Gewerbe für Nebentätigkeit

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Roman Wilhelm Roman Wilhelm Beitrag 1 von 27
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Hallo Community,
ich denke das Thema ist schon ziemlich breitgetretten, aber leider habe ich nach langem recherchieren keine zufriedenstellende Antworten gefunden und möchte mich an Euch wenden.

Ich bin Hobbyfotograf seit 3 Jahren und habe für nächstes Jahr einige Jobanfragen im Bereich Standesamt, Taufe und kleinere Hochzeiten.
Natürlich hebe ich aktuell kein Gewerbe.

Daher die Frage:
Brauche ich unbedingt ein Kleingewerbe, sobald ich Hochzeiten/Portraits auf Auftrag mache?
Dabei würde ich nächstes Jahr höchstens ca. 1.500€ Umsazt im Jahr erwirtschaften. Wenn alles gut geht.
Und ich vermute mit den Fahrtkosten, Mietausgaben für Equipment usw...werde ich eher Verlust machen...was für mich auch OK ist, da es mein Hobby und iwo auch eine Leidenschaft ist.
Oder könnte ich das Ganze über die Liebhaberei abwickeln beim Finanzamt und kann die ganze Kleingewerbeanmeldung iwie umgehen? Oder ist bei Portraits Gewerbe Pflicht, egal ob Gewinn oder Verlust?

Habe auch mitbekommen, dass viele iwie Fotodesign als Gewerbe anmelden und trotzdem Hochzeiten und Portraits auf Auftrag fotografieren...geht das?

Dem Finanzamt ist es ja iwo egal, hauptsache Einnahmen/Ausgaben werden korrekt angegeben.
Aber was ist mit der HWK oder IHK oder BG???

Ich danke allen schon mal im Voraus....und würde mich über eine Antwort freuen.
Schöne Grüße

PS: Habe mich in meiner Gemeinde schon bisschen informiert...aber das war eher so: Ja Ja Ja...Gewerbe. Du brauchen. Jetzt Anmelden....alles Bezahlen. Tu es! Bla Bla Bla...
Also nicht wirklich kompetent.
Christin C. Christin C.   Beitrag 2 von 27
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Meines Wissens nach gibt es einen jährlichen Betrag, der nicht überschritten werden darf. Wenn du darunter liegst, brauchst du kein Gewerbe anmelden. 2017 lag der, glaube ich, bei 6 T€. Sicher bin ich mir allerdings nicht. Im Zweifel einfach noch einmal Bruder Google fragen oder hier auf Antwort hoffen.
Albrecht D Albrecht D Beitrag 3 von 27
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Wie sieht es aus, wenn man die Fotografie als Reisegewerbe betreibt? Geschäftsräume (Fotostudio) hast du vermutlich nicht. Offiziell darf man beim Reisegewerbe die Aufträge erst unmittelbar vor Ausführung annehmen. Handwerkskammer wäre dann keine Pflicht. Die Kosten für einen Reisegewerbeschein (-Karte) sind geringer.

Die Einnahmen, wenn es welche sind, muss man selbstverständlich bei der Steuererklärung angeben.

Gruß
Albrecht
Matthias von Schramm Matthias von Schramm   Beitrag 4 von 27
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Scheiss drauf: Malle ist nur einmal im Jahr!

:)
Albrecht D Albrecht D Beitrag 5 von 27
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Zitat: Matthias von Schramm 26.09.18, 10:47Zum zitierten BeitragScheiss drauf: Malle ist nur einmal im Jahr!??? Wer oder was ist Malle? Und wieso nur einmal im Jahr?

Gruß
Albrecht
Manfred Hunger Manfred Hunger   Beitrag 6 von 27
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Hallo Roman,

hier ein wenig Lesestoff, der weiterhilft:
- https://www.existenzgruender.de/DE/Grue ... nhalt.html
- http://www.kleingewerbe.de/

Zitat aus dem 1. Link:
"...Das Einkommensteuergesetz beschreibt eine gewerbliche Tätigkeit so: Wenn Sie Ihre berufliche Tätigkeit selbständig, d.h. eigenverantwortlich und auf eigene Rechnung und mit der Absicht, sie zu einer selbständigen Erwerbsquelle zu machen und mit Gewinnerzielungsabsicht ausüben, betreiben Sie ein Gewerbe (EStG § 15). …"

Ich finde der 2. Link präsentiert alles Wissenswerte rund um das Thema Kleingewerbe sehr gut.

