Von Lumix FZ-1000 zur DSLR?

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a.brandt a.brandt Beitrag 1 von 18
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Liebe Community,

ich bin neu hier und stelle mich gern kurz vor:
Andreas, 54J, gegen Anfang meiner 20er auf dem Weg zum Hobbyfotografen (damals Canon AE1; Sigma 28-70, Sigma 70-200), auch in der Dunkelkammer entwickelt. Dann aber lange Zeit nur Knipser. Im Rahmen einiger Reisen in den letzten Jahren habe ich wieder viel Spaß dran gefunden, incl. Organisation und maßvoller Nachbearbeitung mit Lightroom. Schwerpunkte: Natur, Tiere, Landschaft, Reisefotografie für Bildschirm und Fotobuch.

Erster Ausdruck meiner wiedergefundenen Liebe zur Fotografie war der Kauf einer gebrauchten Lumix FZ-1000 (I) vor zweienhalb Jahren. Ausschlaggebend für die Kaufentscheidung waren die guten Rezensionen des Objektivs, des schnellen Autofokus und letztlich der im Vergleich zu den meisten Kompaktkameras "große" 1-Zoll-Sensor.

Und da fängt der Ärger an: Je mehr ich nun fotografiere und je öfter ich Gleichgesinnte mit DSLR-Monsterequipment sehe, desto stärker wird der Reflex: Boah, sowas brauch' ich auch!

Allerdings frage ich mich auch: Warum eigentlich? Ich bin nämlich grundsätzlich sehr zufrieden mit meiner Kamera - habe aber auch keinen Vergleich zu einer modernen DSLR.

Welchen fotografischen Mehrwert brächte also ein DSLR-System (sagen wir mal im Bereich APS-C/DX) im Vergleich zur FZ-1000? Würde das techn. Endergebnis die ja nicht geringe Investition rechtfertigen?
f4 bei 400mm finde ich bei der Lumix schon ganz passabel. Ein anständiges Objektiv mit f2.8 bei ~300mm liegt ja sicher im vierstelligen Bereich. Würde man das wirklich sehen, auch wenn man nicht gerade Forensiker im Labor ist? Oder müsste letztlich die Rechtfertigung für jedes Hobby herhalten: Ja, ist teuer und nutzlos - aber macht Spaß!

Standet Ihr mal vor der gleichen Frage? Wie sind eure Erfahrungen?

Danke und Gruß
Andreas
Henning Martin Henning Martin Beitrag 2 von 18
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Zitat: a.brandt 03.06.20, 09:29Zum zitierten BeitragAllerdings frage ich mich auch: Warum eigentlich? Ich bin nämlich grundsätzlich sehr zufrieden mit meiner Kamera - habe aber auch keinen Vergleich zu einer modernen DSLR. Das wird dir niemand zufriedenstellend beantworten können. Wenn Du grundsätzlich zufrieden mit deiner Kamera bist, sehe ich keinen Grund "upzugraden". Der entsteht meiner Meinung nach erst dann, wenn man die Nachteile der eigenen Kamera genau kennt - dann kannst Du hier mit einer entsprechenden Frage wiederkommen und man findet ein passendes Modell für dich.

Falls Du grundsätzlich besorgt bist, etwas verpassen zu können, empfiehlt es sich eine Kamera (DSLR oder Spiegellos) aus der infrage kommenden Preisklasse auszuleihen und selbst zu vergleichen. Wir können dir hier die theoretischen Vorteile von größeren Sensoren aufzählen, aber das wäre etwas müßig.

Die Wahrheit ist, dass der Vorteil einer Kamera mit Wechselobjektiven hauptsächlich wirklich in den letzteren liegt: Eine DSLR mit einem Superzoom wird dir keinen nennenswerten Vorteil gegenüber deiner jetzigen Kamera liefern. Spannend wird es da erst, wenn Du halt Objektive nimmst, die Dinge können, die die FZ-1000 beim besten Willen nicht kann, wie zum Beispiel echtes Makro, große Offenblenden und damit großes Freistellungspotential und niedriges Bildrauschen.
Die wesentliche Frage, die dabei bleibt: Sind dir die Vorteile, die da zu holen sind, das Mehr an Größe, Gewicht und zu investierendem Geld wert?
Jürgen Hanke Jürgen Hanke   Beitrag 3 von 18
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Zitat: a.brandt 03.06.20, 09:29Zum zitierten BeitragUnd da fängt der Ärger an: Je mehr ich nun fotografiere und je öfter ich Gleichgesinnte mit DSLR-Monsterequipment sehe, desto stärker wird der Reflex: Boah, sowas brauch' ich auch!

Na ja, als echten Ärger würde ich die Sache nun nicht bezeichnen.
Wenn du Leute mit umfangreicher DSLR-Ausrüstung siehst, geh auf diese Leute zu und stell Fragen. Lass dir die Ausrüstung zeigen und erklären. Fotografen plaudern gern aus dem Nähkästchen. Es könnte auch sinnvoll sein, mal an einem FC-Treffen teilzunehmen, um deinen Horizont zu erweitern.

Wichtig ist, dass du keine voreiligen Entscheidungen triffst. Die Anschaffung einer DSLR plus Objektive will sorgfältig überlegt und auch finanziert sein. Die Hauptüberlegung sollte sein, ob du zur Erreichung deiner fotografischen Ziele wirklich eine DSLR brauchst. Wenn du dich fotografisch weiterentwickeln willst, genügt die Anschaffung einer DSLR allein nicht. Du wirst dich auch stärker als bisher mit dem Thema Bildbearbeitung und mit der Fotografie an sich beschäftigen müssen. Auch eine Profi-DSLR macht nicht automatisch bessere Fotos. Entscheidend ist immer der Kopf hinter der Kamera.

Lass dir also Zeit mit deinen Überlegungen. Schlussendlich kann dir dir niemand deine Entscheidung abnehmen.

Gruß
Jürgen
Siggiknipst Siggiknipst Beitrag 4 von 18
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Es kommt darauf an, ob du mit deiner jetzigen Kamera etwas nicht kannst, was aber eine DSLR kann.
Ich bin mit der FZ1000 mit der Schärfe nicht ganz zufrieden. Obwohl der Ratschlag gut war, nur die kleineren Blendenzahlen zu benutzen. Insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen bin ich nicht zufrieden. Ich mache auch gern Nachtaufnahmen und da ist mir ein 2,8-Objektiv recht.
Mit der 80D bin ich zufrieden, sie wurde mir aber zu schwer, um sie im Urlaub täglich rumzuschleppen und so habe ich jetzt eine Canon M50 und kann über Adapter die vorhandene Objektive dranstecken. Das 10-22er hatte ich schon dran. Die 5DMKIII benutze ich nur im Studio und zu besonderen Anlässen.
In einer Zeit, wo sich kaum einer dafür interessiert, ob es ein Foto von einem Handy oder einer 5D ist, ist eigentlich alles möglich. Aber ich kenne das, wenn man auf einem Wunsch herumkaut und Gründe für das Habenwollen sucht. Marx etwas abgewandelt: Die Idee wird zur materiellen Gewalt, wenn sie dich ergreift.
der gelbe Fisch der gelbe Fisch   Beitrag 5 von 18
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Zitat: a.brandt 03.06.20, 09:29Zum zitierten BeitragWelchen fotografischen Mehrwert brächte also ein DSLR-System (sagen wir mal im Bereich APS-C/DX) im Vergleich zur FZ-1000? Würde das techn. Endergebnis die ja nicht geringe Investition rechtfertigen?Bei aktuellen DSLRs bereiten ISO 3200 oder gar noch etwas mehr wohl kaum Kopfzerbrechen in Lightroom. Mit "System"
hast Du natürlich schon beim Fotografieren mehr Möglichkeiten. Superweitwinkel, Fischauge, Makro, optimierte/lichtstarke Festbrennweiten.

;-) Michael
effendiklaus effendiklaus   Beitrag 6 von 18
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Börsenweisheit:
Gier frisst Hirn.

Deshalb kam bei mir statt meiner 40D eine 80D her.
Da ich ungerne Rucksack mitschleppe, kam eben noch eine FZ 1000 dran.
Eine DSLR ist eine Sparkasse ohne Boden und will viele Objektive.
Die 80D dient bei mir zu 95% nur als Träger für mein Makro-Objektiv.
Am Bildschirm und bei 12x18 cm Vergrößerungen mag evtl. ein Spezialist einen Unterschied sehen.
Bin da allerdings auch nicht sicher...
Baturalp Baturalp Beitrag 7 von 18
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Zitat: a.brandt 03.06.20, 09:29Zum zitierten BeitragUnd da fängt der Ärger an: Je mehr ich nun fotografiere und je öfter ich Gleichgesinnte mit DSLR-Monsterequipment sehe, desto stärker wird der Reflex: Boah, sowas brauch' ich auch!

Allerdings frage ich mich auch: Warum eigentlich? Ich bin nämlich grundsätzlich sehr zufrieden mit meiner Kamera - habe aber auch keinen Vergleich zu einer modernen DSLR.
Im Grunde wie die Vorredner, eigentlich solltest du die Fotos vergleichen. Wenn du deutliche technische Überlegenheit feststellen kannst, dann kann man über einen Wechsel nachdenken. Technische Überlegenheit wäre sichtbar bessere Schärfe, AF Verhalten in Situationen, die die FZ 1000 nicht packt (bisserl salop, man weiss aber was gemeint ist?).
Ich kenne die FZ 1000 nur aus Testberichten, kann mir kein wirkliches Urteil erlauben, sie wird sehr oft empfohlen, aber hauptsächlich als Zweitkamera für zwischendurch, wenn man schon ein stattliches Equipment hat.
Da stellt sich die Frage, braucht man ein stattliches Equipment, welche Ziele hat man, wird man mit anderer, besserer Technik, bessere Fotos haben? Eine DSLR oder DSLM hat den Vorteil, man kann bei Bedarf ein anderes Objektiv verwenden, bei der FZ 1000 ist man an das Eine gebunden.
Primär ist die fotografische Leistung des Fotografen ausschlaggebend, das kann man mit jeder Kameratechnik.
a.brandt a.brandt Beitrag 8 von 18
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Vielen Dank für Eure Kommentare!
Es bestätigt eigentlich das, was in mir selbst schon herumwaberte: Ich komme mit der FZ1000 sicher noch eine Weile aus. Ich sollte mich wohl eher darauf konzentrieren, die Kamera blind und schnell bedienen zu können, um - abseits irgendwelcher Automatiken - die richtige Einstellung am Start zu haben, wenn's darauf ankommt.

Wie Henning oben anmerkte, hätte ich zwar gerne Blende 2.8 für mehr Freistellungspotential, was gerade bei Tieraufnahmen sehr schick wäre. Aber allein das ist das Geld (noch) nicht wert.

Ich werde mal versuchen, die von Siggi angesprochene Schärfe zu vergleichen.

Das von Baturalp angemerkte AF-Problem kenne ich insbesondere aus Afrika. Ich habe viele superscharfe Grashalmfotos...! Aber auch da gibt's sicher noch Weiterbildungspotential, was den Einsatz von AF-Feldern angeht, AF-Nachführung etc. Und ich kann noch nicht beurteilen, ob andere Kameras das besser machen und, wenn ja, warum.

Insofern gibt es zzt. eigentlich noch nichts, womit ich explizit unzufrieden bin. OK, ein integriertes GPS hätte ich noch gern, aber das ist Spielkram.

Naja, vielleicht geht die Lumix ja mal kaputt... ;)
Juri Bogenheimer Juri Bogenheimer   Beitrag 9 von 18
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Ich glaube du solltest prüfen, was du bereit bist täglich mitzuschleppen.
Wer gezielt fotografieren geht, also nichts anderes vor hat und vermutlich auch noch mit dem Auto bis in die Nähe seines Fotorevier fährt, für den hat Technik vermutlich höchste Priorität.

Anders sieht es bei der Reisefotografie aus. I.d.R. reisen Menschen wie Du und ich nicht primär um zu fotografieren, sondern sie fotografieren während ihrer Reisen. Ich bin sowohl privat als auch Geschäftlich in der Welt unterwegs und glaub mir, eine DSLR habe ich schon seit Jahren nicht mehr dabei. Ständig das Geraffelt umgehängt, and der anderen Hand die Frau oder ein Kind.....nee, das ist nicht schön.

Mein Fazit:
Ich betrachte meine Fotoapparate als Werkzeuge für verschiedene Anlässe.
Im Studio oder bei geplanten Fotosession arbeite ich mit der DSLR. Wäre ich als Vogel-, Naturfotograf allein unterwegs, dann wäre es sicherlich auch eine DSLR inkl. Stativ und 500-600 mm Brennweite.
Auf Reisen habe ich ausschließlich Taschenkameras dabei. Lange Zeit eine Olympus E-PL 5 (fehlte mir aber der Sucher), dann über mehrere Jahre eine Fuji X100T (ausschließlich 35 mm Brennweite nervt mich und Klappdisplay fehlt mir auch) und seit Kurzem eine Sony RX100m7, die hat eine akzeptable Bildqualität, ist sehr klein, Zoom etc.

Ich würde mir immer nur dann eine andere, neue Kamera kaufen, wenn ich konkret etwas bräuchte, was die bestehende Kamera nicht kann.
lenmos lenmos   Beitrag 10 von 18
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Zitat: a.brandt 03.06.20, 09:29Zum zitierten BeitragWie sind eure Erfahrungen?
Solange die Kamera in meinen Händen das Gefühl vermittelt, eine gute Kamera zu halten, brauche ich keine andere.

Und falls man beim Studium der Werbung und den Datenblättern einer neuen Kamera auf dumme Gedanken kommt, einfach die eigene Kamera nehmen und ein paar schöne Fotos damit machen. Normalerweise beruhigt sich bei mir dann wieder alles. :-)
Siggiknipst Siggiknipst Beitrag 11 von 18
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Zitat: a.brandt 04.06.20, 09:19Zum zitierten BeitragNaja, vielleicht geht die Lumix ja mal kaputt... ;)
Sowas ist die Hoffnung der meisten Hobbyfotografen. War ich froh, als ich meine 50D gebadet hatte...
effendiklaus effendiklaus   Beitrag 12 von 18
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Zitat: Juri Bogenheimer 04.06.20, 11:13Zum zitierten Beitrag
Mein Fazit:
Ich betrachte meine Fotoapparate als Werkzeuge für verschiedene Anlässe.
Im Studio oder bei geplanten Fotosession arbeite ich mit der DSLR. Wäre ich als Vogel-, Naturfotograf allein unterwegs, dann wäre es sicherlich auch eine DSLR inkl. Stativ und 500-600 mm Brennweite.
Auf Reisen habe ich ausschließlich Taschenkameras dabei. Lange Zeit eine Olympus E-PL 5 (fehlte mir aber der Sucher), dann über mehrere Jahre eine Fuji X100T (ausschließlich 35 mm Brennweite nervt mich und Klappdisplay fehlt mir auch) und seit Kurzem eine Sony RX100m7, die hat eine akzeptable Bildqualität, ist sehr klein, Zoom etc.

Ich würde mir immer nur dann eine andere, neue Kamera kaufen, wenn ich konkret etwas bräuchte, was die bestehende Kamera nicht kann.

Genau so mache ich das auch!
Falls ich gezwungen werde mit Frauen spazieren zu gehen, hab ich meine uralte, kleine FZ8 dabei.
Nichts ist blöder als ein Motiv zu erkennen und nichts zum ablichten dabei zu haben. :-(
Photonenbändiger Photonenbändiger Beitrag 13 von 18
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oft reicht mir das telefon. das schwere zeug kommt nur noch mit raus, wenn ich gezielt an einer sache dran bin (als naturfotograf). denn die frage stellt sich: was will ich anschließend mit den bildern machen? beliefere ich agenturen? brauche ich die für vortragsprojekte? (da reicht oft auch ein gutes handybild, weil die kameras darin nicht schlecht sind und andererseits die zuschauer den unterschied oftmals nicht sehen - das bild ist eigentlich nur illustration zur geschichte, die der referent erzählt). sind die nur mal zum rumreichen in den SM oder am stammtisch? - womit denn? da ist sehr oft das telefon die "zeigekrücke".

nett ist immer mal, das "kleine besteck" dabei zu haben. also ein 24-70/4.0, makro und 70-200/2.8 incl kleinem stativ. das trägt auch nicht so auf.

demnächst mache ich wieder ne radtour - telefon reicht! da habe ich selbst auf das kleine besteck keinen bock mehr, das zeug 1000km durch die lande zu kutschen.

so gesehen kann eine bridge ein guter alltagsbegleiter sein und es bedarf nicht mehr.
lenmos lenmos   Beitrag 14 von 18
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Zitat: Photonenbändiger 08.06.20, 11:45Zum zitierten Beitragso gesehen kann eine bridge ein guter alltagsbegleiter sein
Oder eine Fuji X100S bzw. X100* ;)

Auf Radtouren brauche ich gar nichts. Für ein Foto bleibe ich nicht stehen. ;)
ChristianD74 ChristianD74 Beitrag 15 von 18
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Ja die X100 hat schon was. Reicht mir mittlerweile als Reisekamera.
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