrieb:

Zitat:Wie ist das, wenn ich irgendow auf dem Dach herumkrabble um
eine besondere Ansicht der Stadt zu bieten?


Wenn man nicht genau unterscheidet, aus welchen Gründen Fotos unter bestimmten Voraussetzungen verbreitet oder nicht verbreitet oder sogar nicht einmal hergestellt werden dürfen, kann man sich im wahrsten Sinne des Wortes "kein klares Bild" machen ;-).

Das Hundertwasserhaus-Urteil, bei dem es "nur" um das Urheberrecht ging, wurde bereits erwähnt. Der BGH sieht offenbar bereits in der Beseitigung von stürzenden Linien durch die Verwendung von Leitern oder Blicken aus gegenüberliegenden Fenstern eine Rechtsverletzung. Was würde er wohl zu Shiftobjektiven und Bildverarbeitungsprogrammen sagen?

Wenn es dagegen um die Privatsphäre geht (z. B. BGH-Urteil Luftaufnahmen von Prominentenvillen, 09.12.2003 Az. IV ZR 404/02, googeln) spielen andere Gesichtspunkte als im Urheberrecht ein Rolle. Die Privatsphäre kann auch bei Verwendung von Teleobjektiven verletzt werden. Wenn es nur um das Urheberrecht geht, ist dies eher unwahrscheinlich. Bei Teleobjektiven bleibt anders als bei der Verwendung von Leitern und Flugzeugen die Blickrichtung ja die gleiche. Ein Teleobjektiv bringt nicht viel mehr als eine entsprechend hoch auflösende Kamera.

Und noch anders sieht die Sache aus, wenn es bei Fotos von nicht mehr urheberrechtlich geschützten Sachen nur noch um das Eigentumsrecht oder das Hausrecht geht. Da sieht der BGH eine Beeinträchtigung bisher nur, wenn der Fuß des Fotografen mit dem Grundstück des Rechteinhabers in Berührung kommt.

MfG
Johannes
Speicherstadt-01 Speicherstadt-01   Beitrag 8 von 16
0 x bedankt
Beitrag verlinken
hei, auch ich habe, ohne vorher zu fragen, vom parkaus am Rödingsmarkt (OIL-Tankstelle) Fotos mit tele vom Michel gemacht. (natürlich auch hier korrekt Parkgebühr bezahlt)

Der hansel an der kasse an der Ausfahrt ist förmlich ausgetickt ! (Video-Überwachung) "Sie haben keine Erlaubnis" !!! grunzte er durch sein Guckloch. Wir haben ihn eigentlich nicht weiter beachtet. aber: Könnte er Recht haben ???


Wenn ich in der Speicherstadt erhöht fotografiere, wie in einem Fall auf Einladung einer ansäßigen Werbeagentur an der Dienerreihe, bzw, frage ich freundlich, ob ich mal ans fenster oder auf den Balkon darf, was sollte die HHLA dagegen haben ??? Hausfriedensbruch ? Glaube ich eher nicht, da ich ja nach Anfrage von den jeweiligen Mietern eingelassen worden bin. Ausserdem sind die Fotos nicht detailreich genug, um irgendjemand dort auf den Schreibtisch zu sehen, geschweige denn sind Personen erkennbar. Das das Dach selber aus baulichen gründen nicht betreten werden darf, ergibt sich aus der dünnen Dachbeschichtung, und ist wohl leicht nachvollziehbar.(Im Gegensatz dazu beobachtet man gerade in den Sommermonaten heiße Dachparties von den jeweiligen Mietern.

Und noch etwas: Wenn ich im Highflyer-ballon an den Deichtorhallen mit tele fotografiere, wer sollte dies verbieten (Ausnahme immer noch natürlich das Privatfenster)

LG an alle
Clara Hase Clara Hase   Beitrag 9 von 16
0 x bedankt
Beitrag verlinken
tja, das besagte Parkhaus, der Wächter, der Eigentümer des Parkhauses hatte es angeblich verboten von dort aus Aufnahmen zu machen.

Unter dem Aspekt, dass dort dann Gruppenweise und Scharen hinauftigern um das zu tun, kann ich mir das Verbot vorstellen - aber als Einzelfall eher nicht.


das wars eigentlich -
Oder aus der Wohnung von Bekannten zB im 7 Stockwerk -

Mir gehts nicht wirklich um das in die Fenster schauen - das ist ja nicht das Anliegen, wenn man über die Dächer schaut wie ein Schornsteinfeger - oder um in Promigärten zu gucken - das ist es nicht.

der ganz normale Alltag
zB auch vom eigenen Dachboden aus, die Nachbarhäuser zB.

andere Perspektiven finden.

vom Ballon und Kirchtürmen dürfte wohl keine einschränkung geben - es sei denn man sieht ein gesperrtes Militärgebiet - wie es auch im ausland Zonen gibt, in denen das nicht erlaubt ist und auch darauf hingewiesen wird, mittels Schild.



Nachricht bearbeitet (23:20)
Johannes Röhnelt Johannes Röhnelt Beitrag 10 von 16
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Clara Hase schrieb:

Zitat:vom Ballon und Kirchtürmen dürfte wohl keine einschränkung
geben - es sei denn man sieht ein gesperrtes Militärgebiet -
wie es auch im ausland Zonen gibt, in denen das nicht erlaubt
ist und auch darauf hingewiesen wird, mittels Schild.


Im Prinzip ja. Den Zusatz "und auch darauf hingewiesen wird, mittels Schild" würde ich allerdings weglassen. Militärische Anlagen auf Fotos können zumindest theoretisch auch dann auf Fotos ein Problem bringen, wenn das Fotografieren nicht mittels Schild ausdrücklich verboten ist. Die Vorschrift, die dabei zu beachten ist, ist allerdings so formuliert, dass man dabei im öffentlichen Raum nicht viel falsch machen kann.

