Neues Passfoto Gesetz

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Albrecht D Albrecht D Beitrag 16 von 111
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Die Passfotos werden sicher nicht von irgendwelchen Beamten "geschossen", ich gehe eher davon aus, dass es so kommt wie bei der Kfz-Zulassung.

Bei uns ist im Hause der Bürgerbüros eine Schilder-Hersteller untergebracht, direkt durch eine Glastür mit diesem verbunden. Dann wird wohl ein Fotograf den Zuschlag bekommen. Nur so eine Vermutung.

Gruß
Albrecht
Manfred Hunger Manfred Hunger   Beitrag 17 von 111
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Zitat: Albrecht D 10.01.20, 11:05Zum zitierten BeitragDie Passfotos werden sicher nicht von irgendwelchen Beamten "geschossen" … Dann wird wohl ein Fotograf den Zuschlag bekommen. Nur so eine Vermutung...

Oder eine Fotobox (Automat) übernimmt diese Arbeit. So wie bei uns in der Meldestelle. Die Aufnahmen werden von der Fotobox auf Korrektheit geprüft und man bekommt einen Beleg ausgedruckt. Mit den Angaben darauf, können die Mitarbeiter(innen) von der Meldestelle online auf das Foto zugreifen.

LG Manfred
Sören Spieckermann Sören Spieckermann   Beitrag 18 von 111
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Zitat: Albrecht D 10.01.20, 11:05Zum zitierten BeitragDie Passfotos werden sicher nicht von irgendwelchen Beamten "geschossen", ich gehe eher davon aus, dass es so kommt wie bei der Kfz-Zulassung.

Nicht von Beamten sondern von einem selbst. Nur unter Aufsicht :-)

Link:
https://kommunal.de/passfotos-buergerbueros
Zitat:
"Der Plan von Horst Seehofer soll in den nächsten fünf Jahren 177 Millionen Euro kosten. Denn er sieht vor alle 5.500 Pass- und Ausweisbehörden in Deutschland mit Selbstbedienungsterminals auszustatten. Insgesamt geht es darum in fünf Jahren 11.000 Terminals aufzustellen. An den Terminals sollen Bürger für fünf Euro Fotos machen, ihre Unterschrift und Fingerabdrücke digital speichern und die Informationen so an den zuständigen Sachbearbeiter weitergeben. Der Vorgang am Automaten soll, laut Entwurf, unter Aufsicht eines Mitarbeiters durchgeführt werden. Einige Ausweisbehörden, wie etwa das zentrale Bürgeramt in Frankfurt, haben bereits Selbstbedienungsterminals."
Zuletzt geändert von Sören Spieckermann am 10.01.20, 12:56, insgesamt 2-mal geändert.
Sören Spieckermann Sören Spieckermann   Beitrag 19 von 111
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Zitat: schmittangie 10.01.20, 04:39Zum zitierten BeitragEs ist doch Schade, dass gleich der einfachste Weg gesucht wird.

Den Ansatz das bild, die unterschrift und die Fingerabdrücke an einer Stelle (Reduzierung des Aufwands), und das unter behördlicher Aufsicht zu machen (Reduzierung des Fälschungsrisikos) finde ich nun wirklci ausgesprochen intelligent. (im Gegensatz zur bisherigen Lösung)

Nur weil es einfacher ist, muss es nicht schlechter sein.
und Passfotosysteme werden auch weiterhin benötigt. Halt nur von den Ämtern und nicht mehr von den Fotografen selbst.

Zitat: schmittangie 10.01.20, 04:39Zum zitierten BeitragDurch diese "Vereinfachung" werden viele Arbeitsstellen wegfallen.
Ist es dem Staat seien Aufgabe "überalterte" Geschäftsmodelle am Leben zu halten nur weil da evt. Arbeitsplätze dran hängen? Eigentlich ist es die Aufgabe der Fotografen in diesem gewandelten Umfeld nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten für ihre Angestellten zu suchen. Aber der Weg nur zu entlassen ist natürlich einfacher und leider auch oft viel zu schnell gezogen :-(
Und ja, leider hat die Fotografenzunft hier eine nicht unwesentliche Geschichte. Schon allein die ganze Weltuntergangsstimmung bei dem erstarken der digitalen Fotografie ("Tod des Handwerks") oder bei der Aufhebung des Meisterzwangs ("Niedergang der Qualität ,,....") waren jetzt nicht gerade die beste Werbung.
Aber trotz dieser ganzen Änderungen haben es Quereinsteiger und auch etablierte Fotografen geschafft sich neue Geschäftsmodelle zu erschließen, alte Zöpfe abzuschneiden und können heute gut davon zu leben.

