Neues Passfoto Gesetz

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Siggiknipst Siggiknipst Beitrag 31 von 111
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Gut, die freie Marktwirtschaft treibt die Entwicklung voran, wie sozial ist denn aber ein selbständiger Fotograf abgefedert?
lenmos lenmos   Beitrag 32 von 111
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Zitat: MatthiasausK 11.01.20, 12:37Zum zitierten BeitragEben nicht, genau das ist ja die Ursache der Diskussion. Bzw. der Entscheidung.
So wie ich das verstanden habe, war am Beginn die Idee, ein Passfoto zu schaffen, welches dem Auge nach der Person ähnlich sieht. Die Überwachungskameras im öffentlichen Raum sollen dann aber aufgrund dieses Passfotos die Person nicht erkennen können.

An den Flughäfen gibt es nun aber automatische Kontrollen, die vom Computer durchgeführt werden. Man legt seinen Pass ein, das Foto wird gescannt. Man tritt vor eine Kamera und dann kommt das OK oder auch nicht. Im Falle eines zum Zweck der Täuschung von Überwachungskameras angefertigtes Passfoto, sollte den Test nicht bestehen. Der Beamte dort, wird sich fragen: warum?
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 33 von 111
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Zitat: lenmos 11.01.20, 17:22Zum zitierten Beitrag(...) und dann kommt das OK oder auch nicht. Im Falle eines zum Zweck der Täuschung von Überwachungskameras angefertigtes Passfoto, sollte den Test nicht bestehen. Der Beamte dort, wird sich fragen: warum?

Andersrum wird der Schuh draus: Daß Du erkannt wirst mit Deinem Foto, ist nicht das Problem. Aber wenn durch Morphing Du und eine andere Person so vermischt werden, daß sowohl Du als auch die andere Person gerade noch als OK durchgehen, dann ist Dein eigentlich echter(!) Pass ein Freifahrtschein für eine zweite Person.

(Möglicherweise würde es einem erfahrenen menschlichen Kotrolleur auffallen, aber wenn man eine AI hat, dann verzichtet man doch glatt auf den menschen. Die AI wird halt als aktuelle Sau durchs Dorf getrieben und wenn einer sagt, in der schwarzen Erkennungskiste wohnt eine AI, dann ist die schwarze Kiste schon so gut wie gekauft.)
lenmos lenmos   Beitrag 34 von 111
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Zitat: MatthiasausK 11.01.20, 17:31Zum zitierten Beitragdann ist Dein eigentlich echter(!) Pass ein Freifahrtschein für eine zweite Person.
Und selbst muss man dann zu Hause bleiben. Das sich zwei Leute einen Pass teilen könnten, war nur ein Nebeneffekt. Das eigentliche Ziel wäre ein ganz anderes.
Alice vom See Alice vom See   Beitrag 35 von 111
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Zitat: schmittangie 10.01.20, 04:39Zum zitierten BeitragWir sind zum Glück keine reinen Passfotostudios und können die Einbußen in 2 Studios ausgleichen. Allerdings
werden wir weniger Personal benötigen, da ein Großteil der Laufkundschaft wegfallen wird. Anders sieht es in unserem Studio aus das sich in einem großen Einkaufszentrum befindet. Die Mieten hier sind horrend, es gilt monatlich einen 5-stelligen Betrag auszugleichen. An Personal können wir nicht sparen, da eine ständige Besetzung bei Öffnungszeiten von Mo.-Sa. von 09.00-20.00h gewährleistet sein muss. Hier hilft auch "lean" nicht mehr.

Es ist ja nicht so, dass das neue System über Nacht kommen wird. Du hast also noch etwas Zeit dich umzuorientieren, bzw neue Geschäftsfelder für dein Studio zu suchen und z.B. deine MitarbeiterInnen durch Weiterbildung mitzunehmen.


Zitat: schmittangie 10.01.20, 04:39Zum zitierten BeitragEs ist doch Schade, dass gleich der einfachste Weg gesucht wird. Durch diese "Vereinfachung" werden viele Arbeitsstellen wegfallen.

