Wie am besten aus größerer Höhe Fotografieren

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C_Rabe81 C_Rabe81 neu Beitrag 1 von 40
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Hallo Fotocommunity.

Ich habe eine Frage in den bereich Landschaftsfotografie
(eigendlich Tausende, aber eins nach dem anderen :-P )

Folgende Situation:
Ich bin auf einer Wanderung und komme an einen Aussichtspunkt, zum beispiel einen Turm, eine Klippe, eine Burgmauer oder ähnliches und möchte die Landschaft unter mir gern Festhalten, aber egal was ich versuche es sieht immer Langweilig aus. (Landschaftsaufnahmen sind allgemein nicht meine Stärke das wirkt immer so als hätte ich die Kammera aus der Hüfte draufgehalten und einfach den dicken Knopf gedrückt.)

Dazu kommt das meine Objektive eher für Makro bis Portrait ausgelegt sind.
Ich verwende unterwegs primär eine SonyAPSC mit dem 18-105er Zoom und ne 7Artisan 24mm Festbrenweite (Welche im Unentlich bereich gefühlt nicht so toll ist dafür aber so klein und einfach das es immer sinn macht sie dabei zu haben... )

Wie geht ihr vor wenn ihr auf einem Turm oder ähnlichen seid?
Das Licht ist gut, es gibt kaum Hitzeflimmern und die Luft ist klar... Womit macht ihr die Besten Bilder und vor allem wie geht ihr vor ?

Wenn ich so ein Bild mache sind es halt immer joaaa Häuser und Bäume von oben und die meisten Betrachter gehn zum Nächsten Bild ohne auch nur mehr als ne Sekunde draufgeschaut zu haben....
Karpfen Karpfen Beitrag 2 von 40
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Na, ich sage mal zuerst , das ich schon sehr gute Landschafts-Bilder "vonOben" gesehen habe wo für mich erstaunlicherweise kein Himmel mit dabei war.
Ich hätte das nicht ohne Himmel! gemacht. Wäre natürlich nicht so toll geworden. Aber jeder hat so seine Sicht von der er nicht gern abgeht.
Dann sage ich,
wenn du nicht mal eines deiner wunderbaren Bilder die dir aber nicht gefallen der Welt vorstellst wird die gewünschte Hilfe mau bleiben müssen.
ugraf61 ugraf61   Beitrag 3 von 40
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Da kann ich mich Deinem Vorredner nur anschließen. Du hast kein einziges Bild auf deiner Seite.
Gruß Uwe
copine copine   Beitrag 4 von 40
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Zitat: C_Rabe81 29.07.20, 17:45Zum zitierten BeitragWie geht ihr vor wenn ihr auf einem Turm oder ähnlichen seid?
Ich genieße den ausblick und schaue mir in aller ruhe die gegend an. wenn ich genug habe, gehe ich wieder nach unten.

das ist sicher nicht das, was du lesen willst, aber es ist eine ziemlich sichere methode, schlechte bilder zu vermeiden.
und das meine ich völlig ernst.

wenn das nicht in frage kommt: an beispielfotos ließe sich das am besten klären und erklären.
motorhand motorhand   Beitrag 5 von 40
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Hallo Rabe, scheinbar machst du Fotos gar nicht für dich selbst.
Du solltest auch mal Bilder von anderen betrachten, schließlich teilen wir ja ein Hobby und einen Lerneffekt hat das auch.

Ich persönlich finde Landschaftsaufnahmen als Motiv so spannend wie Dunstabzugshauben.
Das liegt auch oft an der Tageszeit, früh morgens oder spät abends sorgen Lichtfarbe und Schatten für mehr Lebendigkeit im Bild.
Eine längere Brennweite verengt zwar den Blickwinkel, ergibt aber auch mal ungewöhnliche Ansichten.
C_Rabe81 C_Rabe81 neu Beitrag 6 von 40
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Gut Beispielbilder:

Ein Bild das ich zwar nicht von der Motivlage aber der Komposition toll Finde:

FrankfurtvomLohrberg FrankfurtvomLohrb… C_Rabe81 29.07.20 3
Das Bild stammt von einem Ausflug auf den Lohrberg und die Elemente im Bild sind halt einfach gut aufgeteilt, der Himmel ist im Schnitt, das rote gebäude im mittelpunkt passt....
https://www.fotocommunity.de/photo/fran ... 1/44135499

Aber meistens sieht es eher so aus:
(Gut der Sensordreck ist meisten eher nicht dabei... es muste schnell gehen an dem Tag, ging halt drum Spontan was zu machen und die Flecken hatte ich nicht bemerkt und weil ich selbst in der Tat nicht so zufrieden war auch die Bilder nicht groß nachbearbeitet.)

https://www.fotocommunity.de/photo/ffm1 ... 1/44135498

FFM1 FFM1 C_Rabe81 29.07.20 1


oder Variante 2:
https://www.fotocommunity.de/photo/dsc0 ... 1/44135497

DSC04335 DSC04335 C_Rabe81 29.07.20 1


Eingeramt mit der seite der Burgruine und den Bäumen.