Und ein Fotograf in meinem Bekanntenkreis ist gerade auch deswegen kräftig am Fluchen.- Auf meine Frage hin ob auch so viel Zeit in die (Weiter-)Entwicklung seines Geschäftsmodells in den letzten drei Jahren gesteckt hat wie jetzt in diese drei Tage fluche, war es auf einmal ganz ruhig. Typischer Fall von: "Auf dem erreichten Ausruhen und hoffen das es ewig so weiter geht"

Und ich denke es ist wirklich jedem klar das dies für manchem eine wirklich existenzielle Bedrohung ist. Und diese Bedrohung wird größer oder kleiner in Abhängigkeit von dem was der Fotograf dagegen getan hat oder nicht.
felixfoto01 felixfoto01   Beitrag 20 von 111
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Ich habe Verständnis dafür, dass Unternehmer solche Änderungen nicht gutheißen, man muss sich (noch) weiter strecken.
Gerade in einem Berufsfeld, das in den letzten Jahren so viele Federn gelassen hat wie in der Gebrauchsfotografie ist es bedauerlich. Da hilft es m.E. Niemandem, wenn man hört, dass die Weber, Schriftsetzer und Wagner ja auch quasi ausgestorben sind.

Da die Technologie bei Ausweisen auch eher in Richtung Überwachungsstaat geht, bezweifle ich, dass man diese Entwicklung als Fortschritt bezeichnen kann.
Klacky Klacky   Beitrag 21 von 111
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Ein Weg weniger, gut so.
ChristianD74 ChristianD74 Beitrag 22 von 111
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Zitat: lenmos 09.01.20, 00:53Zum zitierten BeitragZitat: Thomas.T. 09.01.20, 00:02Zum zitierten Beitragda man die vorher fast beliebig faken konnte.

Bei der automatischen Passkontrolle am Flughafen wäre man dann wohl aufgeflogen.

Da es dafür eine technische Begründung gibt, wird das wohl so in Kraft treten. Da nützen Proteste nichts. Daher sollte man sich lieber fragen, womit man sich mit dem Fotostudio ersatzweise Einkünfte verschaffen könnte.


Mit Kreativität für neue Ideen, Mut und Anpassungswilligkeit an neue Rahmenbedingungen. Das ist doch die Marktwirtschaft die alle so toll finden.
NikoVS NikoVS   Beitrag 23 von 111
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Zitat: ChristianD74 10.01.20, 19:00Zum zitierten BeitragDas ist doch die Marktwirtschaft die alle so toll finden.

Das liest sich grad so, als ob du sie nicht toll finden würdest. ;)
ChristianD74 ChristianD74 Beitrag 24 von 111
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Finde ich auch nicht so toll, weil es ohne komplexe Regulierung ein System ist welches schnell kippt und in Verteilungskämpfen bis zu Weltkriegen endet.

Hat aber jetzt erstmal nichts mit dem Thema zu tun.

Mit der Digitalisierung war das Ende des Passbilds als Fotopapierschnipsel seit gut einem Jahrzehnt absehbar.
Wenn man das Geschäft zum Lebensunterhalt betreibt, hat man das mit betriebswirtschaftlicher Weitsicht lange abgeschrieben, alternative Einnahmequellen mit längerer Perspektive gesucht oder sich parallel umorientiert. Man hat sich über die Einnahmen aus dem Geschäft gefreut solange sie da waren, aber sich sicher nicht darauf verlassen dass es immer weiter so läuft.

Die Zeiten ändern sich in allen Branchen. Man hat nicht mehr denselben Beruf von der Lehre bis zum Ruhestand.
.
T ST T ST Beitrag 25 von 111
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Ich hab an dem Plan nichts auszusetzen. Für die meisten Bürger bietet der Vorschlag in vielfacher Hinsicht nur Vorteile. Es erspart den Weg zum Fotografen, das Risiko, des als nicht zulässig eingestuften Fotos, entfällt wenn das Passbild unter amtlicher Aufsicht gemacht wird und wenn sich der 5€ Pries aus dem Frankfurter Beispiel durchsetzt, dämpft das auch noch die Kosten. Pass und Ausweis sind eh schon teuer genug.
So weitsichtig hab ich unseren Staat schon lange nicht mehr erlebt, zumal sich die Sicherheitslage auch noch verbessert - wenn auch nur minimal, was ich gern einräume

Grüße Thomas
NikoVS NikoVS   Beitrag 26 von 111
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Zitat: ChristianD74 10.01.20, 22:21Zum zitierten BeitragFinde ich auch nicht so toll, weil es ohne komplexe Regulierung ein System ist welches schnell kippt und in Verteilungskämpfen bis zu Weltkriegen endet.

