Canon 7D Farbproblem (Rottöne)

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Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 31 von 45
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Mit überlaufenden Rottönen bei ansonsten korrekter Belichtung vom Rest des Bildes habe ich letztens auch Bekanntschaft gemacht. Da war doch diese Aktion deutschlandweit, als verschiedene Gebäude rot illuminiert wurden. Ich mußte belichtungsmäßig weit runterregeln, damit ich auch die Details des illuminierten Bauwerks, z.B. die Poren in den Mauersteinen, wieder erkennen konnte. Aber das sind sicherlich Extremsituationen, eine bildfüllende, rote Blüte ist das aber auch, Thema Farbstich. Hat man bspw. auch, wenn man Menschen unter einer gelben Markise fotografiert.

Automatischer Weissabgleich beherrscht die Kamera nach meinen Erfahrungen nur, wenn sie irgendwo auch weiße oder graue Elemente auf dem Bildausschnitt findet. Es ist eher eine Glückslotterie und nicht zuverlässig. Wünschst Du Dir trotzdem, beim Thema Weissabgleich von Deiner Kamera etwas an die Hand genommen zu werden, probiere doch mal die verschiedenen Presets zu den jeweiligen Lichtsituationen wie Sonnig, Wolkig, Schatten, Glühlicht usw. . Damit fahre ich bei den meisten Bildern gut.

Ich hatte aber auch schon eine Kamera in Händen, z.B. eine ältere NikonCoolscanBridge von 2004, die leicht rötliche RAW´s aufwies. Man konnte mit ihr aber auch im Tiff-Format fotografieren, und da war dann farblich alles im Lot. Meine Frau hantiert immer noch mit dieser Kamera und insofern werde ich mir diesen Thread mal vornehmen mit all Euren Tipps... .

@ Lichtmaler, Deine Blüte erscheint auf meinem Bildschirm exakt so, also da ist schon auch violett und pink in nicht unerheblichen Maßen vorhanden. Wobei mir das beim Betrachten authentisch erscheint, ich glaube, es entspricht der Natur:

https://www.bing.com/images/search?view ... ajaxhist=0
Lichtmaler Köln Lichtmaler Köln Beitrag 32 von 45
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Zitat: Dieter Ruhe 24.07.20, 20:32Zum zitierten Beitrag@ Lichtmaler, Deine Blüte erscheint auf meinem Bildschirm exakt so, also da ist schon auch violett und pink in nicht unerheblichen Maßen vorhanden. Wobei mir das beim Betrachten authentisch erscheint, ich glaube, es entspricht der Natur:

https://www.bing.com/images/search?view ... ajaxhist=0


Kannst Du ein wenig genauer erklären, was Du in Bing gemacht hast? Ja, klar hat die Blume nicht nur einen Rotton und ja, sie hat in Realität sicherlich auch andere Töne aufgewiesen. Dennoch gibt es Anteile im Bild welche sicherlich übergelaufen sind, wenn auch wenige.

An der Stelle stellt sich jedoch auch immer die Frage, inwieweit das beim fertigen Bild in dem geringen Maße überhaupt eine Rolle spielt.

Also mein Bildschirm ist so kalibriert, dass ich die oberen Blütenblattspitzen (ohne Nachtmodus) etwas violett-lila-pink sehe, also erkennbar kein typisches Rot.

Und klar natürlich gibt es diese Farbtöne auch bei korrekt belichteten Fotos, sofern diese im Motiv vorkommen (richtigerweise müsste es heißen vom Motiv reflektiert werden). Und dann sollen diese natürlich auch als solche dargestellt werden.

Grüße vom Lichtmaler aus Köln.
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 33 von 45
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Zitat: Lichtmaler Köln 25.07.20, 17:57Zum zitierten BeitragZitat: Dieter Ruhe 24.07.20, 20:32Zum zitierten Beitrag@ Lichtmaler, Deine Blüte erscheint auf meinem Bildschirm exakt so, also da ist schon auch violett und pink in nicht unerheblichen Maßen vorhanden. Wobei mir das beim Betrachten authentisch erscheint, ich glaube, es entspricht der Natur:

https://www.bing.com/images/search?view ... ajaxhist=0


Kannst Du ein wenig genauer erklären, was Du in Bing gemacht hast?


