In meinem Herzen möchte ich ein Amateur bleiben...

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lenmos lenmos Beitrag 1 von 21
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«Nel mio cuore voglio restare una dilettante, nel senso di essere innamorata di quello che sto facendo, sempre stupita delle infinite possibilità di vedere e usare la macchina fotografica come strumento di registrazione.» (Inge Morath)

«In meinem Herzen möchte ich ein Amateur bleiben, in dem Sinne, dass ich in das, was ich tue, verliebt bin, immer erstaunt über die unendlichen Möglichkeiten, die Kamera als Aufnahmegerät zu sehen und zu benutzen.» (Inge Morath)

Text, gefunden im Zusammenhang mit einer aktuellen Ausstellung von Inge Moraths Fotos in Mailand (#mostramorathmilano).

Klingt auf italienisch doch sehr schön, vor allem das Wort «dilettante» in Bedeutung von Amateur. ;-)

Möchte sonst noch jemand «un dilettante» bleiben?

Ich finde es gut, dass ich nicht fotografieren muss, sondern darf und diese Tätigkeit auch sehr gerne ausübe. Ich hoffe, dass sich noch weiterhin unendlich viele Möglichkeiten auftuen.
Fotografo Amatoriale Fotografo Amatoriale   Beitrag 2 von 21
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Ja, sehe ich auch so :)
Ich habe deshalb meinen Echtnamen hier zu "Fotografo Amatoriale" geändert, das war letztes Jahr.

In Italien hat das Wort "dilletante" keine so negative Konnotation wie im Deutschen, es wird in erster Linie dann verwendet, wenn man ausdrücken möchte, dass man etwas nicht professionell betreibt und/oder nicht ausgebildet in einem Bereich ist und es aus Spass an der Sache betreibt. Auch wenn man gute Ergebnisse liefert, es gehört dann zum guten Ton, wenn man dann erwähnt, dass man ein "dilettante" ist - Eigentlich ein Zeichen von gesunder Bescheidenheit und keinesfalls vergleichbar mit dem Deutschen - Sprich, da ist etwas dilettantisch ausgeführt worden, also "schlecht".
Karpfen Karpfen Beitrag 3 von 21
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Zitat: Fotografo Amatoriale 16.10.20, 09:51Zum zitierten BeitragJa, sehe ich auch so :)
Ich habe deshalb meinen Echtnamen hier zu "Fotografo Amatoriale" geändert, das war letztes Jahr.

In Italien hat das Wort "dilletante" keine so negative Konnotation wie im Deutschen, es wird in erster Linie dann verwendet, wenn man ausdrücken möchte, dass man etwas nicht professionell betreibt und/oder nicht ausgebildet in einem Bereich ist und es aus Spass an der Sache betreibt. Auch wenn man gute Ergebnisse liefert, es gehört dann zum guten Ton, wenn man dann erwähnt, dass man ein "dilettante" ist - Eigentlich ein Zeichen von gesunder Bescheidenheit und keinesfalls vergleichbar mit dem Deutschen - Sprich, da ist etwas dilettantisch ausgeführt worden, also "schlecht".


Ja, ich bleibe auch ein kleiner unbedeutender Knipser.
Schon aus Faulheit.
p.feldhusen.fotografie p.feldhusen.fotografie   Beitrag 4 von 21
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Warum ich mit meinen Bildern kein Geld verdienen möchte, diese Frage bekam ich in den letzten Jahren oft gestellt. Die Antwort von mir ist immer die selbe, "wenn ich anfange, für meine Portraits Geld zu nehmen, verliere ich meine Gestaltungsfreiheit, muss mich auf Kompromisse einlassen. Früher oder später stirbt so die Kreativität und dann ganz sicher auch die Lust aufs Bilder machen."
Nic W Nic W Beitrag 5 von 21
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Zitat: Fotografo Amatoriale 16.10.20, 09:51Zum zitierten BeitragJa, sehe ich auch so :)
Ich habe deshalb meinen Echtnamen hier zu "Fotografo Amatoriale" geändert, das war letztes Jahr.

