Vom Marktplatz mal abgesehen...

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lenmos lenmos   Beitrag 46 von 61
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Zitat: Jan Böttcher 19.10.19, 01:19Zum zitierten BeitragUnd mit einem mit einem gefälschten Ausweis eröffneten Konto kann man natürlich nicht die fc-Mitgliedschaft zahlen
Ich dachte nicht, dass es hier rein um den FC-Marktplatz ginge.
Wenn ich dir oder einem anderen altbekannten Mitglied etwas abkaufen wollte, hätte ich da keine Bedenken.

Allerdings Bezahlung über Paypal kann nicht schaden, da zahle ich die Paypal-Gebühren des Empfängers auch mit, wenn es sein muss. Theoretisch ziehen die bei Beanstandungen das Geld wieder ein oder haben dafür eine Versicherung, eine Art Treuhandkonto also. Ob es wirklich funktioniert, musste ich aber nie ausprobieren.
Siggiknipst Siggiknipst Beitrag 47 von 61
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Mal sehen, ob ich wieder an so einen Kandidaten bei Ebay geraten bin. Bis heute sollte das Paket kommen. Ich habe nach der Sendungsnummer gefragt. "Ich hatte einen Unfall und kann das Paket erst Montag zur Post bringen". Hätte er mir aber auch mitteilen können. Klingt nach dem Beginn bekannter Verläufe. Aber diesmal habe ich ja Käuferschutz und wenn ich am Montag keine Sendungsnummer bekomme, wird der Fall Ebay gemeldet.
Jan Böttcher Jan Böttcher Beitrag 48 von 61
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Zitat: Siggiknipst 19.10.19, 05:49Zum zitierten BeitragIch bin auf einen Betrüger bei Ebay-Kleinanzeigen reingefallen. Den Warnungen zufolge, scheint das immens zuzunehmen. Ich würde dort nur noch mit Abholung kaufen. Er behauptete, er habe bei der Paketaufgabe keine Sendungsnummer bekommen und schrieb mir einen Pragraphen, wonach der Käufer für den Transportweg verantwortlich sei. Er gab sich als Karol xxxx aus. Ich habe ihn nun unter osteuropäische Bande eingeordnet. Jetzt warte ich auf den Einstellungsbescheid der Staatsanwaltschaft. Mit Peanuts werden die sich bei ihren Aktenbergen nicht abgeben.
Das darf man nicht so schwarz sehen, solange man an ein deutsches Konto überweisen hat.

Ich hatte so einen Fall vor nicht sooo langer Zeit bei einer eBay-Auktion. Der "Verkäufer" hat diverse Artikel angeboten, dann hat ein Bietschwager die Gebote hohcgetrieben und schwupps hat der "Verkäufer" den Zuschlag lange vor normalem Ablauf erteilt (Auktion beenden mit Verkauf an Höchstbieter, das ist zwar unsinnig, aber möglich). Da habe ich dann alle seine Auktionen und Feedback gesammelt und für den Staatsanwalt aufbereitet (mein Schaden ca. 200,-, dazu noch 4-6 andere Geschädigte), der hat nur gefühlte sechs Monate gebraucht um sich zu melden, dann bekam ich weitere sechse Monate später eine Nachricht vom zuständigen Amtsgericht, daß man den Betrüger tatsächlch verknackt hat, und, daß das Amtsgericht eine Anordnung zur Einziehung des aus einer Straftat erlangten Vermögens erlassen hat (und an das zuständige Amtsgericht (sich selbst) weitergeleitet hat), dann gingen nochmal sechs Monate ins Land und es kam die Nachricht, daß man mein Geld so gut wie sichergestellt hat, und dann hat es nur noch ca. 12 Wochen gedauert und ich hatte das Geld wieder auf meinem Konto.