Öhm...ein bißchen Bildschirmkalibrierung online, mit Deiner Blume als Referenzdatei und Abgleich unseres Farbempfindens, dazu unten gleich mehr...;-) . Nein, Spaß beiseite, da ich von Anfang an nie den Eindruck hatte, dass es sich hier um eine klassisch rote, ich sag´ mal mohn- oder ferrarirote Blüte handelt, habe ich mich doch etwas gewundert, wie sattrot sie denn angeblich sei. Mir fiel zu ihr spontan eher purpurrot ein, welches ich als ein Rot mit einem Hauch von violett in Erinnerung hatte.

Also habe ich das in meine BING-Standardsuchleiste, welche bei Win10s voreingestellt ist, so eingegeben. Den Weg über Google hielt ich jetzt bei dieser Art der Anfrage für überflüssig. Gestern geriet ich dabei an diesen SPD-Blog, was mir aber erst heute auf dem zweiten Blick auffiel. Also so funktioniert das mit stealthy-Wählermanipulation online...lach.

Heute erscheint dieser Eintrag bei gleicher Suchanfrage irgendwie nicht mehr, die Seite ist aber immer noch erreichbar. Ich fand´s halt farblich passgenau für Dein Bild und wollte einfach mal abgleichen, ob wir beide das Gleiche sehen...und somit mein Bildschirm ja dann einigermaßen richtig kalibriert wäre.

Zitat: Lichtmaler Köln 25.07.20, 17:57Zum zitierten Beitrag Dennoch gibt es Anteile im Bild welche sicherlich übergelaufen sind, wenn auch wenige.

An der Stelle stellt sich jedoch auch immer die Frage, inwieweit das beim fertigen Bild in dem geringen Maße überhaupt eine Rolle spielt.


Ganz genauso empfinde ich das auch, z.B. wenn ich Blüten fotografiere, die an den Stellen, wo sie das Sonnenlicht reflektieren, fast rein weiß schimmern, z.B. bei gelben oder weißen Blüten. In dem Falle möchte ich das auch auf meinem Foto so dargestellt wissen. Auch wenn mir mein Histogramm zwar ´ne Überbelichtung meldet, so entspricht das aber trotzdem meiner Wahrnehmung in der Natur. Und so möchte ich das dann auch haben. Also werde ich an dieser Stelle die Belichtung nicht auf Deubel komm raus runterknüppeln, nur damit das Histogramm in Ordnung kommt.

Zitat: Lichtmaler Köln 25.07.20, 17:57Zum zitierten BeitragAlso mein Bildschirm ist so kalibriert, dass ich die oberen Blütenblattspitzen (ohne Nachtmodus) etwas violett-lila-pink sehe, also erkennbar kein typisches Rot.

Ähnlich isses auch bei mir, die unteren Blütenblätter sind in einem purpurrot gehalten (nicht mohnrot), nur ein Hauch ihrer Ränder hat schon einen leichten Violettansatz. Die oberen Blütenblättern schimmern mir alternierend in hellrosa, rosa, violett und lila entgegen. Purpurrot hat hier nur noch geringe Anteile bis auf das obere Blütenblatt, welches auf 8 Uhr ausgerichtet ist.
Christian Gigan Weber Christian Gigan Weber   Beitrag 34 von 45
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Zitat: Lichtmaler Köln 25.07.20, 17:57Zum zitierten BeitragAlso mein Bildschirm ist so kalibriert, dass ich die oberen Blütenblattspitzen (ohne Nachtmodus) etwas violett-lila-pink sehe, also erkennbar kein typisches Rot.Zitat: Dieter Ruhe 26.07.20, 02:49Zum zitierten BeitragÄhnlich isses auch bei mir, die unteren Blütenblätter sind in einem purpurrot gehalten (nicht mohnrot), nur ein Hauch ihrer Ränder hat schon einen leichten Violettansatz. Die oberen Blütenblättern schimmern mir alternierend in hellrosa, rosa, violett und lila entgegen. Purpurrot hat hier nur noch geringe Anteile bis auf das obere Blütenblatt, welches auf 8 Uhr ausgerichtet ist. Wie geil ist DAS denn!?!? ;-))))))))
Lichtmaler Köln Lichtmaler Köln Beitrag 35 von 45
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Zitat: Christian Gigan Weber 26.07.20, 06:53Zum zitierten BeitragWie geil ist DAS denn!?!? ;-))))))))