Ja natürlich, aber Fortschritt gab es immer dann, wenn Dinge vereinfacht wurden. Ist jetzt für dich egal, aber durch die weitere Automatisierung und KI werden noch viel mehr Arbeitsplätze weg fallen. Das posaunen die Denker der Nation schon seit zwei Jahren. Deine Zunft macht jetzt einen sichtlichen Anfang (tatsächlich wird es eher eine andere Zunft sein, die aber nicht auffällt). Andere werden folgen. Es macht keinen Sinn eine Technik am Leben zu halten, nur um Arbeitsplätze zu erhalten, wenn nebenan der Fortschritt davon galoppiert und man dann selbst am Ende auf der Strecke bleibt.

Es ist jetzt deine Chance nach neuen Feldern zu suchen und zu etablieren und dich zukunftsfest zu machen.
Romana T. Romana T.   Beitrag 36 von 111
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Anscheinend sind nur noch IT-Techniker, Anwälte und Politiker davor sicher, im Lauf ihre Lebens auf komplett neue Berufe umsteigen oder ihr Berufsbild komplett umkrempeln zu müssen. :-/
Denn der Fortschritt galoppiert und alle müssen mitgaloppieren.

Es gibt aber nun mal Menschen, die sich mit ehrlicher Arbeit, ohne Beanspruchung des Sozialsystems, aber auch ohne zusätzliche Arbeit mit lebenslangem Lernen und Umdisponieren einfach nur ihren Lebensunterhalt und ein Dach über dem Kopf sichern wollen.

Vermutlich ist das sogar die Mehrheit der arbeitenden Gesellschaft, die lieber friedlich auf der Weide der Tätigkeit des Grasens nachginge als ständig durchs Dorf getrieben zu werden.

Wie das Ziel des großen Plans für die voll digitalisierte Arbeitswelt aussieht, wenn der Fortschritt dann in der ganz modernen Zukunft gelandet ist, würde mich mal interessieren.

Ich habe darüber mal länger mit einemehrgeizigen jungen, zukunftsorientierten (sozialistischen) Politiker (gab es bei uns in der Ära Kern) diskutiert, was denn künftig mit den Arbeitskräften passieren soll, die über keine große Bildung verfügen und nicht den Wunsch haben, lebenslang zu lernen und sich zu verändern, sondern einfach nur arbeiten wollen, um leben zu können. - Fazit war: für solche Menschen sähe er keine Hoffnung in der zukünftigen Arbeitswelt.

Sehr schlau scheint mir der Plan nicht zu sein, dass in Zukunft der ehrgeizige, flexible, lernwillige Teil der Bevölkerung den weniger wendigen Teil mitfinanzieren muss, weil dieser in einer modernen Arbeitswelt keine Nische mehr findet, wo er mit dem simplen Wunsch, mit einer einmal erlernten Arbeit einen Teil seines Lebens zu verbringen, um den restlichen Teil zu finanzieren, nicht mehr durchkommt.

Das Beispiel der Passfotos ist für die Trends in der Arbeitswelt sehr symptomatisch. Es wird Arbeit vernichtet und von oben her modernisiert und umstrukturiert. Und wenn die, deren Arbeit wegrationalisiert wurde, nicht flexibel und lernwillig genug sind, das Rad in ihrem Berufszweig neu zu erfinden, haben sie halt Pech gehabt. Es gibt ja Sozialhilfe...
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 37 von 111
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Zitat: ChristianD74 11.01.20, 21:23Zum zitierten BeitragSchade dass geprägt durch den Bildungsweg und die Gesellschaft hier vielen der Horizont fehlt zum weiter und neu Denken und denen bei „Sozialismus“ nur Nordkorea oder der ehemalige Ostblock einfällt.

Ich finde es mindestens genauso schade, daß am Horizont als einziges(!) anderes Wirtschaftsmodell immer nur der ach so böse böse Sozialismus auftaucht, den man dann als ein Schimpfwort benutzt. Dazu hat das Bildungssystem zwar die Grundlagen gelegt, aber eigentlich ist doch der Kopf rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.

Zitat: NikoVS 12.01.20, 03:55Zum zitierten BeitragUnd was wird dann aus Bad Godesberg?
Das ist schon lange, spätestens seit Schröder, auf dem Müllhaufen der Geschichte. Genauso wie das Ahlener Programm der CDU von 1947, das viel "sozialistischer" war als jedes SPD-Programm.

Zitat: NikoVS 12.01.20, 03:55Zum zitierten Beitrag(..)solchen wie dir(...)
Ah ja. Ganz altes "Argumentation"smuster.