Der Staatsanwalt hat also gegen alle Erwartungen seine örtliche Zuständigkeit anerkannt, hat tatsächlich auf Vorsatz erkannt (statt zu sagen "Vorsatz ist immer schwer nachweisbar, aber Ihre zivilrechtilchen Ansprüche bleiben davon unberührt, daß ich den Scheiß nicht auf meinem Schreibtisch haben will!"), hat gegen alle Erwartungen (und sonstige Erfahrungen!) NICHT das öffentliche Interesse verneint und tatsächlich etwas getan. Und es hat am Ende tatsächlich etwas gebracht.

Der Vater des "Verkäufers" und sein Anwalt wollten wenig später nochmal Details erfahren, waren aber nicht bereit für eine Schulung zu zahlen, so blieb es beim kostenlosen Tip "Follow the money!".
Jan Böttcher Jan Böttcher Beitrag 49 von 61
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Zitat: lenmos 19.10.19, 08:43Zum zitierten BeitragZitat: Jan Böttcher 19.10.19, 01:19Zum zitierten BeitragUnd mit einem mit einem gefälschten Ausweis eröffneten Konto kann man natürlich nicht die fc-Mitgliedschaft zahlen
Ich dachte nicht, dass es hier rein um den FC-Marktplatz ginge.
Wenn ich dir oder einem anderen altbekannten Mitglied etwas abkaufen wollte, hätte ich da keine Bedenken.

Allerdings Bezahlung über Paypal kann nicht schaden, da zahle ich die Paypal-Gebühren des Empfängers auch mit, wenn es sein muss. Theoretisch ziehen die bei Beanstandungen das Geld wieder ein oder haben dafür eine Versicherung, eine Art Treuhandkonto also. Ob es wirklich funktioniert, musste ich aber nie ausprobieren.

Ja, es ging um die steile These, daß der Marktplatz hier "sicherer" geworden sei, seit er nur für Bezahlmitglieder als Anbieter zugänglich ist.

Bei Paypal ist der Verkäufer schnell (sofort!) und sehr laaaaaaaange (endlos) der Dumme, wenn er an einen schrägen Vogel als "Käufer" gerät.
Siggiknipst Siggiknipst Beitrag 50 von 61
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Zitat: Jan Böttcher 19.10.19, 15:37Zum zitierten BeitragBei Paypal ist der Verkäufer schnell (sofort!) und sehr laaaaaaaange (endlos) der Dumme
Nein, ich habe schon mal schnell mein Geld zurückbekommen.
Mir wurde mitgeteilt, das Ebay-Konto des ehrlichen Anbieters sei gehackt worden.
effendiklaus effendiklaus   Beitrag 51 von 61
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Zitat: Siggiknipst 19.10.19, 17:53Zum zitierten BeitragZitat: Jan Böttcher 19.10.19, 15:37Zum zitierten BeitragBei Paypal ist der Verkäufer schnell (sofort!) und sehr laaaaaaaange (endlos) der Dumme
Nein, ich habe schon mal schnell mein Geld zurückbekommen.
Mir wurde mitgeteilt, das Ebay-Konto des ehrlichen Anbieters sei gehackt worden.


Sachen gibt´s......
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 52 von 61
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Zitat: Siggiknipst 19.10.19, 17:53Zum zitierten BeitragZitat: Jan Böttcher 19.10.19, 15:37Zum zitierten BeitragBei Paypal ist der Verkäufer schnell (sofort!) und sehr laaaaaaaange (endlos) der Dumme
Nein, ich habe schon mal schnell mein Geld zurückbekommen.
Mir wurde mitgeteilt, das Ebay-Konto des ehrlichen Anbieters sei gehackt worden.


Finde den Fehler ...
Jan Böttcher Jan Böttcher Beitrag 53 von 61
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Zitat: Siggiknipst 19.10.19, 17:53Zum zitierten BeitragZitat: Jan Böttcher 19.10.19, 15:37Zum zitierten BeitragBei Paypal ist der Verkäufer schnell (sofort!) und sehr laaaaaaaange (endlos) der Dumme
Nein, ich habe schon mal schnell mein Geld zurückbekommen.
Mir wurde mitgeteilt, das Ebay-Konto des ehrlichen Anbieters sei gehackt worden.

