Zusammenhang Brennweite, Bildwinkel und Abbildungsmaßstab

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lenmos lenmos   Beitrag 16 von 38
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Hier kann man sich unter Anderem mit dem Bildwinkel spielen:
https://www.pointsinfocus.com/tools/dep ... calculator

Es sind da jeweils drei Winkel angegeben, horizontal, vertikal und diagonal.

Zum Thema:
https://fotoschule.fotocommunity.de/bre ... ildwinkel/
Jupp Kaltofen Jupp Kaltofen   Beitrag 17 von 38
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@lenmos:
DOF - Da geht es doch mehr um die Tiefenschärfe.

Zitat: Hermann Klecker 14.05.19, 02:17Zum zitierten BeitragNe, der Bildwinkel müsste eigentlich Objektwinkel heißen, weil es der Winkel ist, der auf der Objektseite beschreibt, was alles im Bild zu sehen ist. Sigma hat eine wohl beabsichtigt schwammige Umschreibung gewählt und hinterlässt viel Raum für Interpretationen.

Ich würde den horizontalen- und vertikalen Öffnungswinkel auf der Objektebene sehen wollen - ist aber auch Spekulation.
lenmos lenmos   Beitrag 18 von 38
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Zitat: Jupp Kaltofen 29.05.19, 21:36Zum zitierten BeitragDOF - Da geht es doch mehr um die Tiefenschärfe.

Nicht nur, man kann auch den Bildwinkel ablesen, im Zusammenhang mit Brennweite und Größe des Sensors. Um das geht es hier doch, sogar nur darum, abgesehen von dem Irrtum mit dem Abbildungsmaßstab.
N. Nescio N. Nescio   Beitrag 19 von 38
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im übrigen Sprachgebrauch ist der bildwinkel der diagonale bildwinkel. und klar ist das der objektseitige (motivseitige) bildwinkel, der aber von der sensorgröße abhängt. das ist kein Thema des bildkreises. dieser muß nur groß genug sein. das, was auf den sensor kommt, kommt vorne durhcs objektiv innerhalb des bildwinkels an … es gibt fachliche definitionen, die hängen nicht davon ab, was jemand zufällig denkt.
lg gusti

und: klar bleit der bildwinkel der bildwinkel, solange das selbe objektiv am selben sensor bleibt und niemand die Brennweite ändert. das selbe gilt für die Brennweite. solange die niemand ändert. ob die sich mit der sensorgröße ändert, hängt davon ab, ob der Fotograf dann das objektiv wechselt, damit der bildwinkel gleich bleibt. es gilt also: Brennweite bleibt Brennweite, auch wenn sich deren betrag ändert. das Produkt aus Kehrwert des cropfaktors und der fiktiven Brennweite bleibt auch konstant oder so :-) das bleibt und bleibt und ist so. genauso wie die physikalise Brennweite sich betragsmäßig nicht ändert, wenn ich einen anderen sensor dahinter reinschiebe, aber der bildwinkel. jedoch dieser nicht, wenn ich beim reinschieben des sensors auch ein anderes objetkiv reinschiebe. so ist alles beim bleiben. es bleibt und bleibt.
Dame Eda Dame Eda   Beitrag 20 von 38
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Zitat: N. Nescio 29.05.19, 22:04Zum zitierten Beitragim übrigen Sprachgebrauch ist der bildwinkel der diagonale bildwinkel. und klar ist das der objektseitige (motivseitige) bildwinkel, der aber von der sensorgröße abhängt. […]

Abgesehen von Fischaugenobjektiven und dergleichen sollte der bildseitige Bildwinkel und der objektseitige Bildwinkel doch gleich gross sein, oder nicht?
N. Nescio N. Nescio   Beitrag 21 von 38
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Tja, hast recht. Danke für den Hinweis. Hatte vergessen, dass es heuptebene und so auch für retrofokusobjektive gibt.
Danke nochmals!
Lg gusti
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 22 von 38
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Zitat: Thomas Braunstorfinger 28.04.19, 10:17Zum zitierten Beitrag3. Stürzende Linien -> sieht man oft bei WW-Aufnahmen. Ist aber kein optischer Fehler sondern Folge einer nicht waagrechten gehaltenen Kamera. Das Gerücht hält sich hartnäckig, dass das am WW liegen würde. Dort sieht man einfach deutlicher.

Einspruch Euer Ehren, auch wenn der Rest Deiner Ausführungen recht qualifiziert für mich klingt. Stürzende Linien sind oft nicht vermeidbar, auch wenn man die Kamera im Lot hält. Je kleiner der Sensor bei gleichem Bildausschnitt und gleicher Entfernung zum Motiv, desto stärker dieser Effekt nach meinen Erfahrungen. Teile des Motivs fallen einfach zu steil auf den Sensor, wenn sie hoch und nah sind.