In Italien hat das Wort "dilletante" keine so negative Konnotation wie im Deutschen, es wird in erster Linie dann verwendet, wenn man ausdrücken möchte, dass man etwas nicht professionell betreibt und/oder nicht ausgebildet in einem Bereich ist und es aus Spass an der Sache betreibt. Auch wenn man gute Ergebnisse liefert, es gehört dann zum guten Ton, wenn man dann erwähnt, dass man ein "dilettante" ist - Eigentlich ein Zeichen von gesunder Bescheidenheit und keinesfalls vergleichbar mit dem Deutschen - Sprich, da ist etwas dilettantisch ausgeführt worden, also "schlecht".


Genau meine Sichtweise. Ich halte es für äußerst erstrebenswert, ein Dilletant zu werden. Im wahren Sinne dieses Wortes. Die Sache aus Leidenschaft tun.
Markus Hack Markus Hack Beitrag 6 von 21
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Fotografierende Menschen sind widersprüchliche Wesen.

Frei sein wie ein Amateur, aber immer im Streben nach professionellen Ergebnissen.
Kasimirs Pfotogravieh Kasimirs Pfotogravieh Beitrag 7 von 21
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Zitat: Markus Hack 16.10.20, 13:35Zum zitierten BeitragFotografierende Menschen sind widersprüchliche Wesen.

Frei sein wie ein Amateur, aber immer im Streben nach professionellen Ergebnissen.


Das gilt nicht nur für die Fotografie.
Sondern z.B. auch in der Musik. Mir sind oft Konzerte mit guten, engagiert spielenden Amateuren, im wortwörtlichen Sinne, lieber als lustloses Runterspielen von Profis. Das erlebt man glücklicherweise nur selten. Das wahre Erlebnis sind engagiert musizierende Profis.

Mein Vorteil als Amateurmusiker ist, dass ich Stücke, die mir nicht zusagen, nicht spielen muss und Leuten, die ich nicht leiden kann, einen Korb geben darf.
NikoVS NikoVS Beitrag 8 von 21
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Zitat: Markus Hack 16.10.20, 13:35Zum zitierten BeitragFrei sein wie ein Amateur, aber immer im Streben nach professionellen Ergebnissen.

Die meisten von uns steben eher nach professionellem Equipment. ;)
lenmos lenmos Beitrag 9 von 21
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Zitat: Markus Hack 16.10.20, 13:35Zum zitierten BeitragFrei sein wie ein Amateur, aber immer im Streben nach professionellen Ergebnissen.
Da ist kein Widerspruch.

Zitat: NikoVS 18.10.20, 03:37Zum zitierten BeitragDie meisten von uns steben eher nach professionellem Equipment. ;)
Ist ja nur Werkzeug.

Und weil ich gerade ein Fahrrad neu aufbaue: Es ist toll, die wichtigsten Spezial-Werkzeuge zu haben und die gibt es nun mal auch nur in einer Qualität, gedacht für professionellen Einsatz. Sind nicht teuer, kann man sich also auch für den selteneren Gebrauch leisten. Der Vergleich hinkt allerdings etwas, denn ohne diese Werkzeuge ist man aufgeschmissen, während eine Lochkamera auch schon funktioniert. ;)

Ob man sich jetzt professionelles Werkzeug leisten kann oder nicht, hat aber nichts mit der Intuition zu tun, um die es bei diesem "Ich will ein Dilettant bleiben", geht.
felixfoto01 felixfoto01   Beitrag 10 von 21
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Es ist eben ein Unterschied, ob man als Mitglied einer Fotoagentur sagt, dass man Amateur ist oder man ist Amateur.

Ansel Adams schrieb in einem Artikel für das Aperture Magazin, dass es nicht darauf ankommt, ob man Geld mit seiner Fotografie verdient oder nicht, sondern welche Einstellung man zu seiner Arbeit hat.

Bildet man nun die Schnittmenge aus professioneller Einstellung und Amateur-sein, ergeben sich unter Umständen Zielkonflikte, wenn beides gleichzeitig nicht geht.