Also Du warst der Verkäufer, und das Konto des ehrlichen Verkäufers war gehackt worden?
Siggiknipst Siggiknipst Beitrag 54 von 61
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Zitat: Siggiknipst 19.10.19, 08:45Zum zitierten BeitragMal sehen, ob ich wieder an so einen Kandidaten bei Ebay geraten bin.
Ich habe jetzt bei Ebay einen Verdacht auf Betrug gemeldet.
Bei Ebay scheint es momentan von Betrügern nur so zu wimmeln. Ich denke, so lange der Artikel nicht als verschickt gekennzeichnet ist, hat er noch kein Geld von Paypal bekommen.
wittebuxe wittebuxe Beitrag 55 von 61
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Ich hatte mir damals bei einem solchen Fall (Ware gekauft, Geld überwiesen, Verkäufer mehrmals angeschrieben und gemahnt, usw. - keine Ware weit und breit) nach der Betrugsmeldung an ebay mir von denen die Original-Anzeige als PDF schicken lassen (ab dann war ebay übrigens aus dem Fall "raus").

Habe eine Anzeige bei der Polizei wegen Warenbetrugs gemacht - der Wert war zwar bloß um ca. 50 € - ich wollt's aber wissen. Denen habe ich die Kontodaten des Verkäufers gegeben, und den gesamten Vorgang chronologisch geordnet mit Datum (Emails zwischen mir und ihm hin und her, Kopie des Angebots, usw.) zusammengestellt.

Weil eine Anzeige vorlag, konnte sie bei der Empfängerbank Namen und Adresse des Kontoinhabers abfragen, und der Fall wurde an das zuständige Kommissariat (seines Wohnortes in Süddeutschland) weitergeleitet. Zwischendurch hielt mich der jeweilige Sachbearbeiter der Polizei immer mal wieder auf dem laufenden.

Nach etlichen Wochen bekam ich einen Anruf des zuständigen Kommissars in xxx. Der Verkäufer hatte eine Aufforderung zur Vernehmung bei der Polizei bekommen. Daraufhin erschien er dort und bat inniglich um einen Weg, die Sache nicht weiter eskalieren zu lassen. Der Kommissar sagte mir, dass der Betrüger mir sofort meine Ware zusenden wolle, wenn ich bereit wäre, die Anzeige zurückzuziehen (naja, dachte ich, DAS wäre ja wohl das Mindeste :-). Ich fragte den Kommissar, was er davon hielte, und er sagte mir, dass der Typ noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten sei, diese Sache ihm Einiges verbauen würde (er war wohl erst gerade aus der Lehre heraus) - kurz: er fände es gut von mir, wenn ich zurückzög. Ich habe dann zugestimmt, und alles ging gut aus.

Bei vorhergehenden Telefonaten habe ich von den Zuständigkeiten durchaus konträre Ansichten zu dem Fall bekommen. Der eine meinte, dass gewiefte Betrüger sich durchaus in einem Betrugswert von einigen -zig Euros bewegten, weil sie davon ausgingenn, dass die Betrogenen sich wegen des "geringen" Betrags nicht großartig kümmern, und diese Täter deshalb mit aller Härte verfolgt werden sollten; der andere war aber milde gestimmt, und riet das Gegenteil - es gibt da wohl keine gültige dienstliche Vorgabe und Handlungsanweisung.

Ob meine Entscheidung richtig war und sie den Menschen auf den rechten Weg brachte - keine Ahnung.
Jan Böttcher Jan Böttcher Beitrag 56 von 61
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Zitat: wittebuxe 21.10.19, 23:42Zum zitierten BeitragIch hatte mir damals bei einem solchen Fall (Ware gekauft, Geld überwiesen, Verkäufer mehrmals angeschrieben und gemahnt, usw. - keine Ware weit und breit) ...

Ob meine Entscheidung richtig war und sie den Menschen auf den rechten Weg brachte - keine Ahnung.

