DSLR Vollformat Canon für Portrait und Lowlight

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Marcus Nordbruch Marcus Nordbruch Beitrag 1 von 28
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Hallo zusammen,
ich plane in den kommenden Monaten zu meiner bisherigen Hauptkamera (7D) eine zweite Kamera mit Vollformatsensor zu kaufen.
Mit der 7D bin ich aktuell beim Motocross unterwegs und dort bin ich auch sehr zufrieden mit der Kamera.
Allerdings möchte ich auch mehr im Portrait bereich machen. Dazu stört mich, dass es bei der 7D bereits sehr schnell zu Bildrauschen kommt. Vor kurzem habe ich für einen Freund auf der Taufe seiner Tochter Bilder gemacht. Dort war es mit der 7D durch das schlechte licht sehr schwer gute Bilder zu machen. Daher möchte ich gerne noch eine vernünftige Vollformatkamera haben. Bin mir aber nicht allzu sicher was ich nehmen soll.

Folgende Eckdaten habe ich mir überlegt:
- Canon sollte es sein, da ich meine bisherigen Objektive, Canon 70-200mm 2.8, 50mm 1.8 und 1.4, Sigma 17-50, unbedingt weiter nutzen möchte. Auch wenn es nicht unbedingt die Idealen Objektive für Vollformat sind.
- Budget 1.500 bis maximal 2.000€. Weniger ist natürlich immer besser. Aber 2000€ ist meine Schmerzgrenze.
- Vollformat und gute Lowlight Eigenschaft bzw. wenig Bildrauschen sind mir wichtig.
- Anwendung ist für normale Portraits oder neben Rennstrecken sprich in Fahrerlagern um dort das Geschehen aufzunehmen. Fällt allerdings meine 7D während einer Veranstaltung aus, muss die Vollformat auf der Rennstrecke eingesetzt werden.
- Funktionen: Geschwindigkeit ist aufgrund der Anwendung nicht die erste Priorität. Eine Gesichtserkennung wäre ganz Nett. WLAN wäre auch nice to have ist aber kein muss. Gleiches gilt für ein schwenkbares Display.
Bei den Funktionen habe ich daher keine muss Kriterien. Falls während einem rennen meine 7D ausfällt müsste aber die Vollformat evtl. als Ersatz ran. Daher wäre ein stabiles und möglichst dichtes Gehäuse ein Pluspunkt.

Was habe ich mir bisher angeschaut?
- 5D MK iV: Ist der Klassiker denke ich. Durch das Magnesiumgehäuse problemlos auch auf der Rennstrecke einsetzbar.
- 6D MK ii: Die günstigere 5D MK iV mit schwenkbaren Display? Dafür allerdings vielleicht nicht ganz so stabil gebaut?
- 1DX: Könnte ich sowohl auf, als auch neben der Strecke benutzen
- EOS R: Evtl auf Spiegellos umsteigen? Durch den Adapter könnte ich meine bisherigen Objektive weiter nutzen.
- Sony Alpha 7 iii: Ist die Sony so viel besser? Durch einen Adapter könnte ich auch da meine Objektive weiter nutzen.

Zu überlegen wäre natürlich noch etwas länger zu warten bis die 5R und die 1DX MK iii auf dem Markt sind und hoffen, dass die Preise noch weiter fallen.

Wo seht ihr die größten Vorteile der einzelnen Modelle und welche würdet ihr am ehesten nehmen?
Landschaftsfotografie-Pfalz.de Landschaftsfotografie-Pfalz.de   Beitrag 2 von 28
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Jahrelang habe ich ausschließlich mit 5DIII und 5DIV fotografiert. Der Fortschritt im Lowlightbereich war schon spürbar. Dann habe ich mir als Zweitbody eine Sony Alpha 7RII gekauft.
Schlagartig hatte ich bei der ersten nächtlichen Fotosession gemerkt, dass Canon in diesem Bereich überhaupt nicht mithalten kann. Obwohl die 5DIV das neuere und weitaus teurere Modell war, war das Bildrauschen merklich schlechter. Fast alle meine Fotos entstehen bei Lowlight, ein Fehler bei der Bildentwicklung ist da nicht anzunehmen sondern rein auf die Sensortechnik zurückzuführen.
Lange Rede - kurzer Sinn: du wirst keine Canon finden, die im Lowlight-Bereich wirklich gut ist!