Ich lade dazu mal ein experimentielles Bild hoch, wo ebenfalls stürzende Linien auffallen und entsprechend kommentiert wurden. Obwohl ich die Kamera mit Hilfe der eingebauten Wasserwaage ins Lot gebracht und alles fest verschraubt hatte (Stativ). Man sieht darauf, wie die Linien des Bauwerks links steiler auf mich stürzten als bei dem von mir deutlich weiter entfernten rechten Teil der Porta Nigra (in Trier).

P.S.: Hab´s leider in zu großer Auflösung hier hochgeladen, so dass es erst mit dem 2. Mausklick scharf erscheint.



Porta Nigra Trier Porta Nigra Trier Dieter Ruhe 07.06.20 12
Thomas Braunstorfinger Thomas Braunstorfinger   Beitrag 23 von 38
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Du hast Deine Kamera aber bei diesem Bild nichts ins Lot gebracht. Wäre das so, dann müsste ein Punkt bei dem Bauwerk auf Höhe Deiner Kamera genau in der Bildmitte zu liegen kommen. Du hast Deine Kamera vielleicht bezüglich links/rechts austariert aber nicht bezüglich vorne/hinten. Jede Wette :-)
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 24 von 38
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Zitat: Thomas Braunstorfinger 11.06.20, 23:39Zum zitierten BeitragDu hast Deine Kamera aber bei diesem Bild nichts ins Lot gebracht. Wäre das so, dann müsste ein Punkt bei dem Bauwerk auf Höhe Deiner Kamera genau in der Bildmitte zu liegen kommen. Du hast Deine Kamera vielleicht bezüglich links/rechts austariert aber nicht bezüglich vorne/hinten. Jede Wette :-)

Interessant, ich lerne gerne noch dazu. Die Kamera habe ich zwecks gewünschtem Bildausschnitt schräg nach oben ausgerichtet. Sie hat tatsächlich auch noch eine vertikale Wasserwaage, aber beide zusammen bekäme ich wohl nur ins Lot, wenn die Kamera weder geneigt, noch horizontal verrissen wäre, wenn ich Dich richtig verstanden habe. Aber das ist doch bei vielen Aufnahmesituationen so nicht möglich?

Also, ich hab die Kamera jetzt mal auf den Schreibtisch gestellt, und ja, dann sind auch beide Wasserwaagen im Lot. Aber das ist doch für die meisten Aufnahmesituationen völlig unrealistisch?

Stürzende Linien wären ja somit nur vermeidbar, wenn ich mich exakt auf halber Höhe des Monuments und genau mittig davor befände. Das spricht für einen Drohneneinsatz ;-) .
Christian Gigan Weber Christian Gigan Weber   Beitrag 25 von 38
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Zitat: Dieter Ruhe 12.06.20, 00:21Zum zitierten BeitragStürzende Linien wären ja somit nur vermeidbar, wenn ich mich exakt auf halber Höhe des Monuments und genau mittig davor befände. Das spricht für einen Drohneneinsatz ;-) . Oder Du leistest Dir eins der wenigen Tilt/Shift Objektive.
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 26 von 38
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Zitat: Dieter Ruhe 11.06.20, 13:15Zum zitierten BeitragZitat: Thomas Braunstorfinger 28.04.19, 10:17Zum zitierten Beitrag3. Stürzende Linien -> sieht man oft bei WW-Aufnahmen. Ist aber kein optischer Fehler sondern Folge einer nicht waagrechten gehaltenen Kamera. Das Gerücht hält sich hartnäckig, dass das am WW liegen würde. Dort sieht man einfach deutlicher.

Einspruch Euer Ehren, auch wenn der Rest Deiner Ausführungen recht qualifiziert für mich klingt. Stürzende Linien sind oft nicht vermeidbar, auch wenn man die Kamera im Lot hält. Je kleiner der Sensor bei gleichem Bildausschnitt und gleicher Entfernung zum Motiv, desto stärker dieser Effekt nach meinen Erfahrungen. ...


Porta Nigra Trier Porta Nigra Trier Dieter Ruhe 07.06.20 12


Man muss unterscheiden zwischen stürzenden Linien, die verusacht werden, wenn die Kamera nicht gerade gehalten wird, und der normalen perspektivischen Verzerrung.

Die normale Perspektive empfindet der Betrachter in der Regel als natürlich. Wenn man da zu stark korrigiert, dann wirkt das auf den Betrachter so, als würde ein Gebäude nach oben hin dicker werden.