Erstaunlich, daß man Dich auf dem Laufenden hielt! Das war vermutlich nicht in Berlin, NRW oder Niedersachsen, von dort kommt eher mal ein "Vorsatz nicht nachweisbar" (dann ist es kein "Betrug" (§ 263 StGB) und der Staatsanwalt hat keine Arbeit) oder "bei dem Mann ist eh nichts zu holen" (soundsovielte eidesstattliche Versicherung abgegeben, dann kehrt der Gerichtsvollzieher mit leeren Händen heim), und wenn der Betrüger Ersttäter ist folgt dann gern "mangelndes öffentliches Interesse" (§ 153 StPO) dann hat der Staatsanwalt auch erstmal wieder Zeit für einen Kaffee und ein Stück Kuchen.

Eine einmal erstattete "Anzeige" kannst Du nicht zurückziehen. Sie stößt einen externen Handlungsablauf an ... aber Du kannst schon signalisieren, daß Du besänftigt bist (Dein Strafantrag (der Strafantrag ist noch etwas anderes als die Anzeige einer strafbaren Handlung) hinfällig wird), wenn der Vertrag doch erfüllt wird (das kann dann dazu führen, daß das Verfahren eingestellt wird).

Klar hat der ermittelnde Beamte und der Rest vom Apparat weniger zu tun wenn es ohne Anklage weitergeht und Du hast schneller Deine Ware als wenn es erst zum Verfahren kommt.

Ob das "richtig" war (auf eine Strafverfolgung zu verzichten)? Das ist im Einzelfall nur schwer zu beurteilen. Kann gut sein, daß es der nötige Warnschuß war und, daß die Einstellung des Verfahrens verhindert hat, daß die Person weiter abrutscht - kann aber auch sein, daß der munter weiter macht weil nix passiert ist.

Bei Berlin und NRW als Täterwohnort schriebe ich eher eine Beschwerde an die Generalstaatsanwaltschaft als irgendwo auf Verfolgung zu verzichten (wobei es mir egal ist, ob die da einfach personell unterbesetzt oder besonders faul oder beides sind). Bei Bayern als Täterwohnort ließe ich mit mir reden. In BaWü mußt Du dem Hörensagen nach damit rechnen, daß "kleine Wirtschaftssachen" (unter 800.000,-) und Ordnungswidrigkeiten scharf verfolgt werden, darüber aber mehr als 90% der Anzeigen abgebügelt wird (schließlich ist das ein "sauberer" Standort!).

In HH schreibe ich gleich meine nächste Beschwerde an die Generalstaatsanwaltschaft ("Paketdiebstahl" (ich dachte erst Urkundenfälschung), der Sub-Sub-Sub-Sub-Sub-Hermes Zusteller ist "nach Bulgarien zurückgereist" und man hat wohl keine Lust auf ein Amtshilfeersuchen und erkennt keine erfogversprechenden Ermittlungsansätze (ich hätte schon noch ein-zwei Ideen)).
wittebuxe wittebuxe Beitrag 57 von 61
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@Jan: Also ich wohne in NRW. Und die weiteren Ermittlungen gegen den Täter konnten nur mit meiner Einwilligung eingestellt werden, so der Kripobeamte.
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 58 von 61
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Zitat: wittebuxe 22.10.19, 11:41Zum zitierten Beitrag@Jan: Also ich wohne in NRW. Und die weiteren Ermittlungen gegen den Täter konnten nur mit meiner Einwilligung eingestellt werden, so der Kripobeamte.

Betrug ist ein Offizialdelikt (mit Ausnahmen, die in Deinem Fall nicht greifen dürften) und Du bist raus, wenn die Vollzugsbehörden Kenntnis haben. Und das haben sie, wenn Du Strafanzeige stellst. Danach geht alles seinen Gang, incl ggf Einstellung mangels öffentlichen Interesses oder ähnliches. Aber über eine Einstellung entscheidet kein Polizeibeamter.