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Mein Problem ist generell das ich bei Aufnahmen von Aussichtspunkten nie weiß wie ich ein Bild gestallten soll.... Einfach eine Sehenswürdigkeit picken, Zoom drauf ziehen und sehen das noch irgendwas einen Ramen bildet... oder maximal weitwinklig Panorama, aber dann nur noch nahezu Detaillose Häuserdächer.
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 7 von 40
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Landschaftsaufnahmen von Aussichtspunkten sind ohne ein wenig Vordergrund ins Bild nehmen zu können, etwas schwieriger so zu gestalten, dass sie fesseln. Sie haben für mich aber dokumentarischen Wert bezüglich meiner Touren und deswegen zeige ich sie auch. Es sind oft wichtige Aufschlußpunkte der erkundeten Gegend.

Interessanter werden sie dann vielleicht, wenn sie entweder im Verbund mit vorangegangenen und darauffolgenden Bildern eine Geschichte erzählen oder wenn Du Gelegenheit findest, den Betrachtern mit Hilfe solch einer Gesamtübersichtsaufnahme Deinen Tourenverlauf zu schildern, oder etwas Navigation damit anbieten kannst.

Es gibt aber durchaus Möglichkeiten, doch noch etwas Pep in solche Aussichtsbilder reinzupacken: das kann etwa eine dramatische Wolken-Licht-Stimmung sein oder eben, wenn irgendwie möglich, ein schöner Vordergrund, der gleichzeitig auch etwas mehr Tiefenwirkung schafft, z.B. das alte Gemäuer des Aussichtsturms. Oder das Ganze kombiniert mit einer Portraitaufnahme bspw. Deiner Partnerin oder vielleicht auch mit einem schönen Vogel, wenn Du das Glück hast, dass grad eine Taube oder ein Rabe vorbeischaut.

Ich habe persönlich oft schon die Erfahrung gemacht, dass solche Aufnahmen besser gelingen, wenn man sie knapp unterhalb des höchsten Punktes, Gipfels oder der Aussichtsebene macht. Das wäre bei einem Burgturm dann z.B. eine Aufnahme durch ein altes Fenster oder Torbogen, bei einem Gipfel etwa ein markanter Felsenbrocken oder etwas Vegetation im Vordergrund.
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 8 von 40
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Hallo Rabe, ich nochmal. Am gelungensten finde ich das erste Bild, welches durch die Staffelung Baumgürtel, Hochhaus-Skyline und vor allem mit einer schönen Wolken-Lichtstimmung am ehesten 3D-Charakter aufweist.

Das letzte Bild mit der alten Ruine ist vom Ansatz her schon mal eine gute Idee, ich hätte aber von dem alten Gemäuer links mehr mit draufgenommen und den Blickwinkel insgesamt, vor allem rechts beschnitten, so dass die berühmte Skyline Frankfurts dann im rechten Bilddrittel einen sehenswerten Abschluss gebildet hätte. Dafür hättest Du die Bäume ganz rechts nicht unbedingt gebraucht, die Skyline wäre dafür aber deutlich größer abgebildet und hätte einen interessanten Kontrast zu dem alten Gemäuer links gesetzt.

Eventuell hättest Du dafür noch einen kleinen Schritt zurücktreten können und vielleicht wäre dann auch die Mauer, an der Du direkt standst, noch mit ins Bild gerückt, was sicher eine weitere, reizvolle Variante gewesen hätte.
Manfred Hunger Manfred Hunger   Beitrag 9 von 40
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Zitat: C_Rabe81 29.07.20, 23:55Zum zitierten BeitragMein Problem ist generell das ich bei Aufnahmen von Aussichtspunkten nie weiß wie ich ein Bild gestallten soll.... Einfach eine Sehenswürdigkeit picken, Zoom drauf ziehen und sehen das noch irgendwas einen Ramen bildet... oder maximal weitwinklig Panorama, aber dann nur noch nahezu Detaillose Häuserdächer.

Moin C_Rabe81

hört sich vielleicht merkwürdig an, aber hast Du schon mal versucht mit den Fingern oder den Händen einen Rahmen zu bilden und dann da durch zu schauen? Den Ausschnitt veränderst Du dann durch heranziehen oder wegstrecken der Hände. Früher hatte einige Fotografen dafür auch leere Dia-Rahmen mitgenommen ,-).
So kannst Du wenigstens schon mal einen Ausschnitt bestimmen und beurteilen.
Eine weitere Möglichkeit ist es, den Horizont (oder eine andere waagerechte Linie im Bild) nach oben auf die 2/3-Linie zu ziehen. Für die Perspektive dabei - wenn möglich - aus einer tiefen Position fotografieren. Beides macht das Bild m. E. dann interessant, weil der Bildinhalt dann nicht aus gewohnten Blickwinkel zu sehen ist.