Hat aber jetzt erstmal nichts mit dem Thema zu tun..


Stimmt. Mit den Knipskisten in Ämtern hat das nichts zu tu. Aber du hast mit Marktwirtschaft angefangen. Bedenke: Es gibt weltweit kein besseres und gerechteres System als unsere gute alte, freie und soziale Marktwirtschaft. Weder in Theorie noch in Praxis. Alle anderen Versuche sind histortisch gescheitert. Letzte Bastion ist Nordkorea!
Unsere freie und soziale Marktwirtschaft ist Garant für Gerechtigkeit und Wohlstand für alle. Und niemals auf deutschem Boden ist es den Menschen besser gegangen als heute. ))
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 27 von 111
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Zitat: NikoVS 11.01.20, 04:33Zum zitierten Beitrag(...) Unsere freie und soziale Marktwirtschaft (...)

Ich mag Deine feine Ironie.
(Daß es den Leuten im Rest der Welt vielleicht nicht so gut geht, daß sie sich L-Objektive (Das nenne ich aber mal eine gekonnte Rückkehr zum fotografischem Bezug!) kaufen können, muß unsereins ja nicht interessieren.)
Romana T. Romana T.   Beitrag 28 von 111
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Ich habe gestern mit der Fotografin in einem Betrieb gesprochen, der 12 Filialen hat. Sie meinte, wenn sie das Passfotogeschäft verlieren, das ca. 70 % vom Umsatz ausmacht, können sie zusperren.

Für den Konsumenten ist dann aber auch mit dem Komfort Schluss, dass er mit einem Stick kommt und im Handumdrehen von kompetentem Personal Bilder in ordentlicher Qualität ausgedruckt bekommt.
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 29 von 111
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Zitat: Romana T. 11.01.20, 10:22Zum zitierten BeitragIch habe gestern mit der Fotografin in einem Betrieb gesprochen, der 12 Filialen hat. Sie meinte, wenn sie das Passfotogeschäft verlieren, das ca. 70 % vom Umsatz ausmacht, können sie zusperren.

Nun, es ist klar, daß derart spezialiserte Betriebe jetzt Probleme bekommen werden. Das ist dem klassischen Milchladen genauso gegangen. Überall in der Nische lebt es sich nur solange gut, bis irgendeine (modern nennt man das so) Disruption auftritt. Disruption ist aber das generelle Risiko für Unternehmen und je spezialisierter und festgefahrener ein Geschäftsmodell ist oder je abhängiger ein Betrieb von einem Produkt ist, desto anfälliger ist er für kleine Störungen in diesem Bereich. Wir könnten auch darüber sprechen, wie es Verbrennungsmotor- oder Getriebespezialisten in der Automotive-Industrie geht, die durch E-Antriebe nahezu obsolet werden. (Oder den Entwickler- und Fixiererherstellern und sogar den Kameraherstellern)

Aber wie wir oben lernen durften, ist doch genau das das Wesen der tollen "freien und sozialen Marktwirtschaft" (das ist genaugenommen eine contradictio eo ipso: entweder frei und dann nicht sozial oder eben nicht frei und dafür sozial. Seit der Agenda damals ist die Ehrhardsche "soziale Marktwirtschaft" offiziell nicht mehr Staatsziel), die dafür sorgt, daß es uns allen so gut (und vielen anderen, auf deren Kosten wir leben, so dreckig) geht.

Sacrifices mut be brought, wie der neoliberale Kapitalmarktwirtschaftler völlig unironisch sagt, und wenns um den Kampf gegen den Terror geht, isses doch sowieso völlig OK, nicht wahr? Da zählen doch Einzelschicksale nicht!

[Disclaimer: Wenn dieser Beitrag eines NICHT enthält, dann ist das feine Ironie]
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 30 von 111
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Zitat: lenmos 09.01.20, 00:53Zum zitierten BeitragBei der automatischen Passkontrolle am Flughafen wäre man dann wohl aufgeflogen.

Eben nicht, genau das ist ja die Ursache der Diskussion. Bzw. der Entscheidung.
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