Also nur dass Du das richtig verstehtst, mein Bildschirm ist NICHT nach dem Foto kalibriert, sondern mit einem Spyder! ;-)

Grüße vom Lichtmaler aus Köln
Christian Gigan Weber Christian Gigan Weber   Beitrag 36 von 45
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Zitat: Lichtmaler Köln 26.07.20, 11:49Zum zitierten BeitragAlso nur dass Du das richtig verstehtst, mein Bildschirm ist NICHT nach dem Foto kalibriert, sondern mit einem Spyder! ;-)Keine Angst ;-))))))
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 37 von 45
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Zitat: Christian Gigan Weber 26.07.20, 06:53Zum zitierten BeitragZitat: Lichtmaler Köln 25.07.20, 17:57Zum zitierten BeitragAlso mein Bildschirm ist so kalibriert, dass ich die oberen Blütenblattspitzen (ohne Nachtmodus) etwas violett-lila-pink sehe, also erkennbar kein typisches Rot.Zitat: Dieter Ruhe 26.07.20, 02:49Zum zitierten BeitragÄhnlich isses auch bei mir, die unteren Blütenblätter ... Wie geil ist DAS denn!?!? ;-))))))))

Ich wollte das jetzt einfach mal genauer wissen. Mein Fotokumpel beschwert sich regelmäßig bei Diashows seiner Bilder auf meinem Bildschirm, diese würden viel zu dunkel abgebildet.

Mein Eizo bringt bordeigenes Werkzeug für eine Standardkalibrierung mit und das reicht mir für meine Bedürfnisse aus. Ich drucke meine Fotos eher selten und farblich verlasse ich mich immer auf die Weißabgleichpresets meiner Kameras. Also farbbalancemäßig verstelle ich bei der Bildbearbeitung eigentlich so gut wie nie irgendwas, auch weil mein Farbsehen leicht manipulierbar ist. Wenn ich etwa manuell einen Weißabgleich probiere, gewöhnt mein Auge sich sehr schnell auch an falsche Einstellungen, wie ich erst hinterher beim Vorher-Nachher-Vergleich feststelle. Also da ich an meinen Aufnahmen farblich eh nie was verstelle außer mal eine Nuance mehr Dynamik, lege ich mehr Wert darauf, dass die Anzeigehelligkeit stimmt.

Für Ausdrucke habe ich mir früher mal eine Ulead-CD besorgt, die gemeinsam mit Kodak eine simpel gehaltene Monitorkalibrierung für den Freizeitfotografen herausgebracht hatten - mit Referenzdateien zum Ausdrucken, die das komplette Farbspektrum umfassten. Ansonsten habe ich das desöfteren auch schon mit Adobe Gamma erledigt, bevor ich einen Eizo besaß.

Jetzt regele ich nicht extra für Diavorträge die Helligkeit hoch, sondern belasse die Arbeitseinstellungen. Bei jeder oben genannten Art der Kalibrierung hat er sich all die Jahre über meinen zu dunklen Bildschirm beschwert. Meine Fotoabzüge sind aber meistens in Ordnung, jedoch paradoxerweise manchmal etwas zu dunkel oder gesättigt. Demnach müßte ich also die Monitorhelligkeit nochmals runterregeln, derzeit steht sie bei einer Skala bis 100 auf 20. Mein Freund verläßt sich ganz auf die Werkseinstellungen und geht ganz nach seinem Gefühl vor: Für Ausdrucke oder Beamerpräsentationen dreht er nochmal extra am Kontrast- und Helligkeitsregler.

