Eure Lieblingsfotos und was macht sie so besonders?

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felixfoto01 felixfoto01   Beitrag 16 von 19
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Zitat: Jürgen W2 07.03.20, 18:51Zum zitierten BeitragZitat: Michi Nordlicht 25.02.20, 19:15Zum zitierten Beitrag... Rhein 2 von Gursky ... "Düsseldorfer Schule", die Bechers, "Neue Sachlichkeit" ...
Ich finde es immer eigenartig, dass man bei der "Düsseldorfer Schule" immer von "Sachlichkeit" spricht. In meinen Augen ist es das genaue Gegenteil. Total unsachlich! Sachlich bedeutet, die Welt so darzustellen, wie sie ist. Aber bei den Bechers und ihrer Gefolgschaft gibt es keinen Sonnenschein und keine Wolken und keinen Regen und keinen Schnee und keinen Nebel. Kein Blut, Schweiß und Tränen. Kein Sex, Drugs and Rock'n'Roll. Bei einigen von ihnen nicht einmal Farben. Meist nicht einmal Menschen, Tiere oder Pflanzen! Keine Perspektiven, keine Tiefe, kein Spiel mit Schärfentiefe oder Bewegungsunschärfe. Sowas soll "sachlich" sein, also an der Sache orientiert? Nie im Leben.


Mein Verständnis von Sachlichkeit ist anders:
sachlich = nicht emotional.
siehe auch: eine sachliche Diskussion führen.
keine Schnörkel = Sachlichkeit.
Michi Nordlicht Michi Nordlicht   Beitrag 17 von 19
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Zitat: felixfoto01 07.03.20, 23:58Zum zitierten BeitragMein Verständnis von Sachlichkeit ist anders:
sachlich = nicht emotional.


So würde ich das auch interpretieren.
Siehe Josef Hoflehner:

https://www.josefhoflehner.com/

Hier sprechen die Bilder für sich. Irgendwie emotionslos und distanziert aufgenommen und trotzdem eindrücklich.
Schönen Sonntag
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 18 von 19
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Zitat: felixfoto01 07.03.20, 23:58Zum zitierten BeitragZitat: Jürgen W2 07.03.20, 18:51Zum zitierten BeitragZitat: Michi Nordlicht 25.02.20, 19:15Zum zitierten Beitrag... Rhein 2 von Gursky ... "Düsseldorfer Schule", die Bechers, "Neue Sachlichkeit" ...
Ich finde es immer eigenartig, dass man bei der "Düsseldorfer Schule" immer von "Sachlichkeit" spricht. In meinen Augen ist es das genaue Gegenteil. Total unsachlich! Sachlich bedeutet, die Welt so darzustellen, wie sie ist. Aber bei den Bechers und ihrer Gefolgschaft gibt es keinen Sonnenschein und keine Wolken und keinen Regen und keinen Schnee und keinen Nebel. Kein Blut, Schweiß und Tränen. Kein Sex, Drugs and Rock'n'Roll. Bei einigen von ihnen nicht einmal Farben. Meist nicht einmal Menschen, Tiere oder Pflanzen! Keine Perspektiven, keine Tiefe, kein Spiel mit Schärfentiefe oder Bewegungsunschärfe. Sowas soll "sachlich" sein, also an der Sache orientiert? Nie im Leben.


Mein Verständnis von Sachlichkeit ist anders:
sachlich = nicht emotional.
siehe auch: eine sachliche Diskussion führen.
keine Schnörkel = Sachlichkeit.


Ich sehe Sachlichkeit als das Gegenteil von Persönlichkeit.

Dabei sind Emotionen natürlich eine persönliche Sache.
Gerhard Körsgen Gerhard Körsgen   Beitrag 19 von 19
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Bei den Unmengen an Fotos die mir besonders gut gefallen nur eines zu benennen welches "DAS" Lieblingsbild sein soll erscheint mir wie Verrat an den anderen die ich vielleicht an anderen Tagen bevorzugen würde.
Dennoch wähle ich pro forma nun eines aus welches mir geeignet erscheint, dieses hier: https://static01.nyt.com/images/2016/09 ... rJumbo.jpg

Mir gefallen mehrere Dinge daran besonders gut: Es erscheint auf den ersten Blick simpel, ist aber alles andere als das. Es hat mehrere Ebenen die auf geschickte Art miteinander verwoben sind. Es hat eine Art von "Understatement-Humor" der mich sehr anspricht. Es ist ästhetisch komplex und es ist höchst lehrreich weil es viel über das Wesen einer guten Fotografie offenbart.

Ich möchte dazu einen Text von Stephen Shore aus seinem Standartwerk "Das Wesen der Fotografie" zitieren:

" Fotografien (abgesehen von Stereobildern) haben einen monokularen Blick - einen eindeutigen Blickwinkel. Sie verfügen nicht über die Tiefenwahrnehmung, die uns unser zweiäugiges Sehen gestattet. Wenn dreidimensionaler Raum monokular auf eine Fläche projiziert wird entstehen Beziehungen die es vor der Aufnahme des Bildes nicht gab. Dinge die im Bild hinten liegen erscheinen jetzt neben Dingen im Vordergrund. Jeglicher Wechsel des Blickwinkels führt zu einer Veränderung der Beziehungen. Jeder der schon einmal versucht hat mit nur einem geöffneten Auge den eigenen Zeigefinger zu fixieren und anschließend das Auge wechselt weiß, dass selbst dieser Blickwinkelwechsel von fünf Zentimetern eine drastische Veränderung der visuellen Beziehungen ergeben kann.
Wenn ich sage dass neue Beziehungen geschaffen werden heißt das nicht etwa dass sich das Vorfahrt-achten-Schild und die Wolke in dieser Fotografie von Lee Friedlander nicht vor der Kamera befunden hätten; aber die bildliche Beziehung zwischen ihnen - die Wolke die wie Zuckerwatte oben auf dem Schild sitzt - ist ein Produkt der fotografischen Vision. "
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