I.d.R. nicht einmal mit Luftbildern. Das hat aber nichts mit dem Wegfall des förmlichen Freigabeverfahrens zu tun. Die Verantwortung, dass ein Luftbild die Sicherheit nicht gefährdet, hat heute der Fotograf oder derjenige, der das Foto veröffentlicht, und nicht mehr wie früher die für die Freigabe zuständige Behörde.

MfG und
frohe Ostern (aber wem sag ich das)
Johannes
Clara Hase Clara Hase   Beitrag 11 von 16
0 x bedankt
Beitrag verlinken
ich habs mir hier heute noch mal vorgekramt

man darf nicht eine leiter aufstellen um das Haus X zu fotografieren.
(google darf das eigentlich auch nicht mit seinen 3m hohen angebauten kameras die stadt ablichten)


ich bin immer noch bei tante erna zu besuch, weil sie eine so schöne aussicht auf hamburg hat - nicht nur gesamt hamburg, sondern das haus hat auch rundherum grün und spielplätze -

ich möchte fotos in alle richtungen machen, denn tante erna kann nicht mehr selbst aus dem fenster gucken -
ich gebe ihr die fotos
ich zeige die fotos in der zb FC - oder auch in einer ausstellung zum Stadtteil x und nehme sie auch mit in mein urlaubsdomizil umd bilder von der heimat zu zeigen (ganz privat - also nicht gefährlich).

es sind weder promibehausungen dabei
keine mittagstische mit familie durchs fenster
noch kunstobjekte
noch ist der garten besonders künstlerisch angelegt (könnte er aber sein - deshalb reizt es ja ein bild zu machen.)
kinder spielen auf dem spielplatz - dem hauseigenen

ich habe nun keine Leiter benutzt sondern sogar den fahrstuhl und weiss immer noch nicht ob ich das foto machen darf. der vermieter von tante erna weiss nicht, dass ich zu besuch bin. Ich frage auch nicht - bin ganz frei in meinem tun.

am nächsten tag versuche ich von dem gebäude in dem einmal meine wohnung lag bilder zu machen. ich kenne da noch die nachbarn - und klingle - und erbitte einlass.
meine ehemaligen nachbarn denken sich nichts dabei - und ich auch nicht. darf ich nun, oder darf ich nicht?
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 12 von 16
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Clara Hase schrieb:

Zitat:ich habs mir hier heute noch mal vorgekramt

man darf nicht eine leiter aufstellen um das Haus X zu
fotografieren.
(google darf das eigentlich auch nicht mit seinen 3m hohen
angebauten kameras die stadt ablichten)



Doch, man darf das.
Man darf so nur nicht in geschützte Räume fotografieren, sofern diese nicht auch direkt von der Straße aus einsehbar sind. Und falls man ein Urheberrechtlich geschütztes Werk erwischt, das könnte ein Haus sein oder ein Graffitty, dann darf gilt dafür eben nicht die Panoramafreiheit.


Zitat:
ich bin immer noch bei tante erna zu besuch, weil sie eine so
schöne aussicht auf hamburg hat - nicht nur gesamt hamburg,
sondern das haus hat auch rundherum grün und spielplätze -

ich möchte fotos in alle richtungen machen, denn tante erna
kann nicht mehr selbst aus dem fenster gucken -
ich gebe ihr die fotos
ich zeige die fotos in der zb FC - oder auch in einer
ausstellung zum Stadtteil x und nehme sie auch mit in mein
urlaubsdomizil umd bilder von der heimat zu zeigen (ganz privat
- also nicht gefährlich).


Dann mach das doch.

Zitat:es sind weder promibehausungen dabei


Das wäre ja auch egal. Oder ich sag mal, daß Du gar nicht genau weißt, wessen Behausungen das sind :)

Zitat:keine mittagstische mit familie durchs fenster
noch kunstobjekte
noch ist der garten besonders künstlerisch angelegt (könnte er
aber sein - deshalb reizt es ja ein bild zu machen.)
kinder spielen auf dem spielplatz - dem hauseigenen

ich habe nun keine Leiter benutzt sondern sogar den fahrstuhl
und weiss immer noch nicht ob ich das foto machen darf. der
vermieter von tante erna weiss nicht, dass ich zu besuch bin.


Der Vermieter hat da keine Karten im Spiel. Die Eltern der Kinder auf dem hauseigenen Spielplatz schon eher.

Zitat:Ich frage auch nicht - bin ganz frei in meinem tun.

am nächsten tag versuche ich von dem gebäude in dem einmal
meine wohnung lag bilder zu machen. ich kenne da noch die
nachbarn - und klingle - und erbitte einlass.
meine ehemaligen nachbarn denken sich nichts dabei - und ich
auch nicht. darf ich nun, oder darf ich nicht?


Das kommt darauf an.
Clara Hase Clara Hase   Beitrag 13 von 16
0 x bedankt
Beitrag verlinken
ob ich "ein berechtigtes Anliegen habe das Haus überhaupt zu betreten" Hermann?
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 14 von 16
0 x bedankt
Beitrag verlinken
Clara Hase schrieb:

Zitat:ob ich "ein berechtigtes Anliegen habe das Haus überhaupt zu
betreten" Hermann?


Nein. Wie oben bereits beschrieben darauf, was auf dem Bild im Detail zu sehen sein wird.
Clara Hase Clara Hase   Beitrag 15 von 16
0 x bedankt
Beitrag verlinken
ja, das war ja nun geklärt Hermann
Diskutier doch mit!
Anmelden und kostenlos mitmachen.
Kostenlos mitmachen
Deine Daten sind bei
uns sicher!
Nach
oben