Überhaupt scheint es in meinem Bekanntenkreis so zu sein, dass sich kaum jemand um die Bildschirmkalibrierung kümmert. Nur die absoluten Freaks, die schon über 30 Jahre fotografieren. Meine Technik ist sicherlich auch nicht sonderlich professionell im Vergleich zu Eurer Vorgehensweise, aber für meine Ansprüche genügt sie mir.
Allan Karzel Allan Karzel   Beitrag 38 von 45
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Zitat: Dieter Ruhe 26.07.20, 20:19Zum zitierten BeitragZitat: Christian Gigan Weber 26.07.20, 06:53Zum zitierten BeitragZitat: Lichtmaler Köln 25.07.20, 17:57Zum zitierten BeitragAlso mein Bildschirm ist so kalibriert, dass ich die oberen Blütenblattspitzen (ohne Nachtmodus) etwas violett-lila-pink sehe, also erkennbar kein typisches Rot.Zitat: Dieter Ruhe 26.07.20, 02:49Zum zitierten BeitragÄhnlich isses auch bei mir, die unteren Blütenblätter ... Wie geil ist DAS denn!?!? ;-))))))))

Ich wollte das jetzt einfach mal genauer wissen. Mein Fotokumpel beschwert sich regelmäßig bei Diashows seiner Bilder auf meinem Bildschirm, diese würden viel zu dunkel abgebildet.

Mein Eizo bringt bordeigenes Werkzeug für eine Standardkalibrierung mit und das reicht mir für meine Bedürfnisse aus. Ich drucke meine Fotos eher selten und farblich verlasse ich mich immer auf die Weißabgleichpresets meiner Kameras. Also farbbalancemäßig verstelle ich bei der Bildbearbeitung eigentlich so gut wie nie irgendwas, auch weil mein Farbsehen leicht manipulierbar ist. Wenn ich etwa manuell einen Weißabgleich probiere, gewöhnt mein Auge sich sehr schnell auch an falsche Einstellungen, wie ich erst hinterher beim Vorher-Nachher-Vergleich feststelle. Also da ich an meinen Aufnahmen farblich eh nie was verstelle außer mal eine Nuance mehr Dynamik, lege ich mehr Wert darauf, dass die Anzeigehelligkeit stimmt.

Für Ausdrucke habe ich mir früher mal eine Ulead-CD besorgt, die gemeinsam mit Kodak eine simpel gehaltene Monitorkalibrierung für den Freizeitfotografen herausgebracht hatten - mit Referenzdateien zum Ausdrucken, die das komplette Farbspektrum umfassten. Ansonsten habe ich das desöfteren auch schon mit Adobe Gamma erledigt, bevor ich einen Eizo besaß.

Jetzt regele ich nicht extra für Diavorträge die Helligkeit hoch, sondern belasse die Arbeitseinstellungen. Bei jeder oben genannten Art der Kalibrierung hat er sich all die Jahre über meinen zu dunklen Bildschirm beschwert. Meine Fotoabzüge sind aber meistens in Ordnung, jedoch paradoxerweise manchmal etwas zu dunkel oder gesättigt. Demnach müßte ich also die Monitorhelligkeit nochmals runterregeln, derzeit steht sie bei einer Skala bis 100 auf 20. Mein Freund verläßt sich ganz auf die Werkseinstellungen und geht ganz nach seinem Gefühl vor: Für Ausdrucke oder Beamerpräsentationen dreht er nochmal extra am Kontrast- und Helligkeitsregler.

Überhaupt scheint es in meinem Bekanntenkreis so zu sein, dass sich kaum jemand um die Bildschirmkalibrierung kümmert. Nur die absoluten Freaks, die schon über 30 Jahre fotografieren. Meine Technik ist sicherlich auch nicht sonderlich professionell im Vergleich zu Eurer Vorgehensweise, aber für meine Ansprüche genügt sie mir.

So sehe ich das auch. Mein Eizo scheint die gleiche Eigenschaft zu haben - Bilder, die mit kalibrierten Geräten bearbeitet wurden, sehen ordentlich aus. Die nach Gefühl korrigierte, unterschiedlich. Gefühle sind halt nicht konstant, auch wenn einer darauf schwören mag :D
Mariposa2507 Mariposa2507 Beitrag 39 von 45
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Um hier nochma aufs Rot zurückzugreifen. Ich finde den Aspekt interessant, dass das bei der Nikon im RAW aufgetreten ist, im TIFF aber nicht. Ich habe das ja im RAW und im automatisch erstellten JPG gleichermaßen, die Verschiebung. Die übersättigte Darstellung habe ich im RAW Converter dann unter Adobe Standard und teils Camera Standard, weil ich im Camera Neutral fotografiere und der Converter automatisch im Standard öffnet.´