Im übrigen verstehen sich alle Fotografen, denen Magnum Photos gehört, als Amateure - im Wortsinn - da sie die Fotografie lieben und daher das Ziel ihres Handelns großartige Fotografie ist und das Geld dafür lediglich Konsequenz. Es ist das Streben nach dokumentierter Wahrheit und Gesellschafts-Kritik, das diese Menschen antreibt und die Agentur dient dazu, die Freiheit dafür zu schaffen. Nur so ist zu verstehen, dass Fotografen, die sich nicht verbiegen, für die Werbung fotografieren oder selbst für die Werbung agieren.

Es sind Menschen, die ihr Leben der Fotografie gewidmet haben. Was kann mehr Liebe ausdrücken?

Das macht für mich den Amateur-Begriff etwas sperrig.

Also frage ich mich: Wenn ich Fotografie liebe, wäre ich bereit mein Leben nach der Fotografie auszurichten oder muss die Fotografie sich nach den Umständen meines Lebens ausrichten?
lenmos lenmos Beitrag 11 von 21
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Danke, sehr guter Beitrag!
Zitat: felixfoto01 18.10.20, 05:33Zum zitierten BeitragEs ist eben ein Unterschied, ob man als Mitglied einer Fotoagentur sagt, dass man Amateur ist oder man ist Amateur.
Oder wenn man sagt, man wolle es im Herzen bleiben.

Inge Morath hat auch für die Werbung fotografiert, und hat sich mit dem Geld eine Wohnung in New York gekauft. Danach hat sie keine Auftragsarbeiten mehr angenommen. Sie wusste also, was der Unterschied ist, hat aber dennoch von der Fotografie gelebt.

Zitat: felixfoto01 18.10.20, 05:33Zum zitierten BeitragAlso frage ich mich: Wenn ich Fotografie liebe, wäre ich bereit mein Leben nach der Fotografie auszurichten oder muss die Fotografie sich nach den Umständen meines Lebens ausrichten?
Nachdem bei mir die Fotografie eine finanzielle Einbahn ist, eher Zweiteres. ;-)
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 12 von 21
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Also ich möchte Amateur bleiben und habe auch nie Ambitionen in professioneller Richtung gehegt. Romana beschrieb dieser Tage noch ihren mühseligen Fotoalltag, bei dem die Fotografie selbst samt Optimierung am Schreibtisch offenbar nur die Spitze des Eisbergs in ihrem beruflichen Alltags darstellt.

Mir war vorher gar nicht klar, wie mühsam und langwierig bzw. aufwändig vorbereitende Arbeiten sein können und dass man offensichtlich mehr zu organisieren anstatt zu fotografieren hat. Besonders die tagelangen Sessions mit Photoshop und Co. schrecken mich ab. Schon beim Lesen und Nachempfinden bekomme ich einen Mausarm davon und die Schultersehne zwickt. Der Spaß am Hobby ginge mir verloren, glaube ich, und ich hätte in der wenigen Freizeit keinen Bock mehr auf Kamera und Adobe. Somit entgingen mir aber viele schöne Landschaftsmotive.

Aber es gibt wohl auch Semiprofis unter uns, die anscheinend ein wenig mit der Fotografie nebenbei verdienen, ohne dass es ihr Haupterwerb wäre. Allerdings verlassen solche Fotografen wie Photonenbändiger beinahe in jeder freien Minute die Komfortzone und schlagen sich selbst im Winterhalbjahr die Nächte im Freien in einem Schlafsack um die Ohren und waschen sich im 6 Grad kalten Seewasser. Das beeindruckt mich sehr, aber nur ganz ab und zu treibt bei mir die Liebe zur Fotografie solch krasse Blüten...allenfalls wenn ich mindestens zwei Wochen Urlaub am Stück habe und danach genug Zeit zum Ausruhen nach diesen Fotostrapazen habe.
effendiklaus effendiklaus   Beitrag 13 von 21
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Als Hobby bereitet fotografieren Entspannung und Freude.
Als Job Stress, auch wohl finanziell.
Ich tausche da nicht!
Romana T. Romana T.   Beitrag 14 von 21
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Dieter! Jetzt fühle ich mich geradezu als Fotografie-Märtyrerin. :-)))
Romana T. Romana T.   Beitrag 15 von 21
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Mich würde es eher nerven, tagelang reglos & zigarettenlos unter einem Tarnzelt zu verharren, um ein Eisvogelfoto oder sowas in der Art zu schießen. In der Zeit male ich das!
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