Die stürzenden Linien sind vermeidbar, die Perspektive nicht.

Dein Beispiel ist ein Beispiel für durchaus vermeidbare stürzende Linien. Gut möglich, dass Du da jetzt keine noch kürzere Brennweite zur Verfügung hattest und es deshalb als unvermeidbar empfunden hast, die Kamera zu kippen. Aber sie wurde gekippt.
Hermann Klecker Hermann Klecker   Beitrag 27 von 38
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Zitat: Christian Gigan Weber 12.06.20, 11:33Zum zitierten BeitragZitat: Dieter Ruhe 12.06.20, 00:21Zum zitierten BeitragStürzende Linien wären ja somit nur vermeidbar, wenn ich mich exakt auf halber Höhe des Monuments und genau mittig davor befände. Das spricht für einen Drohneneinsatz ;-) . Oder Du leistest Dir eins der wenigen Tilt/Shift Objektive.

Oder Du nimmst eine noch kürzere Brennweite, hältst die Kamera gerade und schneidest dann später weg, was Du nicht im Bild haben möchtest.
Thomas Braunstorfinger Thomas Braunstorfinger   Beitrag 28 von 38
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Ok, dann sind wir und ja alle einig. Statt gant starkes Weitwinkel und die untere Hälfte abschneiden oder T/S kannst Du nat. auch digital shiften:
https://www.fotocommunity.de/photo/shif ... r/42400045
Aber das Problem bleibt, dass es unnatürlich aussieht, wenn man es übertreibt. Ein imposantes Bauwerk aus der Froschperspektive zu fotografieren ist ja auch völlig legitim. Entweder gerade oder richtig krumm ist da mein Motto :-)
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 29 von 38
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Zitat: Hermann Klecker 12.06.20, 16:39Zum zitierten BeitragDie stürzenden Linien sind vermeidbar, die Perspektive nicht.

Dein Beispiel ist ein Beispiel für durchaus vermeidbare stürzende Linien. Gut möglich, dass Du da jetzt keine noch kürzere Brennweite zur Verfügung hattest und es deshalb als unvermeidbar empfunden hast, die Kamera zu kippen. Aber sie wurde gekippt.


Yepp, so war´s. Aber haben die weitwinkligeren Linsen nicht den Nachteil einer stärkeren Verzeichnung, zu denen sie gerne neigen? Damit hätte ich ja dann in meiner Situation nur die Wahl zwischen Pest und Cholera gehabt, also der Vorteil, weniger kippen zu müssen, wäre durch die Verzeichnung wieder konterkariert worden.

Zitat: Hermann Klecker 12.06.20, 16:40Zum zitierten BeitragOder Du nimmst eine noch kürzere Brennweite, hältst die Kamera gerade und schneidest dann später weg, was Du nicht im Bild haben möchtest.

So etwas habe ich mir fast schon gedacht, dass man mir dazu rät. Kamera grade halten hätte bedeutet, wahnsinnig viel mehr auf den Bildausschnitt nehmen zu müssen, damit am Ende des Cuts noch genügend Himmel übrig bleibt. Denn den wollte ich eigentlich stärker betonen als den Asphalt ganz im Vordergrund.
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 30 von 38
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Zitat: Thomas Braunstorfinger 12.06.20, 19:19Zum zitierten BeitragOk, dann sind wir und ja alle einig. Statt gant starkes Weitwinkel und die untere Hälfte abschneiden oder T/S kannst Du nat. auch digital shiften:
https://www.fotocommunity.de/photo/shif ... r/42400045
Aber das Problem bleibt, dass es unnatürlich aussieht, wenn man es übertreibt. Ein imposantes Bauwerk aus der Froschperspektive zu fotografieren ist ja auch völlig legitim. Entweder gerade oder richtig krumm ist da mein Motto :-)


Habe mir Dein entsprechendes Bild angeschaut und finde es von den Proportionen her auch gut gelöst, allerdings ist man bei dieser Art der perspektivischen Korrektur oftmals gezwungen, am Bild insgesamt etwas wegschneiden zu müssen. Was jetzt in Deiner Fotosituation überhaupt keinen Nachteil darstellt, ganz im Gegenteil, aber oft ist es ja so, dass noch weitere wichtige Inhalte an den Bildrändern liegen. Beim Digital Shiften müßte der Workflow also sehr vorausschauend ablaufen und schon beim Schuss beginnen, indem man von vornherein einen größeren Bildausschnitt wählt, gegebenfalls dann vielleicht mit der Panoramaoption, wenn das denn eine taugliche Option ist...fragend schau?
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