Mir hat mal jmd den Bildschirm kalibriert, auch mit einem Spyder. Danach sahen viele Fotos komplett anders aus, vor allem mit Rot-Orange-Tönen. Allerdings falsch. Auf jedem anderen Gerät sahen sie so aus wie auf meinem PC vor der Kalibrierung. Auch in Echt sahen sie aus wie auf den anderen Geräten. Ich hab die Kalibrierung dann wieder rückgängig gemacht, weil sie einfach nicht stimmte. Und ich muss trotzdem sagen, mein Bildschirm ist schon sehr farbecht.
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 40 von 45
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Zitat: Mariposa2507 03.08.20, 22:08Zum zitierten BeitragUm hier nochma aufs Rot zurückzugreifen. Ich finde den Aspekt interessant, dass das bei der Nikon im RAW aufgetreten ist, im TIFF aber nicht. Ich habe das ja im RAW und im automatisch erstellten JPG gleichermaßen, die Verschiebung.

Hallo Mariposa, danke, dass Du Dich nochmal meldest und natürlich auch für Deine interessante Rückmeldung. Es handelt sich bei der erwähnten Nikon übrigens um eine Coolpix 8400 Baujahr 2004 (nicht Coolscan), ich hatte mich verschrieben, weil ich auch schon Berührungen mit einem Coolscan von Nikon hatte, sorry an alle.

Um Dein Problem vielleicht etwas eingrenzen zu können, werde ich mal schauen, ob ich Dir zwei Aufnahmen mit ihr liefern kann, die unterschiedliche Farbcharakteristika aufweisen, einmal sofort in tiff fotografiert und einmal in einer aus der RAW-Datei konvertierten Datei. Bitte gib´ mir dafür aber noch ein paar Tage Zeit.

Bislang führte ich diese Abweichung eher auf kameraspezifische Eigenheiten zurück, so wie sich früher ja auch die Diafilme von Hersteller zu Hersteller unterschieden: Agfafilme neigten eher zu Rotlastigkeit, Fujifilme betonten stärker die Grüntöne. Vielleicht können wir es hier aber endgültig klären.

Zitat: Mariposa2507 03.08.20, 22:08Zum zitierten BeitragMir hat mal jmd den Bildschirm kalibriert, auch mit einem Spyder. Danach sahen viele Fotos komplett anders aus, vor allem mit Rot-Orange-Tönen. Allerdings falsch. Auf jedem anderen Gerät sahen sie so aus wie auf meinem PC vor der Kalibrierung. Auch in Echt sahen sie aus wie auf den anderen Geräten. Ich hab die Kalibrierung dann wieder rückgängig gemacht, weil sie einfach nicht stimmte. Und ich muss trotzdem sagen, mein Bildschirm ist schon sehr farbecht.

Bildschirmkalibration mit professionellen Werkzeugen scheint eine Wissenschaft für sich zu sein, worüber hier bei der FC auch sehr viel geschrieben steht, auch in Threads der letzten Wochen. Ich respektiere das sehr, aber ich wage mich nicht wirklich daran und regele das mit bordeigenem Werkzeug meines Eizo reinweg nach Sicht. Früher kam dabei Adobe Gamma oder kostenlose Software von Ulead zum Einsatz.

So bleiben mir farblich größere Überraschungen erspart und ich sehe direkt, was ich tue. Allerdings erinnert mich das ganze Prozedere oft auch an einen Sehtest beim Optiker und es ist kein Kinderspiel, es fordert die Augen doch sehr. Ich führe das bei Tageslicht, jedoch ohne zuviel hellem Gegenlicht (etwa Fenster hinterm Monitor) durch und am besten im ausgeschlafenen, erholten Zustand. Ergänzend führe ich Ausdrucke von Referenzbildern mit komplettem Farbspektrum durch. Wirklich sehr sachte sollte man dabei mit dem Gamma-Regler umgehen.
Christian Gigan Weber Christian Gigan Weber   Beitrag 41 von 45
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Zitat: Dieter Ruhe 04.08.20, 00:10Zum zitierten BeitragBildschirmkalibration mit professionellen Werkzeugen scheint eine Wissenschaft für sich zu seinIst es aber ganz und gar nicht.Zitat: Dieter Ruhe 04.08.20, 00:10Zum zitierten Beitrag Ich respektiere das sehr, aber ich wage mich nicht wirklich daran und regele das mit bordeigenem Werkzeug meines Eizo reinweg nach Sicht. Früher kam dabei Adobe Gamma oder kostenlose Software von Ulead zum Einsatz.