Insofern ist die Aussage des Beamten sehr ...hmmmmm...
Aber man hört ja öfter mal Sachen über die Rechtskenntnis mancher Polizeibeamten.
wittebuxe wittebuxe Beitrag 59 von 61
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Möglicherweise gilt DAS:

"Opportunitätsprinzip

Das oben beschrie­be­ne Lega­li­täts­prin­zip wird durch zahl­rei­che Vor­schrif­ten zur sog. Oppor­tu­ni­tät durch­bro­chen. So kann unter ver­schie­de­nen Vor­aus­set­zun­gen mit oder ohne Auf­la­gen bspw. nach den §§ 153 ff. StPO ein Straf­ver­fah­ren auch bei wahr­schein­lich schuld­haft began­ge­ner Tat ohne Urteil ein­ge­stellt wer­den.

Für die hier­für erfor­der­li­chen Ent­schei­dun­gen und Abwä­gun­gen kann das Straf­in­ter­es­se des Geschä­dig­ten wich­tig sein."

Mein Interesse lag nicht mehr vor.

Aber diese Erklärung ist auch nur Stochern im Paragrafennebel ;-)
Jan Böttcher Jan Böttcher Beitrag 60 von 61
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Zitat: wittebuxe 22.10.19, 11:41Zum zitierten Beitrag@Jan: Also ich wohne in NRW. Und die weiteren Ermittlungen gegen den Täter konnten nur mit meiner Einwilligung eingestellt werden, so der Kripobeamte.
Das kann der so gesagt haben, aber das trifft es nicht ganz.

Die Staatsanwaltschaft hat ein umfangreiches Instrumentarium um Vorgänge vom eigenen Schreibtisch auf einen anderen Schreibtisch, in die Ablage P oder zurück an den Absender zu befördern (§ 153 StPO gehört in diesen Werkzeugkasten) um dann weiter zu schlafen oder Kaffee zu trinken oder über personelle Unterbesetzung und Arbeitsüberlastung und/oder störrische / inkompetente Richter zu lamentieren - gerne auch gegen den erklärten Willen des Geschädigten.

Super ist auch erst §154 StPO wegen "Kerbholzoverflow" und Dein hieb- und stichfestes Ding nur "Eierdieberei", deshalb entsorgt (bzw. "erstmal auf Eis"), und dann platzt die Hauptsache wegen irgendetwas (z.B. Verfahrensfehler, Fristverschleppung, ...) und Dein Kram wird nicht wiederaufgenommen (z.B. wegen Verjährung), da kotzt Du so einen präzisen Strahl, der geht von der Wohnzimmercouch aus direkt ins Schlüsselloch.

Unten als letztes vor der Grußformel steht dann immer noch "Ihre etwaigen zivilrechtlichen Ansprüche werden durch diesen Bescheid nicht berührt. Es bleibt Ihnen unbenommen, wegen dieser Ansprüche im Wege des bürgerlichen Rechtsstreits vorzugehen."

Mal angenommen, der ermittelnde Beamte hat eine Situation vorgefunden, in der der befragte Tatverdächtige den Eindruck macht, noch nicht völlig im Eimer zu sein (oder wenn das ein guter Kumpel oder dem sein Sohn ist ODER EIN POLIZEISCHÜLER oder so), kann er versuchen, etwas zu biegen und dann ist er auf der etwas sichereren Seite, wenn Du signalisierst, Dich nicht bockig zu stellen.

"Der Kommissar sagte mir, dass der Betrüger mir sofort meine Ware zusenden wolle, wenn ich bereit wäre, die Anzeige zurückzuziehen" ist natürlich verkehrt herum. Du könntest sagen, daß Du Dich nicht auf die Hinterbeinde stellst, wenn der Tatverdächtige schnell liefert. Aber nicht so herum, daß der nur dann (schnell) liefert, wenn Du von Strafverfolgung absiehst.

Und, wie gesagt: Du kannst eine Anzeige nicht "zurückziehen". Du kannst natürlich sagen "Och, ich wollte Euch mal foppen und eine Straftat vortäuschen", aber das ist nicht "kostenlos" (vgl. § 145d StGB ;-) oder eben "Naaa gut, ich bestehe nicht auf meinem Strafantrag.".
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