Zitat: Romana T. 12.01.20, 08:11Zum zitierten BeitragIch habe darüber mal länger mit einemehrgeizigen jungen, zukunftsorientierten (sozialistischen) Politiker (gab es bei uns in der Ära Kern) diskutiert, was denn künftig mit den Arbeitskräften passieren soll, die über keine große Bildung verfügen und nicht den Wunsch haben, lebenslang zu lernen und sich zu verändern, sondern einfach nur arbeiten wollen, um leben zu können. - Fazit war: für solche Menschen sähe er keine Hoffnung in der zukünftigen Arbeitswelt.
Wir sehen das ja teilweise bereits heute.
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 38 von 111
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Zitat: lenmos 11.01.20, 18:07Zum zitierten BeitragZitat: MatthiasausK 11.01.20, 17:31Zum zitierten Beitragdann ist Dein eigentlich echter(!) Pass ein Freifahrtschein für eine zweite Person.
Und selbst muss man dann zu Hause bleiben.


Fast richtig: Nicht muss sondern darf. Das Ziel ist nämlich, daß der GanzBöse mit einem unbelasteten echten Paß völlig unbehelligt und unvorbelastet reisen kann, während sein halbböser Unterstützer sicher zuhause im Trockenen sitzt und seine Hände in Unschuld wäscht (oder ab und zu mal selber zur Verschleierung auch in den Urlaub fliegt). Du denkst einfach nicht kriminell genug. Der gemeine Terrorist denkt da sicher ganz anders.
Roman F. Hümbs Roman F. Hümbs   Beitrag 39 von 111
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Zitat: Romana T. 12.01.20, 08:11Zum zitierten Beitrag.....

Das Beispiel der Passfotos ist für die Trends in der Arbeitswelt sehr symptomatisch. Es wird Arbeit vernichtet und von oben her modernisiert und umstrukturiert. Und wenn die, deren Arbeit wegrationalisiert wurde, nicht flexibel und lernwillig genug sind, das Rad in ihrem Berufszweig neu zu erfinden, haben sie halt Pech gehabt. Es gibt ja Sozialhilfe...


Seh ich vollkommen anders - zudem ein Passfoto herzustellen keine besonderen Kenntnisse verlangt von einem FotografenIn. Dafür hat man den Beruf nicht erlernt! Insofern ist das ein schlechtes Beispiel.

Es werden auch neue Arbeitsplätze geschaffen durch die Digitalsierung. Das man flexibel ist in seinem Beruf sollte eine Grundvorraussetzung sein für den jeweiligen Fortschritt in seinem Beruf. Wenn es dann mal wieder eine neue Berufsbezeichnung gibt oder geben wird durch neue Technologien, das ist doch nichts schlechtes. Das einmal erlernte nimmt dir niemand weg - und damit und dem neuen erlernten bist du erneut flexibel auf dem Arbeitsmarkt.

Das Bildung in allen Bereichen zur Verfügung gestellt werden muss und nicht nur einseitig überwiegend in Industrieländern - das sollte ein selbstverständliches globales Ziel sein. Durch die Digitalsisierung wird uns Menschen das besser gelingen denn je.

Gruß Roman
kmh kmh Beitrag 40 von 111
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Zitat: Romana T. 12.01.20, 08:11Zum zitierten BeitragDas Beispiel der Passfotos ist für die Trends in der Arbeitswelt sehr symptomatisch. Es wird Arbeit vernichtet und von oben her modernisiert und umstrukturiert. Und wenn die, deren Arbeit wegrationalisiert wurde, nicht flexibel und lernwillig genug sind, das Rad in ihrem Berufszweig neu zu erfinden, haben sie halt Pech gehabt.

Ich glaube, Du weißt, das das so nicht stimmt.
Es ist keine übergeordnete Macht, welche Arbeitsplätze vernichtet, sondern das macht schlicht und einfach der Fortschritt. Die Dinge entwickeln sich. Würden sie das nicht tun, säßen wir noch auf den Bäumen. Durch diesen Fortschritt sind übrigens auch menschenunwürdige und gefährliche Arbeitsplätze verschwunden. Soll es die Allgemeinheit bezahlen, wenn der Einzelne unflexibel und lernunwillig ist??. Wenn wir jeden Arbeitsplatz aus vergangenen Zeiten erhalten hätten, würde es hier auch noch genauso aussehen, wie in der guten alten Zeit. Es gäbe auch keinerlei Anreiz, sich fortzuentwickeln. usw. usw. usw.. Dies würde auch der Biologie widersprechen, wo es durch die Evolution ständig weitergeht, ob wir wollen oder nicht.
vg
Jupp Kaltofen Jupp Kaltofen   Beitrag 41 von 111
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Ich finde es schon bemerkenswert wie unterschiedlich die Dinge beurteilt werden.