So bleiben mir farblich größere Überraschungen erspart und ich sehe direkt, was ich tue. Allerdings erinnert mich das ganze Prozedere oft auch an einen Sehtest beim Optiker und es ist kein Kinderspiel, es fordert die Augen doch sehr. Ich führe das bei Tageslicht, jedoch ohne zuviel hellem Gegenlicht (etwa Fenster hinterm Monitor) durch und am besten im ausgeschlafenen, erholten Zustand. Ergänzend führe ich Ausdrucke von Referenzbildern mit komplettem Farbspektrum durch. Wirklich sehr sachte sollte man dabei mit dem Gamma-Regler umgehen.
Wenn Du das so machst, ist das eine Sache. Aber das wirst Du doch hoffentlich niemandem ernsthaft vorschlagen wollen.
Lichtmaler Köln Lichtmaler Köln Beitrag 42 von 45
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Also ich kann da nur den Spyder empfehlen, ist zwar in der Anschaffung erst einmal eine Investition, hat man jedoch einen modernen, kann man diesen immer wieder jahrelang einsetzen.

Die Augen sind grundsätzlich ein sehr, sehr schlechtes Messinstrument, gerade wenn diese keine Referenzpunkte zur Verfügung haben oder durch ungünstige Farbmischungen oder Strukturen irritiert werden (vielmehr wird das Gehirn ja irritiert und nicht die Augen!).

Zudem ist es erforderlich die Kalibrierung nicht nur erst dann durch zu führen, wenn der Monitor mindestens 20-30 Min warm gelaufen ist, nein es ist auch nötig den Monitor immer wieder nach einer bestimmten Zeit neu zu kalibrieren bzw. die Kalibrierung auf zu frischen, da der Monitor seine Anzeige im Laufe seines Alterungsprozesses stetig ändert. Und genau diese Arbeit übernimmt die Software des Spyder, man bekommt einfach eine Erinnerung, dass die Zeit seit der letzten Kalibrierung schon zu lange her ist.

Ebenfalls bietet der Spyder nach der Kalibrierung die Möglichkeit anhand eines aussagefähigen Testbildes mit verschiedenen Motiven zu beurteilen, wie die Anzeige vor und nach der Kalibrierung aussieht, einfaches klicken auf einen Button macht dies möglich.

Hat man einen Laptop/Notebook, so ermöglicht der Spyder gerade an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeiten die Berücksichtigung des Umgebungslichtes bei der Kalibrierung...
(natürlich nur in Umgebungen welche generell vom Licht her überhaupt für Bildschirmarbeit bzw. Bildverarbeitung geeignet sind, alles Andere ist sinnlos).

Alles in Allem, ich will meinen Spyder nicht missen.

Grüße vom Lichtmaler aus Köln.
Christian Gigan Weber Christian Gigan Weber   Beitrag 43 von 45
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Zitat: Lichtmaler Köln 04.08.20, 11:11Zum zitierten BeitragAlles in Allem, ich will meinen Spyder nicht missen.Ich auch nicht! ;-)))
Dieter Ruhe Dieter Ruhe Beitrag 44 von 45
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Zitat: Christian Gigan Weber 04.08.20, 06:28Zum zitierten BeitragZitat: Dieter Ruhe 04.08.20, 00:10Zum zitierten BeitragBildschirmkalibration mit professionellen Werkzeugen scheint eine Wissenschaft für sich zu seinIst es aber ganz und gar nicht.Zitat: Dieter Ruhe 04.08.20, 00:10Zum zitierten Beitrag Ich respektiere das sehr, aber ich wage mich nicht wirklich daran und regele das mit bordeigenem Werkzeug meines Eizo reinweg nach Sicht. Früher kam dabei Adobe Gamma oder kostenlose Software von Ulead zum Einsatz.