LG Manfred
Alice vom See Alice vom See   Beitrag 7 von 27
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Der Arbeitgeber sollte auch mit der Nebentätigkeit einverstanden sein. Da muss man auch mit diesem reden.
Albrecht D Albrecht D Beitrag 8 von 27
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Zitat: Alice vom See 26.09.18, 13:21Zum zitierten BeitragDer Arbeitgeber sollte auch mit der Nebentätigkeit einverstanden sein. Da muss man auch mit diesem reden. Dem widersprechen allerdings die Auführungen der Fachanwaltskanzlei für Arbeitsrecht, Rechtsanwälte Hensche.

http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbe ... #tocitem11

Gruß
Albrecht
MatthiasausK MatthiasausK Beitrag 9 von 27
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Man beachte aus dem zitierten Beitrag den Nebensatz
" al­so zum Bei­spiel dann, wenn durch die Ne­bentätig­keit Verstöße ge­gen das Ar­beits­zeit­ge­setz ein­tre­ten. "

und prüfe, ob man bei einem 5x8-Job und einer Hochzeit von 10:00 Samstag bis Sonnenaufgang am Sonntag nicht schon gegen das Arbeitszeitgesetz verstößt ...
Baturalp Baturalp Beitrag 10 von 27
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Zitat: Christin C. 26.09.18, 10:26Zum zitierten BeitragMeines Wissens nach gibt es einen jährlichen Betrag, der nicht überschritten werden darf. Wenn du darunter liegst, brauchst du kein Gewerbe anmelden. 2017 lag der, glaube ich, bei 6 T€. Sicher bin ich mir allerdings nicht. Im Zweifel einfach noch einmal Bruder Google fragen oder hier auf Antwort hoffen. Es gibt diesen Freibetrag, wieviel, weiss ich jetzt auch nicht. Frag doch das Finanzamt, die sollten das am besten wissen, was geht.
Romana T. Romana T.   Beitrag 11 von 27
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Roman, du sagst, du hast "einige Jobanfragen im Bereich Standesamt, Taufe und kleinere Hochzeiten", gleichzeitig gehst du davon aus, dass du nicht über 1500 € im Jahr kommen wirst.

Heißt im Klartext: Du machst das, wovon andere zu leben versuchen, ganzganz billig und nimmst den armen Teufeln, die keinen Haupterwerb haben, von ihrem ohnehin viel zu kleinen Kuchen mit dem Preisargument noch was weg.

Mir persönlich kann es egal sein, ich meide B/C-Jobs wie der Teufel das Weihwasser, weil ich keine Lust habe, mich um ein paar Brösel zu balgen.

Aber überlege dir, ob du es fair findest, einen ohnehin furchtbar umkämpften Markt mit Preisdumping noch weiter zu ruinieren - nur damit du im Wohlgefühl schwelgen kannst, für dein Hobby auch noch bezahlt zu bekommen.
Albrecht D Albrecht D Beitrag 12 von 27
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Zitat: MatthiasausK 26.09.18, 15:23Zum zitierten Beitragund prüfe, ob man bei einem 5x8-Job und einer Hochzeit von 10:00 Samstag bis Sonnenaufgang am Sonntag nicht schon gegen das Arbeitszeitgesetz verstößt ... Dann wäre bereits das Fotografieren einer Hochzeit schon ein Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz, da die Höchstgrenze pro Tag 10 Stunden wäre. Allerdings gilt das Arbeitszeitgestz nicht für Selbständige. Ob bei Arbeitnehmern eine selbständige Nebentätigkeit mitzählt, wäre noch zu klären.

Gruß
Albrecht
Alice vom See Alice vom See   Beitrag 13 von 27
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Da hat Romana natürlich auch recht. Verschenkt man seine Arbeitszeit, dann macht der Stress irgendwann mal keinen Spaß mehr. Es mag am Anfang noch alles neu und spannend sein, aber wenn man merkt, wie fertig man danach ist und dafür nur paar Euro bekommt und die Braut meckert dann auch noch, weil die Bilder nicht so geworden sind, wie man wollte und die Zahlung verweigert... usw... Dann überlegt man es sich schon. Was sagt denn der TO, wenn er durch eine billigere Kraft in seinem Job ersetzt wird?
Andreas Wörmann Andreas Wörmann   Beitrag 14 von 27
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Zitat: Roman Wilhelm 26.09.18, 09:06Zum zitierten BeitragPS: Habe mich in meiner Gemeinde schon bisschen informiert...aber das war eher so: Ja Ja Ja...Gewerbe. Du brauchen. Jetzt Anmelden....alles Bezahlen. Tu es! Bla Bla Bla...
Also nicht wirklich kompetent.

Das liest sich für mich, das die deiner Ansicht nach "nicht kompetent" sind, weil unterm Strich das Ergebnis nicht ist wie von dir erwartet. Bewerten kannst Du es doch selbst nicht, sonst wären die Fragen hier ja nicht aufgekommen! Da der Aufwand für dich zunimmt, wenn alles rechtlich einwandfrei sein soll (Versicherung nicht vergessen), würden die meisten Hobbyfotografen sich in dieser Situation zur Schwarzarbeit entschließen.
Visual Pursuit Visual Pursuit Beitrag 15 von 27
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Bitte nicht das Steuerrecht und das Gewerberecht durcheinanderwürfeln!
Wenn Du mehr als eine Hochzeit pro Jahr fotografierst und dafür Geld
nimmst, dann ist das ohne jeden Zweifel ein meldepflichtiges Gewerbe.

Das sogar dann wenn im ungünstigsten Fall steuerrechtlich auf Liebhaberei
entschieden wird. Dann musst Du alle Einnahmen versteuern, darfst aber
die Kosten nicht absetzen.

Reisegewerbe fällt in dem Moment aus, in dem Du eine Website online stellst.
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