Meine ganz persönliche Einstellung dazu ist, dass man sich nicht gegen den Vorschritt stellen kann.

Die Rahmenbedingungen ändern sich gerade global, massiv und weitreichend. Die Digitalisierung und die globale Interessenspolitik der großen Völker, erzeugen ein immer stärker ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis gegenüber den hochgerüsteten Kriminellen. Die Techniken die die Behörden einsetzten, stehen den Kriminellen auch zur Verfügung - die sind nur schneller.

Krankenkassen machen die Bilder ihrer Kunden auch selber. Warum sollte eine Behörde dies nicht machen?
Die Fotografie wird sind wandeln müssen. Zu welchen Konditionen man Bilder noch hauptberuflich machen kann, wird sich zeigen. Es werden aber weniger Profis von Still-Image leben können - soviel dürfte klar sein.
NikoVS NikoVS   Beitrag 42 von 111
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Zitat: Romana T. 12.01.20, 08:11Zum zitierten BeitragAnscheinend sind nur noch IT-Techniker, Anwälte und Politiker davor sicher, im Lauf ihre Lebens auf komplett neue Berufe umsteigen oder ihr Berufsbild komplett umkrempeln zu müssen. :-/
Denn der Fortschritt galoppiert und alle müssen mitgaloppieren.


Du hast uns Ingenieure vergessen, ohne die es diesen technischen Fortschritt ja gar nicht gäbe. Und ja, auch diese vielschichtigen Ing-Berufsbilder ändern sich täglich. ;)
Alice vom See Alice vom See   Beitrag 43 von 111
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Ja, ich muss mich auch ständig weiter entwickeln. Ständig neue Vorschriften, neue Gesetzte, neue Formulare zum ausfüllen, muss ständig neue Software kaufen, weil die alte, obwohl sie noch gut funktioniert, nicht den neuen Anforderungen in der Branche entspricht (das Zeug koschd verdammt viel Geld). Ich muss Geschäftsfelder aufgeben und neue aufbauen. Man muss ständig in Bewegung bleiben sonst bleibt man auf der Strecke. Ich arbeite heute völlig anders als damals, als ich angefangen habe.

Wer sich nicht ändern kann, bleibt auf der Strecke. Und da Arbeit immer effektiver wird, werden zwangsläufig einige auf der Strecke bleiben. Genau deswegen haben andere schlaue Menschen das bedingungslose Grundeinkommen erfunden. Früher oder später wird es wohl kommen, weil die KI in den nächsten 20 bis 30 Jahre viele Arbeitsplätze unnötig machen wird, ohne dass es Ersatz geben wird.
Jupp Kaltofen Jupp Kaltofen   Beitrag 44 von 111
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Zitat: Romana T. 12.01.20, 08:11Zum zitierten BeitragAnscheinend sind nur noch IT-Techniker, Anwälte und Politiker davor sicher, im Lauf ihre Lebens auf komplett neue Berufe umsteigen oder ihr Berufsbild komplett umkrempeln zu müssen. :-/
Was die IT-Berufe angehen, ist diese Aussage völlig falsch. Dort findet der Wandel permanent statt. Die Berufsbezeichnungen mögen gleich sein, der Inhalt ändert sich jedoch täglich. Es gibt in dieser Branche keinen Stillstand - nicht für eine Minute. Wer stehen bleibt, ist bald Dauerarbeitslos. Die Obsoleszenz des Wissens ist sehr hoch und an den Lebenszyklen der gerade verwendeten Produkte gekoppelt. Die leben etwa 3-5 Jahre.
Jupp Kaltofen Jupp Kaltofen   Beitrag 45 von 111
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Zitat: Alice vom See 12.01.20, 18:38Zum zitierten BeitragJa, ich muss mich auch ständig weiter entwickeln. Das macht den Unternehmer aus.
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