So bleiben mir farblich größere Überraschungen erspart und ich sehe direkt, was ich tue. Allerdings erinnert mich das ganze Prozedere oft auch an einen Sehtest beim Optiker und es ist kein Kinderspiel, es fordert die Augen doch sehr. Ich führe das bei Tageslicht, jedoch ohne zuviel hellem Gegenlicht (etwa Fenster hinterm Monitor) durch und am besten im ausgeschlafenen, erholten Zustand. Ergänzend führe ich Ausdrucke von Referenzbildern mit komplettem Farbspektrum durch. Wirklich sehr sachte sollte man dabei mit dem Gamma-Regler umgehen.
Wenn Du das so machst, ist das eine Sache. Aber das wirst Du doch hoffentlich niemandem ernsthaft vorschlagen wollen.


Nun ja, anscheinend hatte unsere Threadstarterin Mariposa offenbar Probleme mit diesem Spyder und war davon nicht so ganz überzeugt. Das Teil scheint also nicht unfehlbar zu sein und sie war anscheinend auf der Suche nach einer Alternative. Deswegen mein Posting dazu bzw. an sie.

@Lichtmaler und Christian: Eigentlich hört sich das alles wahnsinnig vielversprechend und interessant an, was Ihr zu dem Spyder schreibt. Aber wie vermeidet man denn damit solche, offenbar völlig in die Hose gegangenen Kalibrierungsversuche, wie sie Mariposa widerfahren sind mit eben diesem Spyder, auch wenn sie es nicht selber, sondern ein Kumpel das durchgeführt hat?

Mit meiner Methode liege ich eben nie völlig daneben, die Ergebnisse schwanken nur leicht. Und ja, ich kalibriere mehrmals im Jahr, und tatsächlich ergeben sich jedes mal kleinere Veränderungen, die ich an den Schiebereglern durchführen muß. Und so schrecklich ungeeignet kann diese Methode nun auch wiederum nicht sein, denn sie ist durchaus verbreitet. Die neueren Eizo-Modelle (meiner ist ein älteres Modell) bringen aber dafür noch wesentlich potenteres Werkzeug mit.

Die meisten Hobbyfotografen in meinem Umfeld kalibrieren allerdings nullkommanichts. Allerdings lassen sie die Bilder meistens bei CEWE abziehen und die hauen da immer kräftig Farben rein, egal was man wie auch immer belichtet oder verarbeitet dort hochlädt. Da läuft eine automatisierte Nachbelichtung und Bearbeitung drüber und die meisten sind mit den Ergebnissen zufrieden. Mir persönlich sind sie öfters etwas zu knallig, von weitem schaut das manchmal wie Kirmes aus. Soweit ich mich dunkel erinnern kann - meine letzten Abzüge dort sind schon lange her - kann man diese automatisierte Nachbearbeitung aber abschalten.
Christian Gigan Weber Christian Gigan Weber   Beitrag 45 von 45
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Zitat: Dieter Ruhe 04.08.20, 22:46Zum zitierten BeitragNun ja, anscheinend hatte unsere Threadstarterin Mariposa offenbar Probleme mit diesem Spyder und war davon nicht so ganz überzeugt. Das Teil scheint also nicht unfehlbar zu sein und sie war anscheinend auf der Suche nach einer Alternative. Deswegen mein Posting dazu bzw. an sie. Das Problem ist sicher nicht der Spyder. Ich glaube Mariaposa hat ganz andere Probleme. Möglicherweise hat sie mehrere Grafikkarten verbaut und weiß es gar nicht. Das kommt gar nicht so selten vor und macht dann genau solche Probleme. Oft haben Leute schon eine on Board Grafik und dann noch eine "richtige" Karte im Rechner. Wir wissen bei ihr diesbezüglich nix. Hat sie ein Laptop, Desktop oder arbeitet sie mit einem externen (Zweitmonitor), der (wie?) angeschlossen ist. Nachdem ich das von ihrem Kalibrierungsversuch gelesen habe, war klar, daß hier was ganz und gar nicht stimmt. Ich würde jetzt erst mal in den Systeminformationen bezüglich der GPU(s) nachsehen. Ich denke, sie sucht da an der falschen Stelle (Kamera).Zitat: Dieter Ruhe 04.08.20, 22:46Zum zitierten BeitragDie meisten Hobbyfotografen in meinem Umfeld kalibrieren allerdings nullkommanichts.Dauert bei mir auch nur 4 - 5 Minuten mit dem Spyder x. Ist in manchen Agenturen tägliches Standardprocedere.
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