Das Adaptieren der Objektive auf eine Sonykamera ist auch problemlos. Und fast alle von dir genannten Kriterien erfüllen diese Kameras. Die 5dIV ist ein sehr robustes Arbeitstier, da kann Sony nicht ganz mithalten. Aber ich habe die 7RII auch schon bei Regen eingesetzt und dies geht auch ....
Thomas Braunstorfinger Thomas Braunstorfinger   Beitrag 3 von 28
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Du kannst das zu erwartende Ergebnis bei hohen ISO-Werten gut hier vergleichen:
https://www.dpreview.com/reviews/image- ... =1&x=0&y=0

Die 7D1 wird von jeder Vollformat-Kamera dueltich abgehängt. Du gewinnst etwas eine Blende durch den großen Sensor und eine Blende durch die neuere Technologie. EIne neue 5DIV oder 6DII verhält sich bei 6400 ISO also etwa so wie die 7D bei 1600 ISO.
Alles andere (Sony vs. Canon vs. Nikon) ist dagegen marginal.

ciao
Thomas
Stefan Bar. ² Stefan Bar. ²   Beitrag 4 von 28
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Ich glaube, ich würde die 6D MII als gute Ergänzung für die 7D sehen. Das Sigma 17-50 dürfte aber wahrscheinlich nicht kompatibel sein. Ist das ein DC oder DG? DC wäre inkompatibel.
Auf Sony zu wechseln wäre imho rausgeschmissenes Geld und die Umgewöhnung an zwei unterschiedliche Bedienkonzepte muss man auch mögen.
Mir täte die 6D MII wegen des Klappdisplays gefallen, hat aber kein 100%-Sucherbild, was sie für meine Zwecke ausschließt, für Portrait etc. aber eher keine Rolle spielt.
2wheel 2wheel Beitrag 5 von 28
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Ich würde da auf eine 5D Mk4 optieren, vlt. eine "neue Gebrauchte" ....., das liegt auch etwa im Budget.
TLK TLK   Beitrag 6 von 28
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Zitat: Stefan Bar. ² 27.02.20, 20:41Zum zitierten BeitragIch glaube, ich würde die 6D MII als gute Ergänzung für die 7D sehen. Das Sigma 17-50 dürfte aber wahrscheinlich nicht kompatibel sein. Ist das ein DC oder DG? DC wäre inkompatibel.Korrekt; es ist ein DC - vgl.dazu auch https://www.opticallimits.com/canon-eos ... a1750f28os und https://www.sigma-foto.de/objektive/17- ... che-daten/
Auf http://lenstests.de/abkuerzungen sind die entsprechenden Bezeichnungen nachlesbar...
Phil Funility Phil Funility Beitrag 7 von 28
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Ich würde die 6DII ausschließen auf Grund der Focusfelder die samt in der Mitte sitzen. Find ich sehr suboptimal für Porträt, oder willst Du Deine Modelle immer mittig platzieren? Dann lieber eine EOS RP die hat den gleichen Sensor wie die 6DII aber nicht die Einschränkung mit den Focusfeldern und hast auch noch einen eye-AF. Die ist sogar etwas billiger, aber Du kannst nicht die Akkus der 7D verwenden.

An der EOS R kannst Du die Akkus weiter verwenden. Die EOS R ist ein Handschmeichler, einen besseren Sensor, einen super guten eye-AF und und und … Merkst schon, ich würde an Deiner Stelle die EOS R ordern. Gibt#s bei fast allen ONLINE-Shops derzeit für 1999 EUR. Vielleicht wartest auch noch bis die R5 raus ist, dann wird sie nochmal ordentlich billiger ...
Stefan Bar. ² Stefan Bar. ²   Beitrag 8 von 28
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@PhilF: kann ich nicht nachvollziehen https://achatzi.de/media/pdf/3a/c1/1f/E ... ual_DE.pdf ab Seite 137 zeigen reichliche AF-Felder, die nicht nur mittig angeordnet sind. Der AF des Vorgängers war diesbezüglich wesentlich eingeschränkter. Da im finanziellen Rahmen dann ja auch noch Ersatz für das Sigma 17-50 her muss, wäre die 6D II wirklich auch preislich attraktiv.
TLK TLK   Beitrag 9 von 28
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Zitat: Stefan Bar. ² 27.02.20, 23:09Zum zitierten Beitrag@PhilF: kann ich nicht nachvollziehen https://achatzi.de/media/pdf/3a/c1/1f/E ... ual_DE.pdf ab Seite 137 zeigen reichliche AF-Felder, die nicht nur mittig angeordnet sind. Der AF des Vorgängers war diesbezüglich wesentlich eingeschränkter.So kenne ich das auch.
Im Übrigen ist selbst der Vorgänger - also die 6D - mE keineswegs derart eingeschränkt, daß z.B. Portrait nur mittig platziert möglich wäre o.dgl., aber das nur nebenbei, da es hier vordergründig nicht um die 6D, sondern um die 6D II geht.
Phil Funility Phil Funility Beitrag 10 von 28
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@StefanB: na Seite 31/32 Deines Links zeigt die Misere ja sehr gut - so sieht es eben aus, wenn das AF-Modul einer APS-C-Kamera in eine Vollformatkamera eingebaut wird - und genau das hat meines Wissens Canon hier gemacht.
Schon bei der Drittel-Regel hat man dann keinen geeigneten AF-Punkt mehr.
Man kann dann natürlich schwenken, aber das führt bei Offenblende des Objektivs dann dazu, dass die Schärfe nicht hundertprozentig auf den Augen sitzt. Und in der Porträtfotografie ist der Einsatz von Blenden um 1,4 o.ä. nicht unüblich. Hat bei mir auch eine Weile gedauert bis ich diese Fehlerquelle an meiner 6D realisiert hatte.
Die 6DII hat zwar mehr Focuspunkte aber die tummeln sich auch alle ganz kuschelig um die Bildmitte herum …