Ich habe von Deinen Beispielbildern Hardcopys herunter geladen und im Zuschnitt bearbeitet; darf ich sie hier mal in der Diskussion zeigen?

LG Manfred
MBodo MBodo Beitrag 10 von 40
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Die Blendenwerte passen nicht so richtig. Bild 1 ist mit Blende 4.5 aufgenommen. Das ist für das Motiv noch zu offen, um richtig Schärfe im gesamten Bild zu haben. Bild 2 und 3 sind mit Blende 22 aufgenommen. Das ist wiederum viel zu klein und würde das matschige Ergebnis in der Ferne erklären. Ich glaube, mit Blende 7.1-11 wären die Ergebnisse "technisch" besser geworden.
effendiklaus effendiklaus   Beitrag 11 von 40
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Versuche mal ein Panoramafoto.
Evtl. kommt da das erwünschte Ergebnis raus.
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 12 von 40
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Bei Bild zwei und drei wäre vielleicht auch ein Polfilter noch hilfreich gewesen, der die Farben gesättigt und den Dunst in der Ferne etwas reduziert hätte.
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 13 von 40
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Eine Variante fällt mir noch zu Bild 2 ein: man könnte noch einen Schritt nach links tun und auch noch den Fernsehturm mit der Ruine überdecken. Dadurch würde die Skyline Mainhattens näher an das alte Gemäuer rücken und es wäre nicht so viel "leere" Fläche dazwischen auf dem Bild. Die Skyline und die Ruine wären dann die zwei tragenden Elemente, die Dein Foto prägten.

Am besten ginge das natürlich mit einem hochwertigen Tele- oder Zoomobjektiv. Wenn Deine Kamera eine hohe Auflösung von deutlich mehr als 20 MB bietet, könnte man aber auch am PC noch einen schönen Bildausschnitt zaubern. Bei einigen Kameras kann man eine intelligente Zoomerweiterung einstellen, wenn man im Gegenzug die Auflösung etwas geringer voreinstellt. Vor allem von den kompakten Panasonics kenne ich das so. Geht z.B. bei meiner Lumix FT-5 ohne Verluste bei der Bildqualität und auch die Auflösung genügt immer noch den meisten Ansprüchen.
lenmos lenmos   Beitrag 14 von 40
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Zitat: Dieter Ruhe 30.07.20, 00:36Zum zitierten BeitragSie haben für mich aber dokumentarischen Wert bezüglich meiner Touren und deswegen zeige ich sie auch.
Da muss man sich auch damit abfinden, wenn sie vom Betrachter nur überflogen werden. :-)
Dokumentarische Aufnahmen von Landschaften mache ich gar nicht mehr, da es mir selbst so geht, dass mich solche Fotos nicht interessieren, wenn die Wanderung oder Reise länger zurück liegt und ich mir die Fotos dazu so durchsehe.

Am Anfang verbindet man noch Emotionen mit solchen Fotos, weil das Erlebnis selbst noch prominent im Kopf ist, irgendwann hat man aber selbst keinen Bezug mehr dazu. Geht mir jedenfalls so.

Dann fällt das Foto eben eher so aus, auch wenn ich wie hier auf einem Gipfelgrat auf Seehöhe 2150 m stehe:


Großarltal Großarltal lenmos 17.07.20 1


Auf jeden Fall gilt bei Landschaftsaufnahmen mit Fernblick das alte Sprichwort: "Vordergrund macht Bild gesund".

Und das ist wohl auch der Grund, warum C_Rabe1 das Foto von Frankfurt selbst als besser empfindet, als das zweite, welches komplett ohne Vordergrund auskommen muss. Mit klarem Vordergrund ist dem Betrachter sofort klar, warum der Rest des Fotos blaustichig und flau ist.

Ohne diesen Vordergrund hätte ich dort einfach gar kein Foto gemacht:

Kaukasus, Georgien Kaukasus, Georgie… lenmos 08.09.19 6
Karpfen Karpfen Beitrag 15 von 40
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Naja,
Bild 1 zeigt einfach paar Häuser . Kein informationswert. Kann man sicher kaum beheben.
Bild 2 hat das übliche Problem das hier eine Stadt im Dunst liegt. Es gibt viell. im Jahr bei Wetterwechsel wenige Tage ohne grösseren Dunst. So ein Panorama lässt sich aber wahrscheinlich nur aufpeppen mit einer dramatischen Wetterlage (Gewitterstimmung + PS)
Die paar Hochhäuser reissen diie Stimmung allein nicht hoch. Dazu sind sie zu wenig prägend
Hat man auch in LA, beim Blick von Observatorium, Griffith o.ä.
Bild 3, da kann man nur als prägenden Vordergrund die yRuine mehr ins Bild setzen und die yHochhäuser als Hintergrundbeiwerk.
Wurde schon gesagt.
Schreibt ein kleiner Knipser.
Haha.
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