Hautkrankheiten möglichst neutral vergleichbar fotografieren

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RedRobsen RedRobsen Beitrag 1 von 8
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Ich soll Hautkrankheiten dokumentieren im Verlauf. Sprich von der ersten Patientenvorstellung beim Arzt dann 2-3x im Verlauf der Therapie und letzendlich auch eine Fotografie bei Entlassung. So dass man das Therapie-Ergebnis im Verlauf schön vergleichen kann.
Dafür kann ich jetzt kein großes Studio einrichten, weil das auch an verschiedenen Orten sein müsste. Aber die Vergleichbarkeit der Bilder darf halt nicht leiden.

Fotografiert werden immer Hautflächen wie ganzer Oberkörper, Ganzer Rücken, Ganze Beine... Also halt Übersichten die möglichst dann immer in der gleichen Position erfolgen müssen.

Was genau macht jetzt als Equipment Sinn:

- Einen Canon kaufen mit eingebauten Frontblitz um die Haut immer möglichst gleich zu belichten?
- Ein transportabler Hintergrund in einer blauen Farbe

Das klingt meiner Meinung nach etwas wenig? Die Räume würde ich soweit abdunkeln das möglichst kein/wenig Streulicht im Raum ist.

Habt Ihr Ideen um das ganze nicht zu teuer und transportabel zu halten?
Die Bilder dürfen aufgrund medizinischer Vorgaben nicht am PC nachbearbeitet werden.

Danke für hilfreiche Tipps und Eqipment Vorschläge RR
FBothe FBothe   Beitrag 2 von 8
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Entscheidend sind dabei absolut identische Lichtverhältnisse, also auch Lichtfarbe. Den integrierten Blitz würde ich jedoch nicht verwenden, weil er unkontrollierbare Reflexe und Schatten erzeugt. Alles andere ist zweitrangig. Das würde sogar mit einem guten Smartphone gehen.
RedRobsen RedRobsen Beitrag 3 von 8
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Danke für die erste Einschätzung.
Letzendlich rede ich ja von solchen Bild- Ausschnitten
https://www.gettyimages.de/detail/foto/ ... popup=true

https://www.gettyimages.de/detail/foto/ ... series_adp

Da das ganze Portabel sein muss kann ich leider nicht mit 3 Studiolampen auf Reise gehen.
Der interne Blitz hatte ich angedacht, da man ja generell immer den gleichen Abstand zur Haut hätte, auch vom Licht gesehen. Wenn ich die Kamera fest einstellen wprde bei Blende, Zeit und Iso dürfte auch die Belichtung weitgehens gleich werden oder?
Gerne lass ich mich aber noch belehren wenn ich sinnvolles Equipment anschaffen müsste

Danke
Ingrid u. Stefan Müller Ingrid u. Stefan Müller   Beitrag 4 von 8
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mir würde da ein Ringblitz oder eine Ringleuchte einfallen.

LG
TomS.. TomS.. Beitrag 5 von 8
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Ich würde einen Falthintergrund in grau nehmen. Der ist kompakt transportabel und du hast sowohl für die Belichtungsmessung als auch für den Weissabgleich eine gute Referenz. Außerdem kann man den an den kleinen Stoffschlaufen praktisch überall ohne viel Aufwand hinhängen (Türen, Fenster, Bildernagel etc etc).
Und dann einen halbwegs guten TTL-Ringblitz also Meike MK-14 aufwärts. Wenn das Budget vorhanden ist sogar Metz oder Sigma.

Kamera ist eigentlich egal. Wichtiger wäre ein Objektiv, das bei Bedarf große Abbildungsmaßstäbe zulässt. Was da bei Canon in Frage kommt, können dir sicher die Canonier sagen.
FBothe FBothe   Beitrag 6 von 8
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Zitat: RedRobsen 31.08.20, 09:53Zum zitierten BeitragWenn ich die Kamera fest einstellen wprde bei Blende, Zeit und Iso dürfte auch die Belichtung weitgehens gleich werden oder?
Gerne lass ich mich aber noch belehren wenn ich sinnvolles Equipment anschaffen müsste


Welche Lichtquelle du verwendest, ist - außer dem internen Blitz - zweitrangig. Viel wichtiger ist die konstante Lichtfarbe über alle Aufnahmen. Ich würde einfach zwei kleine LED-Leuchten inkl. Stativ verwenden. Und dann kommt das Entscheidende: der Weißabgleich! Damit der immer passt, würde ich auf jeder Aufnahme eine graue Karte mit aufnehmen. Und anhand dieser Karte wird dann der Weißabgleich später am PC gemacht. Sinnvoll ist es, dann im RAW-Format zu fotografieren, aber im jpg-Modus geht es natürlich auch.
Blende, Zeit und ISO fest einstellen, also in M zu fotografieren, ist auch nicht entscheidend. Ich würde eher in Zeitautomatik mit fester ISO fotografieren, damit immer ein und dieselbe Blende (wegen der Schärfentiefe) verwendet werden kann. Ein Stativ für die Kamera bietet sich natürlich unbedingt an, damit Verwacklungen vermieden werden.
Die Kamera kann dann eine DSLR oder DSLM sein, an die ein Makro-Objektiv gesetzt wird. Makro deswegen, weil die Aufnahmedistanz sicher nicht sehr groß ist, man ggf. auch mal ziemlich nah heran gehen muss und weil die Bildqualität einfach besser ist als bei einem einfachen Zoom-Objektiv.
Ich schieße mal ins Blaue und behaupte, dass das Vorhaben mit einer Lumix G70 + 2,8/30 Makro sehr gut zu bewältigen sein sollte. Mit einer DSLR von Canon, Nikon & Co. plus 60er Makro geht das natürlich auch.
Nic W Nic W Beitrag 7 von 8
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In Anbetracht der Beispielbilder würde ich ein leicht seitliches Licht bevorzugen. LED Licht ginge, doch möglicherweise hast du dann "eklige" Mischlichtsituationen, in denen auch ein Graukarten-Weisabglich nicht 100% konstante Ergebnisse bringt. Das LED Licht ist einfach zu dunkel.

Ich würde wie folgt vorgehen: Blitz über einen innen weißen Reflektorschirm, welcher 15 - 30° seitlich und leicht erhöht positioniert ist und von der Lichtrichtung leicht vor das Model zielt - das nennt man auch Feathering. (Mit dem Blitz in den Reflektorschirm hineinblitzen). Dadurch bekommst Du die Struktur der Hautkrankheiten deutlich besser modelliert als bei Frontallicht. Den Blitz M so hell stellen, dass mit iso 100 f/11 1/250s gearbeitet werden kann. Das eliminiert im Innenbereich nahezu jedes Mischlicht.

Wenn im Aufnahmebreich neutralweiße Wände sind, dann kann auch Hintergrund verzichtet werden. Wandabstand so wählen, dass diese sehr hellgrau rüberkommt.

Weißabgleich auf Blitz einstellen reicht.

Frontales Licht - auch als Ring - halte ich hier für ungünstig.


Wenn transportabler Hintergrund, dann würde ich Weiß oder grau wählen. Ein farbiger Hintergrund kann das Farbempfinden täuschen.

Von der Produktwahl: Blitz mit Fernauslöser könnte man godox nehmen.
Ein SK400ii Studioblitz ist billiger als ein Speedlight. Fernauslöser mit Leistungs-Ferneinstellung gibt es für alle Kamerasysteme von Godox.
Natürlich kannst du auch godox v1 tt850 oder tt680 nehmen. Abgesehen vom v1 hast du dann aber kein einstelllicht. Und das vom V1 ist auch eher gurkig.
Mit einem 100cm Reflektorschirm(weiß!) bist du besonders Mobil und das ganze ist sehr schnell aufgebaut. Ein Spigot Lampenstativ für den Blitz und ein Lampenstativ mit Halteklammer für den Falt-Stoffhintergrund und du bist komplett.


Von der Kamerawahl: man kann auch mit MFT gut Blitzen. Allerdings nur iso200 und ab f/5.6 kommt die Beugung. Um per Blitz das Umgebungslicht zu eliminieren ist Vollformat am besten, da man hier bedenkenlos auf f/11 abblenden kann und auch iso 100 immer verfügbar ist. Aber auch APS-c geht noch mit f/11 - so schlimm ist die Beugung da noch nicht.
Christian Gigan Weber Christian Gigan Weber   Beitrag 8 von 8
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Zitat: Nic W 02.09.20, 14:17Zum zitierten BeitragWenn transportabler Hintergrund, dann würde ich Weiß oder grau wählen.Ich vermute mal der blaue Hintergrund soll als Blue Screen dienen, zum leichteren freistellen.
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