Es gibt noch einen weiteren Punkt weswegen ich für Porträts eine DSLM gegenüber der 6DII vorziehen würde - es ist nicht nur der eye-Autofocus, sondern auch der Umstand, dass man Front- und Backfocus endgültig los ist.
Liegt an der Verwendung des Kontrastautofocus bei DSLM. War bei meiner 6D auch so ein Thema ...
Stefan Bar. ² Stefan Bar. ²   Beitrag 11 von 28
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Zur Verteilung der Fokuspunkte in der 6D II im
Vergleich zum Vorgänger, bzw. APS-C hier eine interessante Diskussion https://www.dpreview.com/forums/thread/4257479
Marcus Nordbruch Marcus Nordbruch Beitrag 12 von 28
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Das Sigma ist das 17-50mm F2,8 EX DC OS HSM.
Dass es an Vollformat nicht kompatibel ist hatte ich so gar nicht auf dem Schirm muss ich gestehen. Ist für mich aber auch kein Ausschlusskriterium, da ich mit dem Objektiv eh nicht so ganz zufrieden bin und es auf längere Sicht eh wechseln möchte.
Für die Portraits würde ich auf das 50mm 1.4 und das 70-200 2.8 setzen. Dazu bin ich schon wegen einem 85mm 1.8 am schauen. Das würde ich zum beispiel auch auf der Rennstrecke mit benutzen.

Das mit den Fokusfeldern der 6D ist ein gutes Gegenargument. Die sind schon recht zentral angeordnet.
Ein freund von mir der von Canon auf Sony umgestiegen ist hat mir auch von der Sony abgeraten.
Nicht weil die Kamera schlecht ist, sondern weil er die Verbindung Canon Objektiv auf Sony Body nicht als ganz so gut erachtet. Bei dem schritt sollte ich dann evtl. überlegen komplett zu wechseln, was ich aber momentan nicht vorhabe.
Dazu kommt natürlich das Argument der zwei verschiedenen Bedienungen. Gleichzeitig mit Canon und Sony arbeiten kann anstrengend werden.
Von der 6D ii hält er auch nicht viel. Ist für ihn irgendwie nichts ganzes und nichts halbes. Da würde er eher auf die 5D MK iii setzten. Nahezu identische Bildqualität aber dafür robusterer Body und evtl. auch noch etwas günstiger zu kriegen.

Also streichen wir mal Sony und die 6D aus der Liste. Dafür fügen wie die 5D iii mit dazu.
Bleiben folgende:

- EOS 5D MK iV
- EOS 5D MK iii
- EOS 1Dx
- EOS R

Mit gebrauchten habe ich übrigens überhaupt kein Problem. Meine bisherige Ausrüstung ist auch komplett auf dem Gebrauchtmarkt gekauft.
2wheel 2wheel Beitrag 13 von 28
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RP habe ich neben der 4er auch, bin in meinem Bereich damit sehr, sehr zufrieden ......

Eine 4er ist halt neben der 7er so ein richtiges Universaltier.

Da die RP für mich einen konkreten Einsatz hat, habe ich die R noch aussen vor gelassen, da ich in diesem Bereich die 4er nach wie vor gerne nutze, gerade auch wegen des Prismensuchers ...
TLK TLK   Beitrag 14 von 28
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Das hat zwar jetzt mit den Kameras selbst nichts zu tun, aber da Du es auch angesprochen hast:
Zitat: Marcus Nordbruch 28.02.20, 08:26Zum zitierten Beitrag... bin ich schon wegen einem 85mm 1.8 am schauen...Ich kann das Canon EF 85mm f/1.8 USM wirklich empfehlen.
Li.Li Li.Li   Beitrag 15 von 28
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Ich selber verwende die 5D MK IV und die 5DS R (für Portraits meine Favoritin). Mit beiden Kameras kann man wunderbare Ergebnisse erzielen.
Stände ich vor der gleichen Wahl wie du, wäre aus der Auswahl die EOS R mein Favorit, allein schon wegen der Augenerkennung. Gesichtserkennung nützt dir bei einer 1.8er Blende auf kurzer Distanz nicht viel. Ich verwende nur einen AF-Punkt und richte diesen auf das Auge. Dafür braucht man, vor allem wenn sich die Person auch noch bewegt, schon etwas mehr Erfahrung.
Deswegen ist eine Augenerkennung für Portaitfotografie ein Segen. Von den o.g. Kameras besitz ihn nur die EOS R.
Das 50mm 1.8 würde ich als nächstes dann auch austauschen, es muss noch abgeblendet werde, damit es richtig scharf wird. Ein Sigma Art ist auch schon bei Blende 1.